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  • Wer zuletzt lebt, lebt am besten (1972)Datum01.06.2020 09:59
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    WER ZULETZT LEBT, LEBT AM BESTEN (INNOCENT BYSTANDERS)
    GB (1972) - R: Peter Collinson - DE: 16.1.1974 - FSK 18 - V: Scotia
    Darsteller: Stanley Baker, Geraldine Chaplin, Donald Pleasence, Dana Andrews, Sue Lloyd, Derren Nesbitt, Ferdy Mayne, Warren Mitchell, Vladek Sheybal



    Der russische Wissenschaftler Kaplan konnte aus einem sibirischen Arbeitslager fliehen und hält sich an einem unbekannten Ort in der Türkei versteckt. Blake, der Chef des amerikanischen Geheimdienstes, will ihn in die USA holen, kann für diese Mission aber keinen seiner eigenen Agenten anheuern, da es im Mittleren Osten eine undichte Stelle gibt. Deshalb kontaktiert er Loomis, den Chef des britischen Sicherheitsdepartments. Dieser beauftragt daraufhin den einstigen Top-Agenten John Craig damit, Kaplan zu finden. Craig sucht in New York zunächst Kaplans Bruder auf. Eher zufällig erfährt er, dass Loomis den Auftrag in Wahrheit an zwei jüngere Kollegen vergeben hat und ihn selbst nur als Köder für die Gegenseite benutzt. Um es ihm heimzuzahlen setzt Craig alles daran, Kaplan noch vor der Konkurrenz aufzuspüren. Dass außerdem auch noch Leute vom KGB hinter dem Wissenschaftler her sind, macht die Sache für ihn nicht einfacher.

    Vom deutschen Kinotitel sollte man sich nicht auf die falsche Fährte locken lassen, denn in diesem abenteuerlichen Agenten-Thriller geht es ziemlich gewalttätig zu. Stanley Baker spielt den in die Jahre gekommenen, kaltblütigen und desillusionierten Helden und er macht das wie immer excellent. Geraldine Chaplin ist seine unfreiwillige Begleiterin bei der Suche nach Kaplan, die mit vielen bösen Überraschungen verbunden ist. Donald Pleasence, der den Bond-Bösewicht Blofeld in "Man lebt nur zweimal" spielte, zeigt sich auch hier nicht gerade als Sympathieträger. Als Loomis ist er der britische Sicherheits-Chef, der kein Problem damit hat, einen seiner ehemals besten Männer arglistig zu täuschen und ins offene Messer laufen zu lassen. Am Ende erweist er sich dann auch noch als schlechter Verlierer. Derren Nesbitt und Sue Lloyd, die als junges Agentenpaar Craig Konkurrenz machen, geizen ebenfalls nicht mit negativen Charaktereigenschaften. Etwas mehr Noblesse bringt Dana Andrews als Blake ins Spiel, wobei auch er kein wirklicher Ehrenmann ist. Kaplan, der Mann um den sich alles dreht, wird von Vladek Sheybal gespielt, den man u.a. aus dem Bond-Film "Liebesgrüße aus Moskau" kennt. In der Rolle seines Bruders ist Ferdy Mayne zu sehen. Interessante Schauplätze, John Keatings dynamischer Score und Collinsons ambitionierte Regie gleichen kleine Schwächen des Drehbuchs aus.

    "Ein ausrangierter Geheimdienstler entführt auf eigene Faust einen russischen Wissenschaftler und verkauft ihn seinem ehemaligen Chef. Agentenabenteuer mit ironischem Grundton, durch sorgfältige Gestaltung über dem Durchschnitt." (Filmdienst)

    Spanien: 609.330 Besucher

  • Dan van Husen gestorbenDatum31.05.2020 12:27
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der in Gummersbach geborene Dan van Husen ist im Alter von 75 Jahren gestorben.
    Er wurde Ende der 1960er Jahre in Spanien für den Film entdeckt und war zunächst - meist als Bösewicht - in zahlreichen Italowestern zu sehen. Anschließend wirkte er dann auch in vielen deutschen Film- und Fernsehproduktionen mit, z.B. in den TV-Serien "Graf Luckner", Sergeant Berry", "Derrick" oder "Der Alte". In der Regel waren es aber nur kleinere Nebenrollen. Es folgten dann noch etliche internationale Filme und bis zuletzt stand er immer mal wieder vor der Kamera.

    Filmografie (Auswahl):

    Der Schrei der schwarzen Wölfe (1972)
    Der Todesrächer von Soho (1972)
    100 Fäuste für ein Vaterunser (1972)
    Zinksärge für die Goldjungen (1973)
    Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr (1976)
    Nosferatu - Phantom der Nacht (1979)
    Lawinen-Express (1979)
    Die Seewölfe kommen (1980)

  • Bewertet: "Der Alte"Datum27.05.2020 19:07
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Bewertet: "Der Alte"

    Zitat von Gubanov im Beitrag #297
    Ja, ein wandlungsfähiges Genie sondergleichen und in Krimis nie als dummer Schlägerganove getypecastet.




    Habe ich das behauptet?
    Du machst es Dir nur manchmal ein bißchen einfach.

  • Bewertet: "Der Alte"Datum27.05.2020 18:30
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Bewertet: "Der Alte"

    Zitat von Gubanov im Beitrag #294
    Gleiches gilt für Schlägertype Arthur Brauss, dessen Auftritt dem Rest seiner Filmografie aufs Haar gleicht ...

    Das stimmt doch gar nicht.

    Brauss spielte z.B. die Hauptrolle in "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", den Wim Wenders nach dem Roman von Peter Handke drehte.
    (ausgezeichnet 1972 bei den Filmfestspielen in Venedig). Seine Darstellung der Titelfigur wurde von der Kritik ausgesprochen positiv bewertet. (es handelt sich übrigens nicht um einen Fußballfilm sondern um ein psychologisches Krimi-Drama)

    Hier noch eine kleine Auswahl weiterer Filme, in denen er ganz andere Facetten zeigen konnte:

    Carmen Baby (Radley Metzger, 1967)
    Jaider, der einsame Jäger (V.Vogeler,1971)
    Geradeaus bis zum Morgen (TV) (Peter Adam,1972)
    Verflucht, dies Amerika (V.Vogeler, 1973)
    Tauwetter (TV) (Markus Imhoof,1977)

    Diese Reihe ließe sich noch beliebig fortsetzen.

  • Scharfe Schüsse auf Jamaika (1965)Datum26.05.2020 12:39
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Scharfe Schüsse auf Jamaika (1965)

    SCHARFE SCHÜSSE AUF JAMAIKA
    D/I/Sp (1965) - R: R.Jackson (= Ernst von Theumer) - DE: 25.2.1966 - FSK 16 - V: Constantin
    Prod.: Theumer-Film, München (40%) - PEA,Rom (30%) - Apollo, Madrid (30%)
    Darsteller: Larry Pennell, Brad Harris, Margitta Scherr, Barbara Valentin, Wolfgang Kieling, Hermann Nehlsen, Christine Schuberth,Roberto Carmadiel, Linda Sini, Raf Baldassare, John Bartha



    Agent Ken Stewart soll klären, wer die Rebellen im karibischen Raum mit Waffen beliefert und bei der Gelegenheit herausfinden, wo sein Kollege Larry Pyat steckt, der seit zwei Wochen spurlos verschwunden ist. Ken bekommt unerwartete Hilfe von Captain Mike Jefferson, einem Agenten des Secret Service, der ebenfalls nach den Waffenschiebern sucht. Es gelingt ihnen, auf dem Frachter "Kirk Star", den die Gangster für die Transporte benutzen, einen Abhörsender zu installieren. Doch ihre Gegner kämpfen mit harten Bandagen.



    Mit Atelieraufnahmen in Madrid und Außenaufnahmen auf Jamaica begannen im April 1965 die Dreharbeiten, die anschließend in Rom und München fortgesetzt wurden. Den Verleih des Films sollte "Piran" übernehmen, doch die Firma befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer finanziellen Schieflage und ging wenig später in Konkurs. Produzent und Regisseur Ernst von Theumer hatte Glück im Unglück, denn er konnte seinen Film, der unter dem Arbeitstitel "Der Boss braucht viele Särge" entstanden war, beim marktführenden Constantin-Verleih unterbringen. "Scharfe Schüsse auf Jamaika" gehört zu den frühen deutschen Eurospy-Produktionen und hat sicher seine Schwächen. Aber auch seine Stärken:
    Der Amerikaner Larry Pennell, der vor seiner Filmkarriere 7 Jahre lang Baseball-Profi war, bringt neben den physischen Attributen auch die nötige Coolness und einen gewissen Macho-Charme mit und erweist sich ganz klar als der richtige Mann für die Hauptrolle in einem Film dieses Genres. Synchronisiert wird er von Rainer Brandt, der ihn auch mit ein paar lockeren Sprüchen versorgte. Zudem war es eine clevere Idee, ihn gemeinsam mit seinem Landsmann Brad Harris im Team agieren zu lassen. Als Buddies, die dasselbe Ziel verfolgen, ergänzen sich die beiden - nach anfänglichen Plänkeleien - prächtig. (Besonders gut sollte dieses Konzept bei den nachfolgenden Kommissar-X-Filmen funktionieren, in denen Parnass-Produzent Theo Maria Werner den smarten Tony Kendall als Partner von Harris einsetzte). Ein weiterer Vorzug des Films sind die Außenaufnahmen, die auf Jamaica entstanden. Weiße Sandstrände, luxuriöse Resorts und die exotische Vegetation wecken Erinnerungen an "Dr.No". Dazu versah Marcello Giombini das Geschehen mit einem peppigen Soundtrack der Laune macht und auch Spannungmomente wirkungsvoll untermalt. Obendrein wird dem Zuschauer die Möglichkeit geboten, mitzuraten wer der große Unbekannte ist, der hinter den Verbrechen steckt, wobei die Auflösung und auch die Motivation des Täters glaubhaft erscheinen. Dass Ernst von Theumer ein kompetenter Regisseur ist, zeigt er, indem er ein flottes Tempo vorlegt, das er ohne größere Längen bis zum Schluss durchzuhalten vermag. Insgesamt sicher nicht der große Wurf, aber durchgehend unterhaltsam.

    "Der draufgängerische FBI-Agent Ken Stewart und sein schlagfreudiger Kollege vom Secret Service machen Waffenschmugglern in der Flamingo-Bucht das Leben schwer. Schwach inszenierter Agentenfilm in James-Bond-Manier." (Filmdienst)

    Start-Ergebnisse:
    Braunschweig, Gloria (973 Pl.): gut
    Düsseldorf, Alhambra (837 Pl.): mittel
    Nürnberg, Lu-Li (1008 Pl.): gut

    Film-Echo-Note: 4,0 (31 Meldungen)
    Spanien: 809.066 Besucher
    Frankreich: 456.550 Besucher

  • Rififi in Paris (1966)Datum21.05.2020 16:23
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RIFIFI IN PARIS (DU RIFIFI A PANAME)
    F/D/I (1966) - R: Denys de la Patelliére - DE: 23.7.1966 - FSK 16 - V: Gloria
    Prod.: Copernic,Paris (60%)- Gloria-Film, München (20%) - Fida, Rom (20%)
    Darsteller: Jean Gabin, Gert Fröbe, Nadja Tiller, Claudio Brook, George Raft, Mireille Darc, Marcel Bozzufi, Claude Brasseur, Daniel Ceccaldi, Claude Cerval, Franco Ressel, Christa Lang



    Paul Berger, genannt "Diamanten-Paul", gilt als König der Pariser Unterwelt. Nach außen präsentiert er sich als ehrenwerter Inhaber diverser gutgehenden Lokale, doch nebenbei betätigt er sich als Gold- und Waffenschmuggler. Dass einer seiner Kuriere als Agent für die amerikanische Finanzbehörde arbeitet, ahnt er nicht. Er hat andere Sorgen, denn ein Verbrechersyndikat aus Chicago will bei seinen lukrativen Nebengeschäften mitmischen. Als Paul ablehnt, rücken die US-Gangster in Paris an und stellen ihm ein Ultimatum.

    Dieser mit großem Aufwand inszenierte Gangsterkrimi kann mit einem internationalen Staraufgebot punkten, doch leider fehlt es ihm an Spannung und Raffinesse. So ist es denn auch vor allem die exquisite Besetzung, die darüber hinwegsehen lässt, dass der Film nichts wirklich originelles zu bieten hat und ein paar Längen aufweist. Jean Gabin glänzt in einer maßgeschneiderten Rolle, die aber nur den altbekannten Schablonen folgt. Gert Fröbe, der kurz vorher den legendären Bond-Bösewicht "Goldfinger" verkörperte, ist hier als Antiquitätenhändler zu sehen, der nicht nur Pauls bester Freund und Ratgeber ist, sondern auch als "the Brain" dessen krumme Geschäfte organisiert. Seine Frau Irene, die einst die Geliebte von Paul war, wird von Nadja Tiller gespielt, die schon 1958 in "Im Mantel der Nacht" an der Seite von Jean Gabin zu sehen war. Der eigentliche Star des Films ist der weniger bekannte Claudio Brook, der als Agent Mike Coppolano Paul das Handwerk legen will. Dabei arbeitet er eng mit Kommissar Noel (Daniel Ceccaldi) zusammen. George Raft, der bereits in zahlreichen Hollywood-Krimis der 1930er Jahre mitwirkte, kann hier als Chef der amerikanischen Gangsterbande auftrumpfen. Marcel Bozzufi ist Pauls Bodyguard während Mireille Darc als Animiermädchen in einem der Clubs von Paul arbeitet, wo sie dem angeblichen Journalisten Coppolano schöne Augen macht.

    "Der mit seiner internationalen Besetzung gut zu vermarktende Film hat neben der sauberen Routinearbeit in der thematischen und optischen Behandlung großartige Höhepunkte und weiß die Spannung bis zum Schluss stetig zu steigern. Während man Gert Fröbe den Großgauner vom ersten doppelschichtigen Augenaufschlag an glaubt, hat der kultivierte Jean Gabin natürlich Mühe, das Publikum von seiner schwarzen Seele unter der graumelierten Gepflegtheit des Grandseigneurs zu überzeugen und die Härte seiner Uppercuts glaubhaft zu machen. Der Dritte im Bunde der Herren der Unterwelt ist George Raft mit aalglatter Gaunerfratze. Die Kamera gewinnt mit dem Fortlauf der zunächst ziemlich verzahnten Handlung Farbe, Perspektive und sichere Stellungnahme. Die Sorgfalt und der Reichtum des Dekors sind zu loben." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 3,6 (51 Meldungen) / Erstnote: 3,1
    Frankreich: 1.983.477 Besucher (Paris: 509.953)

  • Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    REVOLVER - DIE PERFEKTE ERPRESSUNG (REVOLVER)
    I/F/D (1973) - R: Sergio Sollima - Deutscher Co-Produzent: Dieter Geissler - DE: 1984 (TV DDR)
    Darsteller: Oliver Reed, Fabio Testi, Agostina Belli, Paola Pitagora, Daniel Beretta, Marc Mazza, Peter Berling, Reinhard Kolldehoff, Gunnar Warner



    Unbekannte entführen die Frau von Vito Cipriani, dem stellvertretenden Direktor des Mailänder Gefängnisses. Sie verlangen von ihm, einem Inhaftierten namens Milo Ruiz die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Zunächst versucht Cipriani über Ruiz, der ein unbedeutender Kleinkrimineller zu sein scheint, an dessen Hintermänner heranzukommen. Doch der hat nicht die geringste Ahnung, wer ihn freipressen will. Deshalb geht Cipriani auf die Forderung der Kidnapper ein, lässt Ruiz jedoch nicht laufen, um den Austausch mit seiner Frau abzusichern. Die Entführer stellen ihm eine Falle, doch gemeinsam mit Ruiz kann er entkommen. Es folgt eine mörderische Hetzjagd, in deren Verlauf sich die beiden unterschiedlichen Männer immer mehr annähern. Sie stoßen auf ein Komplott, an dem Leute aus obersten Kreisen beteiligt sind.

    Sergio Sollima inszenierte diesen packenden und intelligenten Thriller mit politischem Zeitbezug betont nüchtern und ohne modische Mätzchen, wobei er immer auf dem Boden der Realität bleibt. Der Handlungsverlauf ist wenig vorhersehbar, was dafür sorgt, dass die Spannung bis zum bitteren Ende nicht nachlässt. Vor allem aber profitiert der Film vom perfekten Zusammenspiel seiner beiden starken Hauptdarsteller. Oliver Reed ist als Cipriani grandios. Jede Gefühlsregung zwischen Amoklauf und Zusammenbruch wirkt bei ihm authentisch. Und Fabio Testi kann als kleiner Gewohnheitsverbrecher Milo Ruiz durchaus mithalten. Dazu gibt es als Sahnehäubchen einen wunderbaren Soundtrack von Ennio Morricone.
    Obwohl Dieter Geissler den Film mitproduziert hat, kam er nie in die deutschen Kinos. Es erfolgte später auch keine Videoauswertung. 1984 wurde er mit einer Defa-Synchro und in einer gekürzten Fassung im Fernsehen der DDR ausgestrahlt. Am 19.10.1995 lief er in dieser Fassung im Programm des "mdr".

    GUNNAR WARNER aka ALEXANDER STEPHAN



    In der Vortitelsequenz ist der deutsche Schauspieler Gunnar Warner als angeschossener Komplize von Fabio Testi zu sehen, der an seinen Verletzungen stirbt.
    Gunnar Warner nahm Gesangs- und Schauspielunterricht. Nach kleineren Bühnen- und TV-Rollen begann er zunächst eine Karriere als Schlagersänger (3 Singles bei CBS). 1972 erhielt er die Rolle von Sissis Bruder Karl-Theodor in Luchino Viscontis starbesetztem Historien-Epos "Ludwig II". Dieter Geissler, der an dieser Produktion ebenfalls beteiligt war, gab ihm anschließend den kleinen Part des sterbenden Gangsters in "Revolver". Im Zuge der wiederauflebenden Heimatfilm-Welle in den deutschen Kinos spielte er Mitte der 1970er Jahre Hauptrollen in vier Ganghofer-Neuverfilmungen (unter der Regie von Reinl, Vohrer und Hächler). Dafür wurde ihm der Künstlernahme "Alexander Stephan" verpasst. Unter diesem Namen wirkte er u.a. auch in der Derrick-Episode "Tod des Trompeters" mit. Er starb 2011 im Alter von nur 65 Jahren.

  • Operation Taifun (1967)Datum12.05.2020 19:59
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Operation Taifun (1967)

    HI-FI STEREO 70
    Filmtheater Werbung :

  • Operation Taifun (1967)Datum12.05.2020 14:02
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    OPERATION TAIFUN - (CON LA MUERTE A LA ESPALDA)
    Spanien/Frankreich/Italien (1967) - R: Alfonso Balcazar - DE: 12.7.67 - FSK 12 - V: Alpha
    Produktion: Balcazar (Barcelona), CFFP (Paris), West-Film (Rom) in Zusammenarbeit mit
    International Germania Film (Köln)
    Darsteller: George Martin, Vivi Bach, Klausjürgen Wussow, Rosalba Neri, Daniele Vargas, Michel Montfort, Hansi Waldherr, Lorenzo Robledo



    Das Gangstersyndikat "Electra" ist im Besitz einer neuartigen "Wahnsinns"-Droge. Professor Roland hat ein Gegenmittel entwickelt, das er einigen Geheimdienstmitarbeitern bei einem Treffen in einem Hamburger Hotel präsentieren soll. Doch dort wird er kurz vorher ermordet. Seiner Assistentin Monica gelingt es, den Aktenkoffer mit der Formel an sich zu bringen und damit zu flüchten. Juwelendieb Gary, der eigentlich nur bei einer im Hotel stattfindenden Schmuckmesse seinem Handwerk nachgehen wollte, wird zufällig Zeuge des Vorfalls und hilft ihr, den Electra-Killern zu entkommen. Bald schon stellen beide fest, dass außer den Gangstern auch noch Agenten verschiedener Geheimdienste hinter ihnen her sind.



    Abweichend vom üblichen Schema der Eurospy-Filme ist der Held diesmal kein hartgesottener Agent mit der Lizenz zum Töten, sonder ein "harmloser" Juwelendieb, der allerdings allen Gefahren trotzt und seine Gegner scharenweise aufs Kreuz legt. Die Story als solche ist natürlich völlig nebensächlich und soll nur Anlass für turbulente Verfolgungsjagden, rasante Action und zahlreiche Stunts bieten. Das alles wird dann auch eher leichtfüßig und mit augenzwinkerndem Charme serviert. Held der Geschichte ist George Martin als verhinderte Schmuckräuber, der zum Beschützer einer verfolgten Unschuld (Vivi Bach) wird. Die Rolle bietet dem spanischen Schauspieler, der vor seiner Leinwandkarriere ein erfolgreicher Sportler war, ausreichend Gelegenheit, seine akrobatischen Fähigkeiten zu präsentieren. Klausjürgen Wussow, Rosalba Neri und Hansi Waldherr gehören zu Electra, dessen Chef von Daniele Vargas dargestellt wird. Der Film wurde im Herbst 1966 überwiegend in Hamburg gedreht und die Kamera fing viele Ansichten der norddeutschen Metropole ein. Das actionreiche und ballerfreudige Finale findet allerdings in den Schweizer Alpen statt, wo sich das Hauptquartier der Gangsterbande befindet.

    "Operation Taifun" war der erste Film im damals neuen "Hi-Fi-Stereo 70"-Aufnahmeverfahren. Er wurde in Deutschland zunächst von der Hi-Fi-Stereo-70-Filmvertriebs KG in den Kinos ausgewertet, in denen ein geeignetes Wiedergabeverfahren möglich war. Den regulären Kinovertrieb übernahm anschließend der Alpha-Verleih.
    Im Film-Echo heißt es dazu: Da das 70mm 3-D-Verfahren als visuelle Attraktion vorerst noch auf wenige Theater beschränkt bleiben wird, wurde bei der Entwicklung Wert darauf gelegt, dass auch eine normale zweidimensionale Projektion möglich ist.

    "Der Film erzählt sein Gewirr von Geschehnissen mit einer gewissen Leichtigkeit und nach all den Wendungen und Intrigen muss man am Ende zugestehen: Er hat Spaß gemacht." (Dizionario del cinema italiano)

    Spanien: 762.690 Zuschauer

  • Rasthaus des Teufels (1963)Datum05.05.2020 16:43
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Rasthaus des Teufels (1963)
  • Rasthaus des Teufels (1963)Datum05.05.2020 12:24
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RASTHAUS DES TEUFELS (CHAIR DE POULE)
    Frankreich/Italien (1963) - R: Julien Duvivier - DE:5.6.1964 - FSK 18 - V: Centfox
    Darsteller: Robert Hossein, Chatherine Rouvel, Jean Sorel, Georges Wilson, Lucien Raimbourg, Nicole Berger



    In Paris werden die beiden Geldschrankspezialisten Daniel und Paul bei einem nächtlichen Einbruch vom Hausherrn überrascht. Paul erschlägt ihn und beide flüchten. Während Paul entkommen kann, wird Daniel angeschossen, von der Polizei verhaftet und wegen Mordes verurteilt. Doch er kann fliehen und setzt sich nach Südfrankreich ab. Durch Zufall lernt er dort Thomas kennen, der in einer entlegenen Gegend eine Tankstelle und ein Rasthaus betreibt und Daniel einen Job als Mechaniker anbietet. Seine junge Frau Maria begegnet Daniel zunächst mit Ablehnung. Es stellt sich aber heraus, dass sie es auf das angehäufte Geld im Tresor ihres Ehemanns abgesehen hat und jemanden wie Daniel gut gebrauchen könnte, um daran zu kommen. Schnell geraten die Dinge außer Kontrolle.

    Nach einem Roman von James Hadley Chase ("Come easy - go easy") schuf Altmeister Julien Duvivier einen bedrückenden Kriminalfilm in eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern. Die Handlung überrascht ständig mit unerwarteten Wendungen und die Schauspieler besitzen das nötige Einfühlungsvermögen, um ihre Figuren so zu zeichnen, dass es stimmig wirkt. Robert Hossein ist als Daniel der typische Anti-Hero, der in einen alptraumhaften Wirbel gerät, aus dem es keinen Ausweg gibt. Schuld daran ist vor allem Maria, die von Catherine Rouvel dargestellt wird. Sie ist ein gewissenloses Luder, kalt und berechnend, aber auch lasziv und verführerisch. Fast ebenso skrupellos erweist sich Jean Sorel als Daniels Komplize Paul. Ursprünglich kam er, um seinem Freund, der den von ihm begangenen Mord auf sich nahm, zu helfen. Doch die Gier nach Geld treibt auch ihn ins Verderben. Gut ausbalanciert ist George Wilsons Darstellung des Tankstellenbesitzers Thomas. Er ist der einzige gutherzige und freundliche Charakter in einem Umfeld aus Täuschung, Habsucht und Gewalt.

    "Ein entflohener Geldschrankknacker findet Unterschlupf in einem einsamen Rasthaus und wird von der geldgierigen Frau des Besitzers in neue Verbrechen verwickelt. Pessimistischer Kriminalfilm, interessant und ansehnlich inszeniert." (filmdienst)

    Frankreich: 793.944 Besucher (Paris: 266.135)
    Keine Notierung in der Film-Echo-Erfolgsrangliste.

  • CAPTAIN KRONOS - VAMPIRJÄGER (Captain Kronos - Vampire Hunter)
    GB (1974) - Drehbuch & Regie: Brian Clemens - DE: 2004 (DVD)
    Darsteller: Horst Janson, Caroline Munro, John Cater, Shane Briant, John Carson, Ian Hendry, Lois Daine



    Während des frühen 19.Jahrhunderts werden in einer abgelegenen englischen Grafschaft mehrere junge Mädchen tot aufgefunden - auf unerklärliche Weise um Jahrzehnte gealtert. Landarzt Doktor Marcus bittet seinen ehemaligen Kameraden Captain Kronos um Hilfe. Begleitet von Professor Grost und dem Zigeunermädchen Carla, das er unterwegs aufgelesen hat, trifft der wenig später ein. Schnell stellt er fest, dass man es mit einer neuen Spezies von Vampiren zu tun hat. Diese sind nicht hinter dem Blut ihrer Opfer her, sondern hinter deren Jugend und Lebenskraft.

    "Captain Kronos" wurde bereits 1972 gedreht, kam aber erst im April 1974 in die Kinos. Es war eine der letzten großen Hammer-Produktionen und ursprünglich als Serie konzipiert. Da aber der Erfolg eher bescheiden war, gab es keine Fortsetzung. Der Film orientiert sich nicht so sehr an klassischen Vorbildern, sondern überrascht mit neuen Ideen und entpuppt sich als bunter Mix aus verschiedenen Genres. Die üblichen Grusel- und Schauermomente halten sich in Grenzen, denn der Vampir, der in eine schwarze Kutte gehüllt ist, wirkt zwar durchaus unheimlich, begeht seine Taten aber - abgesehen von einer düsteren Gewitternacht - am hellichten Tag im grünen Wald. Dafür gibt es jedoch andere Schreck- und Schockmomente.
    Dass die Titelrolle mit dem deutschen Schauspieler Horst Janson besetzt wurde, ist weniger erstaunlich, als es scheint. Janson hatte zuvor in mehreren britischen Kinofilmen ("Ausbruch der 28", "Zwei Kerle aus Granit", "Wiegenlied der Verdammten") mitgewirkt und Gastauftritte in populären TV-Serien absolviert und sich dadurch eine gewisse Popularität erworben. In der Rolle des furchtlosen Vampirjägers, der den Umgang mit Schwert und Degen wie kein anderer beherrscht, macht er eine blendende Figur und erweist sich hier fast schon als charismatischer Leinwandheld. John Cater ist als buckliger Professor Hieronymus Grost sein gewitzter Sidekick und die überaus attraktive Caroline Munro teilt als seine Begleiterin Carla mit ihm die Lagerstatt. Für Brian Clemens, dem Schöpfer der Kult-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone", war es die einzige Regie-Arbeit. Dass der Film schnell wieder in Vergessenheit geriet, mag daran liegen, dass er damals vielleicht nicht den Erwartungen des Publikums entsprach. In Deutschland kam er erst gar nicht in die Kinos und erlebte seine Premiere im Jahre 2004 auf DVD.

    ""Captain Kronos" gehört zu den originellsten und kultigsten Vampirflicks in der Geschichte der britischen Hammer-Studios." (FILMTIPPS.at)

  • Maria SebaldtDatum27.04.2020 15:33
    Thema von Giacco im Forum Schauspieler/-innen



    Anläßlich des gestrigen runden Geburtstags (26.4.1930) der Berliner Schauspielerin, sollte sie an dieser Stelle auch endlich Erwähnung finden. Den Einstieg in den Kreis der Wallace-Darstellerinnen hat sie nicht geschafft, obwohl sie 1963 für die Rolle der Mabel Narth in "Der Fluch der gelben Schlange" vorgesehen war, die dann von Doris Kirchner gespielt wurde.
    Maria Sebaldt gehört zu den meistbeschäftigten deutschen Film- und Fernsehkünstlerinnen. Viele dürften sie als "Babette Bollmann" in der TV-Serie "Gewagtes Spiel" kennen. Weitere Auftritte mit kriminalistischen Hintergrund hatte sie in Serien wie "Kriminalmuseum", "Der Kommissar", "Derrick", "Inspektor Wanninger", "Wolffs Revier" oder in dem TV-Film "Diamantenparty". Außerdem wirkte sie in den erfolgreichen Reihen "Ich heirate eine Familie", "Die Wicherts von nebenan" und "Traumschiff" mit.

    Kinofilme (mit Krimi-Touch)
    Hoppla, jetzt kommt Eddie (1958)
    Grabenplatz 17 (1958)
    Nick Knattertons Abenteuer (1959)
    Frauen in Teufels Hand (1960)
    Das schwarze Schaf (1960)
    Vorsicht Mister Dodd (1964)

  • Die Pidax-VÖ liegt mir nicht vor, aber ich habe gelesen, dass 2 von den 3 Filmen wohl im falschen Format sind. Und bei der "Bloody Mary" soll es Schnitte geben. Wen das nicht stört, kann natürlich bei dem günstigen Preis zugreifen.

  • Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    JACK CLIFTON: MISSION BLOODY MARY (AGENTE 077 - MISSIONE BLOODY MARY)
    Italien/Frankreich/Spanien (1965) - R: Sergio Grieco - DE: 26.11.65 - FSK 18 - V: Pallas
    Darsteller: Ken Clark, Philippe Hersent, Helga Liné, Umberto Raho, Mitsouko, Antonio Gradoli, Andrea Scotti, Mirko Ellis, Franca Polesello, Tomas Blanco




    "Bloody Mary" ist der Decknahme einer neuen amerikanischen Nuklearwaffe. Sie befand sich an Bord eines Bombers der US-Air-Force, der unter ungeklärten Umständen an der französischen Küste abstürzte und zerschellte. CIA-Agent Jack Clifton wird auf den Fall angesetzt und findet heraus, dass die Spionage-Organisation "Schwarze Lilie" die verschwundene Vernichtungswaffe in ihren Besitz gebracht und an eine Gruppe von Chinesen verkauft hat. Da die "Bloody Mary" auf dem Seeweg abtransportiert werden soll, muss sich Jack Clifton etwas einfallen lassen.



    Für Ken Clark, Star zahlreicher Agentenfilme, war dies der erste von drei Auftritten als "Agent 077 Dick Malloy". Auf den deutschen Kinoleinwänden war er jedoch als Jack Clifton unterwegs, weil der Pallas-Verleih kurz vorher eine Eurospy-Produktion herausgebracht hatte, in der ebenfalls Ken Clark die Hauptrolle spielte. Darin hieß er eigentlich "Coplan", doch vom Verleih wurde er in "Jack Clifton" umbenannt. Und da der Film mit beträchtlichem Erfolg gelaufen war, hoffte man, mit dem bereits etablierten Namen daran anknöpfen zu können, was auch gelang.
    Sergio Griecos Inszenierung setzt auf Tempo und vermeidet überflüssige Längen. Die Handlung ist einigermaßen nachvollziehbar und die Musik wird an den richtigen Stellen passend eingesetzt. Ansonsten bietet der Film die genreüblichen Zutaten: eine Verfolgungsjagd über die Dächer von Paris, einen Kampf auf Leben und Tod in einem Zugabteil, eine wilde Schießerei auf einem Frachter spwie heimtückische Mordanschläge, knallharte Prügeleien und raffinierte Bluffs. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Regisseur Grieco damals das Pseudonym "Terence Hathaway" benutzte.

    "Ein gut durchschnittlicher Agentenfilm, hinreichend spannend und mit vielen sehenswerten Stadt- und Landschaftsaufnahmen zwischen Paris und Athen garniert. Worum es geht ist im Grunde gleichgültig. Gedanken über die Wahrscheinlichkeit und innere Logik des Geschehens sind weder erwünscht noch angebracht. Der Held Ken Clark hat dutzendfach Gelegenheit, sich in Situationen aller Gefährlichkeitsgrade schlagkräftig zu bewähren. Wohltemperierter Sex unterbricht just zur rechten Zeit die Folge blutiger und gewalttätiger Szenen. Wem Filme dieser Art liegen, der kommt auf seine Kosten." (film-Echo)

    Film-Echo-Note: 3,1 (29 Meldungen) / Erstnote: 2,5
    Spanien: 1.237.320 Besucher
    Frankreich: 921.834 Besucher
    Italien: Pl.40 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison (mehr als 2,5 Mio.Besucher)

  • Leon Boden gestorbenDatum21.04.2020 14:52
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Schauspieler Leon Boden ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Populär wurde er vor allem durch die Sat1-Serie "Die rote Meile". In der RTL-Wallace-Verfilmung "Die vier Gerechten" spielte er den Reginald Coltrane. Er wirkte in zahlreichen Krimi-Serien mit und war daneben ein gefragter Synchronsprecher. U.a. lieh er seine Stimme Stars wie Denzel Washington oder Jason Statham.

  • Sergio Fantoni gestorbenDatum18.04.2020 13:20
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der italienische Schauspieler Sergio Fantoni ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er wirkte u.a. auch in deutschen Filmen bzw. Coproduktionen mit:
    Man nennt es Amore (1961) - Rolf Thiele
    Kali Yug (D/F/I) 1963
    Mit teuflischen Grüßen (F/D/I) 1967

    Außerdem war er in Filmen wie "Sehhsucht"(Fellini), "Seddok - Der Würger mit den Teufelskrallen", "Das bittere Leben" oder "Katharina von Russland" zu sehen.

  • Horst Wendlandts Super-Flop

    Im Mai 1969 erschien eine ganzseitige Anzeige im Film-Echo, die eine Rialto-Produktion mit dem Titel "Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe" ankündigte."Will Tremper wird diesen 3-Millionen-schweren Film um ein leichtes Mädchen in den USA inszenieren" hieß es.

    Im August wurde gemeldet:"Nach zwei Monaten Dreharbeiten in den Vereinigten Staaten dreht Tremper weitere Außenaufnahmen in Rom, London, Paris, Monte Carlo und Berlin. Die Hauptrolle der Verfilmung des Bestsellers von Lynn Keefe spielt die Neuentdeckung Barbara Benton (US-Playboy-Bunny). Weihnachten wird der Film in der BRD Premiere haben."
    Der Startermin wurde allerdings auf Mitte Januar verlegt.

    Anfang Januar 1970 flogen Wendlandt und Tremper in die USA, um Playboy-Chef Hugh Hefner dafür zu gewinnen, an der Uraufführung des Films teilzunehmen, da Hauptdarstellerin Barbi Benton seine damalige Freundin war. Hefner sollte mit einigen seiner Bunnies dem Film zu einem guten Publikumsstart verhelfen.

    Einen Tag vor der Premiere gab Wendlandt einen Presseempfang für Journalisten. Das Film-Echo schrieb dazu:
    "Tremper und Wendlandt unterstrichen, dass hier erstmalig eine deutsche Produktion in Hollywood mit größtenteils amerikanischen Schauspielern einen Film gedreht hat, den man in den Staaten als vollwertige amerikanische Produktion anerkennt und dessen beträchtliche Herstellungskosten auf dem englischsprachigen Markt in ganz anderem Maße amortisiert werden können als bei synchronisierten Filmen aus der deutschen Inlandsproduktion." Außerdem fand der Rialto-Produzent anerkennende Worte für die Einsatzfreudigkeit des INTER-Verleihs.

    Start-Ergebnisse:
    Berlin, Gloria-Palast (950 Pl.): 13 Tg - zufrieden
    München, Universum (999 Pl.): 5 Tag gut - 15 Tg. zufrieden

    Diese Ergebnisse sorgten schon für gedämpfte Stimmung, doch die Noten verschlechterten sich noch erheblich. Um ein völliges Fiasko zu vermeiden, wurde der ursprünglich 105 Minuten lang Film auf 89 Minuten gekürzt und erhielt für die weitere Kinoauswertung den Buch-Titel "Mir hat es immer Spaß gemacht". Geholfen hat es nicht.
    Film-Echo-Endnote: 5,1 bei nur 14 Meldungen.

    Der Film gilt als einer der größten Flops der Rialto-Produktion, denn auch auf dem englischsprachigen Markt blieb der Erfolg aus. Tremper hat nie wieder fürs Kino inszeniert und bei Rialto besann man sich auf die Erfolge der Wallace-Filme und produzierte anschließend "Die Tote aus der Themse".

    WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? (AT: MIR HAT ES IMMER SPASS GEMACHT)
    Drehbuch und Regie: Will Tremper - DE: 15.1.1970 - FSK 18 - V: Inter
    Prod: Rialto (Horst Wendlandt) - Musik: Klaus Doldinger
    Darsteller: Barbara Benton, Clyde Ventura, Broderick Crawford, Klaus Kinski, Lionel Stander

  • Der Lord mit der MP (1966)Datum11.04.2020 14:32
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DER LORD MIT DER MP (LE SAINT PREND L`AFFUT)
    Frankreich/Italien (1966) - R: Christian-Jacque - DE: 25.11.1966 - FSK 12 - V: Nora
    Darsteller: Jean Marais, Jess Hahn, Jean Yanne, Maria Brockerhoff, Siegfried Rauch, Daniéle Evenou, Henri Virlojeux, Raffaela Carra, Reinhard Kolldehoff, Claudio Gora



    Um seiner Tochter Sophie eine gesicherte Zukunft bieten zu können, verkauft Oskar Chartier vermeintlich streng vertrauliche Dokumente an deutsche und amerikanische Geheimdienste. Doch die Papiere erweisen sich als wertlose Fälschungen und beide Seiten fordern von ihm die dafür bezahlten Gelder zurück. Um ihn unter Druck zu setzen, versucht man, Sophie zu entführen. Deshalb bittet er seinen alten Freund Simon Templar um Hilfe.

    Misslungene und platte Agentenparodie voller Klischees und ohne jede Spannung. Man wartet vergebens auf zündende Gags und mag es kaum glauben, dass ein verdienter Regisseur wie Christian-Jacque diese alberne und unlustige Komödie inszeniert hat. Frankreichs Kino-Legende Jean Marais, damals bereits Anfang 50, spielt den "Heiligen" auf seine Weise. Mit dem ursprünglichen Charakter der Figur des Simon Templar hat das nur noch wenig zu tun. Der Autor der Original-Romane, Leslie Charteris, soll von diesem Film auch alles andere als begeistert gewesen sein. Simon Templars Sidekick "Hoppy Uniatz" wird von dem in Frankreich heimisch gewordenen Amerikaner Jess Hahn gespielt. Aus deutscher Sicht interessant ist eigentlich nur die Mitwirkung von Siegfried Rauch und Maria Brockerhoff, die hier zu den geprellten Agenten gehören, die Jagd auf Chartier bzw. seine Tochter machen. Während die Beiden durchgängige Rollen haben, ist Reinhard Koldehoff lediglich in einem kurzen Gastauftritt zu sehen.
    Der "Heilige", der gar kein Lord ist, trägt zwar eine Waffe im Jackett, doch die im Titel genannte MP, die auch auf dem deutschen Kinoplakat zu sehen ist, kommt im Film nicht zum Einsatz.

    "Eine unwichtige und wenig originelle Story. Am Ausgang des Abenteuers bestehen nie Zweifel. Doch der Film bezieht seine Spannung nicht aus dem Ablauf der Fabel, sondern aus der Art, wie die einzelnen Stationen der Jagd in Szene gesetzt werden. Die Machart ist das Entscheidende. Christian Jacque zieht alle Register des Routiniers. Er besticht durch Tempo, Abwechslung und Einfallsreichtum. Elemente des harten Thrillers und überdrehte Parodie auf Superagenten halten sich die Waage. Jean Marais erweist sich als idealer Träger dieser Mischung. Ebenso sicher auf elegantem Parkett wie bei handfesten Meinungsverschiedenheiten. Sympathisch, dass er sich die Rolle des stürmischen Romeo versagt und die des charmanten Herrn mit grauen Schläfen wählt. Noch angetan von weiblichen Reizen, zeigt er sich der Versuchung durchaus gewachsen."(Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,9 (23 Meldungen) / Erstnote: 4,2
    Frankreich 1.329.177 Besucher (Paris: 257.597)

    https://www.filmposter.net/de/der-lord-m...ilmplakat-2807/

  • Dieter Laser gestorbenDatum10.04.2020 12:31
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Bereits am 29.Februar ist der Film- und Fernsehschauspieler Dieter Laser im Alter von 78 Jahren gestorben. Er spielte z.B. den skrupellosen Sensationsreporter in "Die verlorene Ehre der Katharina Blum". Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Geissendörfer, Schlöndorff oder Rainer Erler zusammen und absolvierte Gastauftritte in diversen Krimiserien (Tatort, SK Kölsch, Wolffs Revier, Rosa Roth). Daneben war er aber auch ein großer Theaterschauspieler.

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