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  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Ich gehöre zu den vier von Gubanov so liebevoll als "Weichspüler" titulierten Mitspielern, denen keine einzige Wertung gestrichen wurde. Nun gut - schon beim letzten Grand Prix vor fünf Jahren wurde mir folgendes bescheinigt:

    Zitat von Gubanov im Beitrag Der Edgar-Wallace-Filmgrandprix 2014: Ergebnisse
    Den ausgeglichensten und massenkompatibelsten Geschmack hat unser Nordlicht Marmstorfer bewiesen.


    Damals gab es dafür sogar eine DVD. Es ist nun allerdings nicht so, dass sich in meinem Ranking nichts geändert hat - im Gegenteil: einige Filme arbeiteten sich deutlich nach vorne, während andere doch eklatant abstürzten. So hat sich ein Film geradezu sensationell auf Platz 3 vorgekämpft, den ich vor vier Jahren noch nicht einmal in den Top 10 platziert hatte. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die jeweiligen Ranglisten auch von den doch teilweise unterschiedlichen Kategorien beeinflusst sind - so gab es anno 2014 beispielsweise noch Punkte für die Eröffnungssequenz, den Wallace-Faktor und natürlich die freie Wertung. Aber es waren heute wie damals maximal 45 Punkte zu erreichen, insofern bietet sich ein Vergleich durchaus an.

    Am Ende gibt es erwartungsgemäß keine Überraschungen. Den "Gorilla" sehe ich auch nicht ganz so weit hinten - in einigen Kategorien halte ich ihn doch für unterbewertet. Insbesondere der letzte Platz bei den Darstellern ist hart - mir gefallen Tappert, Friedrichsen, Lieven und Langen sehr gut; auch Beate Hasenau ist längst nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird. Verglichen mit "Akasava" und "Gesicht", wo diverse Akteure wie auf Autopilot agieren, schneidet das "Gorilla"-Ensemble besser ab. Auch Musik und Kamera sind grundsolide. "Gruft" und "Orchidee" sind sicherlich nicht ganz zu unrecht so schlecht platziert und auch in meiner Gunst gesunken - bei der "Gruft" etwa stört die etwas merkwürdige, ungelenke Inszenierung doch allzu sehr. Ganz schwach empfand ich bei der diesjährigen Sichtung "Das Verrätertor" - da musste ich mich richtig durchquälen und wurde einzig durch die tolle Musik von Peter Thomas bei Laune gehalten.

    Meine Platzierungen (inkl. Vergleich zum Grand Prix 2014):

    36. Der Teufel kam aus Akasava (+ 0): 22,5 Punkte (- 0,5 Punkte)
    35. Das Gesicht im Dunkeln (+ 0): 23,5 Punkte (- 2,5 Punkte)
    34. Der Fluch der gelben Schlange (+ 0): 27 Punkte (- 0,5 Punkte)
    33. Das Verrätertor (- 6): 27 Punkte (- 2,5 Punkte)
    32. Der Rächer (- 2): 27 Punkte (- 2 Punkte)
    31. Der Gorilla von Soho (+ 0): 27,5 Punkte (- 1 Punkt)

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Letzte Wertungen abgegeben.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Habe eben abgestimmt.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    So - eben nochmal die Themsetote geschaut, um adäquat abstimmen zu können - erledigt.


    Zitat von Josh im Beitrag #72
    Filme wie Der schwarze Abt landen dann, hoffentlich, da, wo sie hingehören, sehr weit unten.

    Das glaube ich nicht. Ich bin nun wirklich kein großer Abt-Fan, aber hier bei Kamera und Musik keine hohen Wertungen zu vergeben, erscheint mir unangemessen. Die Darsteller und Kulissen sind auch gut ausgewählt. Ich glaube, dass der Abt eine ähnliche Platzierung wie vor fünf Jahren einfahren wird. Wir werden sehen...

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Der letzte Epigonen-Grand-Prix ist doch noch nicht allzu lange her...

    Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017: Endergebnis (#243)

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Ich habe soeben abgestimmt.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Selbst schuld, wer hier nicht mitmacht. Bin natürlich an Bord.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #18
    Seinerzeit wurden die Drehorte doch sicher erst recht regelmäßig erkannt...


    Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich spekuliere natürlich nur, aber man darf nicht vergessen, dass die Leute die Filme damals nur im Kino sehen konnten und selbst bei etwaigen Fernsehausstrahlungen noch keine Aufzeichnungen anfertigen konnten. Wenn man jetzt damals direkt um die Ecke des Palace Hotel gewohnt hat, dann dürfte man dieses im Kino vielleicht erkannt haben, aber sonst? Soweit ich weiß, spielten die deutschen Drehorte weder in der Fachpresse noch in der PR des Verleihs eine Rolle. Die allerwenigsten Zuschauer dürften sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben - und selbst wenn, so hatten sie selbstredend noch nicht die aktuellen Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. Archivmaterial gibt es so gut wie gar keines. Selbst Joachim hat trotz intensiver Recherche in seinem Buch nur offensichtliche Drehorte (z.B. die Wallace-Schlösser) benannt. Und machen wir uns nichts vor - außer uns paar Hanseln hier im Forum interessiert das alles so gut wie niemanden.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    „Dieses Video umfasst Inhalte von UniversumFilm. Es ist in deinem Land nicht verfügbar.“

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #13

    Ist "Akasava" eigentlich jemals im Free-TV ausgestrahlt worden?


    Für derartige Fragen empfehle ich die Website wunschliste.de, die sehr zuverlässig vergangene TV-Ausstrahlungen dokumentiert, zumindest für den Zeitraum der letzten 20 Jahre, oft reichen die Aufzeichnungen aber noch viel weiter zurück. Für „Akasava“ sind hier tatsächlich drei ZDF-Ausstrahlungen in den Jahren 2003, 2004 und 2006 gelistet:
    https://www.wunschliste.de/spielfilm/der...kam-aus-akasawa

  • Bewertet: "Der Zinker" (1963, 12)Datum23.06.2019 22:47
    Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    "Der Zinker" zählt zu denjenigen Filmen, die mir mit jeder Sichtung besser gefallen. Ein ganz großes Lob muss Harald G. Petersson ausgesprochen werden, der in seinem einzigen komplett allein verantworteten Wallace-Skript so ziemlich die besten Dialoge unterbrachte, welche die Reihe zu bieten hat. Messerscharf, bisweilen zynisch - und somit optimal auf Regisseur Vohrer und Darsteller wie Drache, Rütting, Windeck, Schürenberg und Arent zugeschnitten, die hier allesamt Gala-Auftritte absolvieren. Heinz Drache spielt unglaublich souverän - und die Scharmützel zwischen Schürenberg und Arent zählen zu den humoristischen Glanzpunkten der Serie. Auch die Idee, dass man Kinski als mittlerweile fest etabliertes Reihen-Unikum hier stumm durch die Kulissen laufen und mit Tieren kuscheln lässt, erweist sich als Glücksgriff - wirkt seine Figur dadurch doch ungleich dämonischer und unberechenbarer. Ansonsten macht sich der wachsende Berliner Einfluss natürlich auch im Cast bemerkbar. Waren es in Hamburg noch Schauspieler wie Hans Paetsch, Günther Jerschke, Hela Gruel, Sigrid von Richthofen und Rudolf Fenner, die mit wiederkehrenden Auftritten für ein gewisses Lokalkolorit sorgten, so übernehmen diese Aufgabe nun Akteure wie Heinz Spitzner, Albert Bessler und in diesem speziellen Fall natürlich Günter Pfitzmann, den man wohl so sehr mit Berlin identifiziert, wie sonst nur noch Harald Juhnke (der viellecht auch einen interessanten Frank Sutton abgegeben hätte).

    Ansonsten wurde hier vieles natürlich schon angesprochen (kein Wunder, wenn man immer erst vier Monate später seinen Senf dazugibt ). Aber ich möchte auch nochmal betonen, dass "Der Zinker" extrem wertig daherkommt und durch die Winter-Aufnahmen auch von einer für die Reihe einzigartigen Atmosphäre profitiert. Generell wirkt der Film sehr urban. Karl Löb erschuf diverse ikonische Aufnahmen und wusste mit dem Ultrascope-Verfahren nahezu optimal umzugehen. Die Musik von Peter Thomas überzeugt durch ihre stilistische Vielfalt, auch wenn sie nicht zu den absoluten Höhepunkten seines Wallace-Schaffens zu zählen ist. Summa summarum ein Edelkrimi mit exzellenten Darstellern, starken Dialogen und unvergesslichen Szenen, der zuletzt nur knapp an meiner persönlichen Top 10 vorbeigeschrammt ist.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    In Joachims „Hallo“-Buch findet sich eine ausführliche Zusammenfassung des Plots.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    "Der Fluch der gelben Schlange" war mangels Verfügbarkeit und fehlender TV-Ausstrahlungen (im Gegensatz zu "Rächer" und "Dreieck" lief er nie in der Kabel-Eins-Rotation) der allerletzte Wallace-Film in meiner persönlichen Sichtungs-Historie, den ich erst ein gutes Jahrzehnt nach allen anderen Beiträgen der Reihe erstmals zu Gesicht bekam. In Dauerschleife lief er seitdem allerdings nicht. Und so war ich auf die Gedächtnis-Auffrischung durchaus gespannt - um nachher mit Ernüchterung feststellen zu müssen, dass es sich in der Tat um einen der schwächsten Wallace-Streifen handelt. Und das liegt in allererster Linie am Plot, der redundant und nahezu überraschungsfrei abläuft. Daran eng gekoppelt ist die Dramaturgie - und auch da hapert es. Exemplarisch stehen hierfür die Filmtode von Regnier, Peters und Kirchner, die man quasi in 120 Sekunden abhakt, während vorher so gut wie überhaupt nichts passiert. Diese eklatanten Mängel im "storytelling" können dann von den positiven Aspekten des Films nicht mehr ausreichend kompensiert werden. Handwerklich war Gottlieb sicherlich kein schlechter Regisseur (Fuchsberger schwärmt im Interview auf der DVD ja geradezu von ihm), aber wenn das Buch Murks ist, hilft das - zumindest in diesem Genre - nur unwesentlich weiter. Die Schauspieler machen jedenfalls einen guten Job - in der Breite ist die "Schlange" sicherlich der am besten besetzte Nicht-Rialto-Wallace. Insbesondere Werner Peters verdient sich in einer ihm wie auf den Leib geschneiderten Rolle Bestnoten. Blacky als kerniger Haudegen ist auch mal eine willkommene Abwechslung, und Pinkas Braun macht mit seiner Klasse tatsächlich das beste aus einer in der Tat eher undankbaren Rolle. Ein Streitpunkt ist Eddi Arents Auftritt, über den die Meinungen weit auseinander driften:

    Zitat von Dr.Mangrove im Beitrag #104

    Eddi Arent spielt hier seine vielleicht beste Rolle in einem Wallace-Film, gewohnt verschroben, aber nicht so nervig - sondern pointierter.

    Zitat von Gubanov im Beitrag #105
    Eindeutig zu aufdringlich agiert hingegen Eddi Arent, denn mit seiner Rolle als verschrobener Antiquitätensammler strapaziert er die Nerven der Zuschauer in einem bisher höchstens in der „Orchidee“ dagewesenen Ausmaß. Gerade zum Finale, wo er mit seiner Tollpatschigkeit immer wieder den ansatzweisen Spannungsaufbau in Fing-Sus Unterschlupf konterkariert, hätte man ihn unter keinen Umständen mitnehmen dürfen!


    Sowohl die positive als auch die negative Kritik halte ich für nachvollziehbar. Arents Schauspiel ist richtig stark und tatsächlich etwas anders angelegt als sonst, seine Figur zumindest in den ersten zwei Dritteln des Films ein echter Stimmungsaufheller und, wenn man so will, Wohlfühlfaktor. Aber wenn es in Richtung Finale geht, werden Witze plump wiederholt (die bereits erwähnte Redundanz des Skripts schlägt hier beispielsweise voll durch) und Arent wird mehr und mehr vom Wohlfühl- zum Nervfaktor - gipfelnd in seinem hanebüchenen Schlussfazit. Brigitte Grothum hat eine weitaus unscheinbarere Rolle als in ihren Rialto-Filmen und fällt in erster Linie durch ihre - mit Verlaub - potthässliche Frisur auf. Schade, dass die dafür verantwortliche Person wohl nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Kamera und Bauten sind mehr als solide - optisch macht der Film einen guten Eindruck. Die ungewöhnliche Musik von Oskar Sala finde ich auch in Ordnung und stellt eine durchaus interessante Abwechslung zu den sonstigen Wallace-Klängen dar. Allein was nützt's, wenn das Buch doch so schwach ist. Speziell im Direktvergleich mit dem vorherigen "Gasthaus" und dem unmittelbar folgenden "Zinker" wird der Qualitätsabfall der Brauner-Produktion im Vergleich zur Rialto-Konkurrenz mehr als deutlich.

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #10
    Zwar macht Inge Langen als Oberin, die sich letztlich als schurkisches Subjekt herausstellt, keinen per se schlechten Job; man muss jedoch bedenken, dass sie in die Fußstapfen von Wolfgang Lukschy und mithin in die eines der beeindruckendsten Wallace-Verbrecher tritt. Gleichfalls kann Albert Lieven nicht an die sadistische Bösartigkeit eines Dieter Borsche heranreichen; seine Kaltherzigkeit in der Schlussszene fällt eher überraschend vom Himmel und wird nicht glaubwürdig aufgebaut, weil ein Film vom Schlage eines „Gorilla“ ohnehin nur nicht an abgerundeten Handlungträgern, sondern eher an schablonenhaften Funktionsfiguren interessiert ist.

    Naja, genau genommen tritt Langen ja eher in die Fußstapfen von Borsche und Lieven in jene von Lukschy. Wenn man dem „Gorilla“ etwas zugute halten kann, dann, dass er die Täter-Konstruktion aus den „toten Augen“ nicht Eins-zu-eins abkupfert, sondern quasi vermischt oder umkehrt - wie man‘s nimmt...

  • Eure DVDsDatum29.05.2019 21:33
    Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #2025

    Ein guter Zufall, eine günstige Angebotslage oder eine sinnvolle Zukunftsinvestition nach "Derrick". Wobei du noch ein paar Jahrzehnte mit Tappert und Wepper beschäftigt sein dürftest ...

    Das ist wohl richtig, deswegen nehme ich "Siska", mit dessen Anschaffung ich schon lange liebäugelte, ab jetzt in meine ZDF-Krimi-Rotation (Derrick - Der Alte - Der Kommissar - Ein Fall für zwei) auf.


    Zitat von Gubanov im Beitrag #2025
    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #2022
    "5 für 3 Aktion" von Saturn

    Du hast Jehova gesagt! Also sind die nächsten DVDs schon in Bestellung.

    Tut mir leid. Wäre aber nett, wenn du auf meine Steinigung verzichten würdest.

  • Eure DVDsDatum28.05.2019 20:54
    Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #2023

    Wenn du schon mit dem Eintragen nicht hinter kommst, wie sieht es dann erst mit dem Schauen aus?


    Das ist wirklich eine Crux. Da werde ich mich noch viele Jahre mit herumschlagen. Aber allein die Vorfreude auf mir noch unbekannte Werke von Brian de Palma und Dario Argento (deren filmisches Wirken ich mir kürzlich bis auf wenige Ausnahmen komplett angeschafft habe) ist schon etwas Feines...

    Zitat von Count Villain im Beitrag #2023

    Und Wallace der Woche läuft auch immer noch! Ich warte auf deine Lobeshymnen zum Peitschenmönch!


    Ach, da hänge ich ja auch hinterher. Aber ich gelobe Besserung; jetzt im Juni habe ich auch etwas mehr Zeit zum Gucken (Fußballsommerpause ). Die Lobeshymnen auf den Peitschenmönch (und die meisten anderen Farb-Vohrers ) habe ich natürlich schon im Hinterkopf.

  • Eure DVDsDatum28.05.2019 20:26
    Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Was für ein Zufall - ich habe im Zuge der noch bis morgen aktuellen "5 für 3 Aktion" von Saturn und Amazon auch alle Siska-Boxen (sogar diejenigen mit Wolfgang Maria Bauer) erworben.

    Btw. - ich habe mir zuletzt so viele Filme angeschafft, dass ich mit den Eintragungen hier im Thread gar nicht mehr hinterherkomme.

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum18.05.2019 04:01
    Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Nicht nur dem Gentleman-Ermittler sei an dieser Stelle gedankt (die letzte Szene von "Das Abschiedsgeschenk", wenn der Oberinspektor langsam in die Münchner Nacht entschwindet und Helen Schneider dazu singt, ist wirklich ein Gänsehautmoment), sondern auch Gubanov, der hier mit unglaublichem Durchhaltevermögen tatsächlich alle 281 Derrick-Folgen rezensiert hat - und dafür exakt sieben Jahre und sieben Monate benötigte. Anlässlich der Vollendung dieses Langzeitprojekts ziehe ich sämtliche Hüte. Ich habe jede einzelne Kritik mit Genuss gelesen.

  • TV-Termine im Mai 2019Datum18.05.2019 03:24

    Anlässlich des 90. Geburtstags (28.5.) und des 20. Todestags (25.5.) von Horst Frank lässt sich Sky Nostalgie nicht lumpen und widmet dem Mimen eine ganze Woche (!), in welcher der Sender nahezu ausschließlich Filme unter der Beteiligung Franks ausstrahlt - insgesamt 33 verschiedene Produktionen. Oft und selten Gezeigtes, Bekanntes und Unbekanntes, Kriegsabenteuer, Euro- und Italowestern, Exotik-, Grusel- und Agentenkrimis, sowie Kolportagefilme verschiedener Genres - da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

    Das Programm:

    24.5., 14:20 Uhr (auch 28.5., 8:30 Uhr & 31.5., 2:50 Uhr):
    Zwischen Shanghai und St. Pauli
    (BRD/I 1962 - mit Karin Baal, Joachim Hansen; Regie: Wolfgang Schleif)

    24.5., 15:50 Uhr (auch 26.5., 9:20 Uhr & 31.5., 20:15 Uhr):
    Weiße Fracht für Hongkong
    (BRD/F/I 1964 - mit Maria Perschy, Dietmar Schönherr; Regie: Helmuth Ashley)

    24.5., 20:15 Uhr (auch 26.5., 11:00 Uhr & 31.5., 1:10 Uhr):
    Der Fluch des schwarzen Rubin
    (BRD/F/I 1965 - mit Thomas Alder, Peter Carsten; Regie: Manfred R. Köhler)

    24.5., 22:00 Uhr (auch 26.5., 7:50 Uhr):
    Die Rache des Dr. Fu Man Chu
    (BRD/GB 1966 - mit Christopher Lee, Wolfgang Kieling; Regie: Jeremy Summers)

    24.5., 23:30 Uhr (auch 28.5., 21:45 Uhr):
    Haß ohne Gnade
    (BRD 1961 - mit Maria Perschy, Dietmar Schönherr; Regie: Ralph Lothar)

    25.5., 1:10 Uhr (auch 28.5., 23:20 Uhr & 31.5., 9:55 Uhr):
    Treibjagd auf ein Leben
    (BRD 1961 - mit Ingrid Andree, Dietmar Schönherr; Regie: Ralph Lothar)

    25.5., 2:40 Uhr (auch 1.6., 2:50 Uhr):
    Der scharfe Heinrich - Die bumsfidelen Abenteuer einer jungen Ehe
    (BRD 1971 - mit Grit Boettcher, Marlene Rahn; Regie: Rolf Thiele)

    25.5., 5:50 Uhr:
    Das Mädchen Rosemarie
    (BRD 1958 - mit Nadja Tiller, Gert Fröbe; Regie: Rolf Thiele)

    25.5., 9:10 Uhr (auch 30.5., 2:30 Uhr):
    Rosemaries Tochter
    (BRD 1976 - mit Lilian Mueller, Werner Pochath; Regie: Rolf Thiele)

    25.5., 10:45 Uhr (auch 26.5., 23:45 Uhr & 31.5., 16:00 Uhr):
    Blitzmädels an die Front
    (BRD 1958 - mit Antje Geerk, Edith Elmay; Regie: Werner Klingler)

    25.5., 12:20 Uhr (auch 27.5., 16:00 Uhr):
    Das Geheimnis der drei Dschunken
    (BRD/I 1965 - mit Stewart Granger, Harald Juhnke; Regie: Ernst Hofbauer)

    25.5., 13:55 Uhr (auch 27.5., 20:15 Uhr & 30.5., 15:35 Uhr):
    Die Flusspiraten vom Mississippi
    (BRD/F/I 1963 - mit Hansjörg Felmy, Sabine Sinjen; Regie: Jürgen Roland)

    25.5., 15:40 Uhr (auch 29.5., 20:15 Uhr & 30.5., 14:00 Uhr):
    Die letzten Zwei vom Rio Bravo
    (BRD/E/I 1964 - mit Rod Cameron, Vivi Bach; Regie: Mike Perkins)

    25.5., 17:15 Uhr (auch 28.5., 3:05 Uhr & 29.5., 21:50 Uhr):
    Django, ein Sarg voll Blut
    (BRD/I 1968 - mit George Hilton, Walter Barnes; Regie: Giuliano Carnimeo)

    25.5., 18:50 Uhr (auch 28.5., 14:20 Uhr & 30.5., 23:40 Uhr):
    Das Amulett des Todes
    (BRD 1975 - mit Rutger Hauer, Vera Tschechowa; Regie: Ralf Gregan)

    25.5., 20:15 Uhr (auch 28.5., 10:00 Uhr):
    Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache
    (BRD 1971 - mit Heinz Reincke, Klaus Schwarzkopf; Regie: Wolfgang Staudte)

    25.5., 21:45 Uhr (auch 27.5., 8:10 Uhr):
    Jerry Cotton: Um Null Uhr schnappt die Falle zu
    (BRD/F 1965 - mit George Nader, Heinz Weiss; Regie: Harald Philipp)

    25.5., 23:15 Uhr (auch 28.5., 20:15 Uhr & 29.5., 16:00 Uhr):
    Die zornigen jungen Männer
    (BRD 1960 - mit Hansjörg Felmy, Joachim Fuchsberger; Regie: Wolf Rilla)

    26.5., 2:30 Uhr (auch 1.6., 1:10 Uhr):
    Der flüsternde Tod
    (BRD/GB/ZAF/ZWE 1976 - mit Christopher Lee, James Faulkner; Regie: Jürgen Goslar)

    26.5., 4:10 Uhr (auch 31.5., 6:00 Uhr):
    Und Jimmy ging zum Regenbogen
    (BRD/A 1971 - mit Alain Noury, Horst Tappert; Regie: Alfred Vohrer)

    26.5., 12:40 Uhr (auch 30.5., 17:20 Uhr):
    5 vor 12 in Caracas
    (BRD/F/I 1966 - mit Giorgio Ardisson, Harald Leipnitz; Regie: Marcello Baldi)

    26.5., 14:10 Uhr (auch 30.5., 18:45 Uhr):
    Fünf gegen Casablanca
    (I/F/BRD 1967 - mit Ken Clark, Hardy Reichelt; Regie: Umberto Lenzi)

    26.5., 15:40 Uhr:
    Die Diamantenhölle am Mekong
    (BRD/F/I 1964 - mit Paul Hubschmid, Marianne Hold; Regie: Frank Kramer)

    26.5., 17:15 Uhr (auch 28.5., 15:50 Uhr & 30.5., 0:55 Uhr):
    Der schwarze Panther von Ratana
    (BRD/I 1962 - mit Heinz Drache, Marianne Koch; Regie: Jürgen Roland)

    26.5., 18:50 Uhr (auch 29.5., 2:55 Uhr):
    Die letzten Drei der Albatros
    (BRD/F/I 1965 - mit Joachim Hansen, Harald Juhnke; Regie: Wolfgang Becker)

    26.5., 20:15 Uhr (auch 27.5., 4:45 Uhr):
    Der Stern von Afrika
    (BRD/E 1956 - mit Joachim Hansen, Marianne Koch; Regie: Alfred Weidenmann)

    26.5., 22:05 Uhr (auch 31.5., 14:20 Uhr):
    Hunde, wollt ihr ewig leben?
    (BRD 1958 - mit Joachim Hansen, Wilhelm Borchert; Regie: Frank Wisbar)

    27.5., 1:20 Uhr (auch 27.5., 6:30 Uhr):
    Der Greifer
    (BRD 1957 - mit Hans Albers, Hansjörg Felmy; Regie: Eugen York)

    27.5., 3:00 Uhr (auch 28.5., 6:45 Uhr & 30.5., 21:55 Uhr):
    Die weiße Spinne
    (BRD 1963 - mit Joachim Fuchsberger, Karin Dor; Regie: Harald Reinl)

    27.5., 9:45 Uhr (auch 31.5., 21:55 Uhr):
    Heißer Hafen Hongkong
    (BRD/I 1962 - mit Marianne Koch, Klausjürgen Wussow; Regie: Jürgen Roland)

    27.5., 22:00 Uhr (auch 29.5., 14:20 Uhr):
    Die letzte Kompanie aka Eine Handvoll Helden
    (BRD/I 1967 - mit Volkert Kraeft, Rolf Becker; Regie: Fritz Umgelter)

    28.5., 4:45 Uhr (auch 29.5., 0:55 Uhr):
    Die Elixiere des Teufels
    (BRD 1976 - mit Dieter Laser, Christine Buchegger; Regie: Manfred Purzer)

    30.5., 20:15 Uhr (auch 31.5., 8:15 Uhr):
    Des Satans nackte Sklavin
    (BRD 1959 - mit Michel Simon, Paul Dahlke; Regie: Victor Trivas)


    Auch der Heimatkanal feiert mit und zeigt immerhin zwei Frank-Filme:

    24.5., 6:30 Uhr (auch 26.5., 20:15 Uhr, 27.5., 14:10 Uhr & 28.5., 2:35 Uhr):
    Das Mädchen vom Moorhof
    (BRD 1958 - mit Maria Emo, Claus Holm; Regie: Gustav Ucicky)

    24.5., 23:20 Uhr (auch 27.5., 2:30 Uhr & 29.5., 3:50 Uhr):
    Frisch, fromm, fröhlich, frei
    (BRD 1970 - mit Monika Berg, Wolfgang Lukschy; Regie: Rolf Thiele)

  • Foren-Beitrag von Marmstorfer im Thema

    Beim "Gasthaus" handelt es sich um einen absoluten Premium-Wallace, der mir auch beim x-ten Wiedersehen außerordentlich gut gefallen hat. Formal und schauspielerisch stimmt da einfach alles. Grandios, wie effektiv Vohrer die Auftritte des Hais inszeniert, aber auch die Darsteller laufen zu absoluter Hochform auf. Für mich zählt Inspektor Wade (von der Flusspolizei, wie Sir John es gegenüber seinen anderen Inspektoren beinahe schon empört erwähnt) auch zu den besten Ermittler-Rollen, die Fuchsberger bei Wallace gespielt hat. Das leicht Ruppige steht ihm ausgezeichnet, und es passt auch vortrefflich zum Milieu, in dem Wade nach dem Hai forscht. Dass Wade sich auch mal irrt und längst nicht alle Zusammenhänge sofort erkennt (ähnlich wie die Zuschauer) macht ihn als Protagonisten zur idealen Identifikationsfigur. Brigitte Grothum spielt hier gänzlich anders als in der "Gräfin"; man glaubt beinahe eine andere Darstellerin zu bewundern. Sehr gelungen die Szenen, in der sie vor Flickenschildt kuscht und deren Rollennamen mehrmals sehr eigenartig betont ("Ja, Tante Nelly.") Zu Flickenschildt ist alles gesagt - eine überragende, ikonische Leistung - und wohl auch die Filmrolle, mit der sie am ehesten identifiziert wird (was ihr kaum gefallen würde ). Nicht minder ikonisch Klaus Kinski in seiner womöglich besten Wallace-Rolle. Zwielichtiger (einfach typisch Kinski) kann eine Figur kaum sein - dass sich Gubanow dann als Polizist entpuppt ist beinahe eine größere Überraschung, als die Enttarnung des Hais. Obwohl - man kann schon vor seiner spektakulären Todesszene drauf kommen - in der Funkkommunikation zwischen Wade und Nummer Siebzehn ist Kinskis Stimme eindeutig zu erkennen. Eddi Arent wirkt hier überhaupt nicht störend - im Gegenteil. Sein Humor lockert den Film an genau den richtigen Stellen auf, zudem hat seine Figur durchaus auch etwas zur Handlung beizutragen. Siegfried Schürenberg spielt den Sir John hier so, wie ihn Puristen am liebsten haben. Ray hat schon einige Bonmots aufgelistet. Spätestens mit diesem Film wurde er unersetzbar für die Reihe - obwohl die nächsten drei Rialto-Filme auf Sir John verzichteten, durfte Schürenberg dennoch in zwei von ihnen mitwirken. Auch der Rest der Besetzung passt ausgezeichnet - speziell möchte ich nochmal Rudolf Fenner erwähnen, der eine ähnliche Rolle wie in den "Augen" spielt und tatsächlich den Eindruck erweckt, dass man ihn direkt aus einer Hamburger Hafenkneipe ans Filmset verfrachtet hat.

    Mit dem "Gasthaus" nimmt die Reihe Abschied aus Hamburg (wenngleich man später noch für einzelne Szenen zurückkehrte) - in Berlin hätte man den Film in dieser Form auch nicht herstellen können - kein anderer Beitrag der Reihe strahlt einen derart maritimen Charakter aus. Bleibt natürlich noch die Sache mit dem anscheinend aus dem Hut gezauberten Haupttäter. Im Nachhinein ist es natürlich offensichtlich. Spätestens wenn Dr. Collins mit Wade über den Brand bei den Pattisons spricht und dabei so auffällig halbwissend tut, müssen beim geübten Zuschauer sämtliche Alarmglocken klingeln. Am Ende bleibt eigentlich auch kein anderer mehr übrig. Sei's drum - die Szene, in der Wade Collins schließlich stellt und dieser nur stumm, schwitzend, rauchend, zitternd, blutend da sitzt, bis er sich schließlich selbst richtet, ist ein mehr als ansprechender Abschluss dieses Meisterwerks der Reihe. Auch die Musik von Martin Böttcher, entstanden kurz vor seinem bombastischen Karl-May-Erfolg, hält da nicht hinterm Berg - es ist dies seine beste Wallace-Arbeit. Extrem melodiös, aber dem Sujet entsprechend weniger geschmeidig als von ihm gewohnt, sticht natürlich das unvergessliche Chanson "Besonders in der Nacht" besonders positiv hervor.

Inhalte des Mitglieds Marmstorfer
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