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  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Interessante Covergestaltung. Bei der 'Pagode' ist Christopher Lee ganz vorne genannt, dessen Rolle in diesem Film doch eher klein ist, beim 'Rächer' ist es Klaus Kinski. Na wenigstens haben es die eigentlichen Hauptdarsteller noch geschafft, erwähnt (und gezeigt) zu werden.

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #18
    Zitat von Gubanov im Beitrag #14
    Was war noch? Logiklöcher? Gut, als der gefesselte Brixan durch die Luke aus großer Höhe aufs blanke Kopfsteinpflaster fiel, habe ich schon beim Zuschauen Schmerzen bekommen. Geht sowas als Logikfehler durch?


    Sagen wir mal großzügig ausgelegte physikalische Realität.


    Aber schon seeeehr großzügig. Wer schon mal in der Zitadelle die Holztreppe runter (oder besser rauf) gestiegen ist, der kann sich nur wundern, das es nur bei ein paar blauen Flecken bleibt

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Mit kleiner Verzögerung möchte ich nun auch meine Einschätzung des Rächers abliefern, gesehen hab ich ihn schon am Sontag, war aber leider ein wenig zu beschäftigt.

    Beim Rächer bin ich immer ein wenig zwiegespalten. Auf der Haben-Seite stehen: eine gute Besetzung, nicht nur auf dem Papier, sondern auch recht gut zu ihren Rollen passend, auch die hier zum Teil kritisierten Benno Sterzenbach und Ina Duscha sind richtig besetzt und machen ihre Sache gut. Ebenfalls gut sind die Locations: Jagdschloss Glienicke und Spandauer Tor werden auch gut in Szene gesetzt, gerade bei den Nachtaufnahmen. Das Finale ist natürlich auch gelungen.
    Dem gegenüber stehen aber auch einige Schwächen. So ist der Film im Film zwar eine schöne Idee, aber warum muss das ausgerechnet eine Operetten-Schmonzette sein. Bei einem Mittelalterfilm z.B. hätte man reichlich Schwerter in der Requisite, was den Kreis der Verdächtigen durchaus vergrößerte. Und die Aktivitäten des Wohltäters hätten auch ein wenig ausführlicher und vor allem drastischer inszeniert werden können (auch ohne den Schlussgag vorweg zu nehmen).

    Dann gibt es auch wieder die üblichen Klischees: die Hauptdarsteller des Films im Film müssen natürlich rumzicken. Natürlich gibt es auf der Schreibmaschine auf der der Wohltäter seine Briefe schreibt wieder mal rum hängende Buchstaben. Natürlich funktioniert am Ende die Pistole nicht (oder ist nicht geladen).

    Es gibt aber auch wieder Details, die einen schmunzeln lassen: die Filmproduktionsgesellschaft bekommt geradezu Berge von Manuskripten zugeschickt (Sir Gregory hat auch 2 beigesteuert), die offensichtlich alle brav gelesen und bewertet werden, und das auch noch in relativ kurzer Zeit. Da wird ganz schön viel Zeit mit Lesen zugebracht (wobei die meisten dieser Machwerke mit 'unbrauchbar' gekennzeichnet sind, nur die 'Enterbten' werden noch überarbeitet ).
    In einer andern Szene sehen sich Regisseur Jackson und Michael Brixan Filmaufnahmen von Sir Gregories Schloss an, wo hinter dem Giebelfenster der Kopf der malaiischen Tänzerin zu sehen sein soll. Da Brixan nur eine Bewegung erkennt, wird der Film aus dem Vorführapparat genommen und er schaut sich das Einzelbild auf dem Film selbst an. Was man auf einer 2 Quadratmeter großen Leinwand nicht erkennt, sieht man auf einem 2 Quadratzentimeter großen Bild natürlich sofort .

    Das malaiische Geschwisterpaar ist eigentlich völlig überflüssig (und soll wohl Sir Gregories Verruchtheit ein wenig sichtbarer machen). Auch die 'Zwitschergeräusche' an Brixans Wagen braucht es so dringend wie ein Loch im Zahn.

    Nett hingegen der Vorspann, in dem die Darsteller erst am Ende gelistet werden, dafür aber dann auch noch mit Rollennamen und Funktion (das hat noch was von Vorkriegsfilm, wo das durchaus üblich war).


    Der Rächer gehört bei mir noch zu den Filmen, bei denen man sich auf eine bevorstehende Sichtung freuen kann (so ging es mir jedenfalls vorletzte Woche) und deshalb gibt es von mir auch (aufgerundet): 4 von 5 Punkten

  • Bewertet: "Der rote Kreis" (1959/60, 2)Datum22.11.2018 11:05
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Gerade Roland traut man so einen Insider-Gag ohne weiteres zu. Zumal sich beide aus Hamburg sicher kannten (nicht zuletzt wg. Schütters Stahlnetz-Auftritten).
    Irgendeiner muss ja auch dafür verantwortlich gewesen sein, gerade Schütter für die Nachsynchro zu engagieren. Und Schütter könnte ja auch aus anderen Gründen zufällig vor Ort gewesen sein (von Hamburg nach Kopenhagen ist ja nicht gerade eine Weltreise). Das wär ja nicht der erste Film mit spontanen Cameo-Auftritten .

  • Bewertet: "Der rote Kreis" (1959/60, 2)Datum22.11.2018 07:07
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Mal eine Frage an die Experten: der Mann, der in der Restaurant-Szene hinter Richard Laufen am Nachbartisch sitzt, ähnelt doch verdammt Friedrich Schütter.
    Könnte er es sogar selber sein ?

  • TV-Termine im Januar 2019Datum20.11.2018 09:45
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Da wollte einer doch das 50-jährige Jubiläum des Serienstarts nicht einfach so verstreichen lassen

  • TV-Termine im Januar 2019Datum20.11.2018 09:01

    3sat beginnt das neue Jahr gleich mal mit einem Krimi-Klassiker:

    Am 4. Januar ab 22:25 Uhr (gleich nach ZIB 2) die lange Kommissar-Nacht, 6 Folgen im Stundentakt:

    22:25: Toter Herr im Regen (01)
    23:25: Schrei vor dem Fenster (10)
    00:25: Tod einer Zeugin (16)
    01:20: Eine Kugel für den Kommissar (24)
    02:25: Anonymer Anruf (27)
    03:25: Drei Tote reisen nach Wien (028)

  • TV-Termine im Dezember 2018Datum20.11.2018 08:48

    Im Advent werden ja gerne die Archive der Sender nach alten Filmklassikern durchstöbert. Dabei ist man bei 3sat mal wieder fündig geworden (ist ja auch erst eineinhalb Jahre her seit der letzten Ausstrahlung):

    Montag, den 17. Dezember (also in der Nacht von Sonntag auf Montag)

    3sat 00:20 Uhr: M – Eine Stadt sucht einen Mörder D 1931 mit Peter Lorre, Gustav Gründgens, Theo Lingen, Otto Wernicke, Theodor Loos, Paul Kemp, Inge Landgut, Ellen Widmann, Fritz Odemar, Heinrich Gretler, Josef Dahmen, Leonard Steckel u.a., Regie: Fritz Lang

    Wiederholung eine Woche später bei ONE 23. Dezember 23:20 Uhr

  • Bewertet: "Der rote Kreis" (1959/60, 2)Datum19.11.2018 12:48
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Auch ich habe das Wochenende genutzt um mir ganz entspannt den zweiten Film der Edgar Wallace Reihe anzuschauen. Um gleich die Eingangs gestellten Fragen zu beantworten: Der rote Kreis gefällt mir ausgezeichnet und er hält das Niveau des "Frosches" mühelos.

    Drehbuchautor Egon Eis, der ja auch schon für den "Frosch" verantwortlich zeichnet, erliegt zum Glück nicht der Versuchung die Erfolgselemente des Frosches einfach zu kopieren. Zwar bleibt das Wallace-typische Grundmotiv: Scotland Yard vs. Gangsterbande angeführt vom großem Unbekannten, aber Eis variiert geschickt und verzichtet z. B. beim charismatischen Oberschurken auf eine am Rande der Albernheit balancierende Maske, die Bedrohung wird hier nicht optisch dargestellt sondern akustisch, durch sein charakteristisches, hämisch-überlegenes Lachen. Dazu gibt Eis dem roten Kreis eine Tarnidentität, die so in den anderen Wallace-Filmen nicht vorkommt. Zum anderen verzichtet Eis fast völlig auf die klassische Wallace-Romanze (strahlender Held rettet bedrohte Unschuld aus den Klauen des Schurken und trägt sie davon. Abspann), statt dessen inszeniert Eis ein Dreiecksverhältnis, bei dem es bis zum Schluss offen bleibt für wen sich Thalia Drummond (die weder bedroht noch unschuldig ist) letztlich entscheidet, wenn überhaupt.

    Jürgen Roland setzt dieses Drehbuch perfekt um. Er verzichtet mit seinem semidokumentarisch angehauchten Stil meist auf Action und unnötige Brutalitäten, ohne dabei auf die Wallace-typische Mordvielfalt zu verzichten (Erhängen, Erwürgen, Erschießen, Erstechen, Vergiften, Überfahren) und ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Roland erzählt die Geschichte stringent, lässt unnötige Gimmicks meist außen vor und fügt auch vermeintlich unnötige Nebenhandlungen geschickt ins Gesamtmosaik ein. Sein Tempo ist nicht hoch aber konstant. Anders als im Frosch, wo es am Ende doch Holterdipolter fast zu schnell geht, greift Roland hier zum Detektivfilm: Der Inspektor versammelt die restlichen Verdächtigen am Tatort (hier: im Lagerhaus), präsentiert seine Überlegungen und entlarvt den wahren Täter. Aber nicht die Handschellen klicken, sondern das Türschloss, der Entlarvte kann vermeintlich entkommen, der Regisseur (in einem Cameo-Auftritt) selbst öffnet die Tür, greift aber ein weiteres mal in die Krimi-Kunstkniff-Kiste: ein Toter steht wieder auf. Sicherlich eine der stärksten Szenen des ganzen Films. Aber immer noch nicht Schluss, der Inspektor steht vor einer weiteren Enttarnung: Thalia Drummond entpuppt sich als eine seiner besonderen Vollmachten, Happy End, Schluss mit Kuss? Nein, die letzte Szene gehört Henry Charles Lightman und damit schließt sich für den roten Kreis derselbe, er steht wieder (und wohl zum letzten Mal) vor seiner Hinrichtung, diesmal sind alle nüchtern. Aber wer weiß, vielleicht reißt der Strick wirklich?


    Die Besetzung mag nur semiprominent sein, passt aber in diesen unglamourösen Streifen umso besser. Renate Ewert darf hier gegen das Frauenbild der 50er Jahre anspielen und nutzt diese Gelegenheit grandios, eine der besten weiblichen Rollen in der gesamten Wallace-Reihe überhaupt. Das Ewert nie wieder in einem Wallace-Streifen auftreten durfte mag man bedauern, aber andererseits hätte es danach nur abwärts gehen können. Dafür ist Klausjürgen Wussow das beste Beispiel, hier ist er als Derrick Yale ein großer Pluspunkt, als Inspektor Featherstone ist er eigentlich nur ein Mitläufer (die Bösen haben es im Krimi eh immer besser, die dürfen so richtig die Sau rauslassen). Karl Georg Saebisch nimmt man die 40-jährige (ja gut, nur 39 Jahre, 11 Monate...) Diensterfahrung seines Chefinspektors anstandslos ab. Ähnlich wie sein Vorgänger Elk weiß er mehr als er sagt (obwohl er Beamter ist) und lässt sich auch vom drohenden Ruhestand nicht aus der Ruhe bringen. Thomas Alder als nichtsnutziger Neffe, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat (wobei er klare Vorstellungen davon hat, wer ihm diesen Platz zuweisen soll) und Fritz Rasp (der hier dankenswerterweise mehr Screentime und Dialog hat als im Frosch) sind klare Pluspunkte, ebenso wie Richard Lauffen, Ulrich Beiger oder auch Edith Mill. Letztere wird aber, wie auch Erica Beer wieder in die Moral der 50er Jahre gepresst, beide spielen Frauen, die für ihre außerehelichen Amouren einen hohen Preis zu zahlen haben (Lady Dorringham wird erwürgt, Mrs. Carlisle muss um das Leben ihrer entführten Tochter bangen). Im Gedächtnis haften bleiben auch noch Karl-Heinz Peters, der im alkoholisierten Überschwang die Handlung des Filmes eigentlich erst herbeinagelt, sowie Panos Papadopulos, der die alte Heinz-Erhardt-Weisheit bestätigt, das das Leben von Strolchen meist in Zellen endet (hier auch noch Nr. 13). Eddi Arent darf sich zwar häufiger zeigen als im Frosch, versucht auch genauso trocken rüberzukommen, hat aber leide auch Szene, die man als suboptimal bezeichnen könnte. Die einzige Rolle, die aus dem Frosch übernommen wurde ist die des Yard-Chef Sir Archibald, wieder besetzt mit Ernst Fritz Fürbringer, dar aber im Vergleich zum Vorfilm weder auf- noch abfällt.


    Wieder in Dänemark produzierter Streifen, was man zum Beispiel daran erkennt, das die Brabazon Bank jetzt in dem Gebäude residiert, in welchem im "Frosch" noch die Hambroes Bank Limited ihre Bleibe hatte (die ist anscheinend nach dem Raubzug des Frosches in Konkurs gegangen, wohl nicht limited genug).
    Relativ wenig London-Einblendungen, was aber gar nicht mal stört, vom Konzept und der Ausführung könnte der Film strenggenommen in jeder x-beliebigen Metropole spielen. Schöne, Wallace-typische Außenkulissen (dunkle Lagerhäuser, schlossähnliche Villen), ein Bürohaus mit Paternoster (der auch dramaturgisch geschickt in die Handlung eingebunden ist), auch einige Eisenbahnszenen werden geboten (bei genauem Hinsehen fällt einem aber auf, das einer der Waggons des durchfahrenden Zuges eigentlich schon aus den Gleis gesprungen ist).

    Da Roland einen doch recht trockenen Erzählstil bevorzugt ist den Humor doch etwas retardiert und eher subtil (und liegt zum Glück nicht ausschließlich in Eddi Arents Händen): gleich zu Beginn feiert der Scharfrichter noch vor Sonnenaufgang im Schatten der Guillotine mit seinen Kollegen Geburtstag, nach dem alten Motto: erst das Vergnügen und dann die (mangelhafte) Arbeit, die Bahnstation hat Christoph ja schon erwähnt, das Restaurant, in dem mehrere Protagonisten zu Mittag essen, liegt in der Mill-Street, es gibt so Brüller-Dialoge wie: "Eine Fahrkarte nach Toulouse" "In Frankreich?" "Gibt's sonstwo noch eins?". Meine Lieblings-Zeitungsschlagzeile (im Zug): Essen Sie Ihren Hut Chefinspektor Parr (worauf dieser ihn auch prompt abnimmt).

    Der Film ist sicherlich dialoglastiger als manch anderer Wallace-Film, aber (ich möchte Christoph da ausdrücklich zustimmen) was gesagt wird hat eben Hand und Fuß, es macht Spaß zuzuhören. Die Musikunterstützung gefällt mit auch. Positiv erwähnt werden muss noch, das es ein kluger Schachzug der Produzenten war, den roten Kreis (ähnlich wie beim Frosch auch) synchronisieren zu lassen, sonst wäre bei den vielen Dialogen die Katze einfach zu früh aus dem Sack.


    Der rote Kreis kann die vom Vorgängerfilm hoch gelegte Messlatte durchaus überspringen. Roland inszeniert der Kreis eher als klassischen Krimi, verzichtet weitgehend auf Wallace-typische Gimmicks aber eben auch auf Wallace-typische Logik-Löcher. Sehr gute Dialoge bieten allen Darstellern Gelegenheiten sich zu zeigen. Roland kann das Spannungsniveau von Anfang an hochhalten und damit auf spektakuläre Einzelszenen zwischendurch verzichten. Renate Ewert darf als selbstbewusste Thalia Drummond aus den Rollenklischees der späten 50er ausbrechen und gleich mehrere Männer an der Leine zappeln lassen. Die Enttarnung des Schurken gehört zu den größten Überraschungen im Wallace-Kosmos und wird bewusst in Stile klassischer Detektivfilme zelebriert.
    Auch wenn sich "Der rote Kreis" dadurch doch ein wenig vom Rest der Wallace-Filme unterscheidet, gerät ihm das weder in Form noch in Inhalt zum Nachteil.
    Da man auch beim x-ten Sehen immer noch top unterhalten wird gibt es auch hier wieder


    5 von 5 Punkten

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #39
    Anthes ist für mich aber sowohl optisch als auch schauspielerisch hausbacken. Jans Vergleich im regulären Besprechungs-Thread mit einem mopsigen Teenager ist vielleicht etwas hart, trifft den Kern aber recht gut.


    Dann passt Anthes als noch etwas naive Unschuld vom Lande eigentlich gut.

    Zitat von Ray im Beitrag #39
    Ansonsten geht Karin Dor natürlich fast immer, auch hier hätte ich mir sie vorstellen können, zumal sie ja etwa in der "Bande des Schreckens" auch noch sehr mädchenhaft rüberkam. Im Übrigen sicher nicht über jeden Zweifel erhaben, zum damaligen Zeitpunkt aber doch einigermaßen naheliegend für die Rolle der Ella wäre in meinen Augen Elisabeth Müller gewesen, hatte sie doch in den 1950er-Jahren in einigen Kriminalfilmen bzw. Kriminaldramen mitgespielt ("Das Bekenntnis der Ina Kahr", "Dr. Crippen lebt!", "Gestehen Sie, Dr. Corda!"), außerdem Hauptrollen an der in Hollywood-Produktionen an der Seite von Robert Taylor und Robert Mitchum innegehabt.

    Reinl wollte oder konnte seine Frau offensichtlich nicht durchsetzen. Und Müller (die ich ansonsten sehr schätze) ist ja noch mal 11 Jahre älter als Anthes. Gut, die hätte man vielleicht noch optisch irgendwie als naiven Teenager hintrimmen könnnen, aber das Publikum muss das dann ja auch noch akzeptieren.

    Vielleicht wars aber auch ganz profan eine Frage des Budgets.

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von patrick im Beitrag #35
    Zitat von Ray im Beitrag #33
    ...und Eva Anthes für mich eine schwerwiegende Fehlbesetzung bleibt....


    Eva Anthes hat sicher nicht die Ausstrahlung einer großen Filmdiva. Aber ich finde ihre hausbackene Darstellung trotzdem sehr glaubwürdig und würde mir keine andere Darstellerin in der Rolle wünschen. Der Frosch ist ein Film, bei dem mir zwar einiges auffällt, mich aber rein gar nichts stört.


    Der extreme Kontrast zwischen der naiv-biederen Ella Bennet und der lasziv-verruchten Lolita ist ja wohl so gewollt und da ist Eva Anthes eigentlich eine perfekte Besetzung, da tu ich mich mit Eva Pflug als Lolita schon schwerer, assoziiere ich Eva Pflug doch immer mit ihrer legendären Rolle als GSD-Leutnant Tamara Jagellovsk ("Ich erteile Ihnen Alpha-Order"), das glatte Gegenteil von lasziv.

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Der Darsteller Michel Hildesheim wird immerhin im Vorspann erwähnt, hat aber als Beleuchter Mills gerade mal 4 Szenen: Schmiere stehen vor der limitierten Hambroes Bank, eben dort den Wachmann zur Ader lassen und bei der Flucht über eben diesen stolpern, worauf er von 2 Bobbies geschnappt wird (die offensichtlich ein gutes Auge haben, rufen sie nicht etwa einen Notarzt für den Wachmann, nein sie kümmern sich nur um Mills), von eben diesen Inspektor Elk vorgeführt werden (was immer sie in der Zwischenzeit gemacht haben, schließlich muss Elk doch erstmal zum Tatort gerufen worden sein und philosophiert dann noch ein wenig mit Balder übers Dasein als Beamter bevor die beiden Bobbies mit Mills dort eintreffen) und zum Schluss sein finaler Abgang im Gefangenentransporter. Immerhin hat er in jeder dieser 4 Szenen Text.

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #24
    Sein wirklicher Fallstrick ist der Knabe Johnny, respektive der kleine Mörtelrückstand im Mundwinkel Inspektor Genters. Einzig deshalb kann er am Ende gestellt werden, bzw. hätte so oder so gestellt werden können.


    Damit trägt der gute Inspektor Genter dann doch zur Auflösung des Falles bei, aber nicht ganz so wie er sich das vorher vorgestellt hat

  • Kurt A. JungDatum11.11.2018 21:48
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #2
    Wer in den toten Augen ist denn Jones? Dieser Rollenname sagt mir gar nichts.

    Der Beamte, der vor dem Blindenheim Wache steht als Holt, Harvey und Nora Ward gerade bei diesen ankommen um mit Lou Norris zu sprechen (unmittelbar nach Flimmer-Freds Ende, so gegen Minute 57)

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #13
    Zitat von brutus im Beitrag #9
    (...) durch 300 Personen sich labberige 2000 Pfund jährlich pro Mitglied, zumindest statistisch. Selbst Ende der 50er wird man mit so einem Einkommen nicht wirklich reich.


    Ich habe das mal durch einen Inflationsrechner gejagt.

    2.000 Pfund Ende 1959 ergibt heutzutage rund 34.000 Pfund, was knapp 39.000 Euro macht. Durch 12 ergibt einen Monatslohn in Höhe von 3.250 Euro. Steuerfrei!

    Wobei natürlich nicht gesagt ist, dass der Frosch tatsächlich pro Kopf aufteilt (wahrscheinlich beansprucht er den Löwenanteil für sich und die Spesen müssen schließlich auch beglichen werden) und alle Einbrüche wirklich auch immer 10.000 Pfund bringen.

    Für große Arbeiten gibt's ja ne Masse Geld. Sonst bliebe ja auch auf Dauer keiner dabei. Also muss es auch Brüche geben, wo deutlich mehr rumspringt als die genannten 10000.
    Und das der Chef den Frosch- äh Löwenanteil einstreicht dürfte auch klar sein.


    Gerade zu Beginn kommt die Polizei eher schlecht weg. 127 Einbrüche in knapp 2 Jahren sind ja gut einer pro Woche, da müssten doch ein paar mehr Spuren gefunden worden sein. Und auch die Sicherheitsmaßnahmen könnten inzwischen bisserl größer sein als nur ein Wachmann, der des Nächtens ums Gebäude schlurft. Inspektor Genter entpuppt sich auch nicht gerade als Leuchte. Und Nummer 7 konnte auch ganz schön lange unentdeckt werkeln.

    Im weiteren Verlauf gelingt es den Yard dann aber deutlich Boden gut zu machen, auch wenn es erst eines Tipps bedurfte, um z. B. den Bruch in der Reederei zu unterbinden.

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Heute möchte ich mal über das Maytree House sprechen, die Bleibe der Familie Bennet. Eine Wundertüte, deren Grundriss außen ganz anders ist als innen
    Man achte auf die Szene in der Richard Gordon mittels Dietrich in das Haus eindringt nachdem John Bennet es verlassen hat. Die Eingangstür liegt in einer linken Ecke, um diese Ecke rum kommt direkt ein Fenster. Blacky öffnet die Tür, Schnitt nach innen, wie sehen Blacky reinkommen, nun liegt die Tür eher in der Raummitte, mehr noch, rechts der Tür folgt eine Nische und dann das Schlafzimmer des alten Bennet (der Außenansicht nach läge das im Vorgarten)

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Ich hab gestern und heute mal beide Versionen gesehen, erst die DVD und heute dann die HD-Version. Da fallen einem schon einige Details auf.
    Ich fange mal ganz vorne an: Lord Farnsworth schläft mit Armbanduhr und die zeigt Viertel nach Zehn, die Herrschaften gehen also eher zeitig zu Bett.
    Der Vorspann ist dann auch gleich ein erster Meilenstein: eine verängstige Hausherrin läuft, nur mit einem Kerzenleuchter in der Hand, durch das zwangsverdunkelte Haus sich über merkwürdige Geräusche wundernd. Aus dem Dunkel tauchen mehrere Gestalten auf, sich gelegentlich Zeichen gebend.
    Als Höhepunkt dann der titelgebende Frosch. Starker Beginn

    Während der Credits arbeitet sich der Frosch dann am Tresor ab, öffnet ihn schließlich um ihn dann leer zu räumen. Schnitt.
    Anderntags sieht man Inspektor Elk den Tatort besichtigen, er schwenkt die Tresortür hin und her und man sieht deutlich die Arbeitsspuren des Frosches, aber leider auch die Stirn- und Unterseite der Tür und man muss schon fragen: wie wird diese Tür eigentlich arretiert, von irgendwelchen Bolzen keine Spur .

    Dann fährt Elk im Bus zum Yard. Die Scotch-Reklame neben seinem Sitz ist immer noch spiegelverkehrt, die Londoner Hintergrundbilder hingegen nicht.
    Dafür erfahren wir aus den eingeblendeten Zeitungsartikeln u.a., das die Froschbande seit 2 Jahren der Schrecken der City ist, bei ihren inzwischen 127. Raubzug 10000 Pfund erbeutet hat und 6 Polizisten sowie 12 Zivilisten auf dem Gewissen hat (klingt brutal, ist aber für 2 Jahre überschaubar).
    Als er aus dem Bus steigt zeig die Big-Ben-Uhr 10:40 Uhr. In der nächsten Szene in Sir Archibalds Büro zeigt die Uhr überm Kamin aber erst halb elf.
    Da wundern einen der Mangel an Erfolg bei der Froschjagd nicht mehr.
    In diese Szene erfahren wir dann auch, das ein Inspektor Genter ein knappes Jahr gebraucht hat Kontakt zur Froschbande aufzunehmen und gerade heuer offiziell Mitglied wird.

    In der folgenden Szene müssen wir aber leider erleben, das der besagte Genter eher der ungeduldige Typ ist. Kaum als Nummer 297 aufgenommen, will er sofort den Frosch verhaften, was natürlich schief geht. Und das bei einem Jahr Vorarbeit.
    Immerhin erfahren wir, das die Bande fast 300 Mitglieder hat (was dann auch die 127 Einbrüche in 2 Jahren erklärt: bei ca. 10000 Pfund pro Bruch macht das gute 600000 Pfund pro Jahr, durch 300 Personen sich labberige 2000 Pfund jährlich pro Mitglied, zumindest statistisch. Selbst Ende der 50er wird man mit so einem Einkommen nicht wirklich reich.

    Wenn man das so liest, könnte bei dem ein oder anderen der Eindruck entstehen: der mäkelt zu sehr an den Kleinigkeiten rum.
    Aber in Wahrheit mag ich diesen Film auch gerade wegen solcher 'semiperfekten' Details.

    So, nicht alles auf einmal, die Woche ist ja noch lang

  • Foren-Beitrag von brutus im Thema

    So, jetzt bin ich vorbereitet. Alle 36 Filme von Festplatte auf mein Notebook kopiert, die DVDs/BDs aus dem Keller ins Wohnzimmer geschleppt.
    Morgen noch den Büro-Rechner infiltrieren, dann kann es losgehen

  • Heinz Drache im "Tatort" BerlinDatum31.10.2018 18:10
    Foren-Beitrag von brutus im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #44
    Und wer nicht nur an sich selbst denkt, wird den RBB für die an sich ja sehr gut gelungenen "Tatort"-Restaurierungen vielleicht auch mit einem Boxenkauf unterstützen wollen.|addpics|4sy-1q-6a36.png,4sy-1r-646b.png,4sy-1s-b622.png|/addpics|

    Und solche Boxen rücken ja nun durchaus in den Bereich des Möglichen, immerhin sind jetzt alle alten SFB-Folgen von Kasulke bis Markowitz restauriert

  • TV-Termine im November 2018Datum30.10.2018 15:41

    Der RBB hat sich aufgerafft weitere 11 alte Tatorte des SFB zu restaurieren und gedenkt sie auch auszustrahlen. und zwar noch in diesem Jahr.

    Im November sind angedroht:

    12.11.: Die kleine Kanaille (177) Bülow
    19.11.: Tödliche Blende (183) Bülow
    26.11.: Schuldlos schuldig (202) Bülow

    Im Dezember folgen dann noch:

    03.12.: Keine Tricks, Herr Bülow (219) Bülow
    10.12.: Alles Theater (221) Bülow
    17.12.: Tödliche Vergangenheit (243) Markowitz
    25.12.: Tini (245) Markowitz
    27.12.: Tod einer alten Frau (275) Markowitz
    28.12.: Geschlossene Akten (296) Markowitz
    29.12.: Endstation (305) Markowitz

    (An den Montagen ab 22:00 Uhr, um die Feiertage rum eher später)

    Und dann, man glaubt es kaum:

    30.12.: Tod im U-Bahnschacht (057) Schmidt

    Zitat von Gubanov im Beitrag TV-Termine im Juni 2017
    Zitat von brutus im Beitrag TV-Termine im Juni 2017
    Bedauerlicherweise fehlt der Schmidt-Erstling Tod im U-Bahnschacht [...]. Da war das Ausgangsmaterial angeblich noch gut genug erhalten um die Restaurierung erst mal zu verschieben.

    Wer's glaubt, wird selig. Da hat der RBB einfach Angst vor der eigenen Courage, nach wie vor heikle Themen (Migration, illegale Beschäftigung, Abschiebung) nochmal unter dem nicht ganz so politisch korrekten Blickwinkel der Siebzigerjahre zu beleuchten, zumal die Folge entsprechend umstritten ist und zeitweise wohl im Giftschrank verschwunden war. Es hätte dem Sender gut zu Gesicht gestanden, zu seinen Produktionen zu stehen und ausgerechnet diese Folge zu senden, ggf. mit entsprechendem Rahmenprogramm.


    Damit rückt Gubis Seligsprechung noch in diesem Jahr in den Bereich des Möglichen

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