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  • Gucumatz (1927)DatumGestern 15:19
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Da sehe ich dann auch eher Filme in der Original-Zeit für möglich. So ein bisschen statt Period-Drama eben Period-Krimi. Den Stil der 60er empfinde ich durch die RTL-Fernseh-Wallaces und die Wixxer-Reihe momentan eher als "verbrannt".

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    So, und jetzt kann ich wirklich mitreden. Gerade eben den Film auf Blu-Ray gesehen.

    Was ich nicht gesehen habe, war jedoch eine Schießbudenfigur. Dieser Poirot ist für mich ein runder, glaubhafter Charakter in einem ebenso runden Film. Allerhöchstens etwas zu sentimental, aber zumindest ein Minimum emotionaler Tiefe wird im Kino der heutigen Zeit von den Zuschauern erwartet (siehe auch der Daniel-Craig-Bond).

    Dagegen war Albert Finney - eventuell etwas überspitzt formuliert - ein Rumpelstilzchen oder eine Bulldogge. Ein Vergleich mit Suchet verbietet sich hingegen allein schon deshalb, weil nach vielen Serienjahren bereits eine viel tiefere Verbindung zum Charakter hatte und natürlich auch optisch das perfekte Abbild der Romanfigur darstellte.

    Mir scheint, dass die hier verwendete Bezeichnung "Schießbudenfigur" zu sehr auf Äußerlichkeiten basiert. Mich hat der "Karnevalsbart" im Zusammenspiel mit dem ernsthaften Gesicht ganz und gar nicht gestört. Poirot ist trotz teilweise ulkigem Äußeren und Manierismen durch und durch ein ernsthafter Charakter - bei Suchet später auch durch die Gläubigkeit unterstrichen. Der Bart ist zwar tatsächlich genau die eine Spur zu dick aufgetragen, dennoch gerade deshalb ein nettes, unverwechselbares Trademark des Branagh-Poirots. Aber das ist natürlich alles Ansichtssache.

    Besonders gelungen fand ich jedenfalls das vielschichtige, melancholische Ende. Dagegen war das Anstoßen mit dem Sekt in der Lumet-Version reinstes "Hollywood Happy End". Hier bleibt man durchaus nachdenklich und berührt zurück. Wobei hier natürlich bereits die Suchet-Version exzellente und unerreichte Pionierarbeit geleistet hat.

    Das einzige, was ich nach dem ersten Eindruck dem Branagh-Express vorzuwerfen habe, sind die eingestreuten Action-Einlagen, aufgrund derer die Figurenzeichnung im Vergleich zum Lumet-Express viel zu kurz kommt. Man hat das Gefühl, dass manche der Verdächtigen nicht viel mehr sind als Cameos. Leider. Dabei hatte das erste Drittel des Films es tatsächlich noch geschafft das wohlig-bekanntes Gefühl eines starbesetzten Ensemblekrimis heraufzubeschwören. Letztendlich blieb großen Teilen des Ensembles leider - gefühlt - viel zu wenig Raum.

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #67
    Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass Ihr Euch darüber ärgert, dass die Branagh-Version überhaupt entstanden ist, unabhängig davon, ob man mit dem Resultat nun zufrieden ist oder nicht.


    Nachdem ich sie nun gesehen habe, freue ich mich, dass sie entstanden ist. Hat mir zwei sehr schöne Stunden beschert und ich bin schon gespannt auf den nächsten Branagh-Poirot. Was mich aber am allermeisten freut ist, dass solche Krimis auf der großen Leinwand auch heutzutage noch derart erfolgreich sein können.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #63
    Dann stellt sich die Frage aus meiner Sicht: Warum überhaupt noch versuchen, Poirot zu verfilmen?


    Das verstehe ich allerdings auch nicht.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Eigentlich wollte ich nur sagen, dass sich durchaus einige exzentrische und wie du schon sagtest humoristische Züge beim Original-Poirot finden lassen, wodurch eine Interpretation in Richtung Schießbudenfigur zwar nicht unbedingt schmeichelhaft und werkgetreu, aber zumindest auch nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Ebenso wenig wie der Punkt, dass man Poirot die geistige Brillanz auf den ersten Blick nicht ansieht.

    Unabhängig davon halte ich es durchaus nicht für unklug, die Figur neu und auf eigene Weise zu interpretieren. Perfekter als Suchet ist aus meiner Sicht nämlich gar nicht möglich. Warum es dann überhaupt versuchen?

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Es ging doch auch nicht darum, dass der Buch-Poirot eine Schießbudenfigur ist, sondern dass man ihm auf den ersten Blick auch nicht zwangsläufig geistige Brillanz unterstellt. Zumal er auf sein englisches Umfeld ja durchaus ebenfalls hin und wieder merkwürdig wirkt und/oder unterschätzt wird.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Lord Peter im Beitrag #57
    Und genau so, wie es in den Büchern steht, spielt Branagh den Poirot eben NICHT!


    Das behauptet auch keiner. Ich bezog mich nur auf den Begriff Schießbudenfigur.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Edgar007 im Beitrag #55
    Dann lies mal die Christie-Romane. Genau so, oder teilweise sogar noch exzentrischer, wird Poirot dort beschrieben.


    Ähm, ich habe die Romane gelesen. Deshalb habe ich das ja so geschrieben.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Lord Peter im Beitrag #52
    (...) ist das hier einfach eine Schießbudenfigur, der ich ihre geistige Brillianz einfach nicht abkaufe.


    Ich habe den Film auch noch nicht gesehen - wird nächste Woche nachgeholt - und das sicher eine über die Maßen pointiert-überspitzte Darstellung sein, aber auch das Original war doch vordergründig nur teilweise ernst zu nehmen. Typus "eitler Geck" mit Eierkopf und einigen Marotten. Einen ehemaligen Polizisten hat man sich auch damals sicherlich nicht so vorgestellt, auch nicht einen aus Belgien.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Ich schließe mich Gubanov an. Dann doch lieber Branagh.

    Warum schießen im Moment eigentlich überhaupt die Poirots nur so aus dem Boden?

  • Grand PrixDatum13.05.2018 15:13
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Percy Lister im Beitrag #795
    Salvador Sobral, der sich im Vorfeld sehr negativ über die Musikauswahl des Jahrgangs 2018 geäußert hatte und damit nicht nur den Ärger von Jacques Houdrek (Kroatien 2017) auf sich gezogen hatte, kam um 23.40 Uhr auf die Bühne, was als schlechtes Omen gewertet werden kann. Just in jener Minute kollidierte am 14. April 1912 die elegante "Titanic" mit dem verhängnisvollen Eisberg.


    Seine Übergabe der Siegertrophäe war dann in der Tat dann auch etwas kurz und lieblos. Leider stimmt die künstlerische Größe da mit der menschlichen nicht überein. Schade.

    Ansonsten ein sehr abwechslungsreiches Teilnehmerfeld mit einem durchaus würdigen Sieger - zumindest in der Kategorie Party-Song. Nach zwei Jahren bedeutungsschwangerer Emotion war es wohl wieder an der Zeit, dass ein "Kracher" den ESC rockt. Glückwunsch, Netta! Glückwunsch, Israel! Gut gemacht!

    Drei meiner vier Pre-Contest-Favoriten sind zumindest in der Televoting Top 4 gelandet (Israel, Tschechien, Italien). Dass Ungarn chancenlos sein würde, hatte ich mir zwar gedacht, aber die Hoffnung stirbt eben doch zuletzt und zumindest waren sie im Finale dabei. Also alles gut.

    Für Moldawien habe ich gestern auch 5 SMS springen lassen, einfach um deren lustige und vom Timing her äußerst anspruchsvolle Bühnenshow zu würdigen.

    Und natürlich - last but not least - Glückwunsch an den Michael Schulte. Platz 4 (Televoting Platz 6) ist nach den letzten Jahren ein sensationeller Erfolg. Hoffentlich geht das neue Vorentscheid-Konzept auch in den nächsten Jahren so gut auf.

    Zitat von Gubanov im Beitrag #782
    Das macht natürlich ein riesiges Fass auf. Ich finde, dass sich die Wiedereinführung der Jurys nicht bewehrt hat, weil sie nicht dem Zweck dienen, zu dem sie zurückgebracht worden sind (Bekämpfung von Diaspora), sondern die Ergebnisse in zunehmendem Maße randomisieren.


    Diese Aussage kann ich in diesem Jahr nur doppelt unterstreichen! Das war fast schon unfreiwillig komisch, wie viele Länder auf der zweiten Tabellenhälfte der Jury nach der Bekanntgabe der Hälfte der Televoting-Stimmen noch ohne Televoting-Punkte waren. Die mörderischste Diskrepanz im Fall Schweden (253 Punkte Jury, 21 Punkte Televoting). Und wer hätte im Vorfeld gedacht, dass Österreich Jury-Sieger wird?

    Wie eigentlich immer finde ich das reine Televoting-Ergebnis bedeutend nachvollziehbarer.

  • Grand PrixDatum12.05.2018 17:27
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Wer sind denn deine Favoriten heute Abend?

  • Grand PrixDatum12.05.2018 09:38
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Australien sind die einzigen, die ich am Donnerstag nicht ins Finale gelassen hätte. Slowenien und Serbien haben mich auch überrascht, allerdings nicht so negativ wie Australien. Lettlands Scheitern war leider abzusehen, nachdem es im ersten Semi die ähnlich konzipierten Belgien und Kroatien auch schon nicht geschafft haben. Da fand ich das Ergebnis am Dienstag schon etwas "chaotischer". Aber dein Geschmack scheint sich nicht besonders mit dem europäischen zu decken, was?

  • Die unheimlichen Briefe (1923)Datum09.05.2018 12:26
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Ich würde ihn auch in der besseren Hälfte der Wallace-Romane ansiedeln. Wenn man die Logik außen vor lässt, weisen die Briefe tatsächlich einige sehr geglückte und überraschende Wendungen auf. Kann mich Georg also nur anschließen.

  • Das Gesicht im Dunkel (1924)Datum18.04.2018 10:52
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #3
    Die Wallace-Story vom "Gesicht im Dunkel" ist mir bislang nur vom gleichnamigen Maritim-Hörspiel (2004) bekannt. Bei dem fiel mir aber eher die unprofessionelle Hörspielumsetzung als eventuelle Schwächen der Buchvorlage auf.

    Mir geht es ähnlich. Hat bei mir eher einen verworrenen, langatmigen Eindruck hinterlassen. Wenn ich die Besprechung so lese, scheint das auch schon im Buch so zu sein. Große Werktreue ist für Adaptionen eben nicht immer ein Gütesiegel.

  • Die Tür mit sieben Schlössern (1926)Datum11.04.2018 08:39
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Hier geht es zwar eigentlich um den Roman, aber ...

    Zitat
    Traurigerweise gilt die deutsche Edgar-Wallace-Verfilmung von 1962 bei vielen als langweilig oder gar misslungen. Persönlich kann ich das überhaupt nicht teilen. Als ich sie vor vielen Jahren heimlich tief in der Nacht im elterlichen Wohnzimmer geguckt habe, da war ich hellauf begeistert. Na gut, das Gefühl habe ich jetzt nicht mehr, aber das geht mir eigentlich bei allen Filmen meiner Kindheit so.



    Als Kind fand ich auch die Tür von den Wallace-Filmen mit am gruseligsten (zusammen mit dem - ebenfalls von vielen als langweilig empfundenen - Rächer). Den vielleicht in der Fan-Welt klassischsten Wallace-Grusler "Tote Augen" habe ich dagegen erst später gesehen, was dann nicht mehr so den Eindruck machte wie z. B. das Ende der Codys oder kopflose Leichen in einem dunklen Gang.

  • Stilelemente in Wallace-RomanenDatum02.04.2018 19:59
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #15
    Der Hauptverbrecher in Die blaue Hand wird zuletzt auch an Bord seiner Jacht irgendwo im Ozean gestellt, hatte er doch auch noch die nette Heldin gekidnappt. Auch das ist ein häufiges Thema bei Wallace – die Verschleppung einer Person auf ein Schiff.


    Ein Grund warum ich diesen "Kniff" auch in meiner Kurzgeschichte "Der Schleicher" aufgegriffen habe. Kommt mir so vor als seien die Kurzgeschichtenwettbewerbe hier schon ewig her.

  • Audrey Hepburn - ihre FilmeDatum02.04.2018 19:54
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #4
    "Charade" läuft übrigens heute Abend um 20:15 auf 3Sat, nachdem der Sender über Ostern bereits viele andere Hepburn-Klassiker gezeigt hat ("Sabrina", "Frühstück bei Tiffany", "Ariane- Liebe am Nachmittag").


    Danke für den Tipp!

  • Die Bande des Schreckens (1926)Datum22.03.2018 11:39
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Sehr schöne Rezension mal wieder.

    Mit der Grundkonstellation der - mehr oder weniger - rasch erfolgenden Morde an einem bestimmten Personenkreis (und dem Motiv der Teilhabe an dem Tod einer bestimmten Person) kann der Roman meines Erachtens fast schon als Vorläufer des modernen Slashers gelten.

  • Grand PrixDatum17.03.2018 15:37
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Da dieser Thread schon während der ganzen Vorentscheid-Saison brach lag, will ich jetzt hier mal wieder etwas posten.

    Recap aller diesjährigen Songs

    Meine derzeitigen Top Ten: Ungarn, Israel, Tschechien, Italien, Belgium, Schweiz, Moldawien, Weißrussland, Griechenland, Österreich. Unser deutscher Song liegt bei mir im Mittelfeld. Insgesamt muss ich sagen, dass mir der Jahrgang 2018 wieder um einiges besser gefällt als 2017.

    Absolut grottig finde ich mal wieder Großbritannien.

  • Eure Hörspiele und HörbücherDatum02.03.2018 17:33
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Und es geht bei mir weiter mit dem nächsten Pater Brown aus meiner Feder.

    Pater Brown - Der schlafende Schutzpatron

    "Eigentlich hatte Pater Brown die sanften Bergzüge und idyllischen Seen des Lake District besucht, um Urlaub zu machen. Doch kein Fleckchen Erde kann friedlich genug sein, um nicht den Spürsinn des Geistlichen zu wecken. Und so ist er mehr als skeptisch, als ihm ein Bericht über ein entlegenes Dorf zu Ohren kommt, dessen Bewohner ihren Priester davonjaget haben und nur noch ihren eigenen Schutzpatron anbeten. Tatsächlich scheint es mehrere Unfälle gegeben zu haben, die nur dank des Auftauchens einer Engelserscheinung glimpflich ausgegangen sind. Als es kurz nach Pater Browns Ankunft in dem Dorf zu einem wirklichen Unglück kommt, spitzt sich die Lage für den ungebetenen Gast dort mehr und mehr zu."

Inhalte des Mitglieds Count Villain
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