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  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Der EW-Grandprix ist eben nach wie vor ein Event, den keiner verpassen will. Echt toll!

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Bis jetzt die wilde Dreizehn. ... "Kommen da noch mehr?"

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von DanielL im Beitrag #11
    Nachdem ja die Damen der Reihe nach dem Killer zum Opfer fallen, hätte es durchaus gepasst, das Giulia als letztlich bedrohte über sich hinauswächst und den Täter "schafft", wobei Mario eher ihr Sidekick wäre.


    Das "Final Girl" kam erst später mit den Slashern in Mode, oder?

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #18
    Vielleicht im Hinblick auf die Quintessenz eines Wallace, aber doch im Hinblick auf die durchlaufene Entwicklung der Reihe.


    Oha, da fehlt ein wichtiges Wort:

    Vielleicht nicht im Hinblick auf die Quintessenz eines Wallace, aber doch im Hinblick auf die durchlaufene Entwicklung der Reihe.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    London? Rom? Hauptsache Wallace!

    Ein bisschen Wehmut überkommt einen nun doch, jetzt wo es vorbei ist. Zumal mir der "Halbmond" dieses Mal besser gefallen hat denn je. Und auch besser als die "Stecknadel". Wo bei dem einen der Schauplatz (englisches Mädcheninternat) die - mehr oder weniger lose - Brücke zur klassischen Rialto-Reihe herstellt, ist es beim anderen der Plot. Wie Gubanov schon ausgeführt hat, hat sich auch Edgar Wallace bereits ähnlicher Rachemotive bedient (ergänzen möchte ich aus der Farbphase auch noch das "Glasauge" und "Im Banne"). Denkt man sich bei der "Bande" mal die familiäre Verbrecherpyramide weg und überführt den Plothook samt der anschließenden Morde in eine Giallo-Stilistik käme sicher etwas ähnliches dabei heraus. Neben der Prämisse "Zur falschen Zeit am falschen Ort" haben wir als weitere Gemeinsamkeiten sogar noch ein Hotel als Dreh- und Angelpunkt sowie ein Zwillingspaar unter den Opfern. Ja, ich fühle mich nach der psychologischen, sexualisierten "Stecknadel" eindeutig wieder mehr auf klassischen Krimipfaden. Von daher halte ich den "Halbmond" tatsächlich für einen schönen, runden Abschluss der Reihe. Vielleicht im Hinblick auf die Quintessenz eines Wallace, aber doch im Hinblick auf die durchlaufene Entwicklung der Reihe.

    Neben der schlüssigen, gut aufgebauten Handlung hat mir auch die Größe des Polizeiapparats sehr gefallen. Auch wenn es (leider?) die italienische Polizei und nicht Scotland Yard war. Natürlich bekommt man auch hier die für die Entstehungszeit typischen Hippies und Nacktheit geboten, aber vor allem letzteres fand ich weit weniger voyeuristisch und plakativ als in der "Stecknadel" oder im "Gorilla", sondern eher auf dem "natürlichen" Level der Themsetoten, wo der Fotograf aus dem Bett seiner Gespielin in der Absteige hüpft.

    Und um noch einen Vergleich zur "Stecknadel" zu ziehen: Hier fand ich den Vorspann und die Titelmusik nicht so deplatziert wie im Vorgänger. Zwar ist der Titeltrack lässig-entspannt, aber er bleibt gut genug in der Schwebe um die rätselhaften Morde nicht zu konterkarieren. Überhaupt war ich von der Musik einmal mehr sehr angetan. Was ich allerdings völlig vergessen hatte, war der Einstieg mit der Autofahrt und der Besuch im Schlafzimmer er alten Frau. Ich dachte erst, ich wäre versehentlich bei der internationale Fassung gelandet, weil ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern konnte.

    Menschen im Hotel

    Was bleibt noch zu sagen? Antonio Sabato überzeugt leider nicht auf derselben menschlichen Ebene wie Fabio Testi. Seine Ausstrahlung bleibt im Vergleich distanziert und oberflächlich. Da hat mir Pier Paolo Capponi als zupackender, aber dennoch ins Hintertreffen geratende Inspektor Vismara schon besser gefallen. Auf Seiten der Damen spielt natürlich vor allem Marisa Mell sehr ausdrucksstark, aber auch die anderen Mordopfer sind gut ausgewählt. Uschi Glas vermittelt zu Beginn nur wenig Thriller-Atmosphäre (mag auch daran liegen, dass ihr doch stets ein Hauch bayrischer Provinz anhaftet), steigert sich aber im Laufe des Films. Nach der "Themsetoten" auf jeden Fall ihr zweitbester Auftritt innerhalb der Reihe. Nett auch das Wiedersehen mit dem aus "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" bekannten Claudio Gora.

    Auf Logikschwächen habe ich jetzt nicht so wirklich geachtet. Klar, das Motiv für die Morde, bzw. das Töten auf bloßen Verdacht hin ist natürlich schonungslos menschenverachtend, gerade wenn der Täter tatsächlich ein echter Priester sein sollte, aber mit Wahnsinn lässt sich ja viel erklären. Und dass die Unfallfahrerin theoretisch wohl auch eine hotelfremde Frau hätte sein könne, die ähnlich wie Saunders selbst nur ab und an dort isst, lassen wir lieber mal ganz außen vor.

    Fazit

    Ein "Sommer-Wallace" italienischer Machart, den ich mir gut auch in rein deutscher Umsetzung in der Reihe hätte vorstellen können.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Fünf Jahre ist der letzte schon wieder her? Bin natürlich auch dabei. Wenn nicht nach der kürzlichen wöchentlichen Auffrischung aller Filme, wann dann?

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Havi17 im Beitrag #27
    Gibt es noch mehr persönliche Gesamtranglisten zum Wallace der Woche?


    Ich habe extra noch keine Punkte vergeben. Das hebe ich mir für den Grandprix auf.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Baal1985 im Beitrag #46
    Der Vergleich mit den Sherlock-Filmen ist wirklich treffend. Die zeigen, dass man klassische Motive beibehalten, aber sie durchaus in die Moderne verlegen kann. Bei den Wallace-Filmen ist das leider nur ansatzweise gelungen.


    Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass man es gar nicht erst versucht hat. Man hat zeitgeistige Einflüsse aufgegriffen, klar, aber ernsthafte Modernisierungen der Stoffe hätten wahrscheinlich anders ausgesehen.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #42
    In meinen Augen nein, denn "geschürte Erwartungen an einen Wallace" halte ich für einigermaßen naiv, wenn bei den Filmangaben "IT / BRD 1971/72" drinsteht. Da weiß man doch, was auf einen zukommt.


    Das wissen wir heute, weil wir alle Filme kennen, diese wahrscheinlich über die Jahre hinweg auch bunt durcheinander kennengelernt haben und zudem wissen, was im italienischen Genrekino dieser Zeit generell angesagt war. Allerdings schrieb ich auch nichts von genereller Erwartung, sondern von Erwartung im Rahmen der chronologischen Sichtung.

    Du darfst aber auch gerne die "naive" Klammer-Aussage ignorieren, das ändert nichts an dem Rest von meinem Satz.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #39
    Mir ist es in Anbetracht dieser anderen, relevanteren Kategorien sowas von schnurzegal, ob Wendlandt da den Namen Wallace in den Vorspann der handwerklich minderwertigen und daher sowieso von mir gemiedenen deutschen Version geschmuggelt hat oder nicht.


    So egal kann es allerdings nicht sein, dass in der deutschen Version "Wallace" draufsteht. Wenn es nicht draufstehen würde, würden wir den Film jetzt gar nicht erst besprechen. Da es aber draufsteht, muss es doch gerade im Rahmen einer chronologischen Sichtung möglich sein, den Film auch im Vergleich zu prägenden Merkmalen der Vorgänger und dem bisherigen Stil der Reihe zu betrachten (und den damit geschürten Erwartungen an "einen Wallace") ohne gleich mit einer Vielzahl an negativ konnotierten Adjektiven beschmissen zu werden, oder?

    Immerhin sind wir beim "Wallace der Woche" und nicht beim "Film der Woche".

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Man hätte es kommen sehen können, dass diese Diskussion wieder hochkocht. Egal. Ich sage jetzt abwechslungshalber mal wieder etwas zum Film.

    Hallo, hier spricht Edgar Wallace?

    Meine Antwort auf diese simple Frage ist sehr eindeutig: Jein!

    Ich fand Schriftzug und Ausruf bei dieser Sichtung tatsächlich irgendwie fehl am Platze. Gerade auch durch die chronologische Sichtung und die vorhergehende Themsetote, die in Sachen Struktur und Charaktere tatsächlich noch um einiges mehr ursprünglicher Wallace ist. Was dann allerdings hilft, den Film dennoch im Rahmen der Serie zu akzeptieren sind vor allem die Originalaufnahmen in England, bekannte Schauspieler auf deutscher Seite (allen voran natürlich Fuchsberger) und die Mädchenschule als Schauplatz. Brücken sind also durchaus vorhanden.

    Und wo ich schon die deutschen Schauspieler erwähne, mache ich damit doch gleich weiter. Besonders beeindruckend agieren in meinen Augen Günther Stoll und Karin Baal. Die beiden geben ihren Figuren nicht nur glaubwürdige Gesichter (wie Testi und die Mädchen zum Beispiel auch), sondern vermitteln dabei auch ganz eigene, fühlbare Stimmungen. Joachim Fuchsberger hingegen ist mit der Reihe zusammen gealtert. War er im Frosch noch selbst der jugendliche Held, sieht man ihn hier quasi in der Rolle des "Elk" als ruhigen und erfahrenen Scotland-Yard-Hasen. Auch erwähnenswert finde ich Claudia Buthenuth, die ich vor der Stecknadel tatsächlich nur aus einer Heinz-Erhardt-Klamotte kannte. Das ist dann schon ein Unterschied.

    Was ansonsten im Vergleich zu den anderen Wallace-Filmen auffällt ist, dass die Hauptcharaktere gut herausgearbeitet sind. An die Stelle von märchenhaften Chargen treten reale Menschen, die teilweise sogar auf ebenso menschliche Weise zu überraschen wissen. So haftet der Affäre zwischen Rossini und Elizabeth im Nachgang betrachtet durch den nicht vollzogenen Akt durchaus noch etwas unschuldiges an. Das Ehedrama ist ohnehin sehr fein in den Krimi eingesponnen, samt der Wandlung von einer kalten zu einer warmherzigen Ehefrau. Etwas makaber ist lediglich, dass dieses Happy End letztendlich nur durch grausamen Mord erreicht wird. Ohne dem wäre die Ehe vermutlich tatsächlich gescheitert.

    Was ein wenig ins Hintertreffen gerät ist die kriminalistische Seite. Der Mörder wäre vielleicht davongekommen, wenn ihm seine Tochter nicht ausgebüxt wäre. Und auch das Italienischbuch ist nur ein sehr wackliges Indiz. Was mich ebenfalls ein wenig stutzig gemacht hat, war Brendas Verhalten. Einerseits bedrängt sie Helen, bloß nichts zu verraten, andrerseits steckt sie einen Hinweis auf Ruth Holden in Rossinis Briefkasten (übrigens eine sehr schöne Szene: Man denkt zuerst, der Mörder würde den Zettel aufheben). Aber auch ein wirklicher Fehler ist mir aufgefallen: Die Beichtstühle! Zwei nebeneinander, einer immer leer, einer Pater Herberts Standardplatz. Janet beichtet mehrfach in dem, der näher am Altarraum ist und in dem Pater Herbert eindeutig nicht ist. Etwas später wird jedoch genau dieser als Pater Herberts Beichtstuhl bezeichnet.

    Zum Schluss noch ein paar Worte zur Musik. Insgesamt gesehen gefällt mir Morricones Score sehr gut, vor allem die Spannungsmusik, aber dieses schwülstig-melancholisch Liebesthema hat mich doch in zunehmendem Maße aggressiv gemacht. Zum Glück verabschiedet es sich quasi zusammen mit Elizabeth aus dem Film. Leider ist genau dieses Thema auch die Titelmusik, die direkt nach dem brutalen Auftaktmord so gar nicht passen will.

    Fazit:
    Intensiv inszeniert, auf bedrückende Weise real, aber nach all den vorangegangen Kriminalmärchen der Reihe erscheint die Stecknadel doch irgendwie etwas farblos oder fremd.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Andreas im Beitrag #264
    Aus heutiger Sicht und mit modernisiertem gesellschaftspolitischen Blick geht sowas natürlich überhaupt nicht. Man macht kein körperliches Leiden zum Stigma des Bösen.


    Letztendlich stellt sich doch ohnehin heraus, dass der Bucklige in Wahrheit gar nicht bucklig ist.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Sag mal, @Dr. Oberzohn , sehe ich das eigentlich richtig, dass du diesen Film übersprungen hast? Ich vermisse deine messerscharfen Logik-Analysen und Roman-Vergleiche!

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #11
    We've been waiting for so long.


    Ich hab's doch gewusst: Seit dem Frosch hast du nur auf die Themsetote gewartet!

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Havi17 im Beitrag #9
    Ausdruckslos und sachlich, ja das trifft den Stil der Krimis der 70er Jahre. Extremes Beispiel ist Perrak, der mich seinerzeit deshalb abschreckte. Die Tatorts die gerade starteten, auch insbesondere der Kommissar ist ein Paradebeispiel für sachliche Krimikost.


    Genau. An den Kommissar fühlte ich mich stellenweise ebenfalls erinnert.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Endlich kommen wir mal wieder zu einem Wallace-Film, der Spaß beim Zusehen macht und der eine ansprechende handwerkliche Qualität aufweist. Wobei, ist "Die Tote aus der Themse" tatsächlich ein Wallace-Film? Nicht so wie man es erwarten würde jedenfalls. Die Regie ist routiniert statt inspiriert und der Hang zum Absurden geht diesem Film völlig ab. Ein Sir John alleine reißt es nicht heraus. Letztendlich atmet der Film weitaus mehr 70er-Krimi-Atmosphäre aus denn Wallace-Stimmung. Was ebenfalls bleibt ist der latente Eindruck eines Fernsehfilms, zu dem neben den Kulissen und Felmy mit seinem Haferkamp-Flair auch das sparsame, etwas antiklimaktische Finale beiträgt. Der Spannungshöhepunkt war letztendlich schon mit den Szenen in der Schlachterei erreicht.

    Aber immerhin gab es eine erkennbare Dramaturgie und mit dem geheimnisvollen Schützen auch einen wirkungsvollen Whodunit-Faktor. Wobei ich bei den Vorzügen des Films angelangt wäre. Die Person, die wirklich immer und spielend Wallace-Stimmung erschaffen kann, ist Werner Peters. Ein grandioser Schauspieler sowohl im Bereich der schurkischen als auch der humorigen Rollen. Seine Reaktionen auf das Auftauchen von Stouts Geliebter sind einfach auf den Punkt und zu köstlich. Da musste ich dieses Mal mehr schmunzeln als bei Sir John, der in diesem Film durchaus auch seine Momente hat. Auch Uschi Glas agiert weder weitaus besser als im Gorilla. Zudem sind durchaus ein paar nette handwerkliche Ideen dabei (z. B. Schnitt von "(...) Anwalt. Unseren Besten!" auf den Scharfschützen) und auch die Musik möchte ich nicht unerwähnt lassen. Vor allem in den Titelscore bin ich ein wenig verliebt. Verträumt-tragisch und gegen Ende sogar noch mit zunehmender Dramatik. Und auch die fließenden Harfenklänge passen sehr gut zur titelgebenden Themse.

    Was ist mir sonst noch aufgefallen? Der Inspektor hätte die Blinddarmnarbe der Themsetoten natürlich direkt kontrollieren müssen. Auch wenn die Dramaturgie dieser Stelle natürlich klar ist: Man will sich den Überraschungseffekt mit der Toten am Telefon nicht kaputt machen und gleichzeitig mit dem falschen Obduktionsergebnis einen Fingerzeig auf Dr. Ellis geben. Also im Sinne der Sache entschuldigt. Ein paar andere "Warums" bleiben jedoch. Warum werden Stout, Wyman und Baxter überhaupt vom Scharfschützen getötet? Mit der klar identifizierten Themsetoten hätte diese ihre Jagd nach einer lebendigen Myrna auch wohl oder übel aufgeben müssen und Dr. Ellis war doch sowieso schon dabei, sich komplett abzusetzen. Theoretisch hätte man nach dem Mord an Donovan auch direkt mit dem Fund der Themsetoten weitermachen können und hätte trotz einer fehlenden Stunde vom eigentlichen Kriminalfall nichts versäumt. Sehr gut möglich, dass man das bei anderen Wallace-Filmen auch machen könnte, aber hier und heute ist mir das zum ersten Mal bewusst aufgefallen, weil ich eben einfach keinen Sinn in diesen Morden sehe.

    Was nach vernünftigen Maßstäben auch keinen Sinn macht ist, dass Myrna nach eine offiziellen Tot-Erklärung bei Danny anruft. Das ist wirklich wider jeglicher Pläne des Schurken und auch jeglicher Vernunft. Da muss Myrnas Sehnsucht nach Danny sehr groß gewesen sein. Konsequent ist das nicht, wenn sie eigentlich komplett untertauchen wollte. Immerhin hat sie ihre Schwester vor ihrem Tod auf diese Weise zumindest noch einmal gesehen. Aber ob es das tatsächlich Wert war?

    Was ich überdies im Sinne der "Wallace-Kontinuität" sehr nett gefunden hätte, wäre die Besetzung von Milton S. Farnborough mit Eddi Arent gewesen. Komödiantische Züge waren bei der Rolle durchaus vorhanden (Running Gag: "Wir sehen uns bestimmt wieder" u. ä.). Das hätte zusammen mit einem wallace-typischeren Inspektor à la Fuchsberger, Drache, Leipnitz, meinetwegen auch Tappert oder auch einem frischen Gesicht in dieser Tradition sicher für eine größere, gefühlsmäßige Nähe zu den klassischen Vorgängern und zu der benötigten Erhöhung des Wallace-Faktors gesorgt.

    Fazit:
    Lieblos ist sicher das falsche Wort für diesen überaus akzeptablen Krimi. Für Wallace-Verhältnisse bleibt er jedoch seltsam ausdruckslos und sachlich.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Georg im Beitrag #19
    Bei Youtube habe ich übrigens den deutschen Vorspann hochgeladen, der ja auf der DVD fehlt. Darin kommt im Gegensatz zu den englischen Credits auch der Name EDGAR WALLACE vor:


    Ich hatte mich schon gewundert, warum bei dem Film nirgendwo der Name Wallace auftaucht, als ich die DVD gesehen habe.

    Zu diesem Film kann ich wieder ein wenig mehr sagen als zu "Das Gesicht im Dunkeln". Ich hatte eigentlich in der letzten Woche schon versucht, den Film zu schauen, aber direkt die erste Szene nach dem Vorspann hatte mich schon wieder abgeschreckt. Heute habe ich mich dann gezwungen.

    Der ganze Film wirkt irgendwie billig und schäbig. Wirkliche Atmosphäre kommt nur in den Englandszenen auf. Dort dann allerdings durchaus auch mit Wallace-Flair. Der Rest wirkt einfach nur wie eine ungelenke Agentenfilmkopie mit ebenso ungelenken Womanizer-Szenen. Eigentlich zum Davonlaufen. Die Effekte haben den Namen nicht verdient. Die Zeitraffer bei den Autofahrten sind dilettantisch und auch Urwaldgeräusche machen aus eine botanischen Garten keine Dschungel.

    Die Musik ist immerhin sehr groovy, auch wenn sie in manchen Szenen zu dudelig daherkommt und wenig spannungsfördernd ist.

    Ebenfalls eine Aufwertung erhält der Film durch das Spiel von Siegfried Schürenberg. Blandine Ebinger spielt auch herrlich bekloppt, während Tappert sich so zurückgenommen zeigt, dass es fast schon an Lustlosigkeit grenzt.

    Was gibt es sonst noch für Auffälligkeiten? Die Gummigelenke aus dem "Rächer" sind zurück. Dieses Mal stürzt Humphrey bei seiner finalen Flucht in meinen Augen ohne Blessuren relativ tief. Auch als Dr. Thorrsen seinen Plan zum Schmuggel des Steins enthüllt, kratzt man sich am Kopf. Im Gips? Bei der Größe des Steins? Der noch dazu eine tödliche Strahlung absondert? Sehr, sehr glaubhaft! Gekrönt wird der Film darüber hinaus noch von äußerst bescheuerten Schlussgag.

    Fazit:
    Schlecht, schlecht, schlecht! Aber immerhin nicht mehr so viel Langeweile wie im Vorgänger.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von patrick im Beitrag #17
    Als ob der besser wäre.



    Pst. Nicht spoilern!

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Film schreiben soll. Alle guten Ansätze und auch alle handwerklichen Fehler versinken in einer einzigen Sache: Langeweile. Der einzige Wallace, bei dem ich beim Angucken noch etwas nebenher gemacht habe.

    Von daher: Next one, please.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #8
    (...) und der neugierige Otto Czarski seien als Wallace-Debütanten besonders lobend hervorgehoben.


    Czarski debütierte bereits in "Die blaue Hand" als Wärter Duck.

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