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  • Grand PrixDatum25.02.2020 06:45
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Vorletzter Platz stimmt, es waren aber mehr als ein Punkt. Und das mit der Ostblock-Schieberei ist auch ein alter Hut, den ESC-Kritiker immer wieder gerne aufs Tableau bringen. Dass jedes Land außer Deutschland in der Muttersprache singt, ist auch Quatsch.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #104
    PS: Schade, dass nach dem sehr geselligen Anfang des Threads nun nur noch wir drei mit an Bord sind. Ich würde mich auch wieder sehr über die sachlichen Urteile von @Count Villain und @brutus freuen!


    Ja, ich weiß, ihr habt mich leider auf halbem Weg verloren. Bis einschließlich Kralle hatte ich mir sogar Notizen gemacht, aber ab da dann auch nicht mehr weitergeschaut und auch hier im Thread nicht mehr mitgelesen. Leider zu viele andere Dinge zu tun im Moment.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #84
    Meinst Du die Rückblende, wo Sexton seinen auf ihn verübten Angriff schildert ? Das fand ich auch ziemlich happig, vielleicht gerade noch vertretbar.


    Ich fand das überhaupt nicht schlecht. Eher im Gegenteil. Das ist ja so gesehen nicht Teil des Handlungsverlaufs, sondern nur die Visualisierung von Sextons Erzählung, nachdem er bereits die Verletzung davongetragen hat. Quasi das, was der "unreliable narrator" in gedruckten Geschichten ist.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #67
    Seltsam, nach den beiden stark propagandistisch gefärbten Vorgängern hat man hier plötzlich Rücksicht auf das deutsche Publikum genommen.


    Das liegt vielleicht daran, dass die deutsche Synchronisation der beiden Vorgängerfilmen bedeutend jüngeren Datums ist. Hätte man den Kriegshintergrund nicht so einfach aus der Folge entfernen können, hätte sie sicher auch noch länger im "Giftschrank" gelegen, um dann allerdings vermutlich ursprungsgetreu synchronisiert zu werden.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #63
    (...) um ihn dort, der Schläfrigkeit Dr. Watsons sei dank, letztendlich an seinen Erzfeind Prof. Moriaty zu verlieren.


    Eigentlich umgekehrt. Der Schläfrigkeit von Watson ist es zu verdanken, dass Tobel seine Erfindung durch Vierteilung schützen konnte. Die Entführung geht auf die Kappe der britischen Regierung, die sich gegen stärkere Sicherheitsmaßnahmen seitens des Yards ausgesprochen hat.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #60
    Obwohl der Film ja noch nicht dran ist -


    Ja, ich weiß, ich bin etwas vorgesprescht. Aber ich hatte gerade die Zeit.

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #60
    Ich finde diese Szene wirklich unverständlich. Nur weil Holmes ein paar Brocken auf Deutsch radebricht, denken die Gestapo-Agenten, er wäre einer der ihren ? Dass der IQ von Leuten, die bei solchen Organisationen arbeiten, nicht unbedingt der höchste ist, glaube ich tatsächlich, aber in dem Falle ist es doch ein bisschen stark. Irgendwie müsste er sich doch wenigstens erkenntlich machen, mit Parole oder so. Mal abgesehen davon, dass diese Operation der SD und nicht die Gestapo hätte vornehmen sollen.


    Zumindest in der deutschen Synchro klang es für mich so, als sei das nicht der erste Kontakt zwischen dem verkleideten Holmes und den Deutschen gewesen. Ich bin immer davon ausgegangen, Holmes hätte sich über längere Zeit bei denen eingeschlichen und wir dann nur Zeuge der letzten Begegnung geworden.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #58
    Ich finde, man sollte sich auch als relativ junger und amüsierter Forenschreiber darüber im Klaren sein, dass Senilität eine Krankheit beschreibt und es nicht angemessen ist, diese mal eben so aus Jux und Dollerei zu unterstellen. Ich bleibe in Bezug auf diese Formulierung sehr dünnhäutig, auch wenn es heute en vogue ist, ältere Menschen zu beschimpfen. Richtig ist aber, dass du zur Ehrenrettung auch konkret auf Watsons hellere Momente hinweist.


    Meinerseits war das nur ein Zitat von Dr. Oberzohn, um diesen Kritikpunkt an der Rolle aufzugreifen. Auch wenn die Entscheidung, sich dafür die plakativste Formulierung herauszusuchen womöglich nicht die beste war.

    Verhängnisvolle Reise

    Hier haben wir einen interessanten Fall von unterschiedlichen Länderfassungen, was ich erstmalig durch das Booklet der Blu-Ray-Edition erfahren habe. Während es in der deutschen Fassung um eine Arznei-, bzw. Giftformel und einen amerikanischen Gangster geht, spielt die englische Originalfassung wie auch die beiden Vorgänger vor dem Kriegshintergrund. Muss ich beizeiten also auch noch anschauen.

    Wie auch im direkten Vorgänger haben wir es abermals mit einem MacGuffin zu tun, hinter dem alle her sind. Dieses Mal wie schlau von Holmes deduziert, der immer auf der Höhe der technischen Entwicklungen ist, in Form eines Streichholzbriefchens, dessen Odyssee durchaus interessant mitzuverfolgen ist. Wiewohl sich der Beginn ohne Holmes etwas zieht. George Zucco tritt spät, aber umso charismatischer auf den Plan. Ein erinnerungswürdiger Schurke, auch wenn er am Schluss durch den Alleingang im Haus des Senators etwas zu einfach zu schnappen ist.

    Holmes hingegen zeigt sich in diesem Film äußerst glücksabhängig. So genial seine Schlussfolgerung auch ist, dass in der Decke Antiquitäten eingeschlagen waren, muss das schließlich nicht zwangsläufig auf ein Geschäft hindeuten. Die Decke könnte sich auch bei einem privaten Sammler befunden haben. Doch wo Glück, da auch Pech, als er sich ausgerechnet vor dem Geheimgang postiert.

    Watson darf derweil den gutmütigen, interessierten Touristen eben und am Ende beweisen, dass er als alter Armeearzt immer noch mit Waffen umgehen kann.

    Was ich an der Folge allerdings am bemerkenswertesten fand, war die musikalische Untermalung, die mich tatsächlich stellenweise an typische Wallace-Musik erinnert hat (z. B. am Anfang beim Übergang von den Zeitungsartikeln zum Radiosprecher, aber auch noch in späteren Stellen). Da fühlte man sich gleich zu Hause!

    Alles in Allem kein absolutes Highlight, aber ein ordentlicher Beitrag zur Serie.

  • Rückblick 2019Datum01.01.2020 03:23
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Oh, und ich muss auch noch dringend etwas ergänzen!

    Selbstverständlich gehört meine Erstsichtung von Der Kommissar, bzw. mein diesbezüglicher Marathon im Januar 2019 auch noch zu den Highlights!

  • Rückblick 2019Datum31.12.2019 12:32
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Ja, von DVD. Mit der zweite Staffel keine Probleme. Dafür hakt es in der ersten Staffel bei einer Folge kurz vor dem Abspann.

  • Rückblick 2019Datum31.12.2019 11:15
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #4


    (...)

    Platz 5: Die Lümmel von der ersten Bank

    (...)

    Platz 4: Sherlock-Holmes-Filme mit Basil Rathbone und Nigel Bruce

    (...)


    Platz 1: Edgar-Wallace-Filme

    (...)



    Diese Serien/Reihen nehme ich auch für dieses Jahr.

    Beim Baskerville-Hund ist es bei mir allerdings die Richardson-Variante, die ich wieder für mich entdeckt habe. Er hat nur zwei Holmes-Filme gedreht, aber irgendwie bin ich durch sie geprägt. Für mich ist Richardson noch knapp vor Rathbone der Holmes und damit auch Wüstenhagen knapp vor Niklaus die Holmes-Stimme.

    Und wo wir schon bei Kindheits-/Jugend-Prägungen bzw. Erinnerungen sind, muss ich für dieses Jahr natürlich noch die Mr.-Moto-Filme mit Peter Lorre ergänzen.

    Neuentdeckungen gab es hingegen nicht so viele. Spontan könnte ich nur sagen, dass ich jetzt endlich auch Die neunschwänzige Katze gesehen und damit die mir bekannten Argentos verdoppelt habe und dass mir die erste Staffel der französischen Agatha-Christie-Serie weitaus besser gefällt als die zweite, in der der Stamm-Cast zunehmend alberner und nerviger wurde. Wobei ich auch mit der ersten Staffel noch nicht komplett durch bin.

    Mein Adelheid und ihre Mörder Marathon wurde jetzt auch durch das gemeinsame Holmes-Gucken unterbrochen.

    So viel zu schauen, so wenig Zeit...

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Die Geheimwaffe

    Moriarty, der Blofeld der Sherlock-Holmes-Filme. Bzw. chronologisch gesehen umgekehrt. Blofeld, der Moriarty der James-Bond-Filme: In jedem Film ein anderes Gesicht.

    Wobei ich sagen muss, dass Atwill mein liebster Rathbone-Moriarty ist. Und noch eine Figur werden wir zukünftig wiedersehen: Inspektor Lestrade, bei dem wir schon in seiner ersten Folge merken, dass er nicht die hellste Leuchte von Scotland Yard ist. Das hoffe ich zumindest für den Yard. Aber rund um Sherlock Holmes wird sich generell wenig mit Ruhm bekleckert. Gerade auch auf Seiten der Regierung (erst den Wunsch nach wenig Bewachung respektieren und dann den Yard verantwortlich machen, wenn Tobel dann doch entführt wird). Da wird eher im Sinne der Geschichte agiert als im Sinne der Logik.

    Wiewohl Watson keine allzu schlechte Figur abgibt. Mit dem Einschlafen vor dem Kamin (und Sichtrichtung natürlich von den Türen weg!) verdient er sich zwar seinen Ruf als "halbseniler Opa" redlich, kann aber wieder Boden gut machen, wenn er das Gewicht der Handwerkskiste bemerkt und auf die "verdrehten" Männchen hinweist.

    Ersteres, bzw. die vorhergehende Konfrontation Moriarty-Holmes ist allerdings ziemlich sinnlos und wirkt eher wie Füllmaterial, um die Laufzeit zu strecken. Die Erkenntnis, dass Moriarty noch lebt, bringt Holmes gar nichts und sein blinder Aktionismus ist auch wenig nachvollziehbar. Anstatt verkleidet auf die Pirsch zu gehen, hätte er sich auch direkt um das durchgedrückte Papier kümmern können. Nicht sehr meisterhaft.

    Unterhalten tut der Film trotzdem. Im Vergleich zum Vorgänger wurden Bedrohung und Thrill zwar zurückgefahren, doch das wird durch die verschiedenen Verkleidungen von Holmes und den höheren Krimi- und Rätselfaktor wieder einigermaßen wettgemacht, so dass ich weiterhin von konstanter Qualität der Serie sprechen würde.

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #56
    Nicht nur die Decodierung der Geheimschrift ist gelungen, auch die Sichtbarmachung dieser auf einem durchgedrückten Schreibblock mittels der modernsten kriminaltechnischen Verfahren ist sehr interessant. Stellt sich nur die Frage, warum die tollen technischen Geräte alle in der Wohnung von Toblers Freundin herumstehen ...


    Könnte es sein, dass du einen geschickten Schnitt übersehen hast? Meiner Meinung nach befinden wir uns bei der Analys in der Wohnung von Holmes und nicht mehr bei Miss Averly.

    Und der Wissenschaftler heißt Tobel. Tobler heißt Frank Morgan in der 1938er-US-Fassung von Kästners "Drei Männer im Schnee".

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #56
    Und ehrlich: Wofür überhaupt sind diese ultragenauen Bombenzielgeräte unbedingt notwendig, da sich die britische Führung ja entschlossen hatte, hauptsächlich die Wohnviertel samt Insassen in Deutschland mit Flächenbombardements zu Klump zu hauen ?


    Ich denke, hier sollte man Fiktion und Realität nicht zu sehr mischen. Sherlock Holmes ist immerhin keine Dokumentation. Und als MacGuffin funktioniert das doch wunderbar.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Die Stimme des Terrors

    Inszenatorisch befinden wir uns wieder im Aufwind. Es geht hier zügiger voran und der Schrecken des Krieges ist allseits spürbar. Selbstverständlich lässt sich der Status des Films als Zeitdokument nicht leugnen, was sich hauptsächlich an einem überdramatisierten (Aufruf zum) Patriotismus niederschlägt. Wirklich störend empfand ich es allerdings nicht. Noch nicht einmal schlechte Alterung kann ich dem Film deshalb vorwerfen, denn "Terror", Anschläge weit jenseits einer Frontlinie, ist schließlich etwas, das uns auch heutzutage - wenn auch in anderer Ausprägung - weiterhin ein Begriff ist.

    Und wo, wenn nicht in der Spionage- (und Sabotage-)Abwehr sollte man einen Sherlock Holmes zu Kriegszeiten hinsetzen? Für mich sehr stimmig. Ein rein eskapistischer Kriminalfilm hätte sicherlich nicht diese Intensität erreicht, die der Film auch heute noch ausstrahlt.

    Mag sein, dass ich den Film mit zu viel Abstand und auf einer eher abstrakteren und/oder dramaturgische Ebene betrachte anstatt wie Dr. Oberzohn eine historische Einordnung vorzunehmen. Aber wo andere Propaganda und Spionagehysterie sehen, sehe ich hauptsächlich einen Ritter (Holmes), der einen größtmöglich gefährlichen Drachen (Invasion) mit größtmöglich gefährlichem Feueratem (Anschläge) aus dem Weg räumt, während die eigentliche Feuerwehr (Kriegsrat) natürlich hilflos zusehen muss*** und das Jungfrauenopfer (Kitty) unvermeidbar ist. Gerade letzteres erzeugt für mich eher die nötige Düsterkeit um die Schrecknisse eines (oder eben des) Krieges wirklich greifbar zu machen als dass ich es als systematische Beeinflussung wahrnehme. Ein Krieg hat kein vollkommenes Happy End, kann es nie haben. Was die Filmemacher bezwecken wollten und inwieweit die Zuschauer Fiktion für bare Münze genommen haben, weiß ich nicht.


    *** Natürlich ein klassisches Element gerade bei Kriminalgeschichten mit Privat- oder Amateurdetektiven in der Hauptrolle. Die Polizei darf nicht zu effektiv sein, um dem Helden sein Spotlight nicht zu nehmen.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Die Abenteuer des Sherlock Holmes

    Leider ein Rückschritt im Vergleich zum Erstling. Es gibt zwar noch sehr viel, das passt (Rathbone, Bruce, das viktorianische Setting), aber leider ebenso viel, das nicht mehr passt. Vor allem der Direktvergleich zu dem Vorgänger tut dem Film nicht gut.

    Die Inszenierung weist mehr Längen auf, die Stadtmenschen überzeugen nicht so sehr wie die schrullige Dorfgemeinschaft, die ich als prägnanter und "liebenswerter" empfand. Überhaupt funktioniert die ganze Prämisse nicht. Dadurch, dass man als Zuschauer weiß, dass der Brandon-Fall nur eine Ablenkung ist und man natürlich davon ausgeht, dass Holmes am Ende selbstverständlich sowohl die junge Frau retten als auch den echten Plan vereiteln kann, wird das ganze zu einer zähen Angelegenheit.

    Moriartys "geniale" Verkleidung (Bart ab), sein genialer Plan (der Professor als sich die Hände selbst schmutzig machender, profaner Dieb ist eindeutig unter dem Niveau eines Napoleons des Verbrechens - da war Trayne im Verrätertor der bessere Moriarty, um mal einen direkten Kronjuwelenvergleich zu ziehen). Warum Lloyd Brandon nicht selbst zur Polizei oder zu Holmes geht, wo er doch so viel Angst hat, bleibt auch ein Geheimnis des Drehbuchautors. Davon, dass bei einer Bola das Erwürgen nicht vor der stumpfen Gewalteinwirkung, sondern beides etwa zeitgleich geschieht, gar nicht erst zu reden.

    Watson degeneriert auch zu einer Mischung aus Maskottchen und Hund, der erst getreten wird ("unverbesserlicher Stümper"), um dann bei der kleinsten Gunstbezeugung (Schulterklopfer) wieder schwanzwedelnd angelaufen zu kommen.

    Nein, also da bin ich trotz aller Wohlfühlfaktoren doch näher an den 3 Punkten dran als an den 4.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #4
    Wenig sinnvoll erscheint das versuchte Revolverattentat am Anfang auf Sir Henry, das von Holmes und Watson gerade so verhindert wird. Warum sollte jemand von langer Hand und um den Verdacht von sich abzulenken die komplizierte Inszenierung eines Fluches in Gang setzen wollen, um dann das Opfer einfach niederzuschießen und damit die ganzen Pläne zunichtemachen ? Da hat man einfach aus Henrys Beschattung durch einen Unbekannten in der Kutsche aus Gründen der Dramatik einen versuchten Mordanschlag gemacht, allerdings auf Kosten der Logik, die man bei einem Sherlock-Holmes-Film doch schon höher ansetzen sollte als bei Edgar Wallace...


    Im Richardson-Hund, den ich jetzt tatsächlich gerade wieder gesehen habe, gibt es einige Dinge, die von Rathbone-Hund übernommen wurden. Neben Holmes' Verkleidung als Zigeuner ist es auch dieses Revolver-Attentat. Im Richardson-Hund ergibt das etwas mehr Sinn, da Sir Henry dort klar sagt, von London aus die Erbschaftsangelegenheit klären zu wollen und danach wieder über den großen Teich zu verschwinden. Stapleton musste den Mord also in London versuchen, weil sich eine Chance im Moor eventuell nicht ergeben hätte.

    Vielleicht hatte der Rathbone-Stapleton dieselbe Befürchtung. Zumal er die Fluch-Geschichte auch nicht extra für Sir Henry ins Leben gerufen hat. Er hatte sich den Fluch zunutze gemacht, da der herzkranke Sir Charles Angst vor dem Hund hatte. Und seiner Angst durch etwas Nachhilfe von Stapleton schließlich auch erlag.

    So viel von der Countschen Logikpolizei zur Ehrenrettung.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    So, der Weihnachtsmann hat geliefert.

    Der Hund von Baskerville

    Ich kann mich den lobenden Rezensionen nur anschließen. Klasse Atmosphäre, ein überzeugender, stilsicherer, beinahe schon erhabener Holmes, ein kluger, zupackender Watson, eine zwar kurz aber interessant gezeichnete Dorfgemeinschaft und ein Hund, der auch ohne Schnickschnack bedrohlich wirkt.

    Fazit: Sicherlich nach wie vor eine der besten Verfilmungen vom Hund, die sehr gut den Spagat zwischen Bedrohlichkeit und Wohlfühlkrimi schafft.

    Und jetzt muss ich doch dringend die Richardson-Version auch noch mal wiedersehen.

  • TV-Termine im DezemberDatum24.12.2019 22:53
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #2
    RTL Nitro haut an Heiligabend und dem 1. Weihnachtstag vor und nach den Wallace-Filmen einige der Rathbone-Holmes-Klassiker raus:


    Aber auch etwas Neueres wird rausgehauen:

    26.12., 20:15 Uhr, Und dann gabs keines mehr (Teil 1) (GB 2015)
    26.12., 22:00 Uhr, Und dann gabs keines mehr (Teil 2) (GB 2015)

    Für alle, die bisher die englische Fassung scheuten, sicher einen Blick wert.

    Auch wenn weiterhin nichts über die russische Version geht.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #21
    Und außerdem, wir alle agieren auch nicht immer logisch im Leben. Sind ja keine Maschinen.


    Wobei letzteres gerade bei Sherlock Holmes regelmäßig bezweifelt wird.

  • TV-Termine im DezemberDatum17.12.2019 15:14
    Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Havi17 im Beitrag #4
    "Abenteuer im Schloß" ist nicht auf dem DVD-Pack ?!


    Meines Wissens gibt es auch nur die Folge "Gespenster im Schloss" und nicht "Abenteuer im Schloss". Da hat sich brutus vertippt.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #19
    Leider merkt man recht deutlich, dass der Film nachträglich noch umgeschnitten sein soll, denn ein Ausbund an Holmes`scher Logik ist er tatsächlich nicht.


    Die Logikpolizei ist zurück! Ich freue mich!

    Das hatte ich seit dem Wallace der Woche schon irgendwie vermisst.

  • Foren-Beitrag von Count Villain im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #14
    Gestern endlich gesehen, ich hänge ein wenig hinterher.


    Ich hänge auch hinterher. Aber auf dem Weihnachtswunschzettel ist die Komplettbox schon drauf.

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