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  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum16.08.2015 15:00
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Wenn Shirley Temple "Heidi" spielen konnte, warum dann nicht auch das! Wird aber nie so wie bei Elsbeth Sigmund...

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum16.08.2015 14:23
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Nik Xhelilaj ?

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum16.08.2015 13:30
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Man hat doch berichtet, dass man bei Winnetou einen Schauspieler mit "entsprechendem Hintergrund" verpflichten will. Eine Ähnlichkeit zu Pierre Brice scheint da jetzt schon auszureichen...

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum15.08.2015 16:48
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Winnetou wird ein Mexikaner spielen.

    Seine Schwester verkörpert ja auch eine Mexikanerin!

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Klar, die Derbys gehen an Darmstadt!

    Wissenschaft-Koeppe schlagen immer Wirtschafts-Koeppe!

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Viel Erfolg! Auch wenn es vielleicht nur der Klassenerhalt in der 2. Liga in 2017 wird.

    Druecke den Hessen-Koeppen aber auch fuer diese Saison schon die Daumen...

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Trotz allem: Heute ist Kelo Hendersons 92. Geburtstag! Donnerpfeil ist noch unter uns. Wahrscheinlich der älteste noch lebende Schauspieler aus einem Karl-May-Film (etwas vor Gustavo Rojo).

    Kelo ist ein guter Freund und ich wünsche ihm heute alles Gute zu seinem Ehrentag!!! Happy Birthday, Kelo!!!

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Natürlich hinkte die Produktion wegen des Drehbuch-Flickenteppich und den Produktionsbedingungen.

    Barkers Part gibt halt weniger her als die "Schmetterhand". Eine schöne Namensfindung gelang für Ralf Wolter mit dem Namen "Andreas Hasenpfeffer", ist halt typisch deutscher Humor für die Sixties. Der Dialekt passt für Wolter ebenfalls weniger. Gerard Barray gibt einen ordentlich fiesen Adligen. Sehr gut ist Michele Girardon. Gegenüber ihr fallen die beiden anderen Frauenrollen doch ab, obwohl auch die Panaro und Lorca hübsche Mädels für das wilde Mexiko sind. Rik Battaglia gibt einen glänzenden Verdoja. Kelo Hendersons Part ist einfach zu bedeutungslos angelegt, ansonsten ist er ein echter Westerner! Gustavo Rojo spielt den Potoca glänzend. Fausto Tozzi hat indes nichts mit Benito Juarez gemein. Die Indianer sind ganz tölpelhaft in Szene gesetzt.

    Negativer Höhepunkt in dieser Produktion ist aber die stellenweise falsch herum gehißte Flagge Mexikos. Kein Wunder, dass der Film in Mexiko nicht zu Ende gezeigt werden konnte.-)

    Das ist ein Karl-May-Fantasie-Mexiko. Halletz Musik ist streckenweise beachtlich und verleiht ein bisschen Atmosphäre.

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Die beiden Azteken-Filme bieten allerdings eine internationale Besetzung (und damit entsprechendes Flair), wie es bis dato kein anderer Karl-May-Film vermochte auszustrahlen.

    Auch gilt, was jetzt für die Winnetou-Neuverfilmung gilt: Mexiko als Drehort ist einfach unschlagbar!

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum25.07.2015 17:54
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Ich werde sie warnen, damit sie vorsichtig ist.

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum24.07.2015 16:37
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    In Natura sieht sie noch huebscher aus!

  • Winnetou (RTL-Dreiteiler 2016)Datum23.07.2015 18:16
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Nachdem Winnetous Schwester nun wohl von einer Mexikanerin gespielt wird... Dann sollte Winnetou doch auch Mexikaner sein.

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Ah, ok.

  • Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    DER SCHUT - In Memoriam zu Pierre Brice... wo spielt er denn da mit?

  • George Nader wird FBI Man Jerry CottonDatum27.06.2015 15:08
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    George Nader freut sich indes über seinen riesigen Erfolg. In einer BRAVO-Telefonaktion 1968 äußert er sich zu seiner Dauerrolle: „Ich bin altmodisch. Sehr altmodisch sogar. Ich möchte lieber einen guten Einfluss ausüben – und Jerry Cotton bleiben.“
    Mit Datum vom 29. Mai 1968 schildert Nader wieder seinem Freund Andrew Marton, diesmal aus Rom, seine neuesten Erlebnisse aus Europa: „...ich bin froh, sagen zu können, dass alles hier sehr gut läuft – nichts besonders Schöpferisches, aber die Arbeit ist beständig und das Geld (um es grob auszudrücken) ist exzellent. Neben drei ,freien‘ Filmen habe ich in Deutschland an einer Filmserie basierend auf den Abenteuern eines FBI-Agenten mit dem unwahrscheinlichen Namen Jerry Cotton gearbeitet. Die kleinen Taschenhefte, von denen die Geschichten stammen, sind jetzt schon seit über zehn Jahren in Deutschland sehr populär und wurden in fast jede Sprache außer Englisch übersetzt – was nicht verwundert, da Jerry und seine Freunde nicht sehr wahrheitsgetreu unserem amerikanischen Image des FBI, sondern eher der Cagney/Widmark/Robinson-Schule von Cops und Räubern entsprechen – aber das ist nicht schlecht, oder? Jedenfalls haben wir den siebten Film der Serie in den letzten April-Tagen beendet – und der achte und neunte sind direkt nacheinander geplant, ab der letzten Woche im August. Die COTTON-Filme sind alle in Deutschland gedreht – hauptsächlich im Studio Hamburg oder in den alten UFA Tempelhof-Studios, einige Szenen haben wir auch in den Bavaria-Studios bei München gemacht... Und meine ,anderen‘ Filme wurden jeweils in Hong Kong, Spanien und Ceylon gedreht... so hatte ich Gelegenheit, viel zu reisen und mir dabei auch einige Sehenswürdigkeiten anzusehen. Bei dem letzten COTTON habe ich mir einen Mercedes 280 SE Sedan gekauft, und bin mit Mark und Phil von Berlin aus zurück gefahren – wir haben es langsam angehen lassen, mit Stops unterwegs in München, Innsbruck, Salzburg, Venedig und Florenz – eine wunderbare Jahreszeit dafür. Frühling überall...“. Am 13. August 1968 heißt es noch einmal aus Rom: „... Der zweite Jerry-Cotton-Film startete hier in Roms Umgebung letzte Woche mit dem italienischen Titel: QUELLA SPORCA STORIA DI JOE CILENTO – was mich noch immer bewegt, wenn ich daran denke. Aber der Hausdiener hat ihn sich angeschaut und kam völlig begeistert zurück. Seine Augen rollten wie Murmeln auf einem Teller – er sagte, er fand den Film furchtbar aufregend etc. etc. etc., und dass das Publikum ihn toll fand. So würde eine Rose mit einem anderen Duft... oder wie das heißt... Während eines kürzlichen München-Aufenthaltes für eine Konferenz mit Constantins Dr. Barthel über den nächsten Jerry (den achten!), machte ich ein paar Tage frei und besuchte noch Maximilian Schells neue Produktion des HAMLET...“.
    1969 ist Schluss mit den Cotton-Filmen. Der Geschmack des Publikums hat sich „härteren Stoffen“ zugewendet. George Nader geht wieder zurück in die U.S.A. Aber außer einigen Arbeiten für das Fernsehen gibt es für ihn nichts mehr an Rollen. Wie bei vielen anderen Stars des Kinos vergangener Jahre endet auch seine Karriere viel zu schnell. 80-jährig stirbt George Nader 2002 in seiner kalifornischen Heimat. Kurz zuvor war der unvergessene Jerry-Cotton-Darsteller im April 2000 noch einmal nach Deutschland gekommen und von seinen Fans bei einer Gala stürmisch gefeiert worden.
    Damit endet diese kleine Betrachtung von Jerry Cotton George Nader mit zeitgenössischem Blickwinkel aus Sicht der Presse und des Hauptdarstellers.

    Mein Dank für die Unterstützung gilt der Library der Academy of Motion Picture Arts and Science, Los Angeles, und dem Deutschen Film-Institut, Frankfurt.

    Text: Reiner Boller (2015)

  • George Nader wird FBI Man Jerry CottonDatum25.06.2015 20:51
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Schon Dreharbeitenberichte zeigen, dass der neue Mann im Blickpunkt steht. Im Film-Echo 1965 ist in der Rubrik „Besuch bei Dreharbeiten“ zu lesen: „... Im Mittelpunkt steht der Amerikaner George Nader als Jerry Cotton. Er und sein Freund Phil Decker, verkörpert von Heinz Weiss, erhalten vom FBI einen Sonderauftrag. Es gilt, eine Raubmörderbande zu fangen. Sie haben keine leichte Aufgabe, denn über die Gangsterbande ist nicht viel bekannt. Lediglich über zwei Frauen erhalten sie gewisse Hinweise. So muss sich Jerry Cotton, als Vagabund verkleidet, selbst auf die Suche machen... Im Atelier beeindruckt die souveräne Ruhe des Schauspielers aus Amerika, George Nader, und die seiner französischen Kollegin, Sylvia Pascal.“ Ein Reporter namens Joachim Hannen berichtet in Artikeln, die in mehreren Zeitungen erscheinen: „... Für die Filmleute lag die Schwierigkeit des Unternehmens in der Besetzung des G-Mann Jerry Cotton. Schließlich wird er in den Romanvorlagen nie genau beschrieben, um der Phantasie der Leser (und Leserinnen!) einen breiten Raum zu lassen, denn nicht wenige Cotton-Anhänger glauben, der G-Mann aus der Retorte lebe wirklich und schreibe die Memoiren seines abenteuerlichen Detektivlebens in Groschenromanen. Mit Argusaugen wachte also der Verlag darüber, dass sein millionenschweres Idol im Film nicht verzeichnet wurde. Jerry ist auch auf der Leinwand wie weiland Old Shatterhand ein Fanatiker der Gerechtigkeit und steht immer auf Seiten der Bedrohten... In dem Amerikaner George Nader... glauben die Hersteller den idealen Jerry Cotton gefunden zu haben. In den Hamburger Ateliers ist man von der Liebenswürdigkeit und der Einsatzbereitschaft des sportlichen Hollywood-Stars begeistert, der ,immer da ist, wenn er gebraucht wird‘ und keinerlei Allüren hat. ,Seine Einsatzbereitschaft verrät harte amerikanische Schule‘, sagt Fritz Umgelter...“.
    SCHÜSSE AUS DEM GEIGENKASTEN ist Nader-Cottons erster Streich. In Deutschland geht Cotton in Serie. Auf internationaler Bühne erwischt es Jerry Cotton aber wie Kommissar X.
    Das britische Monthly Film Bulletin (Vol. 33 Nr. 393 Oktober 1966) hat sich auch den FBI-Mann angeschaut: „...Stereotyper ,Geheimagent‘-Thriller von der Sorte, die Hollywood vor fünfzehn bis zwanzig Jahren am Fließband produziert hat. Mit vorhersehbarer Gründlichkeit haben die deutschen Produzenten – mit nur einer Ausnahme – sichergestellt, dass die amerikanischen Schauplätze überzeugen. Die Ausnahme ist der kleine Flüchtigkeitsfehler in der amerikanischen Schreibweise von ,Hafen‘. Auch stellt sich die Frage bei der weiteren Besetzung, da viele Nebendarsteller ganz offensichtlich wie Deutsche aussehen. Die Action ist flott und routiniert, dennoch wirkt diese sklavische Befolgung des Schemas irgendwie banal.“
    Das deutsche Publikum folgt dem FBI-Mann aber. Es verfolgt über mehrere Jahre seine Fälle, die mit Titeln wie MORDNACHT IN MANHATTAN (1965), UM NULL UHR SCHNAPPT DIE FALLE ZU (1966), DIE RECHNUNG – EISKALT SERVIERT (1966), DER MÖRDERCLUB VON BROOKLYN (1967), DYNAMIT IN GRÜNER SEIDE (1968), DER TOD IM ROTEN JAGUAR (1968) und TODESSCHÜSSE AM BROADWAY (1969) daherkommen. Erst die letzten vier Filme werden in Farbe gedreht. Das bekommt den harten Krimis im Stile von Hollywoods Fünfziger-Jahre-Krimis aber keineswegs. Im Gegensatz zu Kommissar X wirkt Jerry Cotton in der Farbwelt doch wie ein Relikt aus früheren Tagen...

    FORTSETZUNG FOLGT

    Text: Reiner Boller (2015)

  • George Nader wird FBI Man Jerry CottonDatum23.06.2015 20:05
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    Erste Jerry-Cotton-Eindrücke verfasst Nader in einem Brief vom Freitag, 5. März 1965, aus Hamburg: „Dear Bundy... gestern habe ich die ersten 47 fertig geschnittenen Minuten davon gesehen und fand sie sehr gelungen. Alles ist von einem großartigen Kerl namens Benitz schön gefilmt und die Kampfszenen wurden von Phillip Guegan ,choreografiert‘, dem ausgesprochen hässlichen Franzosen mit dem Herz aus Gold, der gewöhnlich alle die Eddie-Constantine-Stoffe gemacht hat – dadurch es ist ein wirklich action-geladener Thriller geworden. Und obwohl ich zugeben muss, dass ich, bevor ich hierher kam, nie von ihm gehört hatte, ist dieser Jerry-Cotton-Typ auf dem Kontinent sehr populär – und ich bin froh, dass wir ihm mit diesem ersten Film einen tollen Einstieg geben. Ich habe für vier Filme unterschrieben, und der nächste startet im Juli. Im Augenblick steckt die Produktion in einem kleinen Dilemma: am zweiten Tag der großen finalen Kampfszenen gab es einen plötzlichen Wetterwechsel, so dass aus hellem Sonnenschein und trockenem Untergrund nun bleigrauer Himmel mit fast 15 Zentimeter festgefahrenem Schnee geworden ist. Sie wissen nicht, ob sie warten sollen, bis er wieder weggeschmolzen ist, es mit Schnee nochmals drehen und hoffen, dass er lange genug anhält, bis die Außenarbeit abgeschlossen ist, oder was sie sonst tun sollen. Da in den bisherigen zehn Jahren alle Jerry Cottons in der Ich-Form geschrieben wurden, habe ich von Beginn an mit ihnen darüber diskutiert, dass dies nach einem Off-Kommentar von Jerry verlangt – was auch ihre Synchronisation sehr vereinfachen würde – und jetzt beginnen sie vielleicht darauf zu hören... Ich will diesen Brief noch zur Post bringen, bevor ich mich beeilen muss, um mein Flugzeug für einen Wochenendtrip nach Berlin zu erreichen. Ich war noch nie dort und freue mich sehr darauf. Wenn es Neuigkeiten gibt, schreibe ich Dir wieder. Wetter hin oder her, der Film sollte in einigen Wochen fertig sein. Dann gehe ich für den Filmtrailer nach München – und dann weiter nach Rom, wo ich mir ein Apartment suche, das dort zur Operationsbasis für mich werden soll...“. Also, auch im wirklichen Leben ist George Nader begeistert von der Filmrolle. Wie etwas später Tony Kendall packt er die Möglichkeit beim Schopf und avanciert zum Star einer Reihe von Filmen. SCHÜSSE AUS DEM GEIGENKASTEN gerät zu einem großen Erfolg. Das deutsche Publikum ist begeistert von dem neuen US-Darsteller im heimischen Film (nach „Schmetterhand“ Lex Barker)...

    FORTSETZUNG FOLGT

    Text: Reiner Boller (2015)

  • Helmuth Lohner gestorbenDatum23.06.2015 19:25
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    In Erinnerung bleiben schöne Rollen eines guten Schauspielers... der Franz aus den SALZBURGER GESCHICHTEN (1957), natürlich der Felix aus DAS WIRTSHAUS IM SPESSART (1958), der Graf neben Romy Schneider in DIE SCHÖNE LÜGNERIN (1959), der Prinz in Fritz Umgelters TV-MÜNCHHAUSEN (1966) - Pidax vielleicht bitte einmal übernehmen! -, der treffliche Till Eulenspiegel aus der gleichnamigen TV-Serie (1967) usw.

    RIP

  • George Nader wird FBI Man Jerry CottonDatum20.06.2015 18:15
    Foren-Beitrag von Tarzan im Thema

    George Nader ist von Anfang an mit Begeisterung bei der Filmarbeit. Die Dreharbeiten im Februar und März 1965 finden in Hamburg und Umgebung sowie im Studio Hamburg in Hamburg-Wandsbek statt. Dem Publikum und den vielen Fans von Jerry Cotton stellt sich der US-Amerikaner in Presseberichten vor dem Filmstart am 6. Mai 1965 vor: „Ich muss Ihnen etwas gestehen: als mich die deutschen Filmleute erstmals fragten, ob ich Jerry Cotton werden wollte, ahnte ich gar nicht, welches große Los ich da ziehen könnte. Ich ging damals sogar ein bisschen unfreundlich mit Jerry um, denn ich kannte ihn nicht. Der FBI-Agent Cotton ist – wie Sie sicher wissen – das Geschöpf eines deutschen Autorenteams, und so war mir der Bursche noch nie begegnet. Aber je mehr ich von ihm erfuhr, vor allem, als ich ihn während der Dreharbeiten selbst spielte, um so sympathischer wurde mir Jerry Cotton; weil er im Grunde ein ganz normaler Zeitgenosse ist, der in seinem Beruf Erfolg hat – ohne alle Zauberkunststücke, nur durch Intelligenz und Fleiß.“
    Über die Filmarbeit ist weiter von Nader zu lesen: „... Deshalb finde ich den Constantin-Vertrag auch sehr fair, der mir gestattet, zwischen den einzelnen Jerry-Cotton-Filmen andere Rollen anzunehmen, sofern es sich um anständige Typen handelt. Natürlich kann ich künftig als ehrenwerter FBI-Mann nicht zwischendurch mit einem Gastspiel als Galgenvogel meinen Ruf verderben... Regisseur Fritz Umgelter hat den Ruf, ein guter und ehrgeiziger Mann zu sein. Ehrgeizig – das merkte jeder beim Drehen, bedeutet, dass er hart arbeitet, darüber war ich sehr froh.“ Soweit die öffentlichen Kommentare des Jerry-Cotton-Darstellers.
    Wie aber äußert sich der US-Amerikaner gegenüber Landsleuten wirklich zu der neuen Filmrolle? Einem guten Bekannten, dem Regisseur und Produzenten Andrew Marton (KÖNIG SALOMONS DIAMANTEN, 1950), schildert Nader über Jahre von seinen in Europa gemachten Erfahrungen...

    FORTSETZUNG FOLGT


    Text: Reiner Boller (2015)

  • George Nader wird FBI Man Jerry CottonDatum18.06.2015 20:37
    Thema von Tarzan im Forum Film- und Fernsehklass...

    „Die Rolle des Jerry Cotton würde ich nicht so gern spielen“, zwinkert Kommissar X Jo Walker (Tony Kendall) in einem Interview mit der Jugendzeitschrift BRAVO im Jahr 1969. „Für Jerry sind Mädchen tabu. Als Kommissar X steht für mich immer ein hübscher Flirt im Drehbuch!“
    Groschenheftheld Kommissar X aus dem Pabel-Verlag wurde bekanntlich das Gegenstück zu Jerry Cotton vom Bastei-Verlag.

    Die FBI-Serie spielt in New York City und anderen Schauplätzen in aller Welt. Privatdetektiv Jo Walker ist ein US-Amerikaner, wird auf der Leinwand jedoch von einem Italiener verkörpert. G-Man Jerry Cotton ist laut literarischer Vorlage ebenfalls ein waschechter US-amerikanischer Charakter, dessen Heimat auch New York ist. Für die Darstellung von Jerry Cotton ab Mitte der sechziger Jahre entscheiden sich die deutschen Filmemacher für den US-Amerikaner George Nader. Andere Besetzungsvorschläge für die Rolle sind bislang nicht bekannt. Die fiktionale Figur des Jeremias Cotton, wie er laut Geburtsurkunde heißt, wird in der literarischen Vorlage nur vage beschrieben. So ist die Einführung Naders problemlos. Bis heute prägt er das Bild des FBI-Mannes. George Nader stammt allerdings genauso wenig aus New York City wie Kommissar X Tony Kendall.

    Naders Wiege steht 1921 im kalifornischen Pasadena. Über Theaterstücke kommt er zum Filmgeschäft. Nach einigen kleineren Produktionen bringt ihm ein Vertrag beim Filmstudio Universal den Durchbruch. Geschult in Universals Starfabrik gelingt es dem gutaussehenden Akteur, einige Rollen zu ergattern. Für seinen Part in dem Western FOUR GUNS TO THE BORDER (Die Nacht der Rache, 1954) erhält er 1955 den Golden Globe als „Bester Nachwuchsdarsteller“. Nach einigen weiteren ordentlichen Filmen, darunter der Kriegsfilm AWAY ALL BOATS (Klar Schiff zum Gefecht, 1956), stockt Naders Karriere, wie viele andere, in den U.S.A. Es folgen einige mittelmäßig erfolgreiche Fernsehrollen. Private Schwierigkeiten zwingen George Nader, 1962 nach Europa zu wechseln. Der deutsche Film entdeckt ihn 1965 als Jerry Cotton, der die Rolle seines Lebens für Nader wird. Zusammen mit seinen deutschen Kollegen Heinz Weiss (als sein Partner Phil Decker) und Richard Münch (als ihr Chef Mr. High) bildet er das Erfolgsteam in einer ganzen Reihe von Filmen. In insgesamt acht Produktionen entwickelt George Nader das Image des sauberen FBI-Mannes, der für Recht und Ordnung steht.

    Erster Filmfall für Cotton wird SCHÜSSE AUS DEM GEIGENKASTEN. Bereits Ende 1964 steht Nader als Titelheld fest. Erich Kocian schreibt am 5. Dezember 1964 in der Münchner AZ unter der Überschrift „Ein neuer Superheld des deutschen Films: Jerry Cotton kommt“: „... Regisseur Fritz Umgelter beginnt im kommenden Januar in Hamburg und New York mit den Aufnahmen zum ersten Film aus der Jerry-Cotton-Serie. Der im Augenblick aussichtsreichste Kandidat auf die Hauptrolle des FBI-Agenten Jerry Cotton ist der amerikanische Film- und Fernsehstar George Nader.... Um einen geeigneten Film-Jerry-Cotton zu finden, suchten Constantin-Leute in Rom, Prag, in Deutschland und Amerika seit etwa acht Monaten nach einem Mann, um die 30, groß, schlank, kräftig, mit sympathischem Gesicht... All das fand man, wie gesagt, an dem Amerikaner George Nader. Acht Phil-Decker-Anwärter ,siebte‘ man bei recht harten und zum Teil sogar blutigen Probeaufnahmen in einem Baden-Badener Filmstudio aus 20 Kandidaten heraus. Meinte einer der Mimen (unter denen sogar solche von Staatsbühnen waren): ,Das war ja eine Schauspieler-Notschlachtung‘.“

    Die Constantin-Scouts hatten folgendes Raster bei ihrer Jerry-Cotton-Suche: „Ein Mann, Mitte dreißig, groß, schlank, kräftig, der nicht nur ein guter Schauspieler, sondern auch im Schießen, Boxen, Jiu-Jitsu, Autofahren, Fliegen, Tauchen und Fallschirmspringen fit ist und die Aufmerksamkeit des weiblichen Geschlechts zu erregen vermag.“ George Nader zählt bei Drehbeginn allerdings 43 Lenze. Trotzdem macht er das Rennen, da kein anderer (bezahlbarer) Schauspieler (aus Übersee) annähernd an ihn herankommt...

    FORTSETZUNG FOLGT


    Text: Reiner Boller (2015)

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