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  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum04.05.2012 10:57
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Mr Keeney im Beitrag #45
    In der vermaledeiten professionellen Filmkritik wird diese Meinung zur Qualitätssteigerung vor allem in der Farbphase ja weniger geteilt, da lauten die Meinungen eher diametral entgegengesetzt. Aber als Wallace-Fans wissen wir dies ja für uns richtig einzuordnen ...

    Die seriöse Filmkritik hatte für Trivialfilme - ob nun Wallace / Cotton / Karl May usw. - ja nie viel übrig, was aus deren Blickwinkel aber auch nicht verwunderlich ist. Hier mal eine kleine Auswahl zu den Cotton-Filmen:

    "Schüsse aus dem Geigenkasten":
    • Film-Dienst: "Weitgehend spannende Kriminalunterhaltung mit den üblichen Unwahrscheinlichkeiten und Übertreibungen."
    • Heyne Filmlexikon, 1996: "Jerry Cottons erstes Kinoabenteuer, in dem der FBI-Agent der gleichnamigen Groschenhefte ein Dutzend Gangster im Alleingang liquidiert. Unfreiwillig komisch und von prüder Moral."
    • Evangelischer Filmbeobachter: "Cotton-Fall Nr. 1 leidet vor allem unter seiner unzureichenden Gestaltung und bietet nur mäßige Spannung."
    "Mordnacht in Manhattan":
    • Film-Dienst: "Wenig sorgfältig gefertigter, aber hinreichend spannender Polizeifilm."
    • Heyne Filmlexikon, 1996: "Handwerklich leider ungenügend."
    "Um Null Uhr schnappt die Falle zu":
    • Film-Dienst: "Trotz inszenatorischer Schwächen ein leidlich spannendes Agentenabenteuer um die populäre Groschenheftgestalt. Voller Unwahrscheinlichkeiten, aber geschickt in der Abwandlung der üblichen Agentenfilm-Klischees."
    "Die Rechnung – eiskalt serviert":
    • Heyne Filmlexikon, 1996: "Unfreiwillig komisch durch die handwerklichen Schwächen."
    "Der Mörderclub von Brooklyn":
    • Lexikon des internationalen Films: "Streckenweise unwahrscheinliches Kriminalabenteuer mit nur äußerer Spannung."
    • SZ: "Mit lächerlichen Rückprojektionsaufnahmen und Shock Shots von New York versucht man deutschen Zuschauern (im Ausland dürfte ein derartiges Machwerk ohnehin unverkäuflich sein) vorzumachen der Film spielte in New York. Wenn man schon Geld ausgibt um einem Film zu machen, sollte man wenigstens versuchen soviel auszugeben, dass der Film an Ort und Stelle gedreht werden kann."
    • Lübecker Nachrichten: "Krimikenner werden über die Entlarvung des Mannes im Hintergrund nicht erstaunt sein, aber trotzdem bleiben Spannung und Zweifel bis zum furiosen Schluß."
    "Dynamit in grüner Seide":
    • Lexikon des internationalen Films: "Spannender, in einigen technischen Einzelheiten unwahrscheinlicher Krimi."
    • Filmecho/Filmwoche: "Inszeniert ist das handfest und bieder, als Krimihausmannskost für den täglichen Gebrauch. Hier wird niemand enttäuscht, aber auch niemand aus der Fassung gebracht, denn diese Art von Thriller-Dramaturgie ist allzu gut bekannt."
    "Der Tod im roten Jaguar":
    • Lexikon des internationalen Films: "Wenig einfallsreiches Kriminalabenteuer nach bekannten Mustern, immerhin flüssig und unterhaltsam als wirklichkeitsferne Kintopp-Kost abgespult."
    "Todesschüsse am Broadway":
    • Film-Dienst: "Schablonenhaft inszenierter Serienkrimi mit einigen unnötigen Härten."
    Klingt alles nicht sehr berauschend - aber man sollte sich als Zuschauer immer selbst ein Bild machen ... und da gebe ich Dir völlig Recht: "als Wallace-Fans wissen wir dies ja für uns richtig einzuordnen"!

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum04.05.2012 09:13
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Prisma im Beitrag #41
    Für mich persönlich wurde die Reihe eigentlich mit jedem folgenden Beitrag besser.

    Ist zwar immer Geschmackssache und handwerklich solide gefertigt (mal mehr, mal weniger) sind die acht Filme ja alle. Allerdings muss ich vom persönlichen Unterhaltungsfaktor (sozusagen vom Bauchgefühl) auch sagen, dass ich deine Aussage - mit kleinen Abstrichen - so unterschreiben würde. Lediglich bei "Um Null Uhr schnappt die Falle zu" gibt's für mich eine 'Delle', da ich "Mordnacht in Manhattan" besser fand, und bei "Dynamit in grüner Seide" geht es mir im Vergleich zu "Der Mörderclub von Brooklyn" ähnlich. Ansonsten merkt man bei der Cotton-Serie - 8 Filme in 3 Jahren war damals und heute ja erst recht eine schier unglaubliche Schlagzahl - recht extrem, wie schnell sich der Publikumsgeschmack veränderte und die Produzenten das 'Prinzip Cotton' daran anpassten: war "Schüsse aus dem Geigenkasten" noch ein recht nüchtern erzählter, dank Umgelter auch fast theater-/kammerspielgefertigter Krimi und hatten "Mordnacht in Manhattan" und "Um Null Uhr schnappt die Falle zu" durch Philipp noch eine starke Ausprägung des semi-documentary-Style, gewann mit "Die Rechnung - eiskalt serviert" die zunehmende Actionorientiertheit die Oberhand. "Der Mörderclub von Brooklyn" ist für mich dann die perfekte Verbindung zwischen Action, Krimi und dokumentarischem Charakter, und die Reinl-Filme sind - was den Unterhaltungsfaktor und die gradlinige Action betrifft - dann das pure Fest. Die sind bis heute richtig unterhaltend.
    Zitat von brutus im Beitrag #43
    Wobei, wenn ich mir die Titelliste so ansehe, kommt mir der Verdacht, der Redakteur hat sich den jeweiligen Romantitel ausgedacht, noch bevor er das Manuskript des Romans gelesen hat. Die Titel ähneln sich irgendwie alle (was sicherlich gewollt war), manchmal mag es auch einen Bezug zum Inhalt geben, häufig aber wohl nicht.

    Wobei gerade die ähnlichen und reißerischen Titel der Cotton-Filme irgendwie Unterhaltungsfaktor haben. Allerdings treffen Deine Ausführungen genau das Prozedere, was sich ja bis heute im Groschenheftbereich nicht bzw. fast nicht verändert hat.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum03.05.2012 22:26
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #39
    Immerhin hat man sich bezüglich der Titelgestaltung zumindest teilweise bei den Original-Romantiteln bedient.

    Die Titel standen wohl meist vorher fest und wurden in starker Absprache mit Bastei festgelegt. Der Titel für Fall Nr. 1 "Schüsse aus dem Geigenkasten" war bereits 'gekauft', bevor auch nur eine Zeile des Hurdalek-Drehbuches existierte. Bei den von Dir genannten Romanen griff man dann wohl lediglich die Titel auf und ließ dazu neue Drehbücher schreiben, in der Hoffnung dass dann Titel und Geschichte noch zueinander passten.

    Dass das nicht immer gelang, stellte man bei Fall Nr. 2 fest, der als "Der heulende Tod" angekündigt war - letzlich konnte man dem Reinecker-Drehbuch den annoncierten Titel aber nicht mehr anheften und so benannte man die Story in "Mordnacht in Manhattan" um. Dieser Titel war allerdings schon für das Nachmann-Treatment von Fall 3 vorgesehen, das man dann über den zwischenzeitlichen Titel "Wir griffen in ein Wespennest" schließlich in "Um Null Uhr schnappt die Falle zu" änderte.

    Das Originaldrehbuch für Fall Nr. 6 trug ursprünglich auch den Titel "Dynamit in roter Seide" - da jedoch der Nachfolger dieselbe 'Farbe' hatte und "Der Tod im roten Jaguar" ein originaler Romantitel war, änderte man Fall Nr. 6 dann in "Dynamit in grüner Seide".

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum03.05.2012 21:51
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Für "Fall Nr. 3 - Um Null Uhr schnappt die Falle zu" entwickelte Kurt Nachmann sein Treatment fußend auf dem originalen Jerry-Cotton-Taschenbuch Nr. 15 "Der Erbamungslose". Alle anderen Drehbücher sind - ähnlich wie bei den Dr.-Mabuse-Filmen und den späteren Wallace-Streifen - komplett neu geskriptete Filmstorys lediglich 'im Geiste Jerry Cottons'; dass die Inhalte der Groschenhefte selbst gestreckt keinen 90-Minuten-Film füllen würden, war den Verantwortlichen schon ganz zu Beginn klar.

    In allen Titelvorspännen steht zwar immer 'Drehbuch: ... nach einem Roman aus dem Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe', aber das ist eher gute Verlagswerbung als wirklich zutreffend. Die Drehbücher kamen jeweils von Georg Hurdalek (Fall 1 & Fall 4), Alex Berg alias Herbert Reinecker (Fall 2, Fall 5 & Fall 7), Kurt Nachmann & Fred Denger (Fall 3) und Rolf Schulz & Christa Stern (Fall 6 & Fall 8).

    Randnotiz: Zum jweiligen Filmstart der Cotton-Abenteuer erschienen bei Bastei Film-Sonderbände als Begleittaschenbücher, bei denen allerdings die Autoren - von Ausnahmen abgesehen (Fall 1: Rolf Kalmuczak & Fall 7: Hans Olbrich) - ungenannt blieben.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum03.05.2012 10:31
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Janek im Beitrag #5
    Mal ganz ehrlich: Wenn diese Musik von Peter Thomas ertönt, kann man doch die Filme nur lieben. Das ist ja wohl der Ohrwurm schlechthin.
    Zitat von brutus im Beitrag #15
    Die beiden Titelmelodien sind nun mal Ohrwürmer und passen auch gut zu den jeweiligen Produktionen, hoher Wiedererkennungswert ist garantiert. Und auch nach unzähligem Hören bzw. Sehen nicht über. [...] Bei Cotton war dann ja eher Marsch angesagt, hier kämpft ja die Truppe des FBI geschlossen gegen das Verbrechen (oder das, was J. Edgar Hoover dafür hielt ).
    Zitat von brutus im Beitrag #23
    Der Charme des heutigen Betrachtens liegt sicher im [...] gelungenen Soundtrack vom Peter Thomas [...]

    Abschließend zu dem Soundtrack-Thema der Cotton-Filme sei noch diese sehr schöne CD empfohlen: Peter Thomas Sound Orchester: Jerry Cotton - FBI's Top Man (Indigo, Music from the original series 1965-1969).
    Zitat von brutus im Beitrag #35
    Nicht nur der Titel, auch der Inhalt hat sich aber deutlich verändert. Von sensationellen Raubzügen ist im Film ja nun nichts zu sehen.

    Die Ankündigungstexte deckten sich, sowohl im szenischen Inhalt als auch in den annoncierten Schauspielern, nur sehr selten mit dem, was schlussendlich auf der Leinwand zu sehen war. Oft halte ich die Inhaltsangaben auch nur für 'Platzhalter', um halt irgendwas Fesselndes zu schreiben, bevor überhaupt ein Drehbuch geskriptet oder gar schon fertig war. Insofern lesen sich die Ankündigungen aus der Retrospektive aber oft auch ganz amüsant.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum03.05.2012 09:59
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Der in Österreich verwendete Titel war anscheinend der ursprünglich vorgesehene Titel, der dann geändert wurde:

    Zitat von Joachim Kramp im Beitrag RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“
    Um das Leben meines Freundes - Jerry Cotton Fall Nr. 5 (1966/67) - Jerry Cotton, Phil Decker, Mister High, Sekretärin Helen und viele andere - Regie: Jürgen Roland - Produktion: Constantin / Allianz-Film - Ankündigungstext: Von New York aus plant ein geheimnisvoller Unbekannter eine Serie von sensationellen Raubzügen, die sich bis zur Raketenbasis von Kap Kennedy erstrecken. Jerry Cotton, sein Freund Phil Decker und Mister High haben viel harte Nüsse zu knacken, bis die Gefahr gebannt ist. Schwarzweiß-Film.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum01.05.2012 21:35
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Aus heutiger Sicht hat das Wiedererkennen von Drehorten für mich besonderen Reiz. Dass Cotton in Hamburg / Berlin gedreht wurde, merkt man den Filmen ungefähr genauso stark an wie die deutschen Schauplätze in den Wallace-Filmen. Für mich macht das keinen Unterschied über 'Gut' und 'Schlecht' eines solchen Films.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum30.04.2012 19:29
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #14
    Done. Die Beiträge, die sich nicht direkt auf die TV-Ausstrahlungen in Das Vierte und daraus folgende Anmerkungen beschränken, habe ich, da Diskussionsbedarf zu bestehen scheint, in diesen separaten Thread ausgegliedert.

    Danke Gubanov!

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum30.04.2012 18:13
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Cora Ann Milton im Beitrag #6
    Das kann ich so nicht nachvollziehen. Der Score zu "Raumpatrouille" gefällt mir da eindeutig besser!

    D'accord, Mrs. Milton!

    Geschmack ist ja immer ein unstreibares Gut, allerdings ist es rein musikalisch nicht möglich ein Einzelstück (den 'Jerry-Cotton-Marsch') mit einem Komplettsoundtrack für 7 Folgen "Raumpatrouille" bzw. der bekannten LP-Version zu vergleichen. Beides ist auf seine Art den filmischen Bildern entsprechend gearbeitet und komponiert, wobei ich persönlich mir jahrelang den 'Jerry-Cotton-Marsch' übergehört hatte und alle anderen Szenenmusiken aus den Cotton-Filmen (auch die, die das aus dem Marsch bekannte Cotton-Thema abstrahieren) mir tausendmal lieber waren als der Marsch - mittlerweile hat sich das aber auch wieder gelegt. Ein Effekt, den ich bei dem "Raumpatrouille"-Score nie hatte - das ist wirklich Peter Thomas vom Allerfeinsten und diese Musik altert auch nicht; die klingt heute noch frisch und überrascht den Hörer. Der Marsch wurde damals übrigens von Constantin-Chef Barthel persönlich bei Thomas bestellt; wobei man sagen muss, dass der Marsch eben zu den Filmen - an den Stellen, wo er gespielt wird - auch passt.
    Zitat von Janek im Beitrag #9
    Allerdings finde ich, dass von den drei gesehenen Schwarzweiß-Filmen "Um null Uhr schnappt die Falle zu" eindeutig der schlechteste ist, man kriegt stellenweise wirklich Augenkrebs, wenn man sieht, wie viele Rückblenden in diesem Film verwendet wurden, die Titelmusik war auch nicht so gut und der Jerry-Cotton-Marsch wurde zu wenig eingesetzt, da hat auch Horst Frank nicht mehr viel herausholen können.

    "Um Null Uhr schnappt die Falle zu" ist in der Reihenfolge mit Sicherheit der bis dahin schwächste Cotton-Film, was ich allerdings in keinster Weise der Musik anlasten würde. Das als Titelmusik verwendete 'Caught At Midnight' macht - zusammen mit dem avantgardistischen Vorspann - fast ein Versprechen an Tempo und Stil, dass der nachfolgende Film nur bedingt einlösen kann. Insgesamt holt Peter Thomas mit seinem Soundtrack alles raus, lässt den Film rasanter wirken als er eigentlich ist und ist zusammen mit den Darstellern und der Regie von Harald Philipp das große Plus. Das die Story hanebüchen ist? Ok, das stimmt wohl - aber ich persönlich bin eh nicht so der Storyfetischist, der noch dazu bei Unterhaltungsware auf übertriebene Logikgenauigkeit wert legt, denn da würden manche Wallace-Filme auch ein Problem bekommen. "Um Null Uhr schnappt die Falle zu" verliert aus heutiger Sichtung mit Sicherheit durch die schlechten Rückprojektionen, die auf suboptimalen Filmkonservierungen (wie es im Fall der Cotton-Filme leider gegeben ist) auch noch umso billiger wirkt - wenn diese Filme in der Art restauriert würden, wie es bei den Wallace-Filmen geschehen ist, würden die Rückprojektionen mit Sicherheit auch nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen. Kameramann Helmut Meewes hatte für die Rückpro-Technik auch nicht soviel übrig, die von Franz X. Lederle fotografierten Cotton-Filme sehen auch in den Rückpro-Szenen dann doch viel wertiger aus.

    Gruß
    Joe Walker

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum30.04.2012 17:48
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Janek im Beitrag #11
    Und war eigentlich das Budget der Cotton-Filme genauso hoch wie bei Wallace?

    Was die Kosten betrifft, sind offiziell nur die Produktionsbudgets der Fälle „Dynamit in grüner Seide“ und „Der Tod im roten Jaguar“ bekannt. Sie beliefen sich auf 1.815.000,00 DM und 1.700.000,00 DM. Die Constantin bezahlte davon 70% und der Rest wurde von den italienischen Partnern übernommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass für „Schüsse aus dem Geigenkasten“ rund 1.000.000,00 DM zur Verfügung stand, für die quasi Doppelproduktion „Mordnacht in Manhattan“ und „Um Null Uhr schnappt die Falle zu“ jeweils rund 850.000,00 DM und bei „Die Rechnung – eiskalt serviert“ dürften die Produktionskosten ebenfalls unter 1.000.000,00 DM gelegen haben. Da es für den ersten Farbfilm „Der Mörderclub von Brooklyn“ erforderlich war, neue USA-Aufnahmen zu drehen, und die Kosten für die Schauspieler und die Crew inzwischen ebenfalls gestiegen waren, könnte es ‚unterm Strich’ mit ca. 1.300.00,00 DM, die die Constantin aufbringen musste, das teuerste Cotton-Abenteuer gewesen sein. Bei „Todesschüsse am Broadway“, dass nach „Der Mörderclub von Brooklyn“ wieder ein rein deutsches Cotton-Abenteuer war, dürfte die Constantin ebenfalls ca. 1.500.000,00 DM investiert haben.
    Zitat von brutus im Beitrag #8
    Genau so wie ich Wallace-Filme sehe, schaue ich auch immer wieder gerne den guten Jerry.

    Dito!

    Für einen TV-Termin-Thread sind wir mittlerweile aber sehr cotton-lastig. Vielleicht kann ein Mod die entsprechenden Beiträge mal in einen passenden Thread verschieben.

    Gruß
    Joe Walker

  • Kitty und die große Welt, BRD 1956Datum26.04.2012 10:14
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Eines der letzten Interviews, dass Karlheinz Böhm für eine DVD gegeben hat, dürfte afaik für die Bonusdoku von "Augen der Angst / Peeping Tom" entstanden sein; die kam 2006 raus.

    Wobei der Fall an sich ja gar nicht so selten ist: bspw. gibt es ja auch viele Filmkomponisten, die in den 60ern/70ern abgerockte Filmgurken mit groovigen Scores beschallt haben und sich heute von solchen 'Jugendsünden' eher distanzieren. Es ist natürlich für den Fan einerseits schade, dass der Erfahrungsschatz der Leute somit verschlossen bleibt, allerdings sollten wir das so respektieren und akzeptieren. Die Filme bleiben ja so oder so - und dank der jetzt erscheinenden DVD von "Kitty und die große Welt" ist eine Lücke in der Böhm-Filmographie - für die Nachwelt konserviert - auch wieder verzäunt.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von eastmancolor
    Quelle FilmArt aus dem Dirty Pictres Forum.


    Aha. Wenn man an die neue DVD-Fassung von "Das Geheimnis der gelben Mönche" den kompletten Abspann der Cent-DVD ranknallen könnte und rechtlich dürfte, würde ich da bestimmt nochmal zugreifen.

    Zitat von eastmancolor
    "Gern hab ich die Frauen gekillt" dürfte mich morgen erreichen. Ich bin gespannt, ob die ohnehin schon gute Letterbox von Astro nun auf der neuen MCP verbessert wurde.
    Ich werde berichten.


    Das wäre fein. Ich habe die Astro von "Gern hab ich die Frauen gekillt" auch und die hatte für dieses Segment (Filmalter/Nischenlabel) ein sehr gutes Bild.

    Gruß
    Joe Walker

  • TV-Termine im Mai 2012Datum26.04.2012 09:53
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Edgar007
    Da sind die Ausstrahlungen der letzten beiden Teile (DER TOD IM ROTEN JAGUAR und TODESSCHÜSSE AM BROADWAY) interessanter. Allerdings wird "Das Vierte" auch hier nur die alten TV-Master verwenden und keine Neuabtastungen.

    Irgendwann kursierte mal das Gerücht, dass eine Fernsehausstrahlung von "Todesschüsse am Broadway" bei der ARD ein besseres Master als die DVD-Fassung haben sollte. Konnte da allerdings (wenn denn ein Unterschied bestand) keinen wirklichen Mehrwert erkennen.

    Zitat von Edgar007
    Hier wäre mal eine (oder zwei) DVD-Box mit den 8 Filmen im richtigen Bildformat und ansprechender Bildqualität wünschenswert - bleibt aber wahrscheinlich leider ein Traum!

    Durch die Rechteproblematik auf lange Sicht wohl leider wirklich ein Traum.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von eastmancolor
    Warum bestellt Ihr nicht bei der OFDB? Dort kostet der Film 29,99 und das ist für die Koch Mediabooks echt nicht zu viel.

    Word!

    Zitat von Gubanov
    Ach das wird ein DVD-Blu-ray-Package? Dann hätte ich mir die US-DVD ja behalten können. So ein Mischmasch kommt mir nicht ins Haus.

    Was ist eigentlich gegen diese BD/DVD-Combos einzuwenden - ich verstehe die Aufregung darum irgendwie nicht? Für die noch unentschiedenen Käufer - ein Blick in die Ausstattungsdetails:

    Extras
    * 24-Seitiges Booklet von Paul Poet
    * Featurette „Der Fall der vier Fliegen” mit Regisseur Dario Argento, Drehbuchautor Luigi Cozzi und Darsteller Bud Spencer (ca. 93 Minuten)
    * Featurette „Autopsie einer Fliege” mit Drehbuchautor und Filmkritiker Antonio Tentori (ca. 29 Minuten)
    * Deutscher, englischer & italienischer Trailer
    * Englischer Teaser-Trailer
    * Englischer und deutscher Vorspann
    * Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

    AUDIO
    Deutsch Dolby Digital 2.0
    Deutsch DTS HD 2.0
    Englisch Dolby Digital 2.0
    Englisch DTS HD 2.0
    Italienisch Dolby Digital 2.0
    Italienisch DTS HD 2.0

    Untertitel
    Deutsch

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von eastmancolor
    Das Label FilmArt (Dracula jagt Frankenstein, Zinksärge für die Goldjungen)ist auch sehr angetan von der neuen Bildqualität von GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNHCE und GERN HAB ICH DIE FRAUEN GEKILLT und wird in einer Auflage von 200 Stück Re-packs mit den alten VHS Motiven von VPS Video herausbringen. Normalerweise mag ich Re-packs nicht und schon gar nicht wegen einem Cover aber bei diesen beiden Filmen werde ich aus nostalgischen Gründen sehr gerne zuschlagen.

    Quelle?

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Für alle Fans der Serie - und Soundtrackfreunde im Allgemeinen - ist vielleicht von Interesse, dass demnächst der originale Soundtrack zu "SONDERDEZERNAT K 1" auf CD erstveröffentlicht wird.

    http://www.allscore.de/sites/ASM_036_DE.htm

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    @ eastmancolor: Danke für den umfangreichen Bericht.

    Für den Spottpreis werde ich mir die DVD bei Gelegenheit auch holen. So wie Du das Master schilderst, vermute ich als Grundlage die Fernsehfassung, die bereits vor dem Release der Cent-DVD existierte und bis auf den Abspann inhaltsgleich sein dürfte (meiner Erinnerung nach). Dass das qualitativ ein Unterschied wie Tag und Nacht ist, kann ich mir gut vorstellen - gegen die Fernsehfassung stank die Cent in allen Belangen ziemlich ab. Aber ein neuer Transfer sollte mich wundern.

    Schaumermal.

    P.S.: Ideal wäre eine DVD die sich den Abspann von der Cent nimmt und die tollen Credits der englischen Fassung (http://www.youtube.com/watch?v=WYYR6AhResI) - aber es muss auch Träume geben.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    @ StefanK: Schön, dass Du den Thread wieder hervor holst.

    Kann dem geschriebenen nur beipflichten - sehr löbliche und gut gemachte Veröffentlichung einer schwer unterhaltenden Filmes. Wenn die anderen, bereits angekündigten Titel ähnlich toll erscheinen, wird das eines meiner Lieblingslabel.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    @ eastmancolor: poste mal bitte Deine Eindrücke, wenn Du die Scheibe gesichtet hast.

    Danke.

    Gruß
    Joe Walker

  • Kitty und die große Welt, BRD 1956Datum21.03.2012 08:03
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Eine sehr schöne Nachricht - habe mal direkt vorbestellt.

    Interessante Hintergrundinfos von Andreas, beachtenswerte Anmerkungen von c.n.-tonfilm.

    Gruß
    Joe Walker

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