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  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Erscheint demnächst endlich auch als Einzel-DVD:

    https://www.ardvideo-shop.de//70-d37121-...uhr-zwoelf.html

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    und "Piccadilly Null Uhr Zwölf" erscheint auch als Einzel-DVD:

    https://www.ardvideo-shop.de//70-d37121-...uhr-zwoelf.html

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Viele tolle Trailer, die Lust auf die erscheinenden Filme machen.

    Zitat von eastmancolor im Beitrag #173
    Ich habe davon gar nichts, weil mich TV Aufnahmen zum Sammeln nicht interessieren.

    Zugegebenermaßen, so geht's mir auch.

    Gruß
    Joe Walker

  • Dem Täter auf der Spur (1967-73, TV)Datum28.05.2013 16:42
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Ich tippe auch auf Finanzierungslücken. Die Einstellung von "Dem Täter auf der Spur" korrespondiert in etwa - halbes Jahr hin oder her - mit dem Start von "Sonderdezernat K1". Die von Dir genannte Problematik, vor der Harald Vock bei der Finanzierung seiner Projekte stand, könnte ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass sich Studio Hamburg/NDR mehrere ja durchaus kostenintensive Krimiserien (sowas wie "Hamburg Transit" lief nebenher glaube ich auch noch) einfach nicht leisten konnte.

    Die Probleme dieser Art, unter der die ARD 'dank' Ihrer föderalen Struktur immer litt, führten ja auch dazu, dass große Anstalten wie der WDR sich bei der "Tatort"-Reihe eine viel größere Schlagzahl leisten konnte als etwa kleinere Anstalten wie der SWR oder der SR.

    Gruß
    Joe Walker

  • "Die endlose Nacht" erscheint auf DVDDatum21.05.2013 16:22
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Peter im Beitrag #8
    Ich muss zugeben, dass ich darauf nicht geachtet habe, weil mich so sehr bannte, was zwischen den fehlenden Rändern passierte....



    Ich vermute, dass sich Elvis bei den 'abgeschnittenen' Credits auf das "e" von "endlose" und das "t" von "Nacht" bezog - ich vermute hier allerdings ein Gestaltungsmerkmal, was ich meine auch mal in den Werbematerialien zu dem Film gesehen zu haben. Wenn da tatsächlich was fehlen würde, müsste der Film dauerhaft ein Format von ca. 2,55:1 haben - schwer vorstellbar!

    Egal, der Film ist un bleibt ein Meisterwerk.

    Gruß
    Joe Walker

  • "Die endlose Nacht" erscheint auf DVDDatum21.05.2013 15:24
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Peter im Beitrag #5
    [...] Noch stärker als erwartet, ist hier einer der besten deutschen Filme der frühen 60er erschienen.
    Großartige Darsteller, oft in kleinen aber intensiven Rollen, weit entfernt von den üblichen Schablonen; in Geschichten einer Nacht, die dauerfrisch & lebendig, amüsant & tragisch zu uns kommen, auf erquickende Weise experimentell und unheimlich nah am Leben echter Menschen mit all ihren Schwächen. Keine Episode langweilig.
    Reichlich brauchbares und interessantes Bonusmaterial. Der Kaufpreis ist kein Geschenk, aber der Film ist es wert - vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man ob des jemaligen Erscheinens größte Befürchtungen haben musste. Als Dank für die Initiative: Glasklare Kaufempfehlung!
    Peter Thomas brachte die zweite Zusammenarbeit mit Will Tremper gleich den zweiten Bundesfilmpreis. Eine Reihe von musikalischen Elementen, die in jener Zeit oder später bei Wallace weitergeführt wurden, waren hier bereits erkennbar. Sogar einen kleinen aber nett gemeinten Seitenhieb auf den kurz vorher entstandenen "Zinker" mochte man sich nicht verkneifen. Ein Film als Entdeckungsreise, mehrmaliges Schauen garantiert...

    Auch als Besitzer der DVD blieb ich bei der gestrigen TV-Ausstrahlung 'hängen' - und kann Deine Ausführungen nur unterstreichen. Meisterwerk.

    Zitat von elvis im Beitrag #6
    Das ändert jedoch alles nichts an der Tatsache, das der Film im falschen Format auf der DVD erschienen ist. Wenn rechts und links Buchstaben vom Titel fehlen, so ist das lächerlich!

    Sicher?

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Prisma im Beitrag #68
    So schlecht ist "Bis zur bitteren Neige" eigentlich gar nicht, der Eindruck entsteht wohl eher im Vergleich mit den anderen Verfilmungen. Mich persönlich konnte Gerd Oswalds Film von Anfang an überzeugen, liegt vielleicht auch daran, dass ich ihn damals nach "Und Jimmy ging zum Regenbogen" erst als zweite Verfilmung gesehen habe. Ganz gut besetzt und sicherlich nicht uninteressant inszeniert, wenngleich es tatsächlich stärkere Adptionen gibt, die sich in allen Bereichen auf höherem Niveau bewegen. Dafür muss für mich allerdings nicht Alfred Vohrer draufstehen. [...]

    Dieses von Dir erwähnte 'Problem' hatte ich bei "Bis zur bitteren Neige". Ich sah die Simmel-Filme von Vohrer alle chronoligisch und da fiel "Bis zur bitteren Neige" für mich eben etwas ab, schon allein dadurch, dass Oswald einen ganz anderen Stil 'fuhr' als Vohrer (inkl. Bildgestaltung). Dass man aber auch ohne Vohrer-Stil eine tolle Simmel-Verfilmung zaubern kann, bewieß Roland Klick - der Film ist völlig konträr zu den Vohrer-Streifen, aber auf seine naturalistische Art ebenso ein Meisterwerk!
    Zitat von Prisma im Beitrag #68
    [...]"Der Stoff aus dem die Träume sind"[/i] finde ich von allen bislang gesehenen Filmen der Reie am schwächsten, und über eine DVD-Veröffentlichung von "Bis zur bitteren Neige" würde ich mich ebenso freuen, wie über die angekündigten Produktionen.

    Einen Release kaufe ich selbstverständlich auch sofort!

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Havi17 im Beitrag RE: DVD-Veröffentlichungen von Fernsehjuwelen
    Ich habe mir den Film gerade nochmal angesehen. Ich kann O.W. Fischer leider in dieser
    Rolle überhaupt nichts abgewinnen. Er ist absolut deplatziert. Ich mag ihn sehr z.B. in der
    Kaviar-Simmel-Verfilmung. Doch ich kann seiner Art zu spielen nichts ernsthaftes, sondern
    nur Überhebliches abgewinnen. Das passt zu Kaviar doch hier absolut nicht zu seiner Rolle.
    Und für die komischen Momente ist Eddie Arendt genug. Auch harmonieren Karin Dor und er überhaupt
    nicht und man merkt es Karin Dor auch an, daß Sie zurecht so überhaupt keinen Draht zu Fischers
    Art hat. Schade, daß auch die Prügeleinen so stümperhaft gedreht wurden.

    Nachdem ich kürzlich den Film nach Jahren mal wieder gesehen habe - und dank der DVD erstmals im Originalbildformat - halte ich Ihn immer noch für einen guten Epigonen. Die Gottlieb-Krimis haben irgendwie alle eines gemeinsam: sie sind nicht so temporeich wie Reinl-/Vohrer-Elaborate und hängen spannungsmäßig öfter durch, verbreiten aber schöne Gruselatmosphäre und sind allesamt ausgezeichnet fotografiert.

    An O. W. Fischer haben sich die Geister immer schon geschieden, ich liebe seine Darstellung und sie hilft hier manche Durchhänger zu überspielen. Es gibt von ihm bessere schauspielerische Leistungen, aber seine Mitwirkung in "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" gefällt mir heute noch. Gleiches gilt für die Herren Peters und Kinski - die allein durch Ihre Präsens und das schauspielerische Talent aus den größten Chargenparts noch was rausgeholt haben - und die Damen Dor und Kirchner, die ihre Rollen ebenfalls hervorragend meistern. Was mich heute etwas stört sind die spanischen Schauspieler, zu denen ich - wie schon in "Der Teppich des Grauens" - keine rechte 'Zuschauerbeziehung' aufbauen kann - aber dass wird den spanischen Kinozuschauern mit O. W. Fischer und Karin Dor auch nicht anders gegangen sein.

    Im Ganzen gefällt mir zwar "Die weisse Spinne" noch einen Hauch besser - vor allem dank Regisseur Reinl und Komponist Thomas - und ich ordne ihn als besten Weinert-Wilton ein, wenn vllt. auch die alleinige Romanadaption bei "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" gelungener ist.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von eastmancolor im Beitrag #63
    [...] Neu angekündigt von Filmjuwelen:
    1972- UND DER REGEN VERWISCHT JEDE SPUR (Alfred Vohrer) / VÖ 27.09.2013
    1973- GOTT SCHÜTZ DIE LIEBENDEN (Alfred Vohrer) / VÖ 30.08.2013
    1976- LIEB VATERLAND MAGST RUHIG SEIN (Roland Klick) / VÖ 30.08.2013
    1986- BITTE LASST DIE BLUMEN LEBEN (Duccio Tessari) / VÖ 27.09.2013 [...]

    YEAH! Super!
    Zitat von Prisma im Beitrag #65
    [...] Ich mag die Simmel-Verfilmungen sehr und kenne bislang nur die Veröffentlichten und "Bis zur bitteren Neige". [...]

    Wobei ich persönlich "Bis zur bitteren Neige" immer als den schlechtesten aller klassischen Simmel-Filme empfunden habe; vllt. lag es am Regisseur, vllt. an den Schauplätzen - whatever. Die Vohrers finde ich alle state of the art ... und da stört es mich auch nicht weiter, dass man die Alexander Puschkin-Verfilmung "Und der Regen verwischt jede Spur" aufgrund der ganzen Herstellungsweise als Simmel vermarktet. Unterm Strich könnte der auch als lupenreiner Simmel durchgehen!

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von StefanK im Beitrag #151
    [...] Solange dort dann allerdings Serien veröffentlicht werden, die sonst gar nicht rausgekommen wären, kann ich damit aber auch ganz gut leben. [...]

    Same here!
    Zitat von StefanK im Beitrag #151
    [...]Bei Fernseh-/Filmjuwelen ist es ja noch etwas anderes. Hier ist es keine Reihe, das Label heißt schlicht und ergreifend so

    Treffer!

    Zitat von Mark Paxton im Beitrag #165
    Zitat von eastmancolor im Beitrag #161
    Pidax haut einfach nur alte TV Master raus und teilweise sogar im falschen Bildformat.
    So, das ist jetzt das dritte Mal in diesem Thread, dass Du über Pidax herziehst. Du hast mit dem "Herren"-Film Recht, dagegen stehen aber unzählige DVDs dieses Labels, wo das Bildformat, die Bildqualität usw. vorzüglich sind.[...]

    Die Verallgemeinerung ist mit Sicherheit inkorrekt. Allerdings ist es auch da eine Sache der persönlichen Präferenzen: dass eine Serie wie "Inspektor Hornleigh greift ein" eine gute bis sehr gute Bildqualität hat, würde ich aufgrund des Desinteresses daran nicht wissen. Pidax hat seine Meriten eher in der Auswertung des TV-Bereiches, Kinofilme die mich persönlich interessieren haben - von Ausnahmen wie "Ein Toter sucht seinen Mörder" abgesehen - da tlw. suboptimale VÖs auf Kinowelt-Niveau bekommen ("Die Herren mit der weissen Weste" / "Die sieben Masken des Judoka" / "Der Stein des Todes" / "Feuer frei auf Frankie" / "Axel Munthe - Der Arzt von San Michele". Aber dass ist eine Budgetfrage. Ich hoffe, dass Fernseh-/Filmjuwelen den Standard längerfristig halten kann; die bereits erschienenen Filme zu haben freut mich, aber es würde mich auch nicht wundern, wenn das Niveau der VÖs oder der Releaseplan generell irgendwann sinkt oder gekürzt wird. Mal sehen was kommt.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Havi17 im Beitrag #148
    Da hast Du mich leider mißverstanden, mir ist das ebenfalls egal.
    Achso, dann entschuldige.

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von StefanK im Beitrag #146
    Na hier geht's ja hoch her. Nicht vergessen, wir diskutieren hier "nur" über Filme bzw. DVDs. [...]
    That's the point!

    Nach Sichtung der DVD von "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" denke ich aufgrund der Grauabstufungen auch, dass es damals einen Farbvorspann gab, der hier nur durch den formatangepassten TV-Vorspann ‚ersetzt’ wurde. Die Argumentation von c.n.-tonfilm dahingehend ist schlüssig, darin ‚den größten Kardinalfehler’ zu sehen halte ich jedoch für unangebracht: hätte Kinowelt/Studiocanal – die die Rechte vorher besaßen – den Film ausgewertet, bin ich unsicher ob man überhaupt eine neue 2,35:1-Abtastung vorgenommen hätte; ein generell falsches Bildformat eines Scope-Filmes empfände ich als Kardinalfehler.

    Insgesamt ist die hier abgetastete Kopie in recht gutem Zustand, gelegentliches Überstrahlen in weißen Flächen inklusive. Natürlich reden wir nicht von einer Negativ-Abtastung á la Wallace, aber es ist für mich – subjektiv und als bisheriger Besitzer einer alten TV-Aufzeichnung im falschen Format – ein Zugewinn um 100%. Die Verleihfahne ist auch für mich ‚nice to have’, dass sie hier fehlt aber redundant. Womit man wieder sieht, wie unterschiedlich die persönlichen Präferenzen sind: früher habe ich mir für VHS-Überspielungen sogar passende Verleihfahnen davor geschnitten, heute lache ich darüber. Zeiten ändern sich eben.

    Bei allem sollte man nicht vergessen, dass wir uns hier über höchst subjektive Eindrücke unterhalten. Ich gebe Edgar007 recht, dass auch Joachim die fehlende Verleihfahne und die anscheinend nicht korrekten Credits bemängelt hätte - aber er hätte das zu 90% gelungene Gesamtprodukt sicher nicht wegen 10% optimierungswürdigem Potential zur Gänze verdammt.

    Auch ist mir der marketingtechnische Oberbegriff unter dem ein Film erscheint - anscheinend im Gegensatz zu Havi17 – völlig egal. Wenn z.B. Helmut Ashleys „Mörderspiel“ im pinken Plüschschuber als Bonusfilm einer Walter Boos-Sexfilmedition unter dem Signet „Das Beste, was je auf Zelluloid gebracht wurde“ veröffentlicht wird, kaufe ich ihn trotzdem sofort!

    Jedem seine Meinung - JEDEM!

    Gruß
    Joe Walker

  • Bewertung – Rolf Olsen-FilmeDatum19.02.2013 06:49
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von StefanK im Beitrag #31
    Von den Olsen Filmen kann man meiner Meinung nach eigentlich speziell die Krimis fast alle empfehlen. Die St. Pauli Filme, das angesprochene Gasthaus, Blutiger Freitag sind alle Filme, die man sich immer wieder mal geben kann oder sollte
    Auch ganz meine Meinung .

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    In Amerika ist das Buch auch schon präsent - Genrekenner Tim Lucas rezensiert:

    http://videowatchdog.blogspot.de/2013/01...d-woodwork.html

    Gruß
    Joe Walker

  • Hamburger Reeperbahn-FilmklassikerDatum06.12.2012 12:32
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Klingt ja sehr ernüchternd.

    Zitat von StefanK im Beitrag #13
    Das der damaligen VHS VÖ zugrunde liegende Master dürfte hier einfach auf die DVD geklatscht worden sein, mit - speziell am Anfang - zig analogen Beschädigungen und insgesamt ausgeblichenen Farben.

    Ist eigentlich der Originaltitel "Unter den Dächern von St. Pauli" in den Credits zu lesen oder ein Standbild mit evtl. Alternativtitel "Tod auf dem Kiez" oder so etwas?

    Gruß
    Joe Walker

  • "Die endlose Nacht" erscheint auf DVDDatum18.10.2012 09:25
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema
  • "Die endlose Nacht" erscheint auf DVDDatum18.10.2012 06:24
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #2
    Es handelt sich um einen Ultrascope-Film. In den Ankündigungen ist von gecropptem Bild in 1:1,85 die Rede. Wenn das stimmt also kein Grund zur Freude und ganz sicher keine Abtastung auf der Höhe der Zeit sondern vermutlich nur die TV-MAZ von der ARD-Ausstrahlung am 07.09.1968...

    Der Hersteller spricht von einem anderen Format: http://www.universumfilm.de/filme/125659...-tempelhof.html

    Gruß
    Joe Walker

  • Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)Datum10.09.2012 19:25
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #
    Bei der Musik muß ich Janek allerdings recht geben, der Titelsong ist doch eher suboptimal und bei der Verfolgungsjagd über die Dächer greift Peter Thomas sogar auf den Titel von Zimmer 13 zurück. Da drängt sich schon der Eindruck auf, hier war er doch sehr in Zeitdruck und das merkt man halt.
    Naja, Zeitdruck bedingt vielleicht Bequemlichkeit. Egal.

    Dessen ungeachtet hat Thomas ab und an Musiken auch - ähnlich wie bei den Jerry-Cotton-Filmen - doppelt verwendet: ein anderes Suspensethema aus "Zimmer 13" tauchte noch mal im "Gorilla von Soho" auf, in "Zimmer 13" selbst tauchte eine Shockmusik aus "Die Tür mit den sieben Schlössern" auch wieder auf. Entweder Thomas gefielen die Themen so sehr oder auch die Regisseure fanden, dass man die Musik noch mal bringen sollte. Um das Beispiel mit "Das Rätsel des silbernen Halbmondes" wieder aufzugreifen: in dem Fall spricht alles für einen Wunsch von Regisseur Lenzi, den Score aus "Cosi dolce, cosi perversae" zu recyclen. C'est la vie de cinema!

    Gruß
    Joe Walker

  • Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Morricone hat den Sound für das Giallogenre unbestreitbar definiert: eine romantische Titelmelodie wird vorangestellt, mal mehr Kinderlind ("Die neunschwänzige Katze"), mal eher Easy Listenig ("Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe") oder sakral angehauchter Loungepop ("Vier Fliegen auf grauem Samt"). Dann kommen einige Beat-/Rocknummern für die Bar-/Radio-/Schallplattensourcen und der Rest ist freier Jazz der rein lautmalerischen Schrapekratzklasse in bester "Grupo Improvisatione die nouva consonanza"-Manier. Für die Filme zweckdienlich und die Schock- und Thrillwirkung unglaublich steigernd, für den seperaten Hörgenuss jedoch nur eingeschränkt goutierbar. Das beschriebene Prinzip haben im Grunde alle Italokomponisten damals adaptiert und speziell die genannten Nicolai ("Das Geheimnis der blutigen Lilie") und Cipriani ("Die Bestie mit feurigen Atem") haben auch echte Granaten im Katalog.

    Mit den deutschen Beiträgen aus Filmmusiksicht sollte man das aber nicht vergleichen - alles zu seiner Zeit, am richtigen Ort und im richtigen Film ... und am Ende bleibt's dann immer noch Geschmacksfrage. Bei mir rangiert der "Stecknadel"-Score im Vergleich mit anderen Morricone-Scores im Genre auch eher weiter hinten.

    Zitat von Janek im Beitrag #
    [...] und die wunderbare Kameraarbeit von Fernando di Leo [...]

    Kleine Korrektur: die Kamerarbeit stammte hier von Aristide Massaccesi. Der war später als Joe D'Amato zwar auch Regisseur, aber im Vergleich mit di Leo'scher 'Freilandhaltung' von der Güteklasse her eher 'Legebatterie' .

    Gruß
    Joe Walker

  • Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)Datum10.09.2012 18:12
    Foren-Beitrag von Joe Walker im Thema

    Zitat von Janek im Beitrag #
    Peter Thomas scheint auch keine gute Selbsteinschätzung zu haben, wenn er den Hexer für eine seiner besten Ideen hält.
    Zitat von Prisma im Beitrag #
    Was man dem Titelsong ja nicht absprechen kann ist, dass er einen hohen Wiedererkennungswert hat, darüber hinaus zählt er wohl als das charakteristischste Werk der Reihe. Persönlich finde ich ihn leider nicht eingängig, zu monoton und unmelodisch, aber das liegt wohl auch am Ohr des Betrachters. Dass man ihn für den zweiten Hexer-Film wieder verwendete, finde ich eigentlich gar nicht so schlecht überlegt.
    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #
    Kleine Ergänzung zur Musik: Das Hauptthema ist natürlich nicht mehr wegzudenken; die relative Einfallslosigkeit des Stückes wird allerdings durch dessen desolates Abschneiden beim letztjährigen Wallace-Vision-Songcontest mehr als verdeutlicht.

    Es gibt wohl kaum eine Kunstform, die so abhängig vom persönlichen Geschmack ist, wie die Musik. Deshalb muss ich hier mal eine Lanze für den „Hexer“-Soundtrack brechen:

    Ob es einem gefällt oder nicht, aber zum Zeitpunkt als Peter Thomas die signifikante Titelmusik zum "Hexer" aufnahm (1964), gab es so etwas vorher – im deutschen Film sowieso nicht, und auch weltweit musste man da suchen – einfach nicht; vom selling point her war die Musik sowieso suizidal. Wendlandt wollte für den Film aber titelmusikalisch mal was völlig Anderes und das Thomas eben geschrieben: ein simpler Bass-Riff, durch Bluesharmonien mit 2-Minuten-Locke für die Rhythmusgruppe und 'Dababababa'-singendem Chor phrasiert und mit vielen Soundeffekten garniert. Seit James Brown heißt so was einfach Funk, aber 1964 war das völlig neu. Einfallslosigkeit lasse ich als Vorwurf nicht gelten, dagegen sprechen auch die ganzen sonstigen Szenenmusiken, die fast alle eine neue Melodie haben (von dem „Hexer“-Thema mal abgesehen) und abwechslungsreich instrumentiert und arrangiert sind – das macht man nicht, wenn man keine Inspiration hätte.

    Dass man das Stück in „Neues vom Hexer“ noch mal verwendet hat, ist ja nur zu verständlich – Martin Böttcher hat ja auch nicht für jeden Karl-May-Film ein neues ‚Winnetou’-Thema komponiert.

    Noch ein Gegenbeispiel zu dem Thema „… aus Bequemlichkeit einfach ‚Zimmer 13’ noch mal verwendet, anstatt was neues komponiert…“: der von den Giallofreunden so geliebte Ortolani-Score zu ‚Das Rätsel des silbernen Halbmonds“ ist im Grunde zur Hälfte pure Retorte und 1:1 zweitverwertet aus Lenzis „Cosi dolce, cosi perversae“. Das nur am Rande bemerkt.

    Gruß
    Joe Walker

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