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  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Das ist eine gute Frage. Ich denke, es wäre zwar schön, "im Zweifel für den Angeklagten" zu stimmen und die bessere Version zu bevorzugen. Aber: Die Pidax-DVD enthält die Zweiteiler-Fassung und nur die dürfte den meisten Wertern bekannt sein.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Auflösung für das Rätsel vom 12.4.:



    (D) Das Halstuch

    Neues Rätsel bis Mittwoch, 25. April:

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Auflösung für das Rätsel vom 11.4.:



    Ein Mann namens Harry Brent

    Neues Rätsel bis Dienstag, 24. April:

  • Eure DVDsDatum17.04.2018 22:18
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    FILM

    • The Teckman Mystery (The British Film)
      (GB 1954, mit Margaret Leighton, John Justin, Roland Culver u.a.; Network [GB-Import])
    • Portrait of Alison (The British Film)
      (GB 1955, mit Robert Beatty, Terry Moore, William Sylvester u.a.; Network [GB-Import])
    • Banktresor 713 (Edition Filmjuwelen)
      (BRD 1957, mit Martin Held, Hardy Krüger, Nadja Tiller u.a.; Fernsehjuwelen)
    • Charade (Charade)
      (USA 1963, mit Cary Grant, Audrey Hepburn, Walter Matthau u.a.; Universal HE)
    • Der Untergang
      (BRD 2003/04, mit Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Corinna Harfouch u.a.; Constantin HE)
    • Napola - Elite für den Führer
      (BRD 2003/04, mit Max Riemelt, Tom Schilling, Devid Striesow u.a.; Constantin HE)

  • Das Gesicht im DunkelDatum17.04.2018 20:35
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Ähnlichkeiten zwischen "Das Gesicht im Dunkel" und "Der Hund von Blackwood Castle" dürften wohl zufälliger Natur sein - das Label "frei nach Edgar Wallace" galt eher als Vorwand, mit dem Namen des Autors und der aus anderen Verfilmungen bekannten Machart Zuschauer ins Kino zu locken. Eine Adaption des Romans existiert dennoch: Sie entstand 1960 in Großbritannien als "The Malpas Mystery" und ist loser Bestandteil der "Edgar Wallace Mysteries" der Merton-Park-Schmiede. Als solcher auch Bestandteil der Edgar Wallace Mysteries Volume 6 von Network.

    Die Wallace-Story vom "Gesicht im Dunkel" ist mir bislang nur vom gleichnamigen Maritim-Hörspiel (2004) bekannt. Bei dem fiel mir aber eher die unprofessionelle Hörspielumsetzung als eventuelle Schwächen der Buchvorlage auf.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #53
    An der Rätselfront bin ich auch wieder tagfertig (bis jetzt läuft's einigermaßen)

    Das ist wohl die Brutus-Art, zu sagen: "Ich bin geradewegs auf Mission 70 Punkte."

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Auflösung für das Rätsel vom 10.4.:



    (A) Louise

    Neues Rätsel bis Montag, 23. April:

  • Thema von Gubanov im Forum Giallo Forum

    Koch Media veröffentlicht am 14. Juni 2018 den Poliziottescho "Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's!" von Damiano Damiani mit Franco Nero, Riccardo Cucciolla, Georges Wilson und John Steiner auf DVD und auf Blu-ray. Hört sich recht vielversprechend an:



    Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's! (L'istruttoria è chiusa: dimentichi, 1971)

    Zitat von Koch Media: Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's!
    Nach einer Falschanklage wegen Fahrerflucht landet der gut situierte Architekt Vanzi (Franco Nero) in Untersuchungshaft, die er bald wieder zu verlassen glaubt. Doch die Mühlen der Justiz lassen den Unschuldigen bald immer mehr verzweifeln. Als er daraufhin sein Vermögen dafür einsetzt, sich seinen Gefängnisaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, gerät er zunehmend in die Fänge der Mafia. Denn die ehrenwerte Gesellschaft kontrolliert die gesamte Strafanstalt und hat schon bald ganz eigene Pläne mit ihm ...

    Mit seiner engagierten Anklage gegen die Verzahnung von organisiertem Verbrechen und korruptem Justizsystem beweist Genre-Spezialist Damiano Damiani ("Allein gegen die Mafia", "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert") einmal mehr sein Gespür für gesellschaftlich brisante Themen, die er in einer extrem spannenden Thriller-Handlung verarbeitet. Zu den Klängen von Altmeister Ennio Morricone brilliert vor allem Kultstar Franco Nero ("Django") in der für ihn ungewöhnlichen Rolle des unschuldig Inhaftierten, der immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption und Gewalt gezogen wird.


    EAN-DVD: 4020628823504
    Sprachen: Deutsch, Italienisch
    Untertitel: Deutsch
    Bildformat: 1.85:1 (16:9)
    Extras: Trailer, Interviews, Bildergalerie

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Rom im Sommer 2017 (Teil V)

    Die vorerst letzten Rom-Drehorte habe ich euch aus dem Giallo „Der schwarze Leib der Tarantel“ von Paolo Cavara mitgebracht. Unter Genrekennern gilt er als ein besonderes Schmuckstück. Und auch wenn sich mir bei meiner Erstsichtung noch nicht alle Qualitäten des Films erschlossen haben, so hat er sich zumindest bezüglich seiner Drehorte als sehr ergiebig erwiesen. Besonders prägnant ist der große Bürokomplex des Kreditinstituts Intesa Sanpaolo an der Piazzale Giulio Pastore im E.U.R.-Viertel. Während die große Rasterfassade einen eher monotonen Eindruck vermittelt, verleiht die überdimensionale abstrakte Skulptur im Innenhof dem Areal einen hohen Wiedererkennungswert. Als Schauplatz der wilden Verfolgungsjagd kommt auch das Dach des großen Gebäudes nicht zu kurz.



    Die Verfolgungsjagd setzt sich im Innenhof und in der südlich angrenzenden Viale Rembrandt lückenlos fort. Den Umbaumaßnahmen, die im Sommer 2017 dort im Gange waren, ist offenbar auch die ikonische Feuertreppe zum Opfer gefallen, die nicht nur in „Der schwarze Leib der Tarantel“, sondern auch in „Ein schwarzer Tag für den Widder“ deutlich zu sehen ist. Im Hintergrund des dritten Bilders erkennt man außerdem die Außenstelle des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr, das für die Innenaufnahmen der Terzi-Klinik in „Die neunschwänzige Katze“ herhielt.



    Nur ungefähr zwei Kilometer nordöstlich von E.U.R. liegt die Via Adolfo Ravà, die mit ihren großen Wohnblöcken zwar keinen Schönheitspreis gewinnt, aber im Film die Wohnung von Inspektor Tellini und seiner Ehefrau Anna beherbergt. Das Apartment wird in einigen Einstellungen auch von außen gezeigt und spielt vor allem im Finale eine bedeutende Rolle.



    Nicht weniger bedeutsam ist natürlich auch das Gift des titelgebenden Tierchens in „Der schwarze Leib der Tarantel“. In besondere Bedrängnis durch ein Exemplar dieser possierlichen Spezies kommt Inspektor Tellini bei einer Stippvisite im Orto Botanico, dem Botanischen Garten der Stadt Rom, der für heutige Besucher eine wesentlich ungefährlichere Ruheoase ist. Gerade in Verknüpfung mit einem Spaziergang durch die alten Gassen des umliegenden Stadtviertels Trastevere mit seinem malerischen Altstadtschick mit großem Trattoria- und Birreria-Angebot kann guten Gewissens ein Ausflugstipp auch für Nicht-Drehortjäger ausgesprochen werden. Im von der Universität La Sapienza verwalteten Garten fühlt man eine gewisse Entfernung vom Trubel der Großstadt – und wer zu faul ist, das steile Terrain des Gianicolo im hinteren Bereich des Gartens zu erklimmen, lässt sich einfach gemächlich auf einer Bank in der Nähe des markanten Springbrunnens nieder.



    Apropos „Trubel der Großstadt“: Auf solchen verlegt sich „Der schwarze Leib der Tarantel“ in seinen Schlusseinstellungen: in Straßenszenen, die in der Via Frattina gedreht wurden. Gezeigt werden soll, wie unbehelligt das Leben nach einem nervenaufreibenden Kriminalfall weitergeht – und dafür hätte man wenige bessere Orte als diese belebte Einkaufsstraße, die die Piazza di Spagna mit der Via del Corso verbindet, finden können. Von Hugo Boss über Max Mara bis Patrizia Pepe sind dort diverse große Designer vertreten, die selbst eine fiese Tarantel-Begegnung schnell vergessen machen ...

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Auflösung für das Rätsel vom 9.4.:



    Tim Frazer

    Neues Rätsel bis Sonntag, 22. April:



    (1) Der Name einer Puppe wird genannt.
    (2) Ein Zeuge übergibt dem Inspektor ein Feuerzeug.
    (3) Der Inspektor begrüßt den Protagonisten.
    (4) Der Protagonist hört Geräusche und öffnet eine Tür.
    (5) Der Protagonist kommt nach Hause und findet im dunklen Wohnzimmer eine tote Frau.
    (6) Der Protagonist gibt einer Frau etwas zu trinken, worauf sie ohnmächtig wird.
    (7) Der Inspektor sagt dem Protagonisten den Namen eines Mannes, den sie beide gerade sehen.
    (8) Eine Frau lädt den Protagonisten auf einen "schönen heißen Kaffee" ein.
    (9) Der Wirt ruft den Protagonisten zum Telefon und nennt ihm den Namen des Anrufers.
    (10) Ein Gangster zwingt den Protagonisten zum Einhängen des Telefonhörers.
    (11) Im Fluss wird die Leiche einer Frau gefunden.

    (A) Das Halstuch
    (B) Die Kette
    (C) Das Messer
    (D) Es ist soweit
    (E) Ein Mann namens Harry Brent
    (F) Tim Frazer
    (G) Die Schlüssel
    (H) Tim Frazer: Der Fall Salinger
    (I) Melissa
    (J) Wie ein Blitz
    (K) Der Andere

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Die Drehortberichte aus Rom habe ich ganz schön verschleppt. Bevor ich nun aktuelle Vergleiche aus Hamburg zeige, möchte ich diese „Altlasten“ aber auf jeden Fall noch abarbeiten, zumal auch bei den zwei verbleibenden Filmen noch echt sehenswerte Orte dabei sind:

    Rom im Sommer 2017 (Teil IV)

    Die Außenaufnahmen zu „Rosso – Die Farbe des Todes“ wurden wie für „Die neunschwänzige Katze“ hauptsächlich in Turin angefertigt. Dies betrifft z.B. die ikonische Piazza C.L.N., die Argento für die blutige Mordsequenz an Helga Ulmann in schaurig-schönen Nachtfotografien einfing. In Rom drehte Argento u.a. im Museo Arti e Tradizioni Popolari (Innenaufnahmen der Bibliothek, in der sich Marcus über die Legende der verfluchten Villa beliest) sowie weit draußen im Speckgürtel in der Via della Giustiniana (Landhaus von Amanda Righetti). Ein Besuch des Museums scheiterte leider an den Öffnungszeiten und der der Via della Giustiniana an der Zeit für einen so entlegenen Abstecher.

    Was ich hingegen vorzeigen kann, sind Aufnahmen aus dem sehr atmosphärischen Mausoleo di Santa Costanza. Die Grabkapelle Santa Costanza geht auf die Zeit Konstantin des Großen (4. Jahrhundert) zurück; der Kuppelbau erinnert an eine kleinere Version des Pantheon. Umstanden von zwölf Säulenpaaren, thront ein Altar leicht erhöht in der Mitte. In „Rosso“ wurde das Mausoleum kurioserweise als Übungsraum für Marcus Dalys Jazzkapelle in der Auftaktszene gezeigt:



    Film- und reale Nutzung liegen im Falle eines anderen Drehorts deutlich näher beieinander: Das ginnasio liceo Terenzio Mamiani in der Viale delle Milizie ist die Schule, in deren Archiv Marcus und Gianna auf die Lösung des Falles oder zumindest auf eine Erklärung für die unheimliche Kinderzeichnung zu stoßen hoffen. Vergleiche mit den Innenaufnahmen waren hier natürlich nicht möglich – man kann einige Aufnahmen auf dieser Seite anschauen.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Wer ist Rex? (Calling Paul Temple)

    Kriminalfilm, GB 1948. Regie: Maclean Rogers. Drehbuch: A.R. Rawlinson, Francis Durbridge, Kathleen Butler (Vorlage „Send for Paul Temple Again“, 1945: Francis Durbridge). Mit: John Bentley (Paul Temple), Dinah Sheridan (Steve Temple), Margaretta Scott (Mrs. Trevellyan), Abraham Sofaer (Dr. Kohima), Jack Raine (Sir Graham Forbes), Alan Wheatley (Edward Lathom), Celia Lipton (Norma Rice), Hugh Pryse (Wilfred Davies), John McLaren (Leo Brent), Ian McLean (Inspector Crane) u.a. Uraufführung (GB): 29. Juni 1948. Uraufführung (BRD): 13. Januar 1950. Eine Produktion von Nettlefold Films für Butcher’s Film Service.

    Zitat von Wer ist Rex?
    In weißer Kreideschrift prangen die Buchstaben REX am Vorhang jenes Zugabteils, in dem man die Leiche einer jungen Frau findet. Sie ist schon das dritte Opfer des berüchtigten Mörders, der seine Signatur am Tatort hinterlässt. Eine Sängerin will Scotland-Yard-Chef Sir Graham Forbes Hinweise geben, wird jedoch ebenfalls getötet, bevor sie reden kann. Paul Temple verfolgt die Spur mithilfe eines Lippenstifts zum ägyptischen Psychologen Dr. Kohima und dessen außerordentlich verdächtiger Sekretärin Mrs. Trevellyan. In deren Wohnung werden Paul und Steve Temple beinah von einer Zeitbombe überrascht – und das ist nicht der letzte Anschlag auf das Ehepaar, bevor es den Fall Rex lösen kann ...


    Für den zweiten Paul-Temple-Kinofilm wählte man den fünften Paul-Temple-Stoff aus dem Jahr 1945 als Grundlage aus. Obwohl nach dem Erstling „Send for Paul Temple“ ein Krimi namens „Send for Paul Temple Again“ gut gepasst hätte, benannte man ihn in „Calling Paul Temple“ um. In Deutschland wurde der Film als „Wer ist Rex?“ ab 1950 gezeigt – die originale Synchronisation scheint es aber nicht mehr zu geben.

    Nachdem 1946 in „Der grüne Finger“ Anthony Hulme und Joy Shelton die Hauptrollen des zukünftigen Ehepaars Temple übernommen hatten, wurden sie für den 1948er-Nachfolger durch John Bentley und Dinah Sheridan ersetzt, die auch in einem weiteren Durbridge-Abenteuer zusammen spielen würden. In Bezug auf beide Schauspieler ist der Wechsel zu bevorzugen, profitieren die Temples doch sowohl von der Ungezwungenheit der Akteure als auch insbesondere von Bentleys Tatkraft und Sheridans Neugier. Unterstützt werden sie zudem von Shaym Bahadur, der als asiatischer Diener Rikki diesmal in wirklich urkomischen Szenen auftritt und mit dem Temple zeitgemäß deutlich rauer umgeht als mit seinen englischen Bekannten.



    Das Rex-Rätsel zählt nicht ohne Grund zu Durbridges großen Erfolgen, weist es doch mehrere faszinierende Aspekte auf. Der Tod der Sängerin Norma Rice wurde regelrecht spektakulär in Szene gesetzt und auch sonst schreckte Regisseur Maclean Rogers nicht vor großem Spektakel zurück. Die Mordserie mündet in mehrere aufregende Spannungsszenen, die eine gefährliche Autofahrt, eine Bombe, eine Nahtoderfahrung in einem überfluteten Gewölbe, mehrfache Morde kurz vor Verraten der Täteridentität und ein abschließendes kämpferisches Gefecht mit Rex umfassen. Diese Elemente halten das Tempo durchgängig hoch; sie lassen ständig mit Paul Temple mitfiebern und ergänzen sich mit anderen Tricks aus der klassischen Krimi-Kiste – der signierfreudige Mörder, ein gestohlener Wagen, alte Abteikeller und Hypnose – aufs Beste.

    Die besonders faszinierenden Figuren von Mrs. Trevellyan (Margaretta Scott) und Dr. Kohima (Abraham Sofaer) lassen andere Verdächtige deutlich ins Hintertreffen geraten, was dazu führt, dass der letztlich als Täter entlarvte Schurke wenig Profil besitzt; aber das ist gewissermaßen ein Luxusproblem bei einer so übervollen und dynamischen Produktion. Neben den beiden genannten Schurken sowie dem charismatischen Temple-Paar bleibt vor allem Jack Raine als Sir Graham Forbes in positiver Erinnerung – gewissermaßen als Prototyp eines guten Freundes, der Temple trotz seines „Amateurstatus“ blindlings vertraut und in seine offiziellen Ermittlungen einweiht.

    Die malerischen Aufnahmen von Canterbury trügen: An den Ufern der romantischen Kanäle bringt Durbridges dunkle Fantasie Mord und Verbrechen zum Vorschein. „Wer ist Rex?“ kann dabei als eine besonders engagierte Produktion überzeugen, die ähnlich spannungsvoll und zackig daherkommt wie so mancher Rathbone-Holmes-Krimi. 4,5 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Auflösung für das Rätsel vom 8.4.:



    (B) Albert Lieven (4x) - (C) Kurt Beck (3x) - (A) Siegfried Wischnewski (2x) - (D) Wolfgang Preiss (1x)

    Neues Rätsel bis Samstag, 21. April:



    Aufgepasst! Ab heute gibt es pro richtiger Antwort nicht nur 1, sondern 2 Punkte.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Diesmal habe ich wie üblich gleich zu Anfang abgestimmt.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Der Francis-Durbridge-Grandprix 2018: Wertungsrunde 2

    Heute beginnt die zweite Wertungsrunde des Francis-Durbridge-Grandprix. Ich freue mich, dass wir – nach Anschauen der Ergebnisse der ersten Runde – offenbar eine kleine, aber kenntnisreiche Gruppe von Teilnehmern sind, die sich gut im Durbridge-Universum zurechtfinden und auch einige der „obskureren“ Werke kennen. Das Teilnehmerfeld umfasst – das lässt sich nun endgültig sagen – zwölf Personen, nämlich Billyboy03, brutus, Georg, Giacco, Grabert, Gubanov, Humphrey Connery, Jan, Josh, Matze K., Percy Lister und Ray.

    Auch in der zweiten Wertungsrunde werden 7 Durbridge-Krimis zur Bewertung stehen und in fünf Kategorien mit je 5 bis 1 Punkten eingeschätzt werden. Bei diesen Kategorien handelt es sich um:

    • Darsteller – Ist die Besetzung überzeugend? Gibt es zugkräftige Hauptdarsteller und glaubwürdige Verdächtige? Stimmt die Chemie zwischen den Schauspielern? Verkörpern sie Durbridges Figuren auf einprägsame Weise?
    • Drehbuch / Story – Hier geht es um Durbridges Talent für komplizierte Handlungsstrukturen. Schafft der profilierte Krimischriftsteller ein herausforderndes Rätsel oder verheddert er sich in seinen eigenen falschen Spuren? Wie logisch und eingängig ist die Story? Gibt es einen überzeugenden „mysteriösen Gegenstand“?
    • Inszenierung / Spannung – Auch die filmische Umsetzung des Durbridge-Stoffs möchte gut geglückt sein. Verstand es der Regisseur, die Vorlage ansprechend umzusetzen? Gibt es durchgängig hohe Spannung oder handelt es sich beim Film um eine Schlaftablette? Ist die Atmosphäre ansprechend? Sind insgesamt hohe Produktionswerte zu verzeichnen?
    • Wendungen / Cliffhanger – Ein typisches Merkmal von Durbridge-Krimis sind die Cliffhanger, mit denen die einzelnen Folgen der Mehrteiler enden. Aber auch in seinen Kinofilmen sind sie oft noch als herausragende Wendungen mitten im Filmverlauf zu spüren. Wie stark sind die Cliffhanger? Verleiten sie dazu, unbedingt weitersehen und dem Geheimnis auf den Grund kommen zu wollen?
    • freie Wertung – Hier könnt ihr nochmal eine eigene Einschätzung der Produktion abgeben, ohne an bestimmte Kategorien gebunden zu sein. Nutzt die freie Wertung, um andere Wertungsaspekte auszubalancieren oder weitere Elemente (z.B. Ausstattung oder Musik) zu berücksichtigen.
    Die zweite Wertungsrunde des Francis-Durbridge-Grandprix startet heute und dauert bis Samstag, den 21. April 2018. Alle Teilnehmer erhalten von mir per PM das Wertungsformular, das sie bitte bis zu diesem Datum vollständig ausfüllen. Das Abschicken der Wertungen bestätigt ihr bitte hier im Thread mit einer kurzen Meldung. Die folgenden Filme stehen nun zur Debatte:
    • Plötzlich und unerwartet (TV 1983, mit Michael Degen, Kerstin de Ahna, Jutta Speidel)
    • Tim Frazer jagt den geheimnisvollen Mr. X (Kino 1964, mit Adrian Hoven, Corny Collins, Paul Löwinger)
    • Dies Bildnis ist zum Morden schön (TV 1987, mit Gila von Weitershausen, Nicolas Brieger, Eva-Maria Meineke)
    • Melissa (TV 1965, mit Günther Stoll, Siegfried Wischnewski, Ruth Maria Kubitschek)
    • Der Andere (TV 1959, mit Albert Lieven, Wolf Frees, Heinz Klingenberg)
    • Die Puppe (TV 1975, mit John Fraser, Anouska Hempel, Cyril Luckham)
    • Paul Temple: Wer ist Rex? (Kino 1948, mit John Bentley, Dinah Sheridan, Margaretta Scott)

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Der Untergang

    Kriegsdrama, BRD 2003/04. Regie: Oliver Hirschbiegel. Drehbuch: Bernd Eichinger (Vorlagen „Der Untergang“: Joachim Fest, „Bis zur letzten Stunde“: Traudl Junge, Melissa Müller). Mit: Bruno Ganz (Adolf Hitler), Alexandra Maria Lara (Traudl Junge), Corinna Harfouch (Magda Goebbels), Ulrich Matthes (Joseph Goebbels), Juliane Köhler (Eva Braun), Heino Ferch (Albert Speer), Michael Mendl (General H. Helmut Weidling), Ulrich Noethen (Heinrich Himmler), Birgit Minichmayr (Gerda Christian), Christian Berkel (Prof. E.-G. Schenck) u.a. Uraufführung: 13. September 2004. Eine Produktion der Constantin Filmproduktion München.

    Zitat von Der Untergang
    Nach fünfeinhalb Jahren Krieg zieht sich die Schlinge langsam um Hitler und seine engsten Verbündeten zu. Das Führungspersonal des Dritten Reichs, seine Frauen und Kinder flüchten vor den immer näher rückenden russischen Truppen in den Führerbunker, von wo aus Hitler völlig illusorische Befehle erteilt, um die Lage noch irgendwie zu seinen Gunsten zu retten. Doch das Unabänderliche lässt sich nicht abwenden. Während sich auf Berlins Straßen die Leichen von Soldaten und Zivilisten türmen, macht sich auch im Bunker eine morbide Endzeitstimmung breit. Das Vertrauen in den Nationalsozialismus hat sich endgültig als Fahrkarte in den Tod erwiesen ...


    Die Geschichte ist keine gänzlich neue: Schon 1954/55 war G.W. Papst darauf gekommen, die letzten Tage im Führerbunker für seinen Spielfilm „Der letzte Akt“ nachzuerzählen. Auch die internationalen Produktionen „Hitler: Die letzten zehn Tage“ (1973) und „Der Bunker“ (1981) hatten ähnliche Zielsetzungen. Dennoch sorgte „Der Untergang“ wegen seiner besonders offenen, schonungslosen Darstellung, welche die beklemmende Enge des Bunkers, den fortgeschrittenen Wahnsinn Hitlers und die allgegenwärtige üble Gewalt miteinschließt, nach Uraufführung für immense Furore. Diese schloss den Streit darüber, ob der Film zu authentisch, zu wenig authentisch, zu hart oder nicht hart genug war, ebenso mit ein wie fast durchgängiges Hohelied auf Bruno Ganz‘ Darstellung der Hitler-Rolle sowie eine Oscar-Nominierung als bester fremdsprachiger Film.

    Um Distanz zur Figur des Diktators zu wahren, wird der Film durch die Augen seiner Sekretärin Traudl Junge erzählt. Dies regt zu einer schnellen Identifikation mit der von Alexandra Maria Lara durchaus einnehmend gespielten Rolle an (sie ist keine glühende Nationalsozialistin und wirkt von Protokoll und Kaltblütigkeit der Kriegstreiber um sie herum so manches Mal verunsichert). Nichtsdestoweniger dürfen Zweifel angemeldet werden, ob man mit einer Frau an so zentraler Stelle des Nazi-Machtapparats so einfach sympathisieren sollte. Regisseur Hirschbiegel löste diesen Zwiespalt mit kurzen Interviewausschnitten mit der echten Traudl Junge zu Anfang und Ende des Films auf, aus denen ersichtlich wird, wie schwer es Junge fällt, ihre Position in jenen Tagen nachzuvollziehen oder gar zu rechtfertigen.

    Bruno Ganz lässt den physisch und psychisch geknickten Führer in seiner ganzen Unannehmlichkeit vor den Augen des Publikums wiederauferstehen. Während es als Treppenwitz in die Produktionsgeschichte eingehen mag, dass ein Österreicher, der mit Deutschland die Welt erobern wollte, ausgerechnet von einem Schweizer verkörpert wurde, so handelt es sich dabei um einen zentralen Besetzungsclou: Ganz zeigt sowohl Schärfe, Egomanie und Realitätsverlust des Despoten als auch eine private, menschliche Seite Hitlers, ohne ihn dadurch weniger unheimlich wirken zu lassen. Rezensenten, die bemängeln, dass Hitler überhaupt in „normalen“ Situationen wie im Privatgespräch mit seiner Sekretärin oder beim Essen gezeigt wird, scheinen den Wirkeffekt des Films nicht verstanden zu haben.

    „Der Untergang“ erinnert an eine klassische Tragödie mit vorbestimmtem Ende. Trotz dieser Gewissheit gelang es Drehbuch und Regie, eine absolut fesselnde Erzählstruktur auf die Leinwand zu bringen. Gerade weil der Film hauptsächlich im Bunker und sonst zumeist in trostlosen Ruinen des bombardierten Berlins spielt, steht die schiere Unmenge der Figuren – und er zeichnet sowohl abgrundtief ideologisierte als auch latent positive – im Mittelpunkt des Interesses. Das kommt ebenso wie die Besetzung mit den versiertesten Stars der deutschen Kinobranche der Tiefe der Charakterisierungen bis in Kleinstrollen massiv zugute. Nicht einmal nach Hitlers Tod bricht der Spannungsbogen des Films in sich zusammen, weil genug faszinierendes Personal „aus der zweiten Reihe“ bereitsteht, um das dramaturgische Loch zu stopfen. Insbesondere Corinna Harfouch und Ulrich Matthes als Ehepaar Goebbels jagen einem Schauer über den Rücken. Aber auch Juliane Köhler gelingt eine faszinierend facettenreiche Darstellung der Eva Braun.

    Die fast schon dokumentarische Herangehensweise des Films bedingt, dass der gewählte Erzählausschnitt nur wie eine besonders dramatische Episode wirkt, man gerade die Hauptfigur von Alexandra Maria Lara aber auch gern davor und danach, z.B. bei ihrer Bewältigung des Erlebten, weiterbegleitet hätte. Man erhält im Abspann immerhin weiterführende Informationen zum Schicksal aller Protagonisten, wenngleich sich an dieser Stelle auch die Verwendung von Fotografien der „echten“ historischen Personen angeboten hätte – wenn schon nur, um aufzuzeigen, wie ähnlich ihnen optisch meist ihre Filmpendants sehen.

    „Der Untergang“ gleicht dem sprichwörtlichen Ritt der Nazis auf einem toten Pferd. Oliver Hirschbiegel gelang eine emotional ergreifende Schilderung des absoluten Endes eines angeblich tausendjährigen Reiches nach zwölfjähriger Existenz. Szenen der Desillusionierung, der Verbissenheit und der stillen und lauten Verzweiflung werden jedem Zuschauer lang im Gedächtnis bleiben. 5 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Bis Freitag, 20. April:



    Mittlerweile habe ich übrigens auch abgestimmt. Wir haben damit alle Stimmen zusammen, aber ich lasse die Runde noch offen, falls sich doch noch ein 13. Mitstreiter zur Teilnahme entscheidet.

  • Die deutsche Film- und Fernsehbranche ist ja mittlerweile fast schon berüchtigt für ihre Aufarbeitungswut der deutschen Zeitgeschichte. Nur wenige Winkel der eigenen Historie vom Dritten Reich über Nachkriegszeit, Mauerbau und Rolle im Kalten Krieg bis hin zur Wiedervereinigung und den Schwierigkeiten des Zusammenwachsens beider Landesteile sind nicht filmisch unter die Lupe genommen worden. Dabei reicht die Palette von großen Kinofilmen bis zu TV-Mehrteilern, von ernsttraurigen Dramen über Liebesfilme und Thriller vor dezidiert historischem Hintergrund bis zu heiteren Parodien. In diesem Thread soll die Möglichkeit bestehen, verschiedenste Produktionen zu besprechen, die einen bedächtigen, besänftigenden oder belehrenden Blick zurück in der Zeit werfen.

    Für Propagandafilme, die bis 1945 entstanden, sowie Aufarbeitungsfilme aus der Nachkriegszeit bis in die 1960er Jahre sollte nach wie vor der Thread Krieg, Kameradschaft, Katastrophen erster Anlaufpunkt sein. Für den hiesigen Diskussionsstrang dachte ich in erster Linie an aktuellere Produktionen wie „Der Untergang“, „Der Baader-Meinhof-Komplex“, „Good Bye Lenin“ u.a.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Asche über mein Haupt, dann bin ich wirklich der letzte Werter in dieser Runde. Ich will aber unbedingt noch "Der elegante Dreh" sehen, was ich bis jetzt noch nicht geschafft habe. Gelunzt auf eure Abstimmungen habe ich natürlich nicht, Ehrensache.

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum13.04.2018 19:45
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Derrick: Die zweite Kugel

    Episode 255 der TV-Kriminalserie, BRD 1996. Regie: Horst Tappert. Drehbuch: Herbert Reinecker. Mit: Horst Tappert, Fritz Wepper sowie: Philipp Moog (Pfarrer Figges), Oliver Hasenfratz (Konrad Kahlert), Götz Hellriegel (Valentino), Dirk Galuba (Johannes Kahlert), Lambert Hamel (Dr. Stanz), Peter Bertram (Veronese), Werner Asam (Oberkellner Mayer), Ursula Ludwig u.a. Erstsendung: 5. Januar 1996, ZDF.

    Zitat von Derrick: Die zweite Kugel
    Die Mafia verlangt Schutzgelder nicht nur von Spaghettitempeln, sondern auch von italienischen Gastronomen, die sich in München auf bayerische Biertradition verlegt haben. Der „Veronese“ führt ein solches uriges Lokal und weigert sich, weiter zu zahlen. Des Nachts erhält er Besuch von Jung-Mafioso Valentino und seinem Münchner Kumpel Konrad, die die Küche des Unwilligen in Brand setzen wollen. Doch der Veronese überrascht sie – er ist bewaffnet. In einem Handgemenge entreißt Konrad ihm die Waffe und erschießt ihn. Dummerweise wird er selbst dabei verwundet – eine Kugel bleibt im Arm stecken. Um vom Arzt nicht bei der Polizei verpfiffen zu werden, beschließt Konrad, seine Geschichte einem Pfarrer unter Beichtgeheimnis zu erzählen und diesen für einen verschwiegenen Arzt sorgen zu lassen ...


    Beichtgeheimnis à la „Dem Mörder eine Kerze“ und „Anruf in der Nacht“ trifft auf Schutzgelderpressung à la „Tod eines Italieners“ und „Nach acht langen Jahren“. Einfach nur zwei typische Handlungsstränge miteinander zu kombinieren und darauf zu hoffen, dass die Mischung ungewöhnlich genug ausfällt, um als neue Idee durchzugehen, kann – wie man am Beispiel von „Die zweite Kugel“ feststellt – auch nach hinten losgehen. Tatsächlich klaffen in Reineckers Drehbuch so frappierende Logiklöcher, dass man sich fragt, warum Tappert sie, als er für diese Folge auf dem Regiestuhl Platz nahm, nicht zu stopfen versuchte. Das Verhalten des jungen Konrad Kahlert gibt dem Zuschauer ebenso Rätsel auf wie das planlose Vorgehen der Mafia, die ausgerechnet den harmlosesten und verschwiegensten Zeugen zu beseitigen versucht.

    Das Besondere an der Folge ist, dass sie immer wieder zwischen den Ereignissen aus Sichtweise der Gangster und ihren Beratungen auf der einen sowie Derricks Ermittlungen auf der anderen Seite hin- und herwechselt. Durch den Wissensvorsprung, dass man als Zuschauer den Täter kennt, wird eine interessante Struktur ermöglicht, die Derrick auf ganz eigenen, für den Mörder nicht nachzuvollziehenden Wegen auf die richtige Fährte führt. Dem Schützen begegnet der Oberinspektor folglich erst in der 52. Minute – eine interessante Variation. Tappert erlaubte sich den Scherz, in dieser Szene wie ein Geist plötzlich aufzutauchen und dem jungen Tunichtgut damit einen gehörigen Schrecken einzujagen.

    Oliver Hasenfratz spielt diesen egoistischen Drückeberger mit großem Ausdruck – vielleicht manchmal sogar überengagiert. Man wird sich als Zuschauer weder ganz darüber klar, inwiefern er seine Tat zu bedauern bereit ist, noch, warum er überhaupt den Abzug betätigt hat. Die Mordszene ist zwar eindringlich und ziemlich hart inszeniert, gibt inhaltlich aber ebenso Rätsel auf wie das windig erklärte plötzliche Auftauchen des „Toten“ in der Aufklärungsszene (man habe ein Double engagiert, heißt es da bloß lapidar). Leider erhält Hasenfratz außerdem wenige bereitwillige Gegenspieler. Lambert Hamel ist eine rühmliche Ausnahme. Als Doktor obliegt ihm die schwierige Aufgabe, zwischen Hilfsbereitschaft und Bürgerpflicht abzuwiegen. Der Pfarrer achtet hingegen nur auf das Erstgenannte und bleibt deshalb eindimensional – zumal die Idee, ausgerechnet „Bürschchen“ Philipp Moog als Pfaffen zu besetzen, wohl einer durchzechten Nacht entsprungen sein muss. Am schlimmsten gerieren sich jedoch die „Italiener“ der Folge, die mit Götz Hellriegel und dem altbefürchteten Peter Bertram ‘mal wieder gar gruselig unitalienisch besetzt sind.

    Da wollte jemand zu viele Ideen in eine Folge packen: „Die zweite Kugel“ hat vereinzelte reizvolle Momente, scheitert jedoch an einem verworrenen, unrealistischen Plot und Besetzungen, die das Gefühl, dass sich die Geschichte vielleicht doch so zugetragen haben könnte, nicht unbedingt unterstützen. Der Von-Zeit-zu-Zeit-Regisseur Tappert hätte eine stärkere Vorlage gebraucht. 3 von 5 Punkten.



    Mit nur wenigen Spitzenfolgen und einem eher überschaubaren Punktschnitt von 3,4 pro Folge reiht sich „Derrick Collector’s Box 17“ relativ weit hinten in die „Derrick“-Hall of Fame ein. Die enthaltenen Episoden sind zum allergrößten Teil dem Jahrgang 1995 zuzuordnen, der sich als schwächer als der Vorjahresschub erweist und dennoch sauber und in überwiegendem Maße befriedigend gemacht ist. Am meisten bedauern muss man, dass Derrick mental nur mehr wenig gefordert wird und manchmal seine Fälle eher wie ein Hexenmeister mit sechstem Sinn löst. Die Sujets gefielen mir allerdings sehr gut; Box 17 hält sich von sumpfigen Schwabinger Lokalitäten und Drogenpuffgeschichten für die Reinecker-Verhältnisse angenehm fern. Haugk lieferte mit „Anruf aus Wien“ zudem einen wirklich starken, Weidenmann mit der „Teestunde“ einen ausgesprochen distinguierten Fall. Überraschend schwach dagegen die beiden Folgen, die Hauptdarsteller Tappert auf der anderen Seite der Kamera „verbrach“.

    Platz 01 | ★★★★★ | Folge 244 | Anruf aus Wien (Haugk)

    Platz 02 | ★★★★☆ | Folge 246 | Teestunde mit einer Mörderin? (Weidenmann)

    Platz 03 | ★★★★★ | Folge 248 | Kostloffs Thema (Haugk)
    Platz 04 | ★★★★★ | Folge 254 | Mitternachtssolo (Ashley)
    Platz 05 | ★★★★★ | Folge 250 | Eines Mannes Herz (Weidenmann)
    Platz 06 | ★★★★★ | Folge 253 | Herr Widanje träumt schlecht (Weidenmann)

    Platz 07 | ★★★☆★ | Folge 252 | Die Ungerührtheit der Mörder (Ashley)
    Platz 08 | ★★★☆★ | Folge 241 | Nachtgebete (Grädler)

    Platz 09 | ★★★★★ | Folge 242 | Abendessen mit Bruno (Weidenmann)
    Platz 10 | ★★★★★ | Folge 245 | Ein Mord, zweiter Teil (Weidenmann)
    Platz 11 | ★★★★★ | Folge 251 | Dein Bruder, der Mörder (Tögel)
    Platz 12 | ★★★★★ | Folge 247 | Ein Mord und lauter nette Leute (Grädler)
    Platz 13 | ★★★★★ | Folge 255 | Die zweite Kugel (Tappert)

    Platz 14 | ★★★★★ | Folge 243 | Katze ohne Ohren (Tappert)

    Platz 15 | ★☆★★★ | Folge 249 | Derricks toter Freund (Grädler)

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