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  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017DatumGestern 23:13
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Wir schreiben den 12. Dezember - das heißt, die Hälfte der Adventskalender-Türchen sind geöffnet worden. Zeit für einen Zwischenstand. Mit 10 Teilnehmern ist das diesjährige Feld etwas übersichtlicher, aber dafür helfen die Bonuspunkte wirklich prima dabei, dass die Antworten täglich verlässlich aufs Neue eintrudeln. Aber vielleicht kommt ja auch noch der eine oder andere Teilnehmer zu einem späteren Zeitpunkt dazu - insgesamt "nur" 24 mögliche Bonuspunkte stehen schließlich den 300 regulär bis zum 27.12. erhältlichen Punkten gegenüber.

    Bis heute wären maximal 78 reguläre plus 12 Bonus-Punkte = 90 Punkte insgesamt erreichbar gewesen.

    Die Teilnehmer haben bislang wie folgt abgeschnitten (jeder kann seine Position selbst ablesen):

    Platz 01: 86 Punkte bei 12 Antworten (11 richtig, 1 falsch)
    Platz 02: 75 Punkte bei 12 Antworten (10 richtig, 2 falsch)
    Platz 02: 75 Punkte bei 12 Antworten (10 richtig, 2 falsch)
    Platz 04: 63 Punkte bei 11 Antworten (09 richtig, 2 falsch)
    Platz 05: 58 Punkte bei 10 Antworten (09 richtig, 1 falsch)
    Platz 06: 54 Punkte bei 09 Antworten (07 richtig, 2 falsch)
    Platz 07: 53 Punkte bei 09 Antworten (08 richtig, 1 falsch)
    Platz 08: 48 Punkte bei 10 Antworten (08 richtig, 2 falsch)
    Platz 09: 46 Punkte bei 08 Antworten (07 richtig, 1 falsch)
    Platz 10: 40 Punkte bei 09 Antworten (07 richtig, 2 falsch)

    Für die Türchen sieht die Statistik wie folgt aus:

    01. Dezember: 10 Antworten, davon 09 richtig und davon 07 mit Bonuspunkten
    02. Dezember: 10 Antworten, davon 10 richtig und davon 07 mit Bonuspunkten
    03. Dezember: 09 Antworten, davon 02 richtig und davon 02 mit Bonuspunkten
    04. Dezember: 10 Antworten, davon 10 richtig und davon 10 mit Bonuspunkten
    05. Dezember: 08 Antworten, davon 08 richtig und davon 07 mit Bonuspunkten
    06. Dezember: 10 Antworten, davon 10 richtig und davon 09 mit Bonuspunkten
    07. Dezember: 08 Antworten, davon 08 richtig und davon 08 mit Bonuspunkten
    08. Dezember: 08 Antworten, davon 04 richtig und davon 03 mit Bonuspunkten
    09. Dezember: 09 Antworten, davon 06 richtig und davon 05 mit Bonuspunkten
    10. Dezember: 08 Antworten, davon 08 richtig und davon 07 mit Bonuspunkten
    11. Dezember: 08 Antworten, davon 07 richtig und davon 07 mit Bonuspunkten
    12. Dezember: 04 Antworten, davon 04 richtig und davon 04 mit Bonuspunkten

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017DatumGestern 19:55
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Kopf hoch: Entweder du lernst am 27.12. etwas Neues dazu oder du nutzt die Zeit bis dahin noch für weitere Recherche. In diesem Jahr geht durch die Bonuspunkte ein bisschen unter, dass die Lösung nicht am Tag selbst eintreffen muss. Und wie du selbst am Anfang sagtest: Mittlerweile ist der Unterschied zwischen 12 und 13 Punkten für die Antwort auch nicht mehr so groß. Also im Zweifelsfall nicht hetzen oder vorschnell aufgeben.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017DatumGestern 19:38
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Fürs heutige Türchen habe ich immerhin schon drei Antworten bekommen, die (ich glaube, anders wäre es bei dieser Frage gar nicht möglich) alle richtig waren.

  • Polizeiruf 110 (1971-..., TV)DatumGestern 13:00
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Polizeiruf 110: Blütenstaub

    Episode 10 der TV-Kriminalserie, DDR 1972. Regie: Gerhard Respondek. Szenarium: Hans Lucke. Drehbuch: Gerhard Respondek. Dramaturgie: Hans Jürgen Faschina. In den Hauptrollen: Peter Borgelt (Oberleutnant Peter Fuchs), Jürgen Frohriep (Oberleutnant Jürgen Hübner), Alfred Rücker (Assistent Lutz Subras). Mit: Eberhard Mellies (Ernst Lindau), Henry Hübchen (Peter Lindau), Friederike Aust (Greta Immendahl), Gudrun Jochmann (Melanie), Peter Groeger (Herr König, Apotheker), Hans Lucke (Dr. Senkpiel), Arnim Mühlstädt (Julius Schwarz), Karl Brenk (Kuddel) u.a. Erstsendung: 22. Oktober 1972. Eine Produktion des Fernsehens der DDR.

    Zitat von Polizeiruf 110 (10): Blütenstaub
    Alarm in einer Kleinstadtapotheke: Ein Unbekannter ist über Nacht ins Arzneilager eingebrochen und hat den Medikamentenschrank aufgebrochen. Seine Beute: Morphium und Strychnin – genug, um die ganze Stadt damit auszulöschen. Die Spurensicherung kann keine Fußspuren finden, wohl aber Rückstände von Blütenstaub. Sowohl die Reinemachfrau Immendahl, die zuvor einen deutlich angeseheneren Job als Laborantin innehatte, als auch ein Kohlenhändler aus der Nachbarschaft geraten unter Verdacht. Doch dann nimmt das Verbrechen einen unerwarteten Verlauf: Der Dieb spritzt das entwendete Morphium einem stadtbekannten Trinker und erpresst damit den Apotheker um 10’000 Mark!


    Die Besprechung enthält leichte Spoiler.

    Ähnlich wie seine erste „Polizeiruf“-Episode „Das Haus an der Bahn“ fällt auch „Blütenstaub“ von Gerhard Respondek trotz einer ansprechenden Kulisse sehr nüchtern und damit ein bisschen langweilig aus. Diesmal spielen sich die Ereignisse vor einer sozial erstaunlich zerklüfteten Kleinstadtkulisse ab und auch das Apothekenmilieu weiß ähnlich gut zu gefallen wie jenes der Bahner in Fall Nummer 5. Dennoch inszeniert der Regisseur zu gemächlich, um ernstliches Mitfiebern zu ermöglichen. Der Raub der Gifte wird so sachlich abgehandelt, dass das Damoklesschwert, das da über dem Städtchen und seinen Einwohnern hängt, kaum Wirkung zeigt. Ein paar Schaulustige besuchen zwar die Apotheke; allgemeine Angst macht sich aber keineswegs breit.

    Dafür wagt die Folge bei oberflächlicher Betrachtung einige Systemspitzen, die sich letztlich aber als das genaue Gegenteil entpuppen, als die sich am kritischsten äußernde Figur als Täter aus völligem persönlichen Versagen entlarvt wird. Immerhin ist der Showdown der Folge noch mit einer weiteren Wendung verbunden, die man so wohl eher nicht vorausgesehen hat und für die man den Autoren Lucke und Respondek Einfallsreichtum attestieren muss.

    Das erneute Auftreten von Eberhard Mellies in einer einigermaßen tragischen Rolle bildet eine weitere Brücke zu „Das Haus an der Bahn“, während der blutjunge Henry Hübchen als Freigeist markant, aber von Zeit zu Zeit etwas überkandidelt auftritt. Auch das übrige Ensemble überzeugt ohne Einschränkungen; zwischen den beiden weiblichen Apothekenangestellten (Friederike Aust und Gudrun Jochmann) blitzen immer wieder Eifersüchteleien auf, die sich zwangsläufig bei der Zusammenarbeit so verschiedener Charaktere auf engem Raum ergeben. „Blütenstaub“ markiert zudem die erste Zusammenarbeit von Peter Borgelt und Jürgen Frohriep. Die beiden Herren schieben im Gegensatz zu den kratzbürstigen Damen eine einigermaßen ruhige Kugel – ihre Kollaboration wird hier damit begründet, dass Vera Arndt gerade im Urlaub ist.

    Ein solider Krimi, der inhaltlich mit einigen interessanten Kehrtwenden zu punkten weiß, aber zu unengagiert erzählt wird, um richtig zu zünden. Borgelt und Frohriep nehmen sich in der Folge nicht viel; ihre Charakterprofile sollten weiter geschärft werden, um den Zuschauern noch plastischere Identifikationsfiguren zur Seite zu stellen. Für einen insgesamt stimmungsvollen Ausflug ins märkische J.W.D. zücke ich 3,5 von 5 Punkten.

    PS: Sehr gut eingebaut ist diesmal der Vorspann, der scheinbar ganz auf die Folge zugeschnitten ist. Er beginnt stets damit, dass die Nummer 1-1-0 gewählt wird und sich die Polizei, nachdem die Meldung von der Zentrale weitergegeben wurde, mit Sirenengeheul dem Tatort nähert. In „Blütenstaub“ passt dieser Ablauf mit dem vor dem Vorspann gezeigten Apothekeneinbruch und dessen Entdeckung durch Greta Immendahl perfekt zusammen.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017DatumGestern 05:42
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    12. Dezember:
    Seinen Hauptdarsteller lernte der Produzent des heute abgebildeten Films bei einer privaten Feier kennen. Wer war der Gastgeber, in welchem Edgar-Wallace-Film wirkte dieser mit und welcher Namensvetter eines berühmten Autors spielte in diesem Film ebenfalls mit?

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017DatumGestern 05:37
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

  • TV-Termine im Dezember 2017Datum11.12.2017 22:16
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #4
    18.12. (Mo), 23:00 bis 00:30 Uhr: Sensationsprozess Casilla (1939)

    Wem es gefällt, dass ein rares Krimidrama aus der damaligen Zeit 'mal wieder im ÖR-Fernsehen gezeigt wird, der kann sich ja vielleicht mit einem kurzen Klick an dieser Umfrage des MDR beteiligen, "Sensationsprozess Casilla" auswählen und signalisieren, dass Krimi-Ausstrahlungen auf Interesse stoßen:
    https://www.mdr.de/ufa/abstimmung-114.html

  • Eure Louis-Weinert-Wilton-RanglisteDatum11.12.2017 09:40
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Ist ja interessant, dass ein Film, der hier noch von niemandem außer mir die volle Punktzahl bekommen hat, den Epigonen-Grandprix gewinnen konnte. Die "Spinne"-Fans scheinen sich bislang ziemlich bedeckt zu halten.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum11.12.2017 09:36
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    11. Dezember:
    Nenne alle Schauspieler, die sowohl in diesem als auch im Film aus Türchen 5 mitspielen.

  • Eure Louis-Weinert-Wilton-RanglisteDatum10.12.2017 15:10
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Die chinesische Witwe auf dem weißen Teppich


    Gefühlsmäßig schätze ich die Louis-Weinert-Wilton-Krimis als stärker als ihre schwarzweißen Bryan-Edgar-Wallace-Pendants ein. Zwar kranken drei von ihnen daran, Koproduktionen zu sein, aber machen dennoch eine ganze Menge aus den klassischen Vorlagen, die inhaltlich vielschichtiger und atmosphärischer ausfallen als mancher doch sehr triste „BEW“-Stoff. Von mir aus hätte es gern eine Fortsetzung nach Teil 4 geben dürfen, wenn nach Hartwigs Rapid-Film-Intermezzo wieder ein anderer Produzent, bevorzugt natürlich Gero Wecker, eingesprungen wäre. Ein zweier LWW-Film im Stil der „weißen Spinne“ hätte die Serie noch immens bereichern können – Weinert-Wilton-Romane hätte es ja noch einige gegeben („Der schwarze Meilenstein“, „Der Panther“, „Der Drudenfuß“, ...).

    Was die vorliegenden vier Filme angeht, führt die „Spinne“ das Feld in aller Deutlichkeit an. Ich kann nur nochmal bestärken, dass hier einer der für meine Begriffe besten Epigonen der Sechzigerjahre zuwege gebracht wurde, der sogar im Vergleich mit den echten Wallace-Filmen ganz oben mitspielen kann. „Teppich“ und „Witwe“ sehe ich in etwa auf einem Niveau, auch weil sie sich produktionstechnisch sehr ähnlich sind. Der eine hat einen stärkeren Regisseur, der andere dafür ein stärkeres Drehbuch. ’Mal landet der eine in meinen Rankings weiter vorn, ’mal der andere. Diesmal war der „Teppich“ der Sieger, nächstes Mal könnte es wieder die „Witwe“ sein, die ich aber nicht für so stark halte, in der Top-10 eines Epigonen-Wettbewerbs berechtigt mitmischen zu können. Die „chinesische Nelke“ fällt in jeder Hinsicht ab; hier wurde leider nur ein verkappter Eurotrash-Gangsterkrimi geschaffen, der zehetgruber-typisch platt ausfällt.

    Mein momentanes Ranking daher:

    Platz 01 (5,0 Punkte): Die weiße Spinne (Reinl, 1963)
    Platz 02 (4,0 Punkte): Der Teppich des Grauens (Reinl, 1962)
    Platz 03 (3,5 Punkte): Das Geheimnis der schwarzen Witwe (Gottlieb, 1963)
    Platz 04 (2,0 Punkte): Das Geheimnis der chinesischen Nelke (Zehetgruber, 1964)

  • Eure Louis-Weinert-Wilton-RanglisteDatum10.12.2017 15:00
    Thema von Gubanov im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Auch wenn es „nur“ vier Filme sind, möchte ich doch äquivalent zu Rays Thread mit der Bryan-Edgar-Wallace-Rangliste auch einen für die Louis-Weinert-Wilton-Krimis eröffnen. Welche haben euch da am besten, welche am schlechtesten gefallen?

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Louis Weinert-Wilton: Das Geheimnis der chinesischen Nelke
    (Il segreto del garofano cinese / F.B.I. contre l’oeillet chinois)



    Kriminalfilm, BRD / IT / FR 1964. Regie und Drehbuch: Rudolf Zehetgruber (Romanvorlage „Die chinesische Nelke“, 1936: Louis Weinert-Wilton). Mit: Brad Harris (Donald Ramsey), Dietmar Schönherr (Dr. Cecil Wilkens), Paul Dahlke (Reginald Sheridan), Dominique Boschero (Mary Lou), Olga Schoberová (Susan Bexter), Klaus Kinski (Speranzo), Horst Frank (X2 alias Leutnant Legget), Pierre Richard (Inspektor Travers), Corrado Anicelli (Professor Bexter), Siegfried Gröning (Konstabler Gillespie) u.a. Uraufführung (BRD): 9. Oktober 1964. Uraufführung (IT): 26. Dezember 1964. Uraufführung (FR): 31. März 1965. Eine Produktion von Rapid-Film München, Metheus Film Rom und Les Films Jacques Leitienne Paris im Constantin-Filmverleih München.

    Zitat von Das Geheimnis der chinesischen Nelke
    Professor Bexter und sein Assistent Dr. Cecil Wilkens haben eine Formel für einen revolutionären Treibstoff entwickelt, der die gesamte traditionelle Ölindustrie in die Knie zwingen könnte. Deshalb ist neben Reginald Sheridan, dem streitbaren Chef der United Transocean Oil Company, auch eine Verbrecherbande hinter dem Mikrofilm, auf den die Formel kopiert wurde, her. Die Gangster, die ihren Hauptsitz in einem Hinterzimmer des Tanzlokals „chinesische Nelke“ haben, töten einen Privatdetektiv, welcher sich als Bexters Chauffeur getarnt hatte. Auch Bexters Nichte Susan droht Gefahr, obwohl sie von Muskelprotz Donald Ramsey rund um die Uhr bewacht wird ...


    Es wäre wohl schwierig, eine flachere und stereotypere Gangsterkrimi-Handlung zu finden. Alle Zutaten des Genres sind vorhanden – vom völlig unglaubwürdigen, aber letztlich nicht handlungsrelevanten MacGuffin über die verschiedenen Schauplätze zwischen Landhaus und Nachtclub bis hin zu Scherenschnittfiguren der „Guten“ und „Bösen“, die sich um den ominösen Mikrofilm bis aufs Blut streiten. Ähnlich wie bei der Edgar-Wallace-Reihe die Verfilmungen im Laufe der Jahre immer freier wurden, lässt sich auch hier leicht die oberflächliche Handschrift des Autors Zehetgruber feststellen, denn mit Louis Weinert-Wiltons Roman „Die chinesische Nelke“ hat der Film nur den Titel gemeinsam. In der Vorlage traten andere Figuren (z.B. Peter Owen und Tim Blake) auf; die Nelke war wirklich eine Blume und kein Etablissement (welches im Buch stattdessen auf den nicht weniger abwegigen Namen „Durstiger Stockfisch“ hörte).

    Der Umstand, dass es sich um einen Rapid-Film handelt, macht sich in mehrfacher Hinsicht qualitativ schwächend bemerkbar: Nicht nur die Wahl des Regisseurs erscheint nach Reinl und Gottlieb in den vorherigen LWW-Filmen äußerst fragwürdig; auch die Besetzung nahm gegenüber den Vorgängern an Prominenz und Ausstrahlungskraft deutlich ab. Namen wie Brad Harris, Dietmar Schönherr und Dominique Boschero rufen regelrecht nach B-Klasse-Exotikkrimis und verleihen der Produktion gerade im Direktvergleich mit vorherigen Teilen der Reihe ein dezidiertes Billig-Image. Auch das Zusammenwirken von Kinski und Frank wirkt wesentlich trashiger als ihre Auftritte in „Spinne“ bzw. „Witwe“, auch wenn es in der Interaktion einiger lichter Momente nicht entbehrt. Und schließlich wirkt der Film durch seine Aufnahmen in Prag mindestens ebenso unenglisch wie die Spanien-Koproduktionen „Teppich“ und „Witwe“; allein schon das latente Ostblock-Flair trägt alles andere als dazu bei, die Qualitätseinbußen auszubügeln ...

    In einem Film, der vom dauernden Kräftemessen der gegnerischen Seiten der Formelsucher und -verteidiger lebt, sollte man häufige Spannungsmomente und hohes Tempo erwarten. Leider ist Zehetgruber nicht in der Lage, diese Wünsche zu erfüllen. Er bemüht sich zwar um einige Action-Sequenzen, diese wirken aber nicht nachhaltig, weil sie teilweise – gerade die Kampfszenen sowie die abschließende Tricksequenz bei der Verfolgungsjagd – so ungelenk aussehen, dass sie eher komisch als spannungsfördernd ausfallen. Einen ganz besonders üblen Beigeschmack hinterlässt darüber hinaus die erste Szene mit Brad Harris und Olly Schoberová. Auch die „chinesische Nelke“ verströmt nur wenig unheimliches Flair: Im Zuschauerraum wackeln die Hupfdohlen trutschig mit den Hüften, während hinten Dominique Boschero an der Erfüllung ihrer überkandidelten Obergangsterinnenrolle scheitert.

    Man kann dem Film höchstens engagierte Auftritte eines auf der Karriereleiter seit seinen Hauptrollen in den 1940er Jahren einige Sprossen herabgestiegenen Paul Dahlke sowie des italienischen Gastdarstellers Corrado Anicelli (Professor Bexter) attestieren. Auch die Schwarzweißfotografie von Jan Stallich sowie die Musik von Miloš Vacek gehen in Ordnung; letztere ist zwar recht uneinprägsam, aber dafür angenehm dezent. Insgesamt ist das zu wenig, um den Zuschauer begeistert bei der Stange zu halten; die „chinesische Nelke“ bleibt deshalb ein bedauernswert farb- und qualitätsloser Abschluss der Weinert-Wilton-Reihe, bei dem verwirrt, weshalb sich die Constantin überhaupt für den Verleih hergab, hingegen aber wenig verwundert, dass es sich um die letzte Verfilmung des böhmischen Wallace-Kollegen handelte.

    Leider ein Zehetgruber, wie er im Buche steht. Das bedeutet 2 von 5 Punkten für unausgegorene „naive Kunst“ mit zu viel Langeweile und einer insgesamt eher zweitklassigen Besetzung.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum10.12.2017 09:08
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    10. Dezember:
    Wo wohnt die abgebildete Figur und wo wurden die Außenaufnahmen für diese Unterkunft gedreht?

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum10.12.2017 09:07
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

  • Eure DVDsDatum09.12.2017 22:24
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von patrick im Beitrag #1962
    Dann wünsche ich mir mal "a thrilling merry Christmas".

    Bisschen zeitig, was?

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Fehlpressung ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber es gab doch damals diesen Tonfehler beim "unheimlichen Mönch", wo in einer Szene kurz der Ton fehlt.

    WICHTIG ! ! Fehlerhafte DVD UMTAUSCHEN ! !

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum09.12.2017 13:11
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    @Marmstorfer: Das klingt bei allem Respekt eher nach jemandem, der sich darüber ärgert, keine 324 Punkte mehr bekommen zu können.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum09.12.2017 12:44
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Sorry, aber dann teile ich nicht die Auffassung der Fachliteratur, die ich für eine sehr fragwürdige, modern-globalisierte Herangehensweise halte. Wenn ein Film in einem Land vorher nicht gelaufen ist, feiert er dort für meine Begriffe bei seinem Kinostart seine nationale Uraufführung. Dass ich dieses Verständnis habe, kannst du auch fast wöchentlich nachlesen, wenn ich internationale Filme bespreche und dort z.B. von "Uraufführung (GB)" und "Uraufführung (BRD)" schreibe.

    Sherlock Holmes' größter Fall (1965) (2)

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Schade, dass die Serie erst empfohlen wird, nachdem sie bei Pidax nun nicht mehr erhältlich ist. Ich hatte vor einigen Jahren mit ihr geliebäugelt, als sie im Labelshop zum Spottpreis erhältlich war, aber mich aufgrund der totalen Abwesenheit von Forumskommetaren dann doch immer wieder dagegen entschieden.

  • Edgar-Wallace-Adventskalender 2017Datum09.12.2017 11:02
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Noch ein Wort zu gestern: Tatsächlich sind mehrere unterschiedliche Uraufführungstermine gemeint - die Frage spricht eindeutig von der "Kinouraufführung in der BRD" und von der "in der DDR". Diejenigen die richtig lasen und diejenigen, die interpretierten, hielten sich diesmal ungefähr die Waage.

    Für heute kehren wir wieder zu einer ähnlichen Frage wie am 7. Dezember zurück, weil es so gut geklappt hat:

    9. Dezember:
    Auch diese Figur versuchte sich als Schriftsteller. Welches Buch gab sie heraus und zu welchen Themen äußert es sich?

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