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  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Okay, deinen Punkt kann ich jetzt nachvollziehen. Das konkrete Wie bzgl. Exzentrik und Humor scheint Branagh aber ziemlich verfehlt zu haben.

    Zitat von Count Villain im Beitrag #62
    Warum es dann überhaupt versuchen?

    Dann stellt sich die Frage aus meiner Sicht: Warum überhaupt noch versuchen, Poirot zu verfilmen? Es ist einfach momentan - auch auf die Gefahr hin, mich von Seite 1 zu wiederholen - völlig unnötig. In 20, 30 Jahren könnte man vielleicht mal wieder darüber nachdenken. In der Zwischenzeit wäre es sinnvoller, wenn britische, amerikanische und französische Drehbuchautoren sich 'mal lieber selbst neue Krimis mit eigenen Ermittlern einfallen lassen würden, anstatt lückenhaft bei Christie abzuschreiben und deren Figuren halbherzig zu adaptieren. Die Crux ist halt, dass sich alles, wo Agatha Christie draufsteht, gut verkauft und wir deshalb mit diesen immer neuen Adaptionen leben müssen.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Mittlerweile ist mir unklar, was du anfangs überhaupt sagen wolltest. Wie auch immer: Dass Poirot in den Büchern manchmal für einen Frisör statt für einen Detektiv gehalten wird, hat wohl eine humoreske Note, die man bei Branagh sowie dessen Schnauzer und Frisur nie vermuten würde.

  • Edgar Wallace AusstrahlungenDatum06.07.2018 18:19
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von lasher1965 im Beitrag #451
    Auch unsere österreichischen Freunde kommen in diesem Sommer in den Genuss einer Wallace-Ausstrahlung. Der Sender ORF 3 zeigt am 19. Juli 2018 um 21.50 Uhr "Das Rätsel des silbernen Halbmonds". Eine Wiederholung steht für den 20. Juli um 23.10 Uhr auf dem Programm.

    https://www.tvmovie.de/tv/das-raetsel-de...monds-110881897

    Ein paar mehr Termine hat ORF 3 schon vorgesehen. Wer den Kanal empfangen kann, darf sich über ein recht umfangreiches Wallace-Programm freuen:

    19.07., 20:15 Uhr: Der Fälscher von London
    19.07., 21:50 Uhr: Das Rätsel des silbernen Halbmonds
    19.07., 23:25 Uhr: Der Fälscher von London (Wdh.)
    20.07., 23:10 Uhr: Das Rätsel des silbernen Halbmonds (Wdh.)

    26.07., 20:15 Uhr: Das Rätsel der roten Orchidee
    26.07., 21:45 Uhr: Der rote Kreis
    26.07., 23:25 Uhr: Das Rätsel der roten Orchidee (Wdh.)
    27.07., 23:40 Uhr: Der rote Kreis (Wdh.)

    02.08., 20:15 Uhr: Der grüne Bogenschütze
    02.08., 21:50 Uhr: Das Geheimnis der weißen Nonne
    02.08., 23:20 Uhr: Der grüne Bogenschütze (Wdh.)
    03.08., 23:30 Uhr: Das Geheimnis der weißen Nonne (Wdh.)

    Weitere Termine werden noch bekanntgegeben; laut ORF 3 sollen insgesamt 16 Filme im Zeitraum bis 6. September gezeigt werden.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Diesen Begriff würde ich keinesfalls mit dem Poirot der Bücher assoziieren. Der ist durchaus eine abgerundete, ernstzunehmende Persönlichkeit, die nicht nur aus lächerlichen oberflächlichen Ticks besteht, um auf Teufel-komm-raus anders zu sein. Dann könnte man von einer Schießbudenfigur reden. Dann wäre Poirot aber nicht über Jahrzehnte eine so erfolgreiche literarische Figur geworden, sondern schnell in Vergessenheit geraten.

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum05.07.2018 22:02
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #870
    Das Sichtungstempo muss nun aber deutlich anziehen; ansonsten benötige ich für den Rest der Serie noch über 30 Jahre.

    Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.
    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #870
    Platz 01: Eine ganz alte Geschichte (Brynych) 5/5
    Platz 02: Dem Mörder eine Kerze (Haugk) 4,5/5
    Platz 03: Pricker (Vohrer) 4,5/5
    ...
    Platz 14: Das sechste Streichholz (Vohrer) 3,5/5
    Platz 15: Am Abgrund (Ashley) 3/5
    Zitat von Gubanov im Beitrag #455
    Platz 01 | ★★★★★ | Folge 082 | Eine ganz alte Geschichte (Brynych)
    Platz 02 | ★★★★★ | Folge 077 | Dem Mörder eine Kerze (Haugk)
    Platz 03 | ★★★★★ | Folge 076 | Pricker (Vohrer)
    ...
    Platz 14 | ★★☆★★ | Folge 085 | Das sechste Streichholz (Vohrer)
    Platz 15 | ★★★★★ | Folge 080 | Am Abgrund (Ashley)

    Rangliste ist abgenickt, du darfst mit der nächsten Box fortfahren.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Ich freue mich sehr auf "Mord in der Rue Morgue". Hatte schon mehrfach den Mauszeiger gefährlich nah am Bestellbutton der australischen DVD und bin nun froh, gewartet zu haben.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Lord Peter im Beitrag #4
    Weil Matthew Pritchard geldgierig ist?

    Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen. Wir haben halt nicht mehr die angenehmen Zeiten, in der die Suchet-Serie gewissermaßen das Poirot-Monopol hatte. Außer natürlich hier im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wie du ja aufmunternd schreibst. Dass dieses wie üblich 20-25 Jahre hinter dem Trend her ist, macht sich in diesem Fall sogar 'mal positiv bemerkbar.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Danke für die kundige Einschätzung. Das bestärkt die Eindrücke, die ich in Trailern / Fotos von dem Film bekommen habe - insbesondere in Bezug auf die Lächerlichkeit der Branagh-Figur (ich möchte hier absichtlich nicht "Poirot-Figur" schreiben).

    Ich werde wohl warten, bis die DVD (zum "Tod auf dem Nil"-Release?) auf dem Grabbeltisch für 'nen Fünfer zu haben ist.

  • Kommissar Maigret - RadiohörspieleDatum03.07.2018 20:22
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Die Maigret-Projekte sind sehr lobenswert, nachdem die alten Diogenes-Auflagen mittlerweile vergriffen sind. Für mich ist natürlich auch besonders die Hörbuchreihe interessant. Eine vollständige Umsetzung aller Romane mit einem prominenten Sprecher. Herrlich!

    (Sowas sollte es auch von Wallace geben. )

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Gruselig!

    Wie man auf die Schnapsidee kam, Malkovich - einen US-Amerikaner! - in der Rolle zu besetzen, wird wohl ein Geheimnis der BBC bleiben. Hat nicht das Geringste mit Poirot zu tun, wie er im Buche steht. Vor diesem Hintergrund hört sich die Ankündigung der Drehbuchautorin, die auch schon bei "And Then There Were None" nicht die überzeugendste Arbeit geleistet hat, fast wie eine Drohung an: "We may all think we know Poirot but do we really know Hercule?"

    Spontan fallen mir drei Fragen ein:
    - Seit wann sind wir mit Poirot per Du?
    - Wo ist der berühmte Moustache?
    - Warum sieht Poirot dünn und krank aus?

  • Im Namen einer Mutter (1960)Datum02.07.2018 16:41
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Hui, Hans Putz als Mörder und Hans Paetsch als Gerichtspräsident in einem Erich-Engels-Film ("Mordprozess Dr. Jordan", "Dr. Crippen an Bord", "Mordsache Holm" ...). Das hört sich aber gut an! Eine DVD-VÖ würde ich sofort kaufen.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Eine 16-Wochen-Streckung kann niemand wollen. Wochentaktungen sind generell Quatsch für kontinuierlich erzählte Serien. Und das auch, wenn man 135 statt 45 Minuten am Stück sendet. Warum also nicht ein richtiges Event à la Fußball-WM / Dschungel-Camp mit täglicher Programmierung versuchen?

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Aber welch eine kuriose Programmentscheidung. Da produziert man die teuerste Serie Deutschlands und (ver-)sendet dann je drei Folgen am Stück?

  • The Finishing Line (1977)Datum01.07.2018 14:00



    The Finishing Line

    Informationskurzfilm, GB 1977. Regie: John Krish. Drehbuch: Michael Gilmour, John Krish. Mit: Anthony Carrick, Kevin Flood, Don Henderson, Peter Hill, David Howe, David Millett, Yolande Palfrey, Jeremy Wilkin sowie Schülern der Roebuck Junior School, Watton-at-Stone Primary School und Simon Balle School Hertfordshire. Eine Produktion von British Transport Film.

    Zitat von The Finishing Line
    Ein Junge sitzt in Tagträumereien versunken auf einer Eisenbahnbrücke ... Er stellt sich ein großes Schulfest vor, das unmittelbar an der Bahnstrecke veranstaltet wird. Die Kinder treten in mehreren Disziplinen in vier Teams gegeneinander an und müssen zum Beispiel Gleise vor dem Zug überqueren, Steine auf eine fahrende Bahn werfen oder durch einen Eisenbahntunnel laufen. Dabei minimiert sich in jeder Runde die Anzahl der Teilnehmer, denn das Spielen an den Gleisen ist eine gefährliche Angelegenheit ...


    Abschreckende Lehrfilme für Kinder und Jugendliche wurden und werden zu verschiedenen Themen produziert und gezeigt. Oft stehen zum Beispiel die Prävention von Drogenkonsum oder Gewaltverbrechen im Mittelpunkt. Das Anliegen des 1977 gedrehten Films „The Finishing Line“ ist eine klare Warnung vor dem unbefugten Betreten von oder sogar dem Spielen auf Bahnanlagen. Diese Botschaft vermittelt der Film auf eine derart schockierende Weise, dass er in Großbritannien einen über Generationen anhaltenden berüchtigten Ruf behielt, obwohl er schon zwei Jahre nach seinem Entstehen durch einen weniger expliziten Streifen ersetzt wurde.

    „The Finishing Line“ unterstreicht seine Botschaft durch eine solide Menge Filmblut und sich tot oder verletzt stellende Statisten, gewinnt seine fast schon traumatisierende Wirkung jedoch nicht durch die bloße Darstellung von Unfall und Katastrophe, sondern vielmehr durch seine regelrecht groteske Anmutung. Der ganze Film ist als Traumsequenz ausgeführt, welche die übliche neunmalkluge Zeigefinger-Rhetorik gänzlich auf den Kopf stellt. Anstatt zu verteufeln, was Kinder künftig unterlassen sollen, wird es als das Normalste von der Welt gezeigt, ja sogar als Anlass für ein Schulfest, bei dem Eltern und Lehrer eifrig mithelfen, ihre Kinder ins Krankenhaus oder sogar in den Tod zu befördern. Lebensmüde Mutproben werden als gesellschaftlich institutionalisierte Sportdisziplinen vorgestellt, in denen Preise an die Teams mit den geringsten „Spielerverlusten“ vergeben werden. Der Schutz, den Kinder und Jugendliche üblicherweise von Seiten der Erwachsenen erfahren, entfällt völlig ... und damit auch der geheime Anreiz, rebellisch genau das Gegenteil des Erlaubten zu tun. Ein spannender psychologischer Trick, den man fast schon als Kopfstand-Methode bezeichnen kann.



    Obwohl man sich die offensichtlichen pädagogischen Hintergründe schnell erschließt, wirkt der Film auch auf den erwachsenen Zuschauer. Seine Schonungslosigkeit bei gleichzeitigem Verzicht auf plumpe Belehrung kommt gerade vor dem Hintergrund seines Einsatzzwecks (z.B. zur Vorführung an Schulen mit Einwilligung der Eltern) überraschend; es sind sogar Horrorfilm-Rezensenten auf den Streifen aufmerksam geworden, die die surrealen Traumqualitäten der „Finishing Line“ hervorheben und auf jene Szene verweisen, in der die ruß- und blutverschmierten Körper der toten Kinder wie die von gefallenen Kriegssoldaten nach der Tunneldurchquerung Seit an Seit nebeneinander gelegt werden und bald mehrere Meter Gleisstrecke füllen. Regisseur John Krish fing diese Szenen – ihrer Wirkung immer bewusst – ebenso wie den vorherigen „Einmarsch“ der jungen Festteilnehmer in den Tunnel in langen, schmerzvollen Kameraeinstellungen ein. Am Ende hallt eine herausfordernde Frage blechern ans Ohr des (kindlichen) Zuschauers: „So – if any of you think that playing on the railway is a good idea, perhaps he or she would care to stand up.“

    John Krish erntete für den Film zwar verschiedene Preise, aber auch Gegenstimmen in der öffentlichen Debatte. Heute wäre eine Produktion wie „The Finishing Line“ aus pädagogischer Sicht freilich undenkbar, aber auch in den späten Siebzigerjahren gab es Skeptiker:

    Zitat von The Finishing Line (1977), BFI Screenonline, Quelle
    Not surprisingly, it immediately generated controversy, even becoming the subject of a Nationwide [...] debate following a television screening of the film. Some commentators and parents worried that children would be traumatised, others that it might actually encourage copycat vandalism. Many defended the film as an appropriately tough response to a serious problem. Nonetheless, in 1979 the film was withdrawn and replaced by the much softer Robbie. At this stage, we can only speculate as to which film better achieved the aim they both shared, of preventing injury and loss of life, but The Finishing Line remains among the most audacious public safety films ever made.


    Selbst für seine Zeit präsentiert sich der Aufklärungsfilm „The Finishing Line“ als heftig experimenteller Schocker, der durch Kinderaugen in seiner Intensität noch einmal deutlich zunimmt. Zeitzeugen, die den Film in jungem Alter sahen, berichten von Alpträumen, aber auch davon, dass er seinen Job, Kinder von Bahnanlagen fernzuhalten, perfekt erfüllte. Die Frage, wie weit man dafür gehen darf, darf man getrost zurückstellen, wenn man sich den Film heute rückblickend als verstörende Horror-Vision ansieht.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Momentan wird "Hafenpolizei" wieder im NDR ausgestrahlt. Ich hatte die erste Folge, die am 21.6. gezeigt wurde, aufgenommen, musste aber feststellen, dass der NDR das Bildformat auf 16:9 beschnitten bzw. aufgezoomt hatte und somit oben und unten Bildinformationen fehlen. Eine ganz scheußliche Unsitte - mancher ÖR-Sender scheint in dieser Beziehung seit den umgekehrten Verfahrensweisen mit Kinofilmen zu 4:3-Zeiten nichts gelernt zu haben.

    Da die Serie vor Kurzem von Pidax neu aufgelegt wurde (wie auch "Polizeifunk ruft" und "Hamburg Transit"), wollte ich mich nochmal vergewissern, ob diese DVD-Neuauflagen die Serien im korrekten 4:3-Bildformat enthalten. Und weiter nachgefragt: Handelt es sich um 1:1-Nachpressungen der alten ARD-Video-Scheiben oder hat Pidax ein Remastering vorgenommen?

  • Mord ist ihr HobbyDatum28.06.2018 23:30
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Angela Lansbury ermittelt auf unvermindert hohem Niveau weiter. Ihre Fälle und ihre Auftritte sprühen vor Esprit und geraten so verschiedenartig wie unterhaltsam. Auffällig ist, dass beide Spitzenfälle der Staffel 5.1 sich auf Todesfälle in der Vergangenheit beziehen, die lange Schatten werfen. Einerseits ermittelt Jessica Fletcher in privater Angelegenheit im Militär-Milieu, andererseits in einer Kleinstadt mit verhärteten Fronten. Weniger überzeugen kann in dieser Box Gradys Hochzeit, die albern, laut und überzogen daherkommt.

    Platz 01 | ★★★★★ | Episode 095 | Der letzte Flug der Dixie Damsel
    Platz 02 | ★★★★★ | Episode 093 | Nicht vergeben, nicht vergessen

    Platz 03 | ★★★★☆ | Episode 091 | Der neue Sheriff
    Platz 04 | ★★★★☆ | Episode 094 | Tod einer Legende

    Platz 05 | ★★★★★ | Episode 096 | Eine tödliche Prophezeiung
    Platz 06 | ★★★★★ | Episode 098 | Die Karrierefrau
    Platz 07 | ★★★★★ | Episode 089 | Geheimagenten unter sich

    Platz 08 | ★★★☆★ | Episode 090 | Die blutrote Nelke
    Platz 09 | ★★★☆★ | Episode 099 | Ein Erbe wird gesucht

    Platz 10 | ★★★★★ | Episode 092 | Drei Morde zuviel

    Platz 11 | ★★★★★ | Episode 097 | Hochzeit mit Hindernissen

    Die dazugehörigen DVDs:

  • Mord ist ihr HobbyDatum28.06.2018 23:15
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Mord ist ihr Hobby: Ein Erbe wird gesucht (The Search for Peter Kerry)

    Episode 99 der TV-Kriminalserie, USA 1989. Regie: Walter Grauman. Drehbuch: Peter S. Fischer. Mit: Angela Lansbury als Jessica Fletcher sowie Mason Adams, Michael Beck, Sam Bottoms, Vanessa Brown, Anita Morris, Lorna Patterson, William Prince, Marc Singer, Lane Smith u.a. Erstsendung (USA): 5. Februar 1989. Erstsendung (BRD): 19. Januar 1993.

    Zitat von Mord ist ihr Hobby: Ein Erbe wird gesucht
    Der Enkelsohn des Multimillionärs Andrew Kerry gilt seit 20 Jahren als verschollen. Die tüchtigsten Detektive konnten seinen Verbleib bislang nicht aufklären. Da macht sein ehemaliger Studienfreund Danny Schubert in Gegenwart von Familienfreundin Jessica Fletcher eine Entdeckung: In einer Bar wird eine unbekannte Komposition aus der College-Zeit des verschwundenen Peter Kerry gespielt. Und ihr Verfasser, der brotlose Künstler Rick Barton, könnte tatsächlich Kerry sein – jedenfalls war er vor 20 Jahren mit einem ausgelöschten Gedächtnis aufgewacht. Als Andrew Kerry und sein Anwalt Bartons Identität klären wollen, stirbt plötzlich Danny Schubert ...


    Die fünfte Staffelhalbzeitfolge konfrontiert den Zuschauer zu Beginn mit einem eher undurchschaubaren Gemenge an Familien- und Freundeskreisstrukturen, in die man sich etwas länger als üblich einfuchsen muss. Ist einem dies geglückt, kann man „Ein Erbe wird gesucht“ durchaus genießen, auch wenn es sich sicher nicht um eine der stärksten Folgen der Season handelt. Die Unsicherheit über die Frage, ob Rick Barton Peter Kerry ist, hält das Interesse wach, aber wirkliche Spannung kommt eher wenig auf, weil die Figuren eher leidlich miteinander harmonieren. Besonders das spätere Mordopfer Danny Schubert wird als oberflächlicher Unsympath gezeichnet, aber auch bei Millionär Kerry-senior hätte Peter S. Fischer mit etwas mehr Genauigkeit und Einfallsreichtum zu Werke gehen können. Heraus kommt deshalb eine grundsätzlich interessante Familienstory, der jedoch das gewisse Etwas fehlt. Es werden dafür aber seitens Jessicas einige sehr raffinierte Schlussfolgerungen angestellt, die wieder einmal irgendwo auf halbem Wege zwischen Sherlock Holmes und Inspektor Columbo angesiedelt sind, ihre Miss-Marple-Inspiration jedenfalls weit übertreffen.

    Leider perlen die cleveren Gedanken an dem teflon-glatten Polizeichef Underwood ab, den Lane Smith mit nervöser Überheblichkeit extrem unangenehm interpretiert. Man sucht sich eher Anita Morris als Gangsterliebchen Leona Schubert als Identifikationsfigur aus; auch Marc Singer als mysteriöser Rick Barton und dessen Verlobte Edie Lorraine (Lorna Patterson) hinterlassen einen guten Eindruck. Sie verleiten den Zuschauer eher, auf einen positiven Ausgang der Erbensuche hinzufiebern, als der um seinen Seelen- und Familienfrieden besorgte Millionär. Dieser wird von William Prince verkörpert, den man leider allzu leicht mit seinem eigenen Filmanwalt (Mason Adams) verwechseln kann.

    „Ein Erbe wird gesucht“ löst eine stark konstruierte Handlung logisch auf, demonstriert aber nicht unbedingt in jeder anderen Hinsicht nur Stärken. Es gab schon wesentlich engagiertere Vergangenheits-Verbrechen, denen Jessica auf die Schliche kommen muste. 3,5 von 5 Punkten.

  • Mord ist ihr HobbyDatum28.06.2018 22:45
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Mord ist ihr Hobby: Die Karrierefrau (Weave a Tangled Web)

    Episode 98 der TV-Kriminalserie, USA 1989. Regie: Seymour Robbie. Drehbuch: Robert E. Swanson. Mit: Angela Lansbury als Jessica Fletcher sowie Pamela Bellwood, George Chakiris, Mel Ferrer, Charles Haid, Gloria Loring, Ron Masak, James Sutorius, William Windom u.a. Erstsendung (USA): 15. Januar 1989. Erstsendung (BRD): 12. Januar 1993.

    Zitat von Mord ist ihr Hobby: Die Karrierefrau
    Es gefällt den meisten konservativen Einwohnern von Cabot Cove gar nicht, dass bei den Proctors Ehefrau Vivian das meiste Geld nach Hause bringt. Auch wenn sie berufsbedingt häufig abwesend ist, liebt sie ihre Familie doch sehr, sodass der Ort entsetzt ist, als sie unter Verdacht des Mordes an ihrem angeblichen Liebhaber gerät. Jessica findet heraus, dass der Tote keine Affäre mit Vivian Proctor hatte, sondern sie vielmehr erpresste, weil er um ein schmutziges Geheimnis wusste: Die herzliche Ehefrau ist nämlich eine Bigamistin! Es tut sich ein Abgrund auf, den Jessica nur mit viel Feingefühl und Undercover-Ermittlungen überbrücken kann ...


    „Mord ist ihr Hobby“ ist für seine etwas abwegigen Plots bekannt, die vor einer Anhäufung von Krimiklischees nicht zurückschrecken. In dieser Episode nimmt sich Robert E. Swanson das Führen eines raffinierten Doppellebens vor, das er auf beinahe tragische Weise mit einem Mord in Verbindung bringt, ohne die Identitätsschwindlerin und Bigamistin Vivian Proctor zu kompromittieren. Es gelingt ihm sogar, für die Figur sogar Mitleid auszulösen, weil ihrer Doppelehe keine böswilligen Motive zugrundeliegen. Zudem sorgt Vivians Position als Hauptverdächtige und gleichzeitig gute Freundin von Jessica für eine unwillkürliche Identifikation mit ihrem Charakter, sodass sofort klar ist (auch wegen des sehr plumpen sie belastenden Beweises am Tatort), dass sie keineswegs die Schuldige sein kann.

    Die Episode nimmt das Fehlverhalten ihrer Protagonistin zum Anlass, mit gesellschaftlichen (Vor-)Verurteilungen hart ins Gericht zu gehen. Besonders William Windoms Dr. Hazlitt echauffiert sich mit großem Elan über Frauen, die nicht in sein klassisches Rollenbild vom Heimchen am Herd passen, während Jessica seine Gedanken als altmodisch angreift und sich für einen respektvollen, nicht von Macho-Rhetorik geprägten Umgang ausspricht. Solche deutlichen Ansagen findet man in der ausgesprochenen Unterhaltungsserie sonst sehr selten; hier wird es stellenweise richtig (stammtisch-)politisch. Darüber vergaß Swanson aber nicht, dem Fall mit der nötigen Komplexität auszustatten. Besonders die verschiedenen falschen Fährten fallen positiv auf und ermöglichen ein Rätselraten bis kurz vor Ende.

    Etwas ungewohnter wird es für den Zuschauer, wenn Jessica Ermittlungen in einer von Cabot Coves weniger einladenden Spelunken anstellen muss und sich zu diesem Zweck als abgehalftertes Halbweltflittchen mit Vogelscheuchenlook und weitem Ausschnitt verkleidet. Diese Szenen nehmen etwas zu viel Zeit in Anspruch, den man anderweitig besser hätte nutzen können, ermöglichen aber immerhin einen kleinen, aber wesentlichen Auftritt des jungen Stanley Kamel, der US-Serienzuschauern als Psychiater Dr. Kroger in „Monk“ bekannt ist.

    Sehr solide Folge mit Message und überzeugender Grundidee. Wir lernen andere Seiten an Cabot Cove und Jessica kennen und erleben sie in vollem argumentativen und körperlichen Einsatz. 4 von 5 Punkten.

  • Charlie Chan DVDsDatum27.06.2018 18:57
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Aber immerhin mit Originalton, voraussichtlich guter Bildqualität und zwei Filmen in einer etwas preiswerteren Doppel-VÖ. Der Zusatz "Collection 1" legt nahe, dass man alle Filme bringen wird. Für mich werden die Boxen von Koch Media damit überhaupt erst interessant, denn ich stelle mir sicher keine unvollständige Filmreihe ins Regal.

  • Mord ist ihr HobbyDatum26.06.2018 23:45
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Mord ist ihr Hobby: Hochzeit mit Hindernissen (Something Borrowed, Someone Blue)

    Episode 97 der TV-Kriminalserie, USA 1989. Regie: John Llewellyn Moxey. Drehbuch: Philip Gerson. Mit: Angela Lansbury als Jessica Fletcher sowie Patricia Barry, Ray Buktenica, Conchata Ferrell, Michael Horton, Rick Hurst, Bill Macy, Howard Morris, Betsy Palmer, Eugene Roche, Gale Storm, Debbie Zipp u.a. Erstsendung (USA): 8. Januar 1989. Erstsendung (BRD): 13. Januar 1993.

    Zitat von Mord ist ihr Hobby: Hochzeit mit Hindernissen
    Grady will endlich heiraten. Seine Auserwählte Donna gehört jedoch einer äußerst stürmischen Familie an, sodass die letzten Hochzeitsvorbereitungen sowie der Tag der Trauung keineswegs glatt und komplikationslos verlaufen. Der Brautvater ignoriert Grady und zwischen den weiblichen Verwandten bricht ein eitler Konkurrenzkampf aus. Die alle anfeindende Köchin verschwindet zu allem Überfluss spurlos, nur um während der Feier ermordet im Gebüsch wieder aufzutauchen. Jessica muss die Wogen schnell glätten, damit die Verliebten trotz des grausigen Zwischenfalls doch noch zu einem Happy End kommen ...


    Dem gutmütigen, immer wieder von Pech verfolgten Grady Fletcher gönnt man den lange angestrebten Übergang vom Lebemann- ins Spießerleben von Herzen, doch gerade dieser Umstand macht es umso schwerer, sich mit dem gezeigten Arrangement zwischen ihm und Donna Mayberry anzufreunden. Schon in Episode #85 kündigte sich an, dass Debbie Zipp trotz Ehe im echten Leben filmisch an der Seite von Michael Horton wenig zu überzeugen weiß; in dieser Folge bestätigt sich die böse Vorahnung dann in voller Breite. Die beiden Jungdarsteller wirken fahrig und unsicher, alles andere als begeistert, sie hören einander kaum zu und machen ganz sicher nicht den Anschein eines über beide Ohren verliebten Paars. Stattdessen setzte Regisseur John Moxey auf die große Geste, was im Klartext einfach heißt, dass es keine einzige Szene im Hause Mayberry ohne lautes Geschrei und ausgleitende Gesichtsgrimassen gibt. Davor ist gerade auch Debbie Zipp nicht gefeit: Sie chargiert und künstelt so übereifrig, dass man Grady mit einem Megafon davor warnen möchte, in sein Unheil zu rennen. Zumal er offensichtlich eine Familie mitheiratet, deren Umgang miteinander eher einem Zirkus als einem geordneten Sozialleben entspricht. Alle Figuren in „Hochzeit mit Hindernissen“ wirken wie schlechte Parodien; sie benehmen sich in den allermeisten Fällen lächerlich kindisch.

    Unter den gegebenen Umständen fällt es schwer, überhaupt einen substanziellen Fall auszumachen. Die Vorbereitungen für das große Fest sowie dessen Durchführung nehmen weit mehr Raum ein als die Ausübung und Aufklärung des Verbrechens, das nur ganz beiläufig geschieht und ebenso wie das Opfer und die Verdächtigen nicht wirklich ernstzunehmen ist. Das ist schade, weil immerhin die Mordwaffe recht interessant wirkt – dass die missliebige Köchin mit einem messerscharfen Fleischthermometer aus dem Weg geschafft wird, mutet einigermaßen stimmig an. Weniger akzeptabel wird es dann aber schon wieder, wenn ihre Leiche wie in einer schlechten Bezugnahme auf Alfred Hitchcocks „Immer Ärger mit Harry“ auf einem Sackkarren durch das Hochzeitsanwesen gefahren wird. Dessen Besitzer in Gestalt von Eugene Roche und Gale Storm hinterlassen einen besonders üblen Eindruck, sodass es wohl besser gewesen wäre, Storm hätte auf diesen ihren allerletzten Schauspielauftritt gänzlich verzichtet. So bleibt als Silberstreif am Horizont dieser Folge lediglich das Fazit, dass man Gradys deftig missratenen Schwiegereltern in keiner weiteren Episode und auch Donna Mayberry-Fletcher selbst nur mehr in einer einzigen mehr über den Weg laufen wird.

    Wie schrieb Philip Gerson im Alleingang einen beliebten wiederkehrenden Seriendarsteller kaputt? Er gab ihm einfach eine schreckliche Ehefrau. Schade ist es sowohl um Grady als auch um die 45 Minuten, die sich der Zuschauer für einen kaum vorhandenen Fall mit einer nervigen und überkandidelten Hochzeit um die Ohren schlagen muss. 2 von 5 Punkten für die fraglos bisher schwächste Folge der Serie.

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