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  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    An einem trüben Nachmittag (Seance on a Wet Afternoon)

    Thriller, GB 1964. Regie und Drehbuch: Bryan Forbes (Romanvorlage: Mark McShane). Mit: Kim Stanley (Myra Savage), Richard Attenborough (William Henry „Billy“ Savage), Nanette Newman (Mrs. Clayton), Mark Eden (Charles Clayton), Judith Donner (Amanda Clayton), Gerald Sim (Detective Sergeant Beedle), Patrick Magee (Superintendent Walsh), Ronald Hines (Polizist bei den Claytons), Godfrey James (Claytons Chauffeur), Diana Lambert (Sheila, Claytons Sekretärin) u.a. Uraufführung (GB): 4. Juni 1964. Uraufführung (BRD): 4. Januar 1971. Eine Produktion von Beaver Films für Allied Film Makers und J. Arthur Rank Film Distributors.

    Zitat von An einem trüben Nachmittag
    Um ihre Bekanntheit als spiritistisches Medium zu steigern, ersinnt Myra Savage einen bösartigen Plan. Ihr Mann Billy, der ihr hörig ist, soll Amanda, das Kind des reichen Ehepaars Clayton, entführen. Tatsächlich bemächtigen sich die Savages des Kindes und halten es unter dem Vorwand, es befinde sich mit einer ansteckenden Krankheit in einem Hospital, in einem verschlossenen Raum in ihrem Hause gefangen. Von den Eltern verlangen sie Lösegeld; gleichzeitig setzt sich Myra mit ihnen in Verbindung, um ihnen ihre Hilfe als Medium anzubieten. Mrs. Clayton nimmt an der nächsten Seance teil – während sich Amanda im Raum nebenan befindet ...


    Die Frage, wie weit eine Psychopathin für Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu gehen bereit ist, macht diesen sich langsam entwickelnden und immer tiefere Persönlichkeitslagen enthüllenden Thriller zu einem packenden Erlebnis, in dessen Mitte die amerikanische Schauspielerin Kim Stanley eine beeindruckende Leistung abruft. „Seance on a Wet Afternoon“ gilt als Aushängeschild in der Karriere des „weiblichen Marlon Brando“ – eine Parallele, die wegen der Affinität beider Schauspieler zum sogenannten Method Acting gezogen wird – und brachte ihr sogar eine Oscar-Nominierung ein. Der Zuschauer lernt das Ehepaar Savage, in dem sie ganz eindeutig die Hosen anhat, zwar in ausführlichen Dialogen kennen, kann ihre Charakterzüge aber bis zum Ende nur schwer einschätzen. Ist sie ein echtes Medium oder eine Betrügerin? Wird sie vom Geist ihres eigenen toten Kindes beeinflusst? Geht sie in dem Verbrechen immer noch einen Schritt weiter, um ihr Ziel zu verwirklichen? Und wann kann ihr von ihrem Mann endlich Einhalt geboten werden?

    Regisseur Bryan Forbes strickte um diese Fragen einen Entführungsfall, der bei oberflächlicher Betrachtung einigermaßen harmlos wirkt. Oft, wenn Filme von Kidnapping erzählen, werden die Höllenqualen der Eltern in den Fokus gerückt und damit eine beißende Atmosphäre der Unsicherheit erzeugt – auch weil man das Entführungsopfer nach seinem Verschwinden meist nicht mehr zu Gesicht bekommt. Hier wird die andere Seite des Verbrechens beleuchtet, was die Story ihres kriminalistischen Effekts beraubt und den Zuschauer insofern in Sicherheit wiegt, als wenigstens keine abgebrühten Profis am Werke sind und in Billy Savage eine – wenn auch schwache – Stimme der Vernunft existiert. Bohrt man jedoch tiefer, ergeben sich durch Myras psychische Störung zunehmend erschreckende Momente, die selbst das gegenüber dem Roman reingewaschene Ende nicht unbedingt harmlos erscheinen lassen. Genauere Details sind schwer ohne Spoiler zu verraten; was vorausgeschickt werden kann, ist, dass „Seance on a Wet Afternoon“ sowohl für Freunde des handfesten Thriller-Metiers als auch für Anhänger des Übersinnlichen sehr zu empfehlen ist.



    Trotz seines bescheidenen Budgets brachte es der Film zu großem Ansehen bei Kritik und Filmschaffenden, die Bryan Forbes’ naturalistische Art der Regieführung unterstrichen. Die Idee, den Film chronologisch zu drehen, versetzte Stanley und Attenborough in die Lage, ihre Figuren plastisch und absolut folgerichtig anzulegen. Mit ihren Auftritten steht und fällt die Produktion (in diesem Fall steht sie ganz eindeutig) – Momente des Wahnsinns bei Stanley und der Verzweiflung sowie der Sanftmut bei Attenborough sorgen für Nervenkitzel und auch für einen gewissen Rührfaktor. Sehr stimmig ergänzt wird dies durch die dem Trubel der Swinging-Sixties entrückten Sets: Ein zugestelltes, Kälte und Isolation ausstrahlendes viktorianisches Anwesen und eine verlassene Rennbahn sind so weit vom Hier und Jetzt entfernt wie Myra von den Standfesten der Realität. Wenn es belebt und gefährlich wird – bei der Entführung an der Schule oder der Lösegeldübergabe in der Londoner U-Bahn – wird Billy von seiner Frau emotional gefügig gemacht und in die Höhle des Löwen geschickt.

    Die lebensnahe Art der Inszenierung verleitet in einigen Momenten des langsamen Spannungsaufbaus vielleicht dazu, dass sich ein Hauch zu viel Banalität einschleicht und Chancen schneller dramatischer Effekte nicht ausreichend genutzt werden. So werden die Seancen von Stanley zwar sehr effektiv getragen, nehmen aber insgesamt recht wenig Platz ein; auch aus der räumlichen Nähe von Mutter und Tochter während einer der Sitzungen wird im Gegensatz zur Vorlage wenig Profit geschlagen. Hätte man ein paar mehr Schocks der alten Schule verwendet, wäre „Seance on a Wet Afternoon“ also vielleicht noch etwas wirkungsvoller, aber sicher nicht so hoch angesehen und überhaupt eine ganz andere Art von Film geworden.

    Als faszinierende, ganz auf die Hauptdarsteller ausgerichtete Charakterstudie ungewöhnlicher Verbrecher, die davon sprechen, sich als Mittel zum Zweck ’mal eben ein Kind „auszuborgen“ und dann von den Konsequenzen überrannt werden, ist „Seance on a Wet Afternoon“ eine lohnenswerte, tiefgründige Entdeckung. Attenborough und Stanley spielen erschreckend glaubwürdig und die halboffene Lösung erlaubt interessante Interpretationsmöglichkeiten. 4 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Eine geniale Statistik mit Werten, die nichtmal ich im Blick hatte. Wird beim Zusammenbauen des nächsten Adventskalenders unbedingt hinzugezogen.

  • Rückblick 2017Datum31.12.2017 12:42
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Ich habe noch einmal die diesjährigen DVD-Veröffentlichungen mithilfe meiner DVD-Profiler-Liste rekapituliert. Sowohl Titel, die ich sofort gekauft habe, als auch solche, die noch auf der Wunschliste stehen. Die nennenswertesten für meine Begriffe sind die folgenden (nach Label sortiert):

    Brüche und Kontinuitäten: Werner Klingler (Icestorm)
    Brüche und Kontinuitäten: Hans Deppe (Icestorm)
    Brüche und Kontinuitäten: Milo Harbich (Icestorm)
    Herz ohne Gnade (Icestorm)
    Der Flüchtling aus Chicago (Icestorm)
    Schuss durchs Fenster (Icestorm)
    Drei vom Varieté (Icestorm)

    Banktresor 713 (Filmjuwelen)
    Dorothea Angermann (Filmjuwelen)
    Viele kamen vorbei (Filmjuwelen)

    Das Rätsel der grünen Spinne (Pidax)
    Agatha Christie: Das Spinngewebe (Pidax)
    Wer erschoss Boro? (Pidax)
    Edgar Wallace: Der Fall der verängstigten Lady (Pidax)
    Maigret und der Würger von Montmartre (Pidax)

    Tenebrae (Arrow)
    Death Walks on High Heels (Arrow)
    Death Walks at Midnight (Arrow)
    The Red Queen Kills Seven Times (Arrow)
    The Night Evelyn Came out of the Grave (Arrow)
    Deep Red (Arrow)

    Die Männer vom K3 - Staffel 1 (Studio Hamburg)
    Die Männer vom K3 - Staffel 2 (Studio Hamburg)
    Der Hammermörder (Studio Hamburg)

    Wenn es Nacht wird in Paris (Studio Canal)

    Sherlock Holmes' größter Fall (Koch Media)
    Das Privatleben des Sherlock Holmes (Koch Media)

    Schwarzer Kies (Concorde Home Entertainment)

    Bzgl. der Anzahl lohnenswerter Titel hat also Icestorm die Nase vorn, insgesamt halte ich die Pidax-Titel aber für am relevantesten. An dieser Stelle daher auch nochmal danke an @Georg für sein Engagement. Ebenfalls traumhaft waren für mich dieses Jahr die diversen perfekt restaurierten, mit Unmengen Bonusmaterial ausgestatteten und spottbilligen Arrow-DVD-Re-Releases der Giallo-Klassiker (GB-Importe). Für nächsten Februar ist da schon eine neu restaurierte Version der "schwarzen Handschuhe" angekündigt (als Limited-Edition-Blu-ray kam sie schon dieses Jahr), die die alte amerikanische Blue-Underground-Scheibe ersetzen wird. Ein Traum für Gelbjacken!

  • RomaneDatum30.12.2017 14:09
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #300
    Interessant ist es übrigens, eine so enthusiastische Kritik zu "Zimmer 13" zu lesen, der tendenziell eher nicht zur üblichen Wallace-Spitzengruppe gehört. Mir steht er noch bevor.
    Zitat von Der schwarze Abt im Beitrag #302
    Dann will ich ihn dir herzlichst empfehlen, Gubanov! Ich habe mir zum Vorsatz gemacht, die vier längeren Reeder-Romane in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

    Nach lediglich viereinhalb Jahren (Asche über mein Haupt) habe ich den Roman "Zimmer 13" nun via Hörbuchfassung nun im Detail kennengelernt. Und ich möchte @Der schwarze Abt zustimmen: Hierbei handelt es sich wirklich um einen sehr stimmungsvollen Krimi, der zur Gruppe der starken Wallace-Bücher zu zählen ist. Nicht nur hält er eine Reihe herrlicher Mr.-Reeder-Auftritte bereit, auch hat er einige mordmäßig spannende Momente. Die Handlung ist ähnlich wie "Der Zinker" oder "Der Banknotenfälscher" als Romantik-Krimi angelegt, in dem die aufrichtige weibliche Hauptfigur an einen (tlw. angeblich) schurkischen Gatten gerät. Im Vergleich zu Zinker und Fälscher geht "Zimmer 13" aber noch einen Schritt weiter, denn das Schlamassel steht zu Beginn schon fest und der Roman ist quasi als ein einziger Rachefeldzug angelegt, der jedem Protagonisten starke Motivationen verleiht. Sehr gut gemacht und mit einem exzellenten Finale in einem Gefängnis.

    Das Urteil unserer regulären Buchbesprecher würde mich in diesem Fall auch sehr interessieren.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Wow, ich bin ziemlich begeistert über eure wirklich zahlreichen und umfangreichen Rückmeldungen. Die Louis-Filme scheinen ja hier richtig ins Schwarze zu treffen bzw. früher getroffen und gute Erinnerungen hinterlassen zu haben. In der Tat kann ein bisschen unbeschwerte Unterhaltung zwischen all dem Mord und Totschlag, der hier normalerweise dominiert, nicht schaden. Und was die Louis-Filme von anderen Komödienklamotten abhebt, sind die oft doch sehr ausgefeilten Verwechslungshandlungen, die teilweise richtig komplexe Ausmaße annahmen. Louis im Mittelpunkt machte dann nicht selten eine wirklich komische, verzweifelte Figur, was den Zuschauer dazu verleitet, mit ihm mitzufiebern, obwohl er oft Ekel oder Egoisten spielte.

    Was "Balduin, das Nachtgespenst" angeht, muss ich wirklich von einer gewissen Enttäuschung hoher Erwartungen sprechen. Das Ganze lief doch arg zahm, um nicht stellenweise sogar zu sagen: lahm, ab. Der Name Denys de la Patellière ist mir vor allem von "Der Killer und der Kommissar" her ein Begriff - ein Film, der sich ja auch nicht gerade durch Tempo und Hochspannung auszeichnete. Von Klamauk bzw. überzogener Blödelsynchro konnte ich im "Nachtgespenst" allerdings gar nicht so viel entdecken, vielleicht bin ich diesbezüglich - auch mangels Kenntnis der Originalfassung - etwas dickfelliger.

    Ich selbst habe aus Jugendtagen vor allem die "Fantomas"-Filme (der Hexer trifft Mabuse trifft Comedy) und den wunderbaren "Oscar" von 1967 in bester Erinnerung und diese auch schon seit Längerem selbst auf DVD. Sie werden sicher über Kurz oder Lang dann auch hier im Thread einmal genauer unter die Lupe genommen werden.

  • Rückblick 2017Datum30.12.2017 01:37
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Josh im Beitrag #2
    Bei den Labels gehört der Preis für die beste Arbeit Subkultur, die VÖ's des Jahres sind Blutiger Freitag und die Brut des Bösen, was da ein Gesamtpaket für einen kundenfreundlichen Preis abgeliefert wurde, Wahnsinn.

    Naja, auch wenn ich nicht daran zweifle, dass die Auswertungen subkultur-typisch hochwertig ausgefallen sind, wäre es schön, wenn man dasselbe Prädikat auch den ausgewerteten Filmen an sich verleihen könnte. Solange Subkultur nur (für mich uninteressanten) Trash in Edel-VÖs bringt, ist der Preis "Bestes Label" von meiner Warte aus sehr weit von Subkulturs Reichweite entfernt. Für mich geht er dieses Jahr an Pidax, die für die beste Edgar-Wallace-Neuigkeit des Jahres, die VÖ des BBC-Period-Dramas "Der Fall der verängstigten Lady" gesorgt haben. Auch anderweitig war das Pidax-Programm dieses Jahr vor allem gen Jahresende für mich deutlich attraktiver als das von Filmjuwelen, die sich mittlerweile fast vollständig auf unspannende Zweitauswertungen von ehemaligen Kinowelt-Lustspielen mit Rühmann, Alexander und Erhardt versteift haben. "Banktresor" fiel noch auf Anfang 2017? Gut, dafür gibt es ein Fleißsternchen - ich muss mir selbiges mit dem Kauf der DVD aber immer noch erst verdienen.
    Zitat von Ray im Beitrag #4
    TV-Sender des Jahres ist für mich Arte, der regelmäßig nationale und internationale Klassiker in sehr guter Qualität zu vernünftigen Sendezeiten zeigt.

    Ja, das ist Arte hoch anzurechnen. Darüber hinaus möchte ich die kürzliche Ausstrahlung von "Sensationsprozess Casilla" im MDR lobend hervorheben. One etabliert außerdem Agatha Christie am Mittwochabend. Bisher wurden hauptsächlich klaumaukhafte französische Neuinterpretationen gezeigt, 2018 geht es dann mit David Suchets originalem "Poirot" richtig los.
    Zitat von Ray im Beitrag #4
    -An einem Freitag um halb zwölf (BRD/F/I 1961)

    An diesen Film habe ich als DVD-Veröffentlichungswunsch kurioserweise auch als allererstes gedacht. Außerdem - leider unwahrscheinlicher - würde ich die professionelle Zugänglichmachung alter deutscher Krimis von vor 1945 sehr befürworten.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Wir müssen noch abrechnen ... Die zehn Teilnehmer haben dieses Jahr ohne Ausnahme mit ehrenwerten Punktsummen im dreistelligen Bereich abgeschlossen. Die Qualifikationsquote (190 Punkte oder mehr) war diesmal mit acht von zehn Leuten so hoch wie nie zuvor. Deshalb Gratulation an alle Teilnehmer und insbesondere an die erfolgreichen Schnüffler im Sinne der nachträglichen Belohnung. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, euch den Dezember über auf die Probe zu stellen und euer Fachwissen und die Recherchekünste zu bewundern.

    Abgeschlossen habt ihr wie folgt:

    320 Punkte bei 24 Antworten: @Peter
    309 Punkte bei 24 Antworten: @Marmstorfer
    284 Punkte bei 24 Antworten: @Harry Lime
    282 Punkte bei 23 Antworten: @brutus
    237 Punkte bei 20 Antworten: @Humphrey Connery
    202 Punkte bei 17 Antworten: @Josh
    195 Punkte bei 19 Antworten: @Matze K.
    190 Punkte bei 17 Antworten: @Ray
    177 Punkte bei 17 Antworten: @Count Villain
    143 Punkte bei 21 Antworten: @greaves

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Über diese Klausel hätten wir zu Beginn des Spiels diskutieren können (Lösungen, die besser sind als verlangt).

    Hier nun die Statistiken für die einzelnen Tage:

    Tür 01: 10 Antworten, davon 09 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 02: 10 Antworten, davon 10 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 03: 09 Antworten, davon 02 richtig, davon 02 mit Bonuspunkt
    Tür 04: 10 Antworten, davon 10 richtig, davon 10 mit Bonuspunkt
    Tür 05: 10 Antworten, davon 10 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 06: 10 Antworten, davon 10 richtig, davon 09 mit Bonuspunkt
    Tür 07: 08 Antworten, davon 08 richtig, davon 08 mit Bonuspunkt
    Tür 08: 08 Antworten, davon 04 richtig, davon 03 mit Bonuspunkt
    Tür 09: 10 Antworten, davon 07 richtig, davon 05 mit Bonuspunkt
    Tür 10: 08 Antworten, davon 08 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 11: 10 Antworten, davon 08 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 12: 07 Antworten, davon 07 richtig, davon 04 mit Bonuspunkt
    Tür 13: 09 Antworten, davon 09 richtig, davon 08 mit Bonuspunkt
    Tür 14: 09 Antworten, davon 08 richtig, davon 04 mit Bonuspunkt
    Tür 15: 09 Antworten, davon 09 richtig, davon 05 mit Bonuspunkt
    Tür 16: 07 Antworten, davon 06 richtig, davon 04 mit Bonuspunkt
    Tür 17: 10 Antworten, davon 09 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 18: 06 Antworten, davon 05 richtig, davon 02 mit Bonuspunkt
    Tür 19: 05 Antworten, davon 05 richtig, davon 05 mit Bonuspunkt
    Tür 20: 09 Antworten, davon 09 richtig, davon 08 mit Bonuspunkt
    Tür 21: 08 Antworten, davon 06 richtig, davon 05 mit Bonuspunkt
    Tür 22: 09 Antworten, davon 08 richtig, davon 07 mit Bonuspunkt
    Tür 23: 09 Antworten, davon 08 richtig, davon 08 mit Bonuspunkt
    Tür 24: 06 Antworten, davon 06 richtig, davon 04 mit Bonuspunkt

    Wir sehen: Insgesamt gaben die 10 Teilnehmer 206 Antworten, wovon 181 richtig waren. Die 25 falschen Antworten konzentrieren sich auf 12 Fragen des Kalenders; die meisten fielen bei Frage 3 (7 falsche Antworten), 8 (4 falsche Antworten) oder 9 (3 falsche Antworten) rein. 8 Fragen wurden von allen 10 Teilnehmern angegangen, wobei das übliche Nachlassen der Teilnahmemoral zwischen den frühen Türchen und den späten zu bemerken ist (durchschnittlich 9,2 Antworten pro Frage vom 1. bis 12.12. und nur 8,0 Antworten vom 13. bis 24.). Andererseits halfen die verlockenden Bonuspunkte bei der schnellen Beantwortung der Fragen: Der überwiegende Anteil der richtigen Antworten (143 von 206) erreichte mich noch am Tage des Türchenöffnens.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #169
    Steht das in dem Buch von Schloss Hastenbeck? Und ist die andere Info, die im Netz/Literatur grassiert, nach derer Frau Glas die Rolle von einer erkrankten Grit Böttcher übernommen hat "Fake News"?

    Genau, die Info zur "uMönch"-Frage ist dem Hastenbeck-Buch zu entnehmen. Dort wird die Geschichte anhand des Drehbuchexemplars von Hartmut Reck nachvollzogen. Wir können deshalb davon ausgehen, dass die älteren Böttcher-Infos, die von Joachim stammen, überholt sind. Im Drehbuch ist von Böttcher schon keine Rede mehr und von Glas noch keine.
    Zitat von Count Villain im Beitrag #169
    Und Bild 23 war so fies wie es im Nachhinein eindeutig ist. Für mich sah das die ganze Zeit aus wie eine Kutte. Ich wäre im Leben nicht auf Froyant gekommen.

    Wie Marmstorfer schon schrieb: Diese Frage hätte man sich, ohne den Bildausschnitt sofort zu erkennen, gut einschränken können. So enorm viele Rialto-Wallace-Filme, die vorher schon in Deutschland bzw. mit deutschen Schauspielern verfilmt wurden, gibt es nicht wirklich.
    Zitat von Count Villain im Beitrag #169
    Ich verlange Neuauszählung des Türchens.

    Dann würden alle sechs User, die außer dir die Frage noch beantwortet haben, ihre 24 oder 25 Punkte verlieren. Das lassen wir 'mal hübsch bleiben.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Zitat von Cinemascope im Beitrag #327
    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine deutsche Schauspielerin bekommt deutsche Rollen und muss für das deutschen Publikum synchronisiert werden. Schauspiel funktioniert doch ganz wesentlich über Stimme.

    Das würde ich nicht überbewerten. Was für großartiges Schauspiel sollte man in so einer Mädchen-Nebenrolle schon erwarten? Dass z.B. die junge Karin Baal in ihrer berühmten Hauptrolle in "Die Halbstarken" von Brigitte Grothum synchronisiert wurde, ist da schon ein ganz anderes Kaliber.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    Balduin, das Nachtgespenst (Le tatoué)

    Komödie, FR / IT 1968. Regie: Denys de la Patellière. Drehbuch: Alphonse Boudard, Pascal Jardin (Romanvorlage: Alphonse Boudard). Mit: Jean Gabin (Graf von Montignac / Colonel Legrain), Louis de Funès (Balduin Mézeray [i.O. Félicien Mézeray]), Paul Mercey (Pellot), Yves Barsacq (Postbeamter), Pierre Tornade (Polizeiwachtmeister), Jean-Pierre Darras (Lucien), Joe Warfield (Larsen), Donald J. von Kurtz (Smith), Lyne Chardonnet (Valérie Mézeray), Ibrahim Seck (Butler bei Mézeray) u.a. Uraufführung (FR): 18. September 1968. Uraufführung (BRD): 21. März 1969. Eine Produktion von Les Films Copernic Paris, Les Films Corona Paris und Ascot Cineraid Rom.

    Zitat von Balduin, das Nachtgespenst
    Da glaubt der Kunsthändler Balduin Mézeray, seinen Augen nicht trauen zu können: Auf dem Rücken eines wildfremden Mannes entdeckt er die Tätowierung eines begehrten Malers. Der Träger des Motivs stellt sich aber leider als überaus eigensinniger Herr heraus, der das Kunstwerk auf seiner Haut nicht so einfach verkaufen will. Mézeray, der nach dem Motto „Jeder ist käuflich“ lebt, muss dem Tätowierten, der sich als waschechter Graf von Montignac herausstellt, dafür erst versprechen, dessen Familienschloss auf eigene Kosten zu renovieren. Dabei handelt es sich um eine völlig baufällige Ruine ...


    „Wenn Sie kurz mit dem Besen durchgehen, ist die Stube doch wohnlich.“

    Der offensichtliche und charmante Reiz dieses Films besteht darin, zwei absolute Größen des französischen Sechzigerjahrekinos aufeinandertreffen zu lassen, die verschiedener nicht sein könnten: Louis de Funès und Jean Gabin. Der bärbeißige Gabin und sein aufgekratzer Kollege stoßen sich wie Tag und Nacht ab, was dem Film eine wunderbare Zwietracht zu Grunde legt, die die beiden in Duellen wörtlicher und körperlicher Natur zwischeneinander austragen. De Funès nimmt in diesem Zweikampf den Part des intellektuellen, modernen Stadtmenschen ein, dessen Habsucht ebenso ausgeprägt ist wie seine Abhängigkeit von Telefonen und dem Komfort des gehobenen Lebens. Gabin steht diesem Figurenentwurf als genügsamer Militarist alter Schule gegenüber, der eigenbrödlerisch seinen Lebensabend verbringt und von Außenstehenden für verrückt gehalten wird (nicht, dass sich die beiden Typen diesbezüglich etwas nehmen würden ...). Was beide verbindet, ist ihre aufbrausende Art – jede Szene beinhaltet deshalb eine Option auf explosiven Ausgang und gegenseitige Sticheleien sind in ausreichendem Umfang vorhanden.

    Von den Dreharbeiten wird berichtet, dass die beiden Akteure sich aber ebensowenig grün waren wie die von ihnen dargestellten Figuren – zu groß die Wesensunterschiede und vielleicht auch der Star-Nimbus beider Männer.

    Zitat von Marc Halupczok: Louis de Funès, Ubooks-Verlag, Mossautal 2013, S. 153f
    [Die Journalistin Jacqueline] Cartier beobachtet die Dreharbeiten und merkt an, wie die beiden Stars in Drehpausen zu ihren Stühlen zurücklaufen, ohne sich eines Blickes zu würdigen. Überflüssig zu erwähnen, dass die zwei Stühle im Studio so weit wie nur möglich auseinander stehen. Denn die beiden Typen sind einfach zu verschieden, wie de Funès [in einem] Interview erzählt. [...] In einem kurz darauf folgenden Fernsehinterview erklärt de Funès zudem, dass er es als anstrengend empfinde, mit humorlosen Kollegen zu drehen. Zitat: „Und er [Jean Gabin – Anm. d.A.] ist so was von überhaupt nicht lustig.“


    In Bezug auf letzteren Kommentar merkt man Gabin tatsächlich in einigen Szenen eine gewisse Angespanntheit an, aufgrund derer er doch nicht so gut wie gewünscht in der Rolle des exzentrischen Grafen aufgeht. Die abgefahrenen Zutaten eines Louis-Films passen vielleicht einfach wirklich nicht unbedingt zu seiner Vorstellung eines gelungenen Filmprojekts. Zu zahm daher oft das Zusammenspiel der Hauptdarsteller; schmunzeln ja, aber Lachsalven wie so oft bei Louis – die kommen nur selten.

    Die Handlung erweist sich diesmal als völlig geradlinig; von der Komplexität ausgewachsener Verwechslungskomödien ist sie weit entfernt. Dennoch scheint sie am Ende ihre ursprüngliche Prämisse aus dem Auge zu verlieren; die nach großen Hindernissen langsam erstärkende Freundschaft zwischen dem Kunsthändler und dem Tätowierten lässt das eigentliche Geschäftsinteresse sowie das Renovierungsprojekt immer weiter in den Hintergrund treten, sodass am Ende weder das eine noch das andere zufriedenstellend abgeschlossen werden kann. Auch der deutsche Titel erweist sich im Großen und Ganzen als Schuss in den Ofen, denn von einem „Nachtgespenst“ ist letztlich nicht viel zu merken – außer einer amüsanten Szene, in der Jean und Louis im Nachthemd mit MGs auf Plünderer feuern und dabei in einer Mischung aus Inspektor Clouzot und James Bond inszeniert werden. Dabei handelt es sich nicht um den einzigen markanten Musikeinsatz; die Arbeit von Georges Garvarentz passt sich den Figuren und ihrer Zeitgeistigkeit bzw. weltfremden Noblesse perfekt an.

    Was sowohl für de-Funès- als auch für Gabin-Fans durchaus sehenswert ist, verfehlt das Prädikat „perfekte Komödie“ trotz prominenter Besetzung und hohen Produktionswerten doch ziemlich deutlich. Zwischen den Darstellern kommt keine echte Sympathie auf und wirkliche Lacher-Kracher liefert das „Nachtgespenst“ auch nur in bescheidenem Maße. 3 von 5 Punkten. Wer weiß, was möglich gewesen wäre, wenn die Handlung konsequenter am Vertrag zwischen Mézeray und Montignac geblieben wäre?

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Ich glaube, da ist ein Druckfehler auf eurem Cover - eigentlich müsste das "Kapitän Marmsen" heißen.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Im Anhang findet sich ein nochmal ein PDF mit allen Lösungen. Ebenfalls darin enthalten die vollen Screenshots, denen die jeweiligen Bildausschnitte entnommen wurden, sowie die Quellen, in denen man die Lösungen hätte finden können.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Teil 4 (19. bis 24. Dezember)

    19. Dezember: Der unheimliche Mönch
    Q: Wie unterscheiden sich diese Rolle und ihre Besetzung zwischen Drehbuch und fertigem Film?
    A: die Rolle der Mary war eine von laut Drehbuch drei Internatsschülerinnen; sie sollte ursprünglich mit Dunja Rajter besetzt werden; für Glas wurde kurzfristig eine vierte Rolle ins Drehbuch geschrieben, die den Rollennamen Mary übernahm, während Rajters Part in Dolores umbenannt wurde

    20. Dezember: Der Gorilla von Soho
    Q: Wer hängt an der Stange?
    A: Sugar (Herbert Fux)

    21. Dezember: Der Frosch mit der Maske
    Q: Wo und ab wann wird dieser Ermittler demnächst wieder regelmäßig auf Spurensuche gehen?
    A: im Imperial-Theater Hamburg ab 30. März 2018

    22. Dezember: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe
    Q: Nenne fünf Filme des gleichen Genres, in denen die Darstellerin ebenfalls mitwirkte.
    A: Rosita Torosh war u.a. auch in „Das Geheimnis des gelben Grabes“, „Eye in the Labyrinth“, „Die Nacht der rollenden Köpfe“, „Spasmo“ und „Spuren auf dem Mond“ zu sehen

    23. Dezember: Der rote Kreis
    Q: Welcher andere deutsche Schauspieler spielte die Rolle bereits in einer früheren Verfilmung? An welchem Theater spielten beide Darsteller der Rolle in ihrer frühen Karriere? Welches Wallace-Stück inszenierte dessen Intendant im Jahr 1927?
    A: Fritz Rasp und Albert Steinrück spielten ab 1914 bzw. 1906 unter Max Reinhardt am Deutschen Theater; Reinhardt inszenierte dort 1927 „Der Hexer“

    24. Dezember: Das Phantom von Soho
    Q: Zu Weihnachten werden Wünsche wahr. Welcher Wunschtraum aus dem Leben des Kriminalassistenten geht in diesem Film in Erfüllung?
    A: den eigenen Chef zu verhaften

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Teil 3 (13. bis 18. Dezember)

    13. Dezember: Der Mönch mit der Peitsche
    Q: Welcher Auftrag wird hier erfüllt?
    A: die Entwicklung eines geruchlosen und geschmacklosen (bzw. geruchsneutralen) Giftgases, das im Bruchteil einer Sekunde tötet

    14. Dezember: Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse
    Q: Nenne acht Synchronsprecher aus diesem Film, die auch als Darsteller oder Synchronsprecher an einem oder mehreren der 36 Edgar-Wallace-Filme mitwirkten.
    A: Erich Fiedler, Heinz Giese, Beate Hasenau, Ursula Heyer, Reinhard Kolldehoff, Arnold Marquis, Gerd Martienzen, Friedrich Schoenfelder, Siegfried Schürenberg, Fritz Tillmann

    15. Dezember: Der Teufel kam aus Akasava
    Q: Wann und in welchem Zusammenhang entstand das Drehbuch zum Film?
    A: Ladislas Fodor verfasste es bereits Mitte der Sechzigerjahre, als Brauner an die Afrika-Wallace-Filme von Towers anknüpfen wollte, weil er keine Rechte für die Kriminalromane hatte; der Misserfolg der Afrika-Filme hielt ihn dann davon ab, es gleich zu verfilmen

    16. Dezember: Die seltsame Gräfin
    Q: Wie viele verschiedene bedenkliche Stoffe werden worin nachgewiesen? In welcher Dosis?
    A: in den Pralinen steckt ein Giftstoff: Blausäure, die auch als Cyanwasserstoff oder unter der Summenformel HCN bekannt ist; genug, um 10 Personen zu töten

    17. Dezember: Neues vom Hexer
    Q: Welcher Teil des Originalbuchs wurde in beiden Hörspielfassungen umgesetzt?
    A: die Kurzgeschichte „Der Elektroingeneur“

    18. Dezember: Die neunschwänzige Katze
    Q: Über welche Straße blickt dieses Fernglas, wenn man den realen Filmdrehort als Handlungsort der Szene annimmt?
    A: über die Via Vincenzo Vela in Turin

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Teil 2 (7. bis 12. Dezember)

    7. Dezember: Das Geheimnis der schwarzen Koffer
    Q: Mit wem schloss der Autor dieser Filmvorlage seine erste Ehe und wie lang hielt diese? Welches forenrelevante Buch schrieb die Gattin während der Ehe? Welche Titel tragen die vier Teile des Buches in der deutschen Übersetzung von Wilm W. Elwenspoek?
    A: Bryan Edgar Wallace war fünf Jahre (1934-39) mit Margaret Lane verheiratet, die 1938 „Edgar Wallace: Das Leben eines Phänomens“ veröffentlichte; die vier Teile des Buches heißen „Der Junge“, „Der Tommy“, „Der Reporter“ und „Das Phänomen“

    8. Dezember: Zimmer 13
    Q: Wie viele Tage Differenz bestanden zwischen der Kinouraufführung und der TV-Erstsendung des Films in der BRD, wie viele in der DDR?
    A: 8709 Tage Differenz in der BRD, 1204 Tage in der DDR

    9. Dezember: Im Stahlnetz des Dr. Mabuse
    Q: Auch diese Figur versuchte sich als Schriftsteller. Welches Buch gab sie heraus und zu welchen Themen äußert es sich?
    A: „Die Anatomie des Teufels“: Verbrechen und Sünde, Der Vampyr-Mythos, Der Wolfsmensch-Mythos, Der Dr.-Mabuse-Mythos

    10. Dezember: Der Hund von Blackwood Castle
    Q: Wo wohnt die abgebildete Figur und wo wurden die Außenaufnahmen für diese Unterkunft gedreht?
    A: im Old-Inn (Drehort: Akademischer Segler-Verein Berlin, Scharfe Lanke 57)

    11. Dezember: Das 7. Opfer
    Q: Nenne alle Schauspieler, die sowohl in diesem Film als auch im Film aus Türchen 5 mitspielen.
    A: Hansjörg Felmy, Werner Peters, Harry Riebauer, Friedrich Georg Beckhaus

    12. Dezember: Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse
    Q: Seinen Hauptdarsteller lernte der Produzent dieses Films bei einer privaten Feier kennen. Wer war der Gastgeber, in welchem Edgar-Wallace-Film wirkte dieser mit und welcher Namensvetter eines berühmten Autors spielte in diesem Film ebenfalls mit?
    A: Artur Brauner lernte Lex Barker auf einer Party von James Mason kennen, der 1936 die Hauptrolle in „Prison Breaker“ neben einem Schauspieler namens Ian Fleming verkörperte

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Es kam dann auch fast nichts mehr. Nun also die Lösungen:

    Teil 1 (1. bis 6. Dezember)

    1. Dezember: Das Geheimnis der grünen Stecknadel
    Q: Welche zwei Schauspieler waren seitens der Rialto für die Hauptrolle dieses Films in den verschiedenen Planungsphasen vorgesehen, bevor man die endgültige Besetzung fand?
    A: Günther Schramm, Günther Stoll

    2. Dezember: Das Gasthaus an der Themse
    Q: Wer wird in dieser Szene gleich das Zeitliche segnen?
    A: Roger Lane (Jan Hendriks)

    3. Dezember: Der Rächer
    Q: Welcher war der letzte Kriminalfilm, in dem der Darsteller vor diesem Auftritt mitwirkte? Nenne sechs Rialto-Wallace-Darsteller, die ebenfalls in diesem Film zu sehen waren.
    A: „Die Frau am dunklen Fenster“, u.a. mit Christiane Nielsen, Robert Graf, Alice Treff, Hans Paetsch, Fritz Schröder-Jahn, Marga Maasberg und Reinhold Nietschmann

    4. Dezember: Die weiße Spinne
    Q: Welche Inschrift versetzt die Frau in Angst?
    A: „Auch der Tod kann uns nicht trennen! Richard“

    5. Dezember: Die Tote aus der Themse
    Q: Wessen Beine liegen wo herum?
    A: Myrna Fergussons (Lyvia Bauers) Beine am Piccadilly Circus

    6. Dezember: Die toten Augen von London
    Q: In welcher Doppelfunktion wirkte der Schauspieler am gesuchten Film mit?
    A: Wolfgang Lukschy nahm neben seiner Rolle als Stephen Judd gemeinsam mit Alfred Vohrer auch Änderungen am Drehbuch von Egon Eis vor (Credit im Vorspann: Dialogmitarbeit)

  • TV-Termine im Dezember 2017Datum27.12.2017 22:26
    Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Gerade lief "Hercule Poirots Weihnachten" und ich bin aufs Neue absolut begeistert. Nicht nur ein stimmiger Weihnachtskrimi zu einem würdigen Schauplatz; auch David Suchet hat wieder einmal haargenau ins Schwarze getroffen mit seinen Poirot-Eigenheiten, dem cleveren Ermittlungs- und Enthüllungsstil sowie dem Zusammenspiel mit Philip Jackson als Chief Inspector Japp.

    Wer es nicht gesehen hat, sollte die Wiederholungen oder spätestens den Orient-Express am 17.1. nicht verpassen.

    Lobenswert hervorzuheben auch das Technische der One-Ausstrahlung. Gezeigt wurde die Folge mit top-restauriertem Bild (wenn auch leider mit eingedeutschtem Bildmaster, aber man kann nicht alles haben) sowie im Zweikanalton mit Auswahl zwischen deutscher Synchro und O-Ton. Es kommt also jeder auf seine Kosten; ich habe mich natürlich für Suchets herrliche Originalstimme entschieden. Nur am Anfang hat der Praktikant einmal auf den falschen Knopf gedrückt, als Poirot in einer Szene zwischenzeitlich wieder Deutsch sprach, bevor der Sender seinen Irrtum bemerkte.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema



    The Squeaker (Murder on Diamond Row)

    Kriminalfilm, GB 1937. Regie: William K. Howard. Drehbuch: Edward O. Berkman, Bryan Edgar Wallace (Buchvorlage, 1927: Edgar Wallace). Mit: Edmund Lowe (Inspektor Barrabal / Kapitän Leslie), Sebastian Shaw (Frank Sutton), Ann Todd (Carol Stedman), Tamara Desni (Tamara), Robert Newton (Larry Graeme), Allan Jeayes (Inspektor Elford), Alastair Sim (Joshua Collie), Stewart Rome (Superintendent Marshall), Mabel Terry-Lewis (Mrs. Stedman), Gordon McLeod (Mr. Field) u.a. Uraufführung (GB): 26. August 1937. Eine Produktion von London Film Productions für United Artists Corporation.

    Zitat von The Squeaker
    Ein Verbrecher namens „der Zinker“ erleichtert Londons Juwelendiebe um ihre Beute. Wer nicht mit ihm kooperiert, wird an Scotland Yard verpfiffen. Während der Einbrecher Larry Graeme seinen eigenen Aufstand gegen den Zinker plant, setzt die Polizei einen gestrauchelten Ermittler auf ihn an: Nach einigen Eskapaden soll Inspektor Barrabal seine Tüchtigkeit unter Beweis stellen, indem er sich inkognito von der Firma des Philanthropen Frank Sutton einstellen lässt. Dort laufen nicht nur die Fäden des Falles zusammen; auch fällt während eines Empfangs im Hause Suttons ein tödlicher Schuss auf Larry Graeme ...


    Whose hand writes these messages of death ...?

    A family affair, wie die Briten sagen, war das Wallace-Business eigentlich schon immer. So heiratete Edgar Wallace 1921 seine Sekretärin Ethel Violet King, seine Schwiegertochter Margaret Lane verfasste 1938 seine Biografie und seine Tochter Penelope Wallace gründete 1969 die Edgar-Wallace-Society. Als das Filmgeschäft sich immer mehr den populären Wallace-Stoffen annahm, nahm sogar der Autor selbst bei einigen Verfilmungen auf dem Regiestuhl Platz bzw. verfasste das Drehbuch. So auch zur 1930er-Adaption des „Squeaker“, der seine zweifelhafte Berühmtheit hierzulande unter dem Decknamen „Der Zinker“ verteidigte. Als „The Squeaker“ 1937 von Alexander Kordas London Film Productions wieder aus der Schublade geholt wurde, las man wiederum den Namen eines anderen Familienmitglieds im Vorspann: den des ältesten Sohns Bryan Edgar. Bryan Edgar hatte auch die Scripts zu den Wallace-Filmen „The Frightened Lady“ (1932), „White Face“ (1932), „The Flying Squad“ (1932), „Strangers on Honeymoon“ (1936) und „The Mind of Mr Reeder“ (1939) verfasst.



    Die Adaption ist Bryan Edgar Wallace vorbildlich gelungen. Er verschob einige Handlungsstränge der Vorlage bzw. baute sie aus, um damit neben der Romanze um Beryl Stedman (die hier Carol heißt und von Ann Todd verkörpert wird) und Captain Leslie auch dauerhaft eine attraktive Krimihandlung bieten zu können. Die Szenen, in denen der Zinker sich mit den Juwelendieben trifft, wurden in herrlich düsteren Bildern eingefangen und der Mord an Larry Graeme zum tragischen Höhepunkt des Films herausgearbeitet. Ganz besonders einprägsam gestaltet sich indes das Finale in einem verdunkelten Scotland-Yard-Büro, in dem Edmund Lowe als unkonventioneller Ermittler Barrabal / Leslie und Sebastian Shaw als Frank Sutton bärenstark aufspielen. Bryan Edgar versuchte gar nicht erst, den schwachen Whodunit der Geschichte zu wahren, sondern enttarnte den „Zinker“ schon frühzeitig, um den Rest der Handlung in handfester Thriller-Manier ablaufen zu lassen.

    Hinzugefügt wurde ein Seitenstrang um die Nachtclubsängerin Tamara, die die hinreißende und gut mit dem Plot verknüpfte Ballade „He’s Gone“ anstimmen darf. Im Gegenzug wurden Abstriche bei der Figur des Reporters Joshua Collie gemacht, was dem Film in Anbetracht des von Alistair Sim dick aufgetragenen Cockney-Humors sehr zugute kommt. Unterm Strich eine ungewöhnliche, aber sehr zufriedenstellende Umsetzung, die Sky Cinema zum Urteil „a fast moving, very professionally made thriller“ und US-Filmkritiker Leonard Maltin zum Lob „classy cast in first-rate Edgar Wallace mystery“ veranlasste.

    Eine liebenswerte, aber etwas unausgewogene Wallace-Geschichte wurde für diese Verfilmung stark bearbeitet, aber in diesem Zuge eindeutig verbessert. Edmund Lowe, der die Doppelrolle des Undercover-Ermittlers bereits am Theater gespielt hatte, stellt seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis und sammelt Sympathiepunkte, während die junge Ann Todd und der aalglatte Sebastian Shaw ein passend unpassendes Paar aus charity lady und undurchsichtigem Geschäftsmann bilden. 5 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von Gubanov im Thema

    Hmm, bei diesen Streaming-Seiten ist Vorsicht geboten. Da weiß man nicht, was man sich neben dem Film womöglich noch alles einfängt.

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