Robert Adolph Wilton Morley, CBE (* 26. Mai 1908 in Semley, Wiltshire; † 3. Juni 1992 in Wargrave, Berkshire) Meines Wissens hat Robert Morley nur in einem einzigen Wallace-Film mitgespielt: Das Geheimnis der weißen Nonne (Originaltitel: The Trygon Factor). Ist das korrekt? Oder weiß jemand etwas über einen weiteren Wallace-Film, in dem Morley eine Rolle hatte?
Ich kenne keinen weiteren Wallace Film. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, daß Morley Deutsch sprach, doch das scheint falsch zu sein. Jedenfalls ist er mir irgendwie als "Deutscher" in Erinnerung.
Zitat von Havi17 im Beitrag #2Ich kenne keinen weiteren Wallace Film. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, daß Morley Deutsch sprach, doch das scheint falsch zu sein. Jedenfalls ist er mir irgendwie als "Deutscher" in Erinnerung.
Ein kurioser Eindruck, da Morley für mich eigentlich eine "ur-britische" Erscheinung war und im Film meist eine Variante des "John Bull" verkörperte - die Karikatur eines aufgeblasenen, dicklichen und oft auch dümmlichen Engländers. Mütterlicherseits hatte er zwar deutsche (und burische) Vorfahren, sprach und verstand aber (laut der von seinem Sohn Sheridan Morley verfassten Biographie) kein Deutsch.
Zitat von Mr Keeney im Beitrag #3Das liegt sicher daran, dass ihn unter anderen Siegfried „Sir John“ Schürenberg so kongenial deutsch vertonte…😉
Wenn ihn jemand "kongenial deutsch vertonte", dann wohl eher Erich Fiedler. Siegfried Schürenberg war in den "tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten" zwar auch nicht schlecht, aber Fiedler war für mich einfach die Idealstimme.
Ja, das stimmt schon. Deshalb schrieb ich ja auch bewusst „unter anderen“. Aber Fiedler erweckt natürlich unmittelbar die Assoziation zu Morley, selbst wenn auf dem Bildschirm dann gar nicht Morley ist. 😉 Aber andererseits dachte ich bei dem Thema wirklich auch sofort an Schürenberg, also hinterließ der irgendwie auch einen bleibenden Eindruck…
Morley war sicherlich nicht der wandelbarste Schauspieler aller Zeiten, aber ich freue mich immer, wenn er auftaucht - vor allem in seinen Rollen in "African Queen", "Topkapi" oder "Der Wachsblumenstrauß" bleibt er mir im Gedächtnis. Dass er bei der "Nonne" auch dabei war, hatte ich schon fast wieder vergessen. Erst kürzlich habe ich den James Bond-"Konkurrenten" "Das Mörderschiff" mit Anthony Hopkins gesehen, wo er quasi den "M" gibt - etwas näher am Geschehen als dieser, aber auch eher wieder als britisch-snobistische, dickliche, trottelige Karikatur angelegt.
Auch wenn Morley irgendwann nach dem immer gleichen Klischee besetzt wurde, seine großen Anfangserfolge feierte er als Theaterschauspieler. In der Hauptrolle als Oscar Wilde brillierte er 1936 in London, 1938 in New York und später auch in Sydney. 1957 wurde Morley zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt. Diesen Titel empfand er als adäquat. Mehr wollte er nicht. Mehrfach lehnte er den Ritterschlag, die Erhebung in den Ritterstand, ab. Mir gefällt Morley besonders gut in der 1965er-Verfilmung von Agatha Christies "Die Morde des Herrn ABC" als Captain Hastings. Obwohl Chrities Buch in dieser Verfilmung stark abgewandelt wurde, ist - u. a. dank Morley - ein passables Ergebnis herausgekommen. Nett ist auch der Cameo-Auftritt von Margaret Rutherford und Stringer Davis.
Folge 3 London, ja. Er hatte schon eine besondere Präsenz. Wenn er in den Raum kam, da war schon eine Ausstrahlung. Nicht so stark wie bei Gustav Knuth der deutlich mehr Empathie hatte.