DIE VERFLUCHTEN DER PAMPAS - (PAMPA SALVAJE) Sp/Arg/ USA (1966) - R: Hugo Fregonese - DE: 29.7.1966 - FSK 19 - V: Nora Dt.Beteilig.: MCS-Film, München Darsteller: Robert Taylor, Ron Randell, Marc Lawrence, Ty Hardin, Rosenda Monteros, Angel del Pozo, Laya Raki, Dieter Eppler, Barta Barry, José Jaspe, Julio Pena, Ingrid Ohlenschläger, Lucia Prado
"Hart und erbarmungslos ist der Dienst, den Captain Martin und seine Soldaten des Fort Toro in der argentinischen Pampa leisten müssen. Sie sollen die Siedler und Pioniere vor Banditen und Indianern schützen, eine nahezu aussichtslose Aufgabe, angesichts der massenhaften Fahnenflucht, die in der Truppe um sich greift. Weil die Soldaten seit Jahren keine Frau mehr zu Gesicht bekamen sind sie leichte Opfer für das Angebot des Banditen Padron, der jedem Deserteur eine Frau verspricht. Captain Martin greift deshalb zu einem tollkühnen Plan. Er will eine Gruppe Frauen, darunter auch einige Damen mit zweifelhaftem Ruf, ins Fort bringen. Doch der weite Weg durch die Pampa steckt voller Gefahren." (DVD-Text)
Der Film wurde im Superpanorama-Verfahren hergestellt. Die Münchener MCS-Film hatte dafür die 70mm-Kamera zur Verfügung gestellt und erhielt als Gegenleistung die Auswertungsrechte für Deutschland. Außerdem kamen so die deutschen Darsteller Dieter Eppler und Ingrid Ohlenschläger sowie der Kamera-Assistent Dieter Gaebler zum Einsatz. MCS bedeutet "Modern Cinema System". Chef der Firma war Rudolf Travnicek. Er produzierte 1961/62 mit "Flying Clipper" den ersten abendfüllenden deutschen Kinofilm im 70-mm-Format, der auch in den USA mit beachtlichem Erfolg lief. "Pampa Salvaje" wurde im Herbst 1965 überwigend in Spanien gedreht. Hollywood-Mime Robert Taylor, dessen Karriere sich damals langsam dem Ende näherte, gibt der Figur des Captain Martin ein markantes Profil und beweist, dass er auch hohen körperlichen Anforderungen noch immer gewachsen ist. Sein Gegenspieler ist Ron Randell, der als Bandit Padron sein schauspielerisches Potenzial voll entfalten kann. Ty Hardin schließt sich als Journalist und Abenteurer dem Frauentransport an, Rosenda Monteros rettet als Indio-Mädchen dem Captain das Leben und Laya Raki gehört zu den Damen, die keine sind. Ihre Mitwirkung dürfte sie ihrem Mann Ron Randell verdanken, mit dem sie bis zu seinem Tode 2005 verheiratet war. Eine wichtige Rolle spielt auch die Landschaft, die von der Kamera beeindruckend eingefangen wurde. Der pompöse Soundtrack stammt von Waldo de los Rios, einem argentinischen Komponisten, der seit 1962 in Spanien lebte und 1970 mit seiner Bearbeitung von "Mozarts Symphony Nr.40" einen internationalen Chart-Erfolg verbuchen konnte. Den Regisseur Fregonese kennt man bei uns vor allem durch den Karl-May-Film "Old Shatterhand" und "Die Todesstrahlen des DR.Mabuse". (filmdienst "Brutaler, oberflächlicher Abenteuerfilm, der die angeschnittenen Probleme vergröbert und entstellt" (Filmdienst)
"Die wundervollen Aufnahmen in MCS 70 mm lassen in keiner Phase dieses Films vergessen, wie wenig ausgereift das Drehbuch und zuweilen auch die Inszenierung sind. Superpanorama allein tut´s nicht." (Film-Echo)