VATICAN STORY - (A QUALSIASI PREZZO) Italien/BRD (1968) - R: Emilio Miraglia - Keine deutsche Kinoauswertung Dt.Prod.: Top-Film, München Darsteller: Walter Pidgeon, Ira von Fürstenberg, Klaus Kinski, Marino Masé, Tino Carraro, Corrado Olmi, Guido Alberti
Professor Cummings hat im Auftrag des Vatikans in vierjähriger Arbeit eine Expertise über die dort vorhandenen Kunstschätze erstellt. Doch statt anschließend die Heimreise anzutreten, bleibt er in Rom, denn er plant, in die hochgesicherte Schatzkammer des Vatikans einzubrechen. Allerdings ist der Professor blind, was für ihn selbst jedoch kein Handicap darstellt. Für den Coup hat er vier Spezialisten angeheuert und nachdem diese eingetroffen sind, wird umgehend mit den Vorbereitungen begonnen.
Einmal mehr geht es um den ganz großen Coup, seine Vorbereitung und Ausführung, wobei das Gelingen eigentlich unmöglich erscheint. Leider gibt es kaum etwas, das den Film von thematisch ähnlichen Produktionen jener Zeit unterscheidet. Gewisse Parallelen und die Mitwirkung Klaus Kinskis fordern den Vergleich mit "Top Job" (Giuliano Montaldo) geradezu heraus. Allerdings kann Miraglias Film da bei weitem nicht mithalten. Neu ist hier lediglich, dass der Professor - the Mastermind - blind ist, sich dafür aber durch seine vorherige Tätigkeit mit den Örtlichkeiten, den Zeitabläufen und den Sicherheitsvorkehrungen bestens auskennt. Glaubwürdig verkörpert wird er von dem aus Kanada stammenden Walter Pidgeon, der seine Schauspielkarriere in den USA begann. Zu den vier angeworbenen Helfern gehören Klaus Kinski als Sprengstoff-Experte, Marino Masé als Safeknacker und Alarmsystem-Fachmann sowie Corrado Olmi, der für die wichtige Feinmechanik zuständig ist. Das weibliche Element wird vertreten durch Ira von Fürstenberg. Als Pamela Scott verkörpert sie eine ehemalige Akrobatin, die über Nervenstärke verfügt und sich in Sachen Körperbeherrschung auskennt. Neben der ausgezeichneten Besetzung ist es auch die professionelle Inszenierung, die den außerordentlich gut fotografierten Film trotz allem sehenswert macht. Der Soundtrack von Luis Bacalov im typischen Stil der Sixties rundet das Ganze auf passende Weise ab. Mit "Die rote Dame (tötet sieben mal)" gibt es eine weitere Regiearbeit von Emilio Miraglia, die zwar ebenfalls mit deutscher Produktions-Beteiligung entstand, aber hierzulande nicht in die Kinos kam. Dieser Film wurde dem deutschen Publikum allerdings später als VHS- und DVD-VÖ zugänglich gemacht.