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Dieses Thema hat 152 Antworten
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Havi17 Offline




Beiträge: 3.905

12.01.2026 19:02
#136 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Sorry er ist nicht zu den Privaten gewechselt, sondern hörte einfach auf und verarbeitete, wie auch weitere Kollegen vor und nach ihm, seine persönlicen Erlebnisse in einem Buch.
Bei dem was er durchgemacht hatte kann ich das auch verstehen.

Gruss
Havi17

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 726

13.01.2026 21:26
#137 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Havi17 im Beitrag #136
Sorry er ist nicht zu den Privaten gewechselt, sondern hörte einfach auf und verarbeitete, wie auch weitere Kollegen vor und nach ihm, seine persönlicen Erlebnisse in einem Buch.
Bei dem was er durchgemacht hatte kann ich das auch verstehen.


Es sind doch nun schon einige diesen Weg gegangen. Oder gegangen worden.
Ich erinnere mich noch an den Riesenskandal um die Tagesschausprecherin Eva Herman. Was hat man der armen Frau alles übergebraten. Oder Uwe Steimle, im Osten ein sehr beliebter Schauspieler und Moderator - war dem MDR nicht mehr genehm. Oder Katrin Huß, auch eine langjährige MDR-Moderatorin, auch gegangen. Alle diese Leute haben (sicher subjektiv) über ihre Erlebnisse berichtet. Kleiner Spoiler: Die Systemmedien sind nicht sonderlich gut weggekommen.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.905

13.01.2026 21:47
#138 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Ja in der Tat, das gibt schon zu denken. Ich bin mal gespannt, wie die BBC nach dem Fake Video "Capitol" nun wegkommt. Sollte dies nicht gerichtlich geahndet werden, wird das ein Freibrief für Rundfunk und TV Fake News

Gruss
Havi17

rasira Offline



Beiträge: 54

14.01.2026 13:52
#139 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Fabi88 im Beitrag #135
Bei Leuten wie Alexander Teske mag es andere Beweggründe geben, aber der scheint ja gar nicht "gewechselt" zu sein, sondern mit Bewegtbild welcher Art auch immer gar nicht mehr in Berührung zu sein.


Doch, doch, macht er schon. Vor ca. 9 Monaten etablierte Teske einen Youtube-Kanal (SACHLICH RICHTIG - der Medien-Podcast) unter dem Dach der Berliner Zeitung mit inzwischen immerhin schon 10.700 Abonnenten. Dort produziert er regelmässig Interview-Videos zusammen mit zwei anderen ehemaligen ÖRR-Mitarbeitern, Annekatrin Mücke und Peter Welchering.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #135
Die extrem linke Zielgruppe gibt ja nicht viel Geld aus.


Die extrem linke Zielgruppe kann ja stehts auf den ÖRR zählen, welcher gänzlich ohne Marktdruck über jährlich €10 Mrd. einsammeln oder besser gesagt, abpressen darf.

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.126

15.01.2026 14:56
#140 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von rasira im Beitrag #139
Zitat von Fabi88 im Beitrag #135
Bei Leuten wie Alexander Teske mag es andere Beweggründe geben, aber der scheint ja gar nicht "gewechselt" zu sein, sondern mit Bewegtbild welcher Art auch immer gar nicht mehr in Berührung zu sein.


Doch, doch, macht er schon. Vor ca. 9 Monaten etablierte Teske einen Youtube-Kanal (SACHLICH RICHTIG - der Medien-Podcast) unter dem Dach der Berliner Zeitung mit inzwischen immerhin schon 10.700 Abonnenten. Dort produziert er regelmässig Interview-Videos zusammen mit zwei anderen ehemaligen ÖRR-Mitarbeitern, Annekatrin Mücke und Peter Welchering.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #135
Die extrem linke Zielgruppe gibt ja nicht viel Geld aus.


Die extrem linke Zielgruppe kann ja stehts auf den ÖRR zählen, welcher gänzlich ohne Marktdruck über jährlich €10 Mrd. einsammeln oder besser gesagt, abpressen darf.

Ja, wem geben wir denn nun recht? Den Leuten außerhalb des Mediensystems, die auf den ÖRR als "zu links" schimpfen oder den aussteigenden Insidern, die oftmals eher kritisieren, dass der ÖRR zu Regierungs-nah (und somit in der Regel Union-konform und somit eher rechts) berichte? Die ÖR sind tatsächlich nicht in dem Sinne systemkritisch, dass sie Demokratie, Kapitalismus und Co hinterfragen, daher sind sie natürlich den extrem rechten und Libertären ebenso ein Dorn im Auge wie "extrem Linken".
Wenn ich sehe, wie vehement Leute auf die ÖRR einprügeln, weil sie "zu links" seien und ich und viele andere eher die Wahrnehmung haben, man ist eher CDU/CSU-nah und kuschelt zu sehr mit der AFD, dann fällt mir da die Definition eines "guten Kompromisses" ein. Dieser sieht nämlich nicht so aus, dass beide Seiten gleich zufrieden sind, sondern gleichermaßen unzufrieden.
Aber ich kann es nicht oft genug wiederholen: Der ÖRR ist in der jetzigen Form in ganz, ganz vielen Bereichen kritisch zu betrachten. Dass es aber einen solchen überhaupt gibt, ist grundsätzlich ein Segen und hat sehr gute Gründe. Wenn die Kritik sich am Schluss aber im Grunde nur darunter subsumieren lässt, dass man bitte Alles abschaffen soll und Medien ausschließlich in privater Hand sein dürfen, kann ich das nicht unterschreiben.
Und um meine Kritik an den "Insidern" nochmal auf den Punkt zu bringen: Ich habe ganz einfach ein Problem damit, wenn jemand über 30 Jahre klaglos in einem System arbeitet und dann plötzlich "draufhaut". Dann ist derjenige entweder ein Opportunist oder es gibt für die plötzliche Kritik Gründe, die eher privater Natur sind. Ich könnte das ganze ernster nehmen, wenn die Insider bereits nach dem Volontariat auspacken oder wenn doch Alles gar so schlimm ist einfach gar nicht erst für die ÖRR arbeiten. Es bleibt ja auch noch die Option (gerade als Planungsredakteur) zu versuchen Einfluss zu nehmen. Wenn man dann sogar angeblich des Öfteren CVD war, gibt es da durchaus Möglichkeiten. Aber das muss jeder selbst wissen.

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.126

16.01.2026 10:38
#141 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #137
Es sind doch nun schon einige diesen Weg gegangen. Oder gegangen worden.
Ich erinnere mich noch an den Riesenskandal um die Tagesschausprecherin Eva Herman. Was hat man der armen Frau alles übergebraten. Oder Uwe Steimle, im Osten ein sehr beliebter Schauspieler und Moderator - war dem MDR nicht mehr genehm. Oder Katrin Huß, auch eine langjährige MDR-Moderatorin, auch gegangen. Alle diese Leute haben (sicher subjektiv) über ihre Erlebnisse berichtet. Kleiner Spoiler: Die Systemmedien sind nicht sonderlich gut weggekommen.

Das ist inhaltlich leider nicht ganz richtig. Eva Herman hat sich damals entschieden ihre "Tagesschau"-Tätigkeit für zwei Jahre ruhen zu lassen, weil sie sich ihren Büchern widmen wollte. Wenn man allein betrachtet, dass sich abendliche Lesungstermine, Gastauftritte in Talk Shows und Co allein schon terminlich nicht mit der Nachrichtensprecher-Tätigkeit vertragen, kommt natürlich noch die Komponente ins Spiel, dass sich ein Gesicht, dass mit kontroversen Themen in der Öffentlichkeit steht nicht mit einer "objektiven Nachrichtensendung" in Einklang bringen lassen. Das war wohlgemerkt Eva Hermans eigene Sichtweise und Entscheidung!
Für die Entscheidung, sie auch anschließend nicht wieder ins Programm zu holen, hat sie dann selbst mit ihren Aussagen zu Müttern in der NS-Zeit gesorgt. Ihre Klage gegen die daraus resultierende Kündigung des NDR ist durch sämtliche Instanzen gegangen und schließlich am Bundesarbeitsgericht (!) gescheitert. Soll nun auch noch die Gewaltenteilung in Frage gestellt werden?
Wem als "Entschuldigung" in einer großen ZDF-Sendung ("Kerner") dann nur Sätze wie "Aber es sind auch Autobahnen damals gebaut worden, und wir fahren heute darauf." einfallen, kann sich nicht mehr als missverstanden oder ungerecht behandelt hinstellen, sorry!

Bei Katrin Huß habe ich nur festgestellt, dass sie 2016 selbst gekündigt hat und die öffentlich genannten Gründe nicht sehr systemkritisch klingen:
"Irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass ich vergessen hatte, meine eigene Lebensgeschichte zu schreiben." Und: "Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter und oft merkt man zu spät, dass man auf der Stelle tritt."
Daraus spricht ja deutlich, dass ihr diese sehr regional geprägte Sendung, die sie 18 Jahre lang moderierte irgendwann zu "klein" schien und sie gern nochmal was "Größeres" machen wollte. Das ließ sich dann offensichtlich nicht realisieren und sie landete bei NuoVisoTV (rechtsesoterischer YouTube-Kanal) und schrieb dann ihr Buch für den Kopp-Verlag, wo dann plötzlich gänzlich andere Gründe für ihren Weggang 2016 genannt wurden.
Die Vorwürfe von "Zensur" und Ähnlichem zerschellen allerdings natürlich in dem Moment an der Klippe, wo man sich fragt, warum der MDR dann Hans-Joachim Maaz überhaupt in die Sendung eingeladen hat und warum der MDR dieses Gespräch auch noch gesendet hat? Es wäre ja ein Leichtes gewesen, die Sendung oder zumindest das Gespräch in der Schublade verschwinden zu lassen. Hans-Joachim Maaz war bekannt für seine Flüchtlings-kritische Haltung. Der MDR hat ihm also eine Plattform gegeben, aber es ist immer (!) Aufgabe eines Journalisten kritisch zu fragen. Wenn sie dies versäumt hat (was ich mangels Kenntnis der Sendung nicht beurteilen kann), ist Kritik vom Vorgesetzten ein normaler Vorgang, den es so auch in jedem Privatunternehmen geben sollte. Sie hat es dann ja auch noch fünf weitere Monate "ausgehalten" und der Sender scheint nie erwogen zu haben sie zu entlassen.
Ich kann mich an keine Talkshow erinnern, in der ein Politiker der FDP, der Linken oder einer anderen Partei bei jeder Aussage nur ein Nicken oder gar Zustimmung des Moderators oder der Moderatorin entgegengebracht wird. Markus Lanz wird da auch gern missverstanden. Ich persönlich mag ihn nicht, aber muss immer lachen, wenn von links Begeisterungsstürme losbrechen und Aussagen wie "ein seltener wacher Moment von ihm" kommen, wenn er einmal rechte Gäste kritisch hinterfragt. Das selbe tut er natürlich auch bei linken Gästen, was dann aber wiederum bestimmten Zuschauern missfällt. Manchmal besteht Journalismus tatsächlich darin, im Gespräch prinzipiell die Gegenseite zu vertreten und den Advocatus Diaboli zu spielen um Gäste zu klaren Aussagen zu bewegen oder ihre Argumentation zu prüfen - ganz unabhängig von der eigenen Weltsicht oder politischen Einstellung.
Katrin Huß begann im Übrigen bereits 2012 eine Ausbildung zur Yoga-Therapeutin und ich habe selbst ein wenig Einblick in die esoterischen Kreise, die sich oft hinter der Eingangstür "Yoga" eröffnen. Da kann man ordentlich abdriften, wenn man nicht aufpasst.

Und zu Uwe Steimle: Wer in 16 Jahren drei Partner "überlebt" und dann als zweitdienstältester Kommissar in den Ruhestand geschickt werden soll, weil die Figur auserzählt ist, kann damit entweder so umgehen wie hunderte Schauspieler vor ihm oder Schlagworte wie "Dolchstoß" oder "Berufsverbot" in den Raum werfen.
Auf ihn folgten beim "Polizeiruf 110" übrigens Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner - ein, wie ich finde, damals gut geschriebenes und frisches Team. Man bedenke: "Tatort" oder "Polizeiruf 110" wären längst tot, wenn bis heute noch die in den 90ern ermittelnden Typen zu sehen wären und es nie frischen Wind gegeben hätte. Neu ist nicht immer automatisch besser, aber es braucht immer wieder Auffrischungen um eine Marke am Leben zu halten - siehe Wallace, wo man mit steigendem Alter der Reihe auch neue Ermittler oder Themen einbrachte.
Dass Steimle dann gar ein öffentliches Streitgespräch mit ARD-Programmdirektor Volker Herres auf dem sonntäglichen Sendeplatz von „Anne Will“ forderte, zeugt von Größenwahn.
Seine Person ist aber in seiner Gesamtheit wirklich irritierend. Lange Mitglied der Linken, dann Wahlkampf für einen CDU-Abgeordneten und nun AFD-nah. Da findet jemand offensichtlich auch im Alter seinen Platz in der Gesellschaft nicht. Seine Rolle in der Querdenker-Szene finde ich besonders interessant. So trat er 2020 und 2021 bei Corona-Demos auf, erklärte dann aber, er habe mittlerweile die Erst- und Zweitimpfung erhalten, weil er innerhalb von einer Woche drei Todesfälle durch Covid-19 in seiner Umgebung erleben musste und seine Tochter (Chirurgin) ihn überzeugt habe sich impfen zu lassen. Nach diesem Bekenntnis sei er dann in sozialen Medien „als Verräter und Systemling beschimpft“ worden, „in einer Härte, die ich nicht erwartet hätte“ und verlor fast sämtliche Youtube-Abonnenten. Vier Jahre später ist er nun mit Tino Chrupalla befreundet und tritt auch auf seinen Veranstaltungen auf. Da soll mal jemand klug draus werden...

Zitat von Havi17 im Beitrag #138
Ja in der Tat, das gibt schon zu denken. Ich bin mal gespannt, wie die BBC nach dem Fake Video "Capitol" nun wegkommt. Sollte dies nicht gerichtlich geahndet werden, wird das ein Freibrief für Rundfunk und TV Fake News

Ich hatte es erst überlesen und nur auf spätere Beiträge reagiert, sehe es aber nun. Das passt nun aber so gar nicht in die bisherige Stoßrichtung.
Die ÖRR sind also nicht neutral und berichten nicht regierungskritisch genug, dann unterstützt man aber die Klage eines Staatschefs, der auf diese Weise einen Präzedenzfall schaffen will, der es künftig ihm (und prinzipiell Staatschefs weltweit) ermöglichen würde, unliebsame Berichterstattung zu unterdrücken?
Die BBC hat den Fehler eingeräumt und es sind zwei Senderchefs entlassen worden. So sollten Fehler gehandhabt werden, zudem gibt es in den meisten Ländern einen Presserat oder Ähnliches, der Fehler rügt. Wenn Journalisten künftig fürchten müssen mit einem simplen Beitrag Milliardenklagen auszulösen, wird dies (nicht nur bei öffentlich-rechtlichen Sendern) eine kritische Berichterstattung eher behindern als fördern.

Ich kann einige Beiträge hier nicht so recht nachvollziehen. Gibt es nun Kritik daran, dass der "Mainstream im TV" nicht differenziert genug berichtet und nicht allen (Grundgesetz-konformen) Sichtweisen einen Platz im Programm gibt? Das wäre eine Kritik, der ich mich anschließen könnte, aber dazu passen viele der genannten Beispiele überhaupt nicht.
Oder will man nur den Mainstream (im wahrsten Sinne des Wortes) in ein viel weiter rechts verlaufendes Flussbett umleiten und bestimmte Sichtweisen aus dem Programm tilgen und andere viel prominenter - und möglichst auf Lebenszeit - im Programm verankern?

Aber Daniel schrieb es ja auch schon einmal - für solch tiefgreifende und schlussendlich politische Themen ist dieses Forum eigentlich der falsche Platz. Es fehlt sowohl am passenden Rahmen, als auch an Moderation und wir sind hier letztendlich nur zu dritt (?) und drehen uns schnell im Kreis. Ein Großteil der Forumsmitglieder enthält sich oder interessiert sich für die Themen gar nicht.
Für den Anfang würde ich mich aber schon freuen, wenn hier zumindest mal irgend jemand auch "Licht" postet und sich nicht nur im "Schatten" suhlt, damit der Thread-Titel zumindest hinkommt.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.905

16.01.2026 13:10
#142 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Fabi88 im Beitrag #140
Und um meine Kritik an den "Insidern" nochmal auf den Punkt zu bringen: Ich habe ganz einfach ein Problem damit, wenn jemand über 30 Jahre klaglos in einem System arbeitet und dann plötzlich "draufhaut". Dann ist derjenige entweder ein Opportunist oder es gibt für die plötzliche Kritik Gründe, die eher privater Natur sind.
Danke dass Du dich damit auseinandersetzt und versuchst eine Erklärung zu finden. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit und diese ist völlig berechtigt, gerade wenn Du schon so einen langen Zeitraum ansprichst. Und da bestimmte Menschen, Du nennst diese Insider, an der Quelle sitzen, dann passiert irgendwann genau das, was z.B. Teske und einige andere tun. Diese steigen einfach aus und verarbeiten diesen ganzen Druck z.B. in einem Buch und das ist völlig legitim. Es kann nicht schaden das "Tage"Buch von Teske einfach mal zu lesen. Ich kann dazu noch andere Betroffenen nennen, doch das würde zu weit führen. Nimm es doch einfach mal hin, dass es noch eine andere Welt gibt, als die die wir seit Jahren "verinnerlicht haben".

Gruss
Havi17

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.627

16.01.2026 17:32
#143 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Fabi88 im Beitrag #141
Neu ist nicht immer automatisch besser, aber es braucht immer wieder Auffrischungen um eine Marke am Leben zu halten - siehe Wallace, wo man mit steigendem Alter der Reihe auch neue Ermittler oder Themen einbrachte.

Na ja, was aus der Wallace-Serie geworden ist, wissen wir ja alle. Ob die "neuen" Ermittler (Tappert, Felmy) die bessere Lösung waren sei dahingestellt.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.905

19.01.2026 01:33
#144 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Wir hatten schonmal die Diskussion über Aufmerksamkeitsschwelle, Wahrnehmung bei der Handy-Generation... Jetzt das:

Netflix verlange heute, dass bereits in den ersten fünf Minuten ein großer Knall komme - nicht mehr am Ende als Finale, wie früher üblich. Der Grund liegt für Damon auf der Hand: "Weil die Leute an ihren Handys sind, während sie zuschauen." Noch drastischer sei die Vorgabe, die Handlung "drei- bis viermal im Dialog zu wiederholen", damit auch nebenbei scrollende Zuschauer der Geschichte folgen können. "Das wird sich zunehmend darauf auswirken, wie wir Geschichten erzählen", betonte Damon.

https://web.de/magazine/unterhaltung/fil...filmen-41799686

Gruss
Havi17

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.126

19.01.2026 10:21
#145 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Havi17 im Beitrag #144
Wir hatten schonmal die Diskussion über Aufmerksamkeitsschwelle, Wahrnehmung bei der Handy-Generation... Jetzt das:

Netflix verlange heute, dass bereits in den ersten fünf Minuten ein großer Knall komme - nicht mehr am Ende als Finale, wie früher üblich. Der Grund liegt für Damon auf der Hand: "Weil die Leute an ihren Handys sind, während sie zuschauen." Noch drastischer sei die Vorgabe, die Handlung "drei- bis viermal im Dialog zu wiederholen", damit auch nebenbei scrollende Zuschauer der Geschichte folgen können. "Das wird sich zunehmend darauf auswirken, wie wir Geschichten erzählen", betonte Damon.

https://web.de/magazine/unterhaltung/fil...filmen-41799686

Dass sich Filme (für's Streaming) kaum noch atmosphärische Einstiege erlauben ist aber schon seit Jahren Praxis. Es wird jetzt nur vielleicht auch mal offiziell in den "Anforderungskatalog" genommen. Man muss wirklich beten, dass sich das Kino als Veranstaltungsort hält und weiterhin auch Filme primär für diesen Zweck produziert werden - Eingangssequenzen wie bei "Spiel mir das Lied vom Tod" können für Streaming-Dienste so definitiv nicht mehr produziert werden - wenn es sich nicht gerade um Leuchtturmprojekte bekannter Regisseure handelt.
Aber um bei Leone zu bleiben: Aufmerksamkeitsspanne ist kein ganz neues Thema. In den 60er Jahren waren beispielsweise Kinos in Italien eher ein Aufenthaltsort vergleichbar mit Cafés - man traf sich, Leute kamen mitten im Film, blieben bis zur Hälfte des nächsten und es wurde permanent gequatscht. Daher setzte Leone in seinen ersten zwei Western vor allem auf peitschende Musik und Knalleffekte, um das Publikum bei der Stange zu halten und erlaubte sich erst später epischere Erzählweisen. Auch eine Menge der Filme, die viele Forumsmitglieder hier so schätzen sind Bahnhofskino-Produktionen mit oft eher auf Knalleffekte und auf Sensationen setzender Dramaturgie, deren Publikum die Filme nur nebenbei, auf dem Sprung zur nächsten Bahn oder zumindest mit dem Kopf woanders konsumierte.
Das Kino als (eher) stiller Ort, an dem man pünktlich auf dem Platz sitzt und als Teil eines großen Publikums ein Kunstwerk betrachtet, ist nicht immer der Regelfall gewesen und dass ein Film mit einem Knall starten sollte, ist zumindest in Hollywood im Publikumskino seit jeher der Fall - das Publikum soll sofort gepackt werden.
Sofern es also "nur" die Netflix-Spielfilm-Eigenproduktionen betrifft, ist diese Tendenz zu verschmerzen, denn diese sind durch die Bank weg ohnehin nur als nebenbei wegkonsumierbare Ware genießbar - zumindest Alles, was ich in dem Bereich bisher gesehen habe.
Mit "Adolescence" erwähnt Damon selbst aber ja auch das Gegenbeispiel. Am Ende geht es also wahrscheinlich ganz simpel darum, dass Netflix sich (und den Filmemachern) Regeln bei vermeintlichen Blockbuster-Spielfilmen auferlegt - ein Format das Netflix ohnehin besser in Ruhe lassen sollte.
Die Handlung "drei- bis viermal im Dialog zu wiederholen" ist übrigens bei Fernsehfilmen auch schon seit den 70ern/80ern üblich, weil es selbst bei "Tatort" und Co viele Zuschauer gibt, die parallel noch andere Dinge erledigen. Das ist auch komplett Generationen-unabhängig. Mit meiner Großmutter oder meiner Mutter (daheim) Filme zu schauen, war in meiner Kindheit nahezu unmöglich, weil parallel (oder in Spannungsszenen ohne Dialog) noch das Frühstück am nächsten Morgen oder die neusten Ereignisse aus der Nachbarschaft besprochen werden mussten.
Das spricht Damon dort im Artikel ja selbst an - viele der Argumente hätten auch schon in deutschen Wohnzimmern in den 80er Jahren gezogen, wenn es um einen gemeinsamen Filmabend geht.
Man vergleiche daher gern einen beliebigen deutschen TV-Film (egal aus welchem Jahrzehnt) mit üblichen Kinofilmen. Da wird prinzipiell wesentlich redundanter erzählt als beim Kino, also wichtige Handlungselemente, selbst wenn sie im Bild deutlich erzählt wurden auch nochmal irgendwo im Dialog untergebracht, damit auch jemand, der kurz auf dem Klo war oder die Wäsche aus der Maschine holt nicht ganz "aussteigt". Ein Extremfall ist dann das sogenannte "Bügelfernsehen", wo man der Handlung theoretisch sogar ohne Blick auf den Fernseher folgen kann - keine neue Erfindung, sondern ein Begriff aus den 80er Jahren.
Insofern würde ich fast meine Hand dafür in's Feuer legen, dass die Redaktionen bei RTL und Co auch in den 90ern schon Forderungen wie "Intro mit Knall" und die erwähnte redundante Erzählweise für ihre "Event-Filme" hatten, damit die werberelevante Zielgruppe nicht zwischendurch "wegzappt".
Dass sich TikTok und Co natürlich irgendwann auf die gängige Dramaturgie auswirken werden, liegt auf der Hand. Ich bin ja auch tendenziell eher ein Kulturpessimist, aber wenn ich mir die jungen Leute anschaue, mit denen ich zu tun habe, führt die scheinbare Allmacht der digitalen Welt und der Aufstieg von KI und Co bei sehr, sehr vielen auch dazu, dass man sich wieder nach dem Analogen sehnt oder sich Ruheinseln (wie eben ausgiebig und etwas ruhiger erzählte Filme) sucht. Im Kino gibt es ja parallel zum seelenlosen Bluescreen-Bombast mit Dramaturgie und Effekten, die teilweise schon lange vor KI wie KI wirkten auch eine ernstzunehmende Zahl an Filmen, die wieder analog auf 35mm gedreht werden. Vistavision (Hitchcocks Lieblingsformat) feiert ja auch gerade sein großes Comeback.
Es wird am Ende wahrscheinlich einfach zwei Extreme geben: die immer flacher, schneller und redundanter erzählten Blockbuster auf der einen Seite und auf der anderen Seite wirklich handgemachtes Kino, was man schon in den 2000ern eigentlich für beendet gehalten hatte.
Ich persönlich glaube, dass es zu kurz gegriffen ist, wenn man glaubt, dass man Leuten, die den ganzen Tag TikTok konsumieren auch Spielfilme und Serien im selben Stil präsentieren muss. Man wählt als Zuschauer das andere Format ja eben gerade, weil man mehr Tiefe will als bei Social Media. Gleicht man sich also immer mehr Social Media an, wird man damit zwangsläufig nur diese stärken und selbst an Relevanz verlieren.

Savini Online



Beiträge: 1.036

19.01.2026 11:37
#146 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Fabi88 im Beitrag #145
Die Handlung "drei- bis viermal im Dialog zu wiederholen" ist übrigens bei Fernsehfilmen auch schon seit den 70ern/80ern üblich, weil es selbst bei "Tatort" und Co viele Zuschauer gibt, die parallel noch andere Dinge erledigen.

Gerade Herbert Reinecker war berüchtigt für seine oft umständlichen und mitunter lebensfernen Dialoge, die natürlich sehr zur Parodie einladen.
Zitat von Fabi88 im Beitrag #145
Man vergleiche daher gern einen beliebigen deutschen TV-Film (egal aus welchem Jahrzehnt) mit üblichen Kinofilmen. Da wird prinzipiell wesentlich redundanter erzählt als beim Kino, also wichtige Handlungselemente, selbst wenn sie im Bild deutlich erzählt wurden auch nochmal irgendwo im Dialog untergebracht, damit auch jemand, der kurz auf dem Klo war oder die Wäsche aus der Maschine holt nicht ganz "aussteigt". Ein Extremfall ist dann das sogenannte "Bügelfernsehen", wo man der Handlung theoretisch sogar ohne Blick auf den Fernseher folgen kann - keine neue Erfindung, sondern ein Begriff aus den 80er Jahren.

Ein Extrembeispiel dürfte der 1977 vom ZDF ausgestrahlte "Kaviar"-Mehrteiler sein. Der Autor der Vorlage beschwerte sich u. a. um die extrem ausführlichen Erzähltexte, die mitunter Dinge beschrieben, die sowieso schon im Dialog erwähnt wurden oder gezeigt worden waren:https://www.spiegel.de/kultur/sechs-mill...00-000040830745

Havi17 Offline




Beiträge: 3.905

03.02.2026 14:22
#147 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Havi17 im Beitrag #132
IZahlreiche ehemalige "Tagesschau"- bzw. "Tagesthemen"-Moderatoren sind in den vergangenen Jahren z.B. zur privaten Konkurrenz abgewandert: Patrik Baab, Alexander Teske, schrieben auch Bücher darüber. Marc Bator ging zu Sat.1, Linda Zervakis wechselte zu ProSieben und Pinar Atalay zog es zu RTL. Der jüngste prominente Abschied war jener von Constantin Schreiber: Im Mai verließ der Journalist die "Tagesschau" und wechselte zu Axel Springer,
https://www.wunschliste.de/tvnews/m/uebe...source=nw260109


https://web.de/magazine/politik/inland/s...eckner-41858626
Die Wahrheit ist wie Wasser, sie dringt durch jede noch so kleine Öffnung ans Licht

Gruss
Havi17

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.126

06.02.2026 12:05
#148 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von Havi17 im Beitrag #147
Zitat von Havi17 im Beitrag #132
IZahlreiche ehemalige "Tagesschau"- bzw. "Tagesthemen"-Moderatoren sind in den vergangenen Jahren z.B. zur privaten Konkurrenz abgewandert: Patrik Baab, Alexander Teske, schrieben auch Bücher darüber. Marc Bator ging zu Sat.1, Linda Zervakis wechselte zu ProSieben und Pinar Atalay zog es zu RTL. Der jüngste prominente Abschied war jener von Constantin Schreiber: Im Mai verließ der Journalist die "Tagesschau" und wechselte zu Axel Springer,
https://www.wunschliste.de/tvnews/m/uebe...source=nw260109


https://web.de/magazine/politik/inland/s...eckner-41858626
Die Wahrheit ist wie Wasser, sie dringt durch jede noch so kleine Öffnung ans Licht

Bei Frau Klöckner würde ich weniger von Wasser reden als von Dampf oder auch heißer Luft.
Es ist ja bereits länger bekannt, dass die Union medientechnisch scheinbar grottenschlecht beraten wird und sich vor allem Landesverbände und Abgeordnete (teils von einzelnen!) Twitter- oder Instagram-Posts leiten lassen.
Wenn man Social Media wirklich ernst nimmt und glaubt, dort würde 1:1 die "öffentliche Meinung" abgebildet, ist das erste Problem natürlich schonmal die jeweilige Bubble in der man sich bewegt und zweitens die Tatsache, dass geschätzt mindestens 20-30 Prozent (!) der dortigen Aktivitäten durch Bots erfolgt. Drastisch war dies beispielsweise während der Corona-Zeit. Die Carnegie Mellon University hat 2020 in einer Studie mehr als 200 Millionen Tweets mit Corona-Thematik analysiert. Von den 50 einflussreichsten Retweetern waren 82 Prozent und von den 1000 Top-Retweetern immerhin noch 62 Prozent Bots.
Schon da hat sich das Bild einer vermeintlichen "Mehrheit" verfestigt, am Ende waren es bei den Demos zu Spitzenzeiten zwar immerhin auch mal 20.000 Leute, aber selbst im Vergleich zu so etwas wie den Bauernprotesten war die Beteiligung gering. Im Vergleich zu einer wirklich großen Mehrheitsbewegung wie den Demos zur "Brandmauer" dann sogar marginal. Das erklärt übrigens auch, warum das allgemeine Interesse an "Corona-Aufklärung" so gering ausfiel und fällt. So laut in den sozialen Medien und bestimmten Kreisen geschrien wurde, so leise war das tatsächliche Interesse daran in der Bevölkerung. Damit will ich nicht sagen, dass es in der Zeit Versäumnisse, Fehleinschätzungen und Co gab, die aufgearbeitet gehören!
Aber das zieht sich durch viele weitere Themen - Social Media-Kommentare werden eben nicht von Otto Normal geschrieben, sondern von Leuten mit (zu viel) Zeit oder ganz klarer (beruflicher?) Agenda oder eben Bots, die im Interesse bestimmter Parteien, Interessensgruppen oder Nationen wie Russland, den USA, China oder sonstwem die öffentliche Meinung in Deutschland beeinflussen wollen. Frau Klöckner gehört scheinbar zu denen, die dem Ganzen zu viel Bedeutung beimessen und sich zu wenig auf der Straße mit realen Menschen unterhalten. Wenn "Medien" wie NIUS und Co sich dann anschicken diese geglaubte Mehrheitsmeinung, das Geraune und Operieren mit Lügen und falsch verstandenen Fakten aus Social Media als "seriösen Journalismus" getarnt in die analoge Welt zu schießen, dann macht es das nicht besser.
Zwei wichtige Anmerkungen:
1. Neutralität ist zuerst einmal unmöglich und steht zweitens auch nirgendwo im Rundfunkstaatsvertrag. Gerade Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin steht ja außerdem selbst so stark wie kaum ein/e Vorgänger/in bezüglich der Neutralität in der Kritik.
2. Eine Grundregel des Journalismus ist das Zwei-Quellen-Prinzip. Es ist allein aufgrund der Veröffentlichungsfrequenz Bloggern, Social Media-Kommentatoren und Co gar nicht möglich dieses anzuwenden - vieles basiert daher auf einzelnen Quellen (um nicht zu sagen, oft sogar nur auf Hören-Sagen). Gibt es keine zweite Quelle, kann in vielen Fällen (erst einmal) zu bestimmten Themen von seriösen (!) Medien keine Berichterstattung erfolgen oder eben nur mit Einschränkungen. In der Praxis wird Ausgewogenheit bei Themen außerdem dadurch verfolgt, indem man Experten für beide Seiten eines Themas sucht. Auch dies hat Grenzen. Um ein Extrembeispiel aufzumachen: Bei einer - einmal hypothetisch angenommenen - nicht-Grundgesetz-konformen Meinung, die die "öffentliche Meinung" zur Zeit darstellt, wird sich kein Jurist, Menschenrechtler, Hochschulprofessor oder Ähnliches finden, der diese im Rahmen eines Berichts einnehmen wird. Was tun wir dann? Soll gegen Rundfunkstaatsvertrag und vielleicht sogar das Grundgesetz verstoßen werden, damit die veröffentlichte der (angenommenen) "öffentlichen Meinung" entspricht?
Das, was Frau Klöckner da geäußert hat, ist keine Kritik, sondern ein inhaltsleeres Geraune mit gefährlichen Schlagworten.

Um einen aktuellen - wenngleich auch sehr subjektiven - Vergleich in einem noch dazu eher unbedeutenden Feld zu ziehen: Ich bin Werder Bremen-Fan und daher auch Follower vieler Werder-Kanäle. Die Stimmung im Worum (dem größten Fan-Forum) wie auch bei Social Media war die letzten Wochen bis Monate verheerend. So gut wie keine positive Stimme war zu lesen. Man hätte glauben können, die Zuschauer würden mit Mistgabeln zu den Spielen gehen und das ganze Spiel lang mit Bannern, Rufen und Pfiffen den Rauswurf der sportlichen Führung fordern.
Was aber war das tatsächliche Bild, das Handeln der realen Menschen, der "Mehrheitsmeinung", wie sie sich im Verhalten der Stadionbesucher zeigte? Unterstützung für die Mannschaft, lautes Rufen des Trainer-Namens bei der Verlesung der Aufstellung, usw. Im "echten" Leben war keinerlei Hass, Häme oder laute Kritik zu hören. Erst beim vorletzten Spiel gab es schließlich ein kritisches Banner Richtung Geschäftsführer Sport und beim letzten Spiel Pfiffe nach einem enttäuschenden 1:1, nach dem schließlich der Trainer entlassen wurde. Soll heißen: die veröffentlichte Meinung der Medien (ruhige Berichtserstattung, wenn überhaupt nur wenig und dazu sachliche Kritik) entsprach nicht der gefühlten (!) öffentlichen Meinung, wenn man sich in "alternativen" Medien umschaute. Sie deckte sich aber im Endeffekt dann wohl doch sehr gut mit der tatsächlichen öffentlichen Meinung.

Und noch eine formale Anmerkungen: Der Autor Thomas Pillgruber bezieht sich ja mit seinem gesamten Artikel nur auf ein Interview der FAZ und Klöckners Äußerungen gegenüber der Bild am Sonntag, aber prinzipiell ist web.de als Quelle natürlich auch mit Vorsicht zu genießen. Die United Internet AG hat 2024/2025 mit einer Großoffensive eine komplette Nachrichtenredaktion aufgebaut - inklusive einzelnen Ressorts und Auslandskorrespondenten. Es handelt sich also (egal, wie alt web.de als Firma sein mag) im Grunde um ein junges Medienunternehmen mit großen Ambitionen. Man will über web.de und gmx.de viele Menschen erreichen und sieht daher (wie RTL, BILD und Co) die Öffentlich-rechtlichen mit ihrer (scheinbar einfacheren) Finanzierung als großen Gegner.
Ich persönlich lese Medienkritik dann doch lieber von alteingesessenen Medienhäusern, die sich in der Co-Existenz eingerichtet haben und entsprechend fundierter zur Sache gehen. Da gab es beispielsweise in der RBB-Causa, dem Reichelt-Skandal und Co sehr viel handfesteres.

rasira Offline



Beiträge: 54

06.02.2026 13:10
#149 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Bitte bitte dieses ausschweifende Geschwurbel aus dem Grünen-Ortsverband einstellen. Es passt nicht in dieses Forum und ist einfach nur haarsträubend.

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.126

06.02.2026 13:40
#150 RE: Licht und Schatten Mainstream TV Thread geschlossen

Zitat von rasira im Beitrag #149
Bitte bitte dieses ausschweifende Geschwurbel aus dem Grünen-Ortsverband einstellen. Es passt nicht in dieses Forum und ist einfach nur haarsträubend.

Weil ich Äußerungen von Julia Klöckner (die unter anderem Kirchen kritisiert, weil sie doch bitte nur Trost und Stabilität spenden sollen) nicht gut heiße, bin ich also ein "grüner Schwurbler"?
Und Kritik an Julia Klöckners Äußerungen passen nicht in das Forum, Julia Klöckners Äußerungen aber schon?
Ich habe es schon an diversen Stellen geschrieben: Entweder man stellt diesen ganzen Thread ein oder diskutiert wirklich offen (wofür bei den hitzigen Gemütern teilweise aber ein starker Moderator nötig wäre).
Dieser komplett inhaltsleere, rein diffamierende Einzeiler ist ja nun wirklich auch nicht geeignet eine Diskussion aufzuwerten.

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