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Dieses Thema hat 23 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Savini Offline



Beiträge: 619

28.06.2022 12:36
Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Das klischeehafte Bild, das ausländische Filme oft von Deutschland vermitteln (besonders natürlich, wenn diese mit wenig erfreulichen Zeiten zu tun haben und/oder komödiantisch gefärbt sind), löst bei hiesigen Zuschauern meist Kopfschütteln oder Erheiterung aus. Machen wir mal die Gegenrechnung!

In der Dokumentation "German Grusel" von 2011 sprach Oliver Kalkofe in Bezug auf die Wallace-Reihe, diese spiele in einem England "wie Deutsche es sich vorstellen"; ein Gesprächspartner, mit dem ich mich ab und an über die Serie ausgetauscht habe, sprach von einem "Phantasie-England". Genauer erläutert wurde es nicht, aber sicher werden viele hier dem zustimmen.
In diesem Thread kann man zusammentragen, wodurch sich dieses Land auszeichnet; der Einfachheit sprechen wir von "England", da die Filme sich auf diesen Teil Großbritanniens beschränken (allenfalls beim "indischen Tuch" ließe es sich so deuten, dass es in Schottland spielt). Der Einfachheit halber können auch die Epigonen einbezogen werden, soweit die Insel deren Handlungsort ist.

Ich fange mit zwei Beispielen an:
In den Rialto-Filmen* wird auffällig oft von der Todesstrafe gesprochen, teils sind tatsächliche oder geplante Hinrichtungen sogar Teil der Handlung. Man könnte hier einwenden, dass die Todesstrafe im Nachkriegs-Großbritannien praktiziert wurde und Edgar Wallace anscheinend ein entschiedener Befürworter war, weshalb diese in seinen Romanen oft erwähnt oder sogar jemand in die Todeszelle begleitet wird.
Aber nach dem Zweiten Weltkrieg geriet diese Praxis zunehmend in die Kritik und Hinrichtungen wurden deutlich seltener**, erst recht nach einer Überarbeitung der Mordparagraphen 1957. Die Zahl der Verurteilungen ging zurück, und erst recht die der, die vollstreckt wurden. 1957-63 ließ sich die Anzahl der Hinrichtungen pro Jahr meist an einer Hand abzählen, 1964 gab es nur noch einen Fall (die gemeinsame Tat zweier Raubmörder), bei dem das Urteil vollstreckt wurde.*** 1965 setzte das Parlament die Todesstrafe für die nächsten fünf Jahre aus, 1969 wurde sie ganz abgeschafft.
Beim Sehen deutscher Wallace-Filme oder -Epigonen könnte man dagegen denken, auf britischem Boden würde jede Woche mindestens eine Hinrichtung stattfinden und wer des Mordes überführt werde sei ein toter Mann. Neben der Orientierung an den Vorlagen spielte hier vielleicht auch eine Rolle, dass in der frühen Bundesrepublik bei Umfragen noch die Mehrheit der Befragten die Todesstrafe bejahten, obwohl das Grundgesetz diese ausschloss; wurden so eventuell geheime Wünsche kompensiert, indem man woanders etwas als selbstverständlich zeigte, was im eigenen Land verboten war?

In den Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle kommt es oft vor, dass ein Inspektor von Scotland Yard in einer ländlichen Region Englands ermittelt, nachdem dort ein Mord geschehen ist. Vor dem Ersten (und teilweise vielleicht auch noch vor dem Zweiten) Weltkrieg war es natürlich noch so, dass viele Polizeibehörden außerhalb Londons keine Mordkommission hatten und Inspektoren vom Yard auch für bestimmte Grafschaften zuständig waren. Aber um 1960 dürfte das sicher kaum noch vorgekommen sein, es sei denn, dass entweder das Mordopfer oder der Verdächtige einen Bezug zu London hatten.
Im "schwarzen Abt" dagegen liegt jemand erstochen im Park, weshalb man einen Inspektor und dessen Assistenten kommen lässt, die sich dann auch noch prompt im Schloss einquartieren!
Noch grotesker wird es beim "Hund von Blackwood Castle", wo ein von einem Hund (!) zu Tode gebissener Mann in der Schlosshalle sitzt, darauf direkt Scotland Yard (und nicht etwa zuerst ein Dorfpolizist) verständigt wird und der Chef persönlich die Ermittlungen leitet.
Klar, mit Realismus darf man bei dieser Art von Filmen nicht anfangen, sie hatten auch nie diesen Anspruch. Aber man kann schon danach fragen, welches Bild von einem Land und dessen Menschen sie bei ihrem Publikum erzeugten (oder auch umgekehrt durch dessen Erwartungshaltungen beeinflusst waren).
Mal sehen, was noch so alles zusammenkommen wird!

*Insgesamt in 15, wenn ich mich nicht verzählt habe.
**Weshalb es nach 1945 auch nie mehr als zwei Männer gab, die den Beruf des Henkers zur selben Zeit ausübten.
***Siehe diese Auflistung:https://en.wikipedia.org/wiki/Homicide_A...der_convictions

Havi17 Offline




Beiträge: 3.668

28.06.2022 13:40
#2 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Danke für den Beitrag. Sicher hat sich das England wie wir es kennen inzwischen verändert. Ich denke es ist gut zu wissen wie es ungefähr heute ausschaut.
Dazu ein Beitrag vom 08.11.2015 aus Euroblick. Der Link zum Bericht ist leider nur 1 Woche gültig.

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen...oblick-100.html
https://www.filemail.com/d/brnfauehlbozbym

Wie es, so wie von Dir angedacht, früher aussah, um einen Vergleich mit "unserem Englandbild" zu machen, ist für mich schwierig, da ich keine Vergleiche kenne.
Da bin ich sehr gespannt was aus den Reihen des Forums so berichtet wird. Als wir vor ein paar Jahren in Wales waren, machten wir einen Trip nach London.
Leider war die Zeit zu knapp denn ich wollte noch in den Tower. Dort hat mir meine Frau zum Trost ein Buch über den Tower = Die Geschichte von England
gekauft. Leider nicht im Buchhandel erhältlich.

Gruss
Havi17

Savini Offline



Beiträge: 619

28.06.2022 14:16
#3 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Wie es um 1960 in England aussah, wird wohl kein Forumsmitglied anhand eigener Erfahrungen sagen können.
Aber dass es sicher nicht das England der Rialto-Filme war, dürfte auch unstrittig sein.

Noch ein Nachtrag zur Polizei jenseits von Scotland Yard: Eine solche bekommt man im "silbernen Dreieck" zu sehen - bezeichnenderweise eine britische Produktion (wenn auch mit teilweise deutscher Besetzung).

Jan Offline




Beiträge: 1.734

28.06.2022 15:00
#4 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Die Bezeichnung "Phantasieengland" finde ich eigentlich durch und durch passend. Auch erinnere ich mich daran, wie Oliver Kalkofe in der bereits genannten Doku davon berichtete, wie enttäuscht er war, als er zum ersten Mal das echte England sah - ohne Nebel und ohne nasses Kopfsteinpflaster. Ähnlich ging es mir 1994 auch, wobei ich immerhin nicht ernsthaft an den Nebel glaubte.

Einmal von den Bauten/Dekors aus betrachtet:

Meiner Wahrnehmung nach ist dieses Phantasieengland in den einzelnen Phasen unterschiedlich umgesetzt worden bzw. es hat sich innerhalb der Reihe deutlich gewandelt. Zunächst versuchte man, dem realen England zumindest in den Ateliers und in den in Dänemark gewählten Sets sehr nahe zu kommen. Man denke an das echt britisch wirkende Haus der Benetts im Frosch, den eigens angefertigten Wegweisern mit echt englisch klingenden Ortschaften oder natürlich an die opulente Ausstattung von Erik Aaes Atelierbauten. Zumindest der Raum, in dem gespielt wurde, sollte nicht an Nierentisch und Häkeldecke erinnern, sondern eine gehobene Form englischer Noblesse verströmen. Mit Einstieg Alfred Vohrers wurden die Bauten in seinen überaus Atelier lastigen Filmen sehr viel kulissenhafter. Ich nehme an, dass es weniger die Absicht war, die englische Note zu eliminieren, denn vielmehr eben jenen Bühnencharakter zu erschaffen, den sich der Regisseur per se in allen seinen Produktionen wünschte. Spätestens mit Wechsel der Produktion nach Berlin und der Wahl von Pfaueninsel & Co. wechseln die Außendekors dann in einen eher ländlichen Raum, währenddessen die CCC-Bauten immer grotesker werden und das Bild vermitteln, dass der Ansicht der Macher zufolge in englischen Schlössern Massen an Spinnweben von der Decke hängen, Skelette in der Ecke stehen und die Erbauer der Schlösser mehr Geheimtüren als echte Türen in ihre Refugien einbauen ließen. Es wird gerade in der Farb-Ära ein geradewegs mittelalterliches Bild erzeugt, das gar nicht zu verbergen trachtet, dass es sich um ein reines Phantasieprodukt handelt. Der diesbezügliche Bruch, den erst das Glasauge in die Reihe bringt, wird vor allem auch dadurch so prägnant, dass diese imaginäre Altertümlichkeit quasi im Handstreich verschwunden ist und einem überraschenden Realismus weicht, der aber nichts mehr mit dem liebenswerten Phantasieengland zu tun hat, sondern fast staatenlos ist und überall auf der Welt spielen könnte.

Rein von den Atelierbauten und der Ausstattung bzw. den Dekors würde ich grob drei aufeinanderfolgende "Phantasieenglands" unterscheiden:
- Kategorie 1: Bemüht um eine Form des wirklichen Englands, Schaffung einer möglichst undeutschen Atmosphäre, detailverliebte Bauten von großem Aufwand (von Frosch bis Zinker)
- Kategorie 2: England dient als Synonym quasi mittelalterlicher Zustände, groteske Überzeichnung von Schauer, Grusel und Sündenpfuhl, die Bauten kulissenhaft und von gewolltem Bühnencharakter (von Abt bis Gorilla)
- Kategorie 3: Der Schauplatz tritt in den Hintergrund, erscheint entweder staatenlos oder unbekümmert deutsch, später sogar offenkundig italienisch (von Glasauge bis Halbmond)

Währenddessen die Abgrenzung zwischen Kategorie 2 und 3 sehr einfach ist, fällt sie zwischen 1 und 2 schon schwerer, zudem finden sich immer auch Ausreißer. Alles in allem hat England an Bedeutung in der Ausstattung der Filme mit fortschreitender Zeit mehr und mehr eingebüßt. Der Zeitgeist überrollte den zunächst gewählten Snobismus mit Schaurigkeiten und später auch Sex. Der nackte Busen von Ingrid Steeger war im Gorilla von mehr Bedeutung als das "Your game please!" in den Augen.

Gruß
Jan

Savini Offline



Beiträge: 619

28.06.2022 15:53
#5 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Ein nettzer kleiner Essay zur Ausstattung und wie diese sich im Laufe der Serie veränderte! Das war mir so zuvor gar nicht bewusst gewesen.

Zitat von Jan im Beitrag #4
Meiner Wahrnehmung nach ist dieses Phantasieengland in den einzelnen Phasen unterschiedlich umgesetzt worden bzw. es hat sich innerhalb der Reihe deutlich gewandelt. Zunächst versuchte man, dem realen England zumindest in den Ateliers und in den in Dänemark gewählten Sets sehr nahe zu kommen. Man denke an das echt britisch wirkende Haus der Benetts im Frosch, den eigens angefertigten Wegweisern mit echt englisch klingenden Ortschaften oder natürlich an die opulente Ausstattung von Erik Aaes Atelierbauten. Zumindest der Raum, in dem gespielt wurde, sollte nicht an Nierentisch und Häkeldecke erinnern, sondern eine gehobene Form englischer Noblesse verströmen.

Teilweise achte man sogar darauf, dass Türen nicht durchgehend Klinken, sondern zumindest teilweise auch Knäufe hatten. Allerdings waren in den beiden ersten Filmen selbst Polizeiautos mitunter linksgesteuert, was wohl am geringeren Budget lag (bei den "toten Augen" war es dramaturgisch notwendig und wurde im Dialog sogar erwähnt). Als die Serie immer erfolgreicher lief, konnte man sich anscheinend öfter Rechtslenker leisten.
Zitat von Jan im Beitrag #4
Mit Einstieg Alfred Vohrers wurden die Bauten in seinen überaus Atelier lastigen Filmen sehr viel kulissenhafter. Ich nehme an, dass es weniger die Absicht war, die englische Note zu eliminieren, denn vielmehr eben jenen Bühnencharakter zu erschaffen, den sich der Regisseur per se in allen seinen Produktionen wünschte.

Dass er diesen Wunsch hatte, war mir noch gar nicht bewusst.
Zitat von Jan im Beitrag #4
Spätestens mit Wechsel der Produktion nach Berlin und der Wahl von Pfaueninsel & Co. wechseln die Außendekors dann in einen eher ländlichen Raum, währenddessen die CCC-Bauten immer grotesker werden und das Bild vermitteln, dass der Ansicht der Macher zufolge in englischen Schlössern Massen an Spinnweben von der Decke hängen, Skelette in der Ecke stehen und die Erbauer der Schlösser mehr Geheimtüren als echte Türen in ihre Refugien einbauen ließen. Es wird gerade in der Farb-Ära ein geradewegs mittelalterliches Bild erzeugt, das gar nicht zu verbergen trachtet, dass es sich um ein reines Phantasieprodukt handelt.


Zitat von Jan im Beitrag #4
Der diesbezügliche Bruch, den erst das Glasauge in die Reihe bringt, wird vor allem auch dadurch so prägnant, dass diese imaginäre Altertümlichkeit quasi im Handstreich verschwunden ist und einem überraschenden Realismus weicht, der aber nichts mehr mit dem liebenswerten Phantasieengland zu tun hat, sondern fast staatenlos ist und überall auf der Welt spielen könnte.

Wobei es nach meinem Geschmack schon zuvor in Szenen, die nicht in Schlössern spielten, immer mal wieder Zugeständnisse an die "Swinging Sixties" gab - diesen Trend würde ich bereits ab dem "Hexer" sehen.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.553

29.06.2022 09:59
#6 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #1
Ich fange mit zwei Beispielen an:


Die würde ich eher als Zugeständnisse an die - zum Drehzeitpunkt 40 bis 50 Jahre alten - Romanvorlagen sehen und weniger als (bewusste) Kreation eines phantasievollen Englands.

Zitat von Jan im Beitrag #4
Einmal von den Bauten/Dekors aus betrachtet:


Das lässt sich meines Erachtens auch sehr gut auf die Charakterdarstellungen und Schauspielerführung übertragen. Auch hier wird es ausgehend von brav-realen Darstellungen im Frosch, nur teilweise durch leichte Exzentrik aufgebrochen, immer plakativer.

Savini Offline



Beiträge: 619

29.06.2022 11:01
#7 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #6
Zitat von Savini im Beitrag #1
Ich fange mit zwei Beispielen an:


Die würde ich eher als Zugeständnisse an die - zum Drehzeitpunkt 40 bis 50 Jahre alten - Romanvorlagen sehen und weniger als (bewusste) Kreation eines phantasievollen Englands.

Bezieht sich das jetzt auf beide Punkte gleichermaßen (Todesstrafe und Polizeiapparat)?
Wobei man zumindest nicht so weit ging, die Filme in der Zeit der Romanvorlagen anzusiedeln, sondern aktuelle Dinge einbezog (Tonbänder, Hubschrauber, Linienflüge zwischen den Kontinenten).
Und selbst bei späteren Filmen, die nicht mehr auf einer Romanvorlage basierten (und nach 1964 entstanden), wird selbstverständlich vom Hängen gesprochen ("Buckliger", "Hand") bzw. so getan, als sei Scotland Yard die einzige Polizei im Lande ("Hund").
Zitat von Count Villain im Beitrag #6
Das lässt sich meines Erachtens auch sehr gut auf die Charakterdarstellungen und Schauspielerführung übertragen. Auch hier wird es ausgehend von brav-realen Darstellungen im Frosch, nur teilweise durch leichte Exzentrik aufgebrochen, immer plakativer.

Sicher waren die Spielweisen von Arent und Kinski von vornherein alles andere als "brav-real"; dass die exzentrische Note bei anderen Figuren immer stärker wurde, könnte durchaus mit Vohrers Dominanz im Laufe der Serie zu tun gehabt haben (und wurde möglicherweise von Petersson als Autor in die Wege geleitet).

Count Villain Offline




Beiträge: 4.553

29.06.2022 11:30
#8 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #7
Und selbst bei späteren Filmen, die nicht mehr auf einer Romanvorlage basierten (und nach 1964 entstanden), wird selbstverständlich vom Hängen gesprochen ("Buckliger", "Hand") bzw. so getan, als sei Scotland Yard die einzige Polizei im Lande ("Hund").


War auf beides bezogen. Und natürlich wollte man im Laufe der Reihe später nicht mit der eigenen Serienrealität brechen. Ganz später schon, aber das hatte dann andere Gründe.

Tarzan Offline



Beiträge: 1.004

29.06.2022 19:47
#9 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Die Ansicht eines Renaissance-Schloss wie in Ahrensburg zu einem der klassischen England-Schlösser ist schon ähnlich. Das gilt auch für Schloss Rosenborg in Kopenhagen. Die Innenausstattung ist biedermännisch und passt bestens zu den spleenigen Inselbewohnern. Blacky & Co. sind Märchen-Engländer (machen das aber wunderbar).
Dieser urige Mix war genauso wenig realistisch wie etwas später die jugoslawische Prärie, aber für die deutschen Kinogänger der Zeit (wie auch weltweit) hatte Location-Authentizität noch nicht die Bedeutung wie heute. Das galt auch für Institutionen wie die Polizei.
Ich wage die Behauptung, dass kaum mehr Besucher in die Filme gegangen wären, wenn alles original auf der Insel entstanden wäre.
"Das England der Wallace-Filme" ist eine Märchenwelt, ggf. ergänzt mit kleinen Originalschnipseln. Dazu die nicht-englischen Klänge von Thomas/Böttcher mit köstlichen musikalischen Einfällen. Eine perfekte englische Märchen-Welt.
Wobei: Rosamunde Pilcher heute im TV hat, obwohl drüben gefilmt, doch auch viele Märchen-Elemente. Vom wirklichen England ist das auch ein bisschen entfernt.
Also alles richtig gemacht bei "Wallace made in Germany".

Savini Offline



Beiträge: 619

29.06.2022 22:45
#10 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Tarzan im Beitrag #9
Die Ansicht eines Renaissance-Schloss wie in Ahrensburg zu einem der klassischen England-Schlösser ist schon ähnlich. Das gilt auch für Schloss Rosenborg in Kopenhagen.

Am passendsten fand ich in dieser Hinsicht das gleich zweimal verwendete Schloss Herdringen bei Arnsberg, das bekanntlich im englischen Tudor-Stil erbaut wurde und sich daher dafür anbot:https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Herdringen
Zitat von Tarzan im Beitrag #9
"Das England der Wallace-Filme" ist eine Märchenwelt, ggf. ergänzt mit kleinen Originalschnipseln. Dazu die nicht-englischen Klänge von Thomas/Böttcher mit köstlichen musikalischen Einfällen. Eine perfekte englische Märchen-Welt.

Nicht umsonst sprach "Blacky" hier von "Märchen für Erwachsene".

Lord Low Offline




Beiträge: 715

20.09.2022 13:43
#11 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Ist Sir John eigentlich der Commissioner of Police of the Metropolis?

In den 50ern und 60ern gab es sogar zwei reale Amtsträger mit diesem Namen. Sir John Nott-Bower und Sir John Waldron.

Savini Offline



Beiträge: 619

20.09.2022 15:30
#12 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Lord Low im Beitrag #11
Ist Sir John eigentlich der Commissioner of Police of the Metropolis?

Zumindest in der englischen Fassung der "weißen Nonne" bezeichnet er sich Cooper-Smith gegenüber als "Commissioner".

Lord Low Offline




Beiträge: 715

20.09.2022 15:59
#13 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Wie ist das eigentlich in den englisch synchronisierten Fassungen von "Der Mönch mit der Peitsche" und "Die blaue Hand"?

Savini Offline



Beiträge: 619

20.09.2022 16:11
#14 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Bei der "blauen Hand" ist auf DVD keine englische Sprachfassung enthalten, beim "Peitschenmönch" wüsste ich jetzt gerade nicht, dass Sir Johns Titel im Dialog genannt würde. Allenfalls bei "Zimmer 13" könnte ich nachsehen, ob in der englischen Synchro auch vom "Superintendenten" die Rede ist.

Die "Nonne" ist insofern ein Sonderfall, da dieser Film bekanntlich komplett englisch gedreht wurde, abgesehen von Siegfried Schürenbergs drei Auftritten, die speziell für die deutsche Fassung separat gedreht wurden und in denen er daher im O-Ton zu hören ist.

Lord Low Offline




Beiträge: 715

20.09.2022 16:59
#15 RE: Das England der Wallace-Filme Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #14

Die "Nonne" ist insofern ein Sonderfall, da dieser Film bekanntlich komplett englisch gedreht wurde, abgesehen von Siegfried Schürenbergs drei Auftritten, die speziell für die deutsche Fassung separat gedreht wurden und in denen er daher im O-Ton zu hören ist.


Hat sich Schürenberg nicht trotzdem nachsynchronisiert? Seine Szenen sind ja mit Stewart Granger. Und damals wurde ja noch nichts geixt.

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