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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 167 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Ray Offline



Beiträge: 1.833

25.02.2022 18:51
SOKO 5113/SOKO München (TV, 1978-2020) Zitat · Antworten

"SOKO 5113" oder "SOKO München", wie die Serie in den letzten Jahren von 2016 bis 2020 hieß, war ein echter Krimi-Dauerbrenner.

Ich habe mir nun einmal die erste Staffel aus dem Jahre 1978 angeschaut, die interessanterweise, wie zu Anfang üblich, aus 6 fortlaufenden Episoden von je etwa 25 Minuten bestand, so dass eine Staffel letztlich ein überlanger TV-Krimi ist - wie man es u.a. von den Durbridge-Mehrteilern her kennt. Die Story um einen Mord im Rauschgift- und Drogenmilieu hat mich jetzt ehrlicherweise nicht "vom Hocker gehauen", aber mit den Ermittlern wird man so schnell warm, dass man dem Geschehen doch durchaus mit Interesse folgt. Hauptdarsteller Werner Kreindl (Hauptkommissar Karl Göttmann) kennt man seit den 1960er-Jahren aus diversen TV-Krimis ("Kriminalmuseum", "Kommissar", "Derrick", "Der Alte"), auch Bernd Herzsprung, der gewissermaßen den "Benjamin" bei der SOKO 5113 gibt, ist natürlich kein Unbekannter. Noch vor seinem einmaligen Auftritt als Tatort-Kommissar agiert Diether Krebs hier bereits in einer (länger währenden) Ermittlerrolle. Einen besonders streng nach Vorschrift arbeitenden Amtswalter mimt der spätere "Alte" Rolf Schimpf. Beim Stammpersonal sind also schon mal einige bekannte Namen und Gesichter dabei, unter den Gastdarstellern ist vor allem Michael Hinz zu erwähnen. In kommenden Staffeln stattet noch der ein oder andere bekannte Star aus der großen Krimi-Zeit der "SOKO 5113" einen Besuch ab. Staffel 1 gestaltet sich im Ganzen kurzweilig, es gibt genug Außenaufnahmen, zwischendrin und vor allem zum Ende gar etwas "Action", zudem werden ein paar Schlaglichter auf die Schattenseiten der Polizeiarbeit mit Blick auf das Privatleben geworfen. Für Freunde des TV-Krimis der 1970er-Jahre sicher einen Blick wert.

Die Serie erscheint seit 2017 in regelmäßigen Abständen bei Studio Hamburg auf DVD.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.600

25.02.2022 19:51
#2 RE: SOKO 5113/SOKO München (TV, 1978-2020) Zitat · Antworten

Ich bin mit dieser Serie groß geworden. Damals gab es nicht so viel vergleichbares, doch mit SOKO 5113 ist eine perfekte Polizeifilmserie gelungen, zuvor gab es in dieser Klasse nur "Task Force Police".
Auch das Gespann Ulrich Stark/Dieter Krebs, später auch noch mal zusammen, ist zu nennen. (Nur) diese erste Serie ist Kult und auch ich war jahrelang auf der Jagd nach den ersten fehlenden Folgen und fand tolle Unterstützung beim damaligen Redakeur Axel Lauströr was letztlich auch zur Veröffentlichung gerade der alten Folgen führte. Mit SOJO 5113 verhält es sich ähnlich, wie mit den alten Tatort-Folgen. Hier basieren die Geschichten in enger Zusammnenarbeit "mit der Polizei". Also keine Fiktion, keine Phantasieprodukte sondern harte, sagen wir besser für diese Sendezeit harte Realität. Diese Serie war auch Start für einige Schauspieler hin zu anderen Rollen. Besonders gut hat mir später noch Sudmann gefallen. Sein Auftritt im prämierten Tatort Zweikampf zeugt ebenfalls von seinen besonderen Qualitäten.

Gruss
Havi17

Ray Offline



Beiträge: 1.833

10.03.2022 21:16
#3 RE: SOKO 5113/SOKO München (TV, 1978-2020) Zitat · Antworten

Ich habe inzwischen auch die zweite und dritte Staffel gesichtet, die einen XXL-Fall bilden. Es wird lose angeknüpft an Staffel 1, weil der erste Hinweis von Seiten des von Michal Hinz gespielten Ganoven Nobby Lenz kommt. Inhaltlich geht es um Rauschgiftschmuggel und schnell wird klar, dass der nach außen hin seriöse Firmenchef Kreuzberg, gespielt von keinem geringeren als Wolfgang Preiss, "Dreck am Stecken" hat, weshalb die SOKO einen Mitarbeiter "undercover" einschaltet. Die Ermittlungen führen die SOKO im Laufe des Falles bis nach Italien, so dass auch fürs Auge wieder etwas Abwechslung geboten wird. Neu dabei sind der spätere Tatort-Kommissar Tilo Prückner und Michaela May als Lebensgefährtin der Bernd Herzsprung-Figur. Insgesamt hätte man den Fall wohl kaum auf eine derartige Laufzeit erstrecken brauchen, dennoch gestalten sich die Folgen im Ganzen kurzweilig, nicht zuletzt weil das Ermittlerteam um Werner Kreindl wirklich sehr sympathisch agiert und die SOKO im Gegensatz zu den Ringelmann-Produktionen der Zeit "handfeste" Krimi-Unterhaltung bietet, ohne dass auf Tiefgang dabei völlig verzichtet wird. Im Ganzen eine angenehme Mischung.

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