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 Edgar-Wallace-Forum
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Savini Offline



Beiträge: 626

30.09.2022 08:18
#826 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #825
nur dass es bei der Dagover nicht nur eine Filmrolle gewesen zu sein scheint. Ihre immer wieder fiktiven Angaben zu ihrer Biographie und ihre Auftritte in der Öffentlichkeit sprechen Bände. Die Titelrolle in ihrem einzigen Wallace-Film scheint für die mondäne Diva wie gemacht zu sein, Filmfigur und das Bild, das die Schauspielerin öffentlich von sich präsentiert, liegen hier nicht so weit auseinander, nur das die echte Dagover natürlich keine Verbrecherin ist.

Auch Brigitte Grothum beschrieb sie Christos Tses gegenüber als auch außerhalb ihrer Filmrolle exzentrisch und exaltiert.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

01.10.2022 08:46
#827 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



01.10.

Joachim Kramp bereichert mit Informationen dieses Forum


Was wäre dieses Forum ohne die hervorragenden Recherchen zu Edgar Wallace. Vor genau 20 Jahren trat auch Joachim Kramp bei und bereicherte mit seinen vielen recherchierten Infos das Forum. Er ist Verfasser mehrerer Bücher, so z.B. "Hallo, hier spricht Edgar Wallace!" (1998) oder mit Jürgen Wehnert "Das Edgar Wallace Lexikon" (2004).
Einer der sehr interessanten Threads ist auch "Vermischtes aus alten Zeiten", der hier ja weiter aufrufbar ist.
Bestimmt hätte er sehr gerne noch viel mehr Informationen zusammen getragen, starb dann aber ja leider im Alter von nur 54 Jahren.

Diesem Forum in der jetzigen Form ist er am 01.10.2002 beigetreten. Das war heute vor 20 Jahren.

Weitere Ereignisse:
- 01.10.2018 Tod Edith Teichmann - sie wurde 97 Jahre alt.

Hier geht es am Dienstag mit einer Darstellerin weiter, deren Schrei mir mehr als der von anderen Wallace-Darstellerinnen in Erinnerung ist. Dabei ist sie dabei gar nicht ermordet worden.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.673

01.10.2022 15:46
#828 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Danke Peter, daß Du ihm hier gedenkst.Er hatte nicht nur ein prufundes Wissen, sondern er kam aus einer Zeit wo er den Kontext
zum verbreitenden Wissen hatte und auch erklären konnte und wollte warum gewisse Dinge so entstanden sind.

Gruss
Havi17

Jan Offline




Beiträge: 1.741

01.10.2022 18:01
#829 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #825

Lil Dagover ( 1887-1980) - Diva aus gespenstischer Vergangenheit

Ich muss zugeben, dass ich die Dagover anlässlich eines jüngsten Wiedersehens mit ihrer "seltsamen Gräfin" weniger exaltiert empfand als früher. Sicher - sie wirkt theatral und beinahe mystisch, schleicht durch die Szenerie wie der wabernder Nebel um ihr Schloss. Abgesehen von der ungeheuer pathetisch anmutenden Schlussszene aber empfand ich das übrige Spiel als durchaus rollengerecht, und ich fand sogar eine Reihe leiserer Töne, an die ich mich so gar nicht mehr erinnern konnte. Dass sie abseits der laufenden Kameras die exaltierte Diva gab, ist unbenommen. Das kann ich mir schon recht gut vorstellen.

Gruß
Jan

Havi17 Offline




Beiträge: 3.673

01.10.2022 18:31
#830 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Ihr Autritt in "Wodka Bitter Lemon" unterstreicht den Stil ihres Auftritts, ähnlich wie in der Gräfin.

Gruss
Havi17

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

01.10.2022 19:09
#831 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #828
Danke Peter, daß Du ihm hier gedenkst.Er hatte nicht nur ein prufundes Wissen, sondern er kam aus einer Zeit wo er den Kontext
zum verbreitenden Wissen hatte und auch erklären konnte und wollte warum gewisse Dinge so entstanden sind.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Joachim mit seinem Hintergrundwissen die Fangemeinde und dieses Forum bereichert hat. Man musste mit ihm nicht immer einer Meinung sein. So zeigt schon die Angabe seiner Lieblingsfilme "Der rote Kreis", "Der unheimliche Mönch" und "Das Geheimnis der gelben Narzissen" (Quelle: sein Profil), dass er wohl eher weniger der Vohrer-Typ war und vielleicht auch (mit Ausnahme des unheimlichen Mönch) viel wert auf drehbuch-nahe Verfilmung gelegt hat.

Savini Offline



Beiträge: 626

01.10.2022 23:01
#832 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #831
So zeigt schon die Angabe seiner Lieblingsfilme "Der rote Kreis", "Der unheimliche Mönch" und "Das Geheimnis der gelben Narzissen" (Quelle: sein Profil), dass er wohl eher weniger der Vohrer-Typ war und vielleicht auch (mit Ausnahme des unheimlichen Mönch) viel wert auf drehbuch-nahe Verfilmung gelegt hat.

Wobei auch die "Narzissen" erst in der zweiten Hälfte stärker auf Motive der Romanvorlage zurückgreifen; "Gräfin" und "Tür" waren in dieser Hinsicht deutlich werkgetreuer, trotzdem ließ er keine Gelegenheit aus, auf diese zu schimpfen.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

04.10.2022 07:29
#833 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



04.10.

Sophie Hardy feiert heute ihren 78sten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!




Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Sophie Hardy - blonder als blond
Nachdem am deutlichsten mit der schwarzhaarigen Barbara Rütting als emanzipierte und selbstbewusste Künstlerin ein neues Frauenbild in die Edgar- Wallace-Filme gebracht worden war, wurde für „Der Hexer“ (1964) noch eins draufgesetzt, und zwar dieses mal mit einer guten Portion Humor! Leider hat nicht jeder Humor, was aber genau diejenigen, die keinen haben, selten merken und dann aus Unverständnis meckern. Alfred Vohrer hingegen hatte eine gute Portion Humor, was sich schon daran zeigte, dass er die grotesk überspitzten Wallace-Filme mit Selbstironie vor drohender Lächerlichkeit bewahrte. Nach seinen bisherigen Wallace-Klassikern wagte er einen weiteren Schritt, nämlich den Helden und die Heldin deutlich zu überzeichnen, so wie es selten im deutschen Film riskiert wurde. Das Ergebnis waren Leichtigkeit, Charme und die Selbstverständlichkeit, dass Joachim Fuchsberger und die neue französische Hauptdarstellerin Sophie Hardy (*1944) eindeutiger denn je die Guten waren und im größtmöglichen Kontrast zu Maurice Messer und seinen Schergen standen. Die attraktive Sophie Hardy ist so blond wie nur möglich, faucht wie ein Kätzchen und gibt sich gar nicht erst die Mühe, die Zusammenhänge um die Verbrechen zu verstehen, denn ihr geht’s nur um eins: um ihren „Higgi“. Der will ja auch, muss das nur noch Ann Savo erklären und lästigerweise zwischendurch die Verbrechen aufklären.
Man sollte nicht denken, dass Sophie Hardys Figur in „Der Hexer“ frauenfeindlich sei; frauenfeindlich wäre dann noch eher die „Damsels in distresses“ älterer Filme, weil diese damals in ihrer Hilflosigkeit bierernst genommen wurden. Die Überzeichnung bis zum Comicstripgirl macht aus Sophie Hardy eher eine ironische „Damsel in distress“, die ihre Rolle als Satire präsentiert. Horst Wendlandt hatte sie gleich für drei Filme engagiert. Der zweite war „Winnetou III“ (1965) und dann folgte noch einmal Edgar Wallace. In der teuersten Wallace-Produktion „Das Geheimnis der weißen Nonne“ (1966) ist sie quasi 1:1 aus dem Hexer importiert worden. Dieses mal ist sie das sympathische Pendant zur Mörderin Susan Hampshire. Doch ihr Partner ist jetzt Stewart Granger, der zwar auch sehr charmant, aber schlichtweg zu alt ist. Das macht leider nicht wirklich Spaß, Granger ist unangenehme 31 Jahre älter und würde so gesehen besser zu der fast gleichaltrigen Brigitte Horney passen.
Fazit: Sophie Hardy legt sehr charmante Performances hin, die viel Vergnügen bereiten und die Wallace-Frauenrollen vom alten Mief der 50er Jahre befreien. Leider kamen nur noch wenige Filmangebote. Immerhin ist „Die Straße nach Salina“ (1970) ein gelungener Streifen. Leider nützt das Talent nichts, wenn den Humorlosen nur auffällt, dass sie blonder als blond war.
Dieser Inhalt wurde von Hans-Jürgen Osmers (@fritz k) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Sophie Hardy wurde am 04.10.1944 geboren. Heute kann sie ihren 78sten Geburtstag feiern.

Weitere Ereignisse:
- Al Hoosman (04.10.1918) - Darsteller in "Der Rächer"

Und am Donnerstag geht es mit dem letzten offiziellen S/W-Film der Reihe weiter.

Savini Offline



Beiträge: 626

04.10.2022 08:28
#834 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #833
ihr geht’s nur um eins: um ihren „Higgi“. Der will ja auch, muss das nur noch Ann Savo erklären und lästigerweise zwischendurch die Verbrechen aufklären.

Kommt er überhaupt dazu? Auf deutscher-tonfilm wurde mit Recht bemängelt, dass er im Grunde gar nichts zur Aufklärung beitrage.
Dem kann ich nur zustimmen, da er meist entweder mit seiner Freundin beschäftigt ist oder in eine Falle tappt/niedergeschlagen wird; als am Ende alles aufgeklärt wird, fehlt ihm nicht umsonst der Durchblick.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

04.10.2022 10:50
#835 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #834
Zitat von Peter Ross im Beitrag #833
ihr geht’s nur um eins: um ihren „Higgi“. Der will ja auch, muss das nur noch Ann Savo erklären und lästigerweise zwischendurch die Verbrechen aufklären.

Kommt er überhaupt dazu?

Nein, zum Aufklären der Verbrechen kommt er nicht, nur an der ein oder anderen Stelle Beweismaterial sichern (den Zettel mit dem "H." auf dem Flughafen (oder wurde dieser etwa durch Heinz Drache zu den Klamotten des Hexers gelegt, damit Scotland Yard nun noch intensiver ermittelt?)).
Erfolglose Ermittler gibt es übrigens weitere bei Wallace. Drache war zwar im indischen Tuch nur der Rechtsanwalt, aber hat ja dennoch Aufgaben eines Ermittlers übernommen, zumindest Beweismaterial gesichert. Aber außer immer den falschen Personenkreis zu verdächtigen, muss am Ende gar der Hund für den Tod des wahren Täters sorgen.

Savini Offline



Beiträge: 626

04.10.2022 12:17
#836 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #835
Erfolglose Ermittler gibt es übrigens weitere bei Wallace. Drache war zwar im indischen Tuch nur der Rechtsanwalt, aber hat ja dennoch Aufgaben eines Ermittlers übernommen, zumindest Beweismaterial gesichert. Aber außer immer den falschen Personenkreis zu verdächtigen, muss am Ende gar der Hund für den Tod des wahren Täters sorgen.

Zumindest Tanner kann zu seiner Verteidigung anführen, dass er von Beruf Anwalt ist und wider Willen zum Ermittler wird, anders als Higgins.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

06.10.2022 05:42
#837 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



06.10.

Am 06.10.1965 starteten die Dreharbeiten für "Der unheimliche Mönch"


Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Nichts ist mehr so, wie es einmal war - Aufbruch in eine neue Zeit
DER UNHEIMLICHE MÖNCH (1965)

1965 gab es bereits über zwanzig Edgar-Wallace-Filme, die in dem unglaublichen Zeitraum von sechs Jahren entstanden sind; andere Krimis haben in etwa die gleiche Quantität im deutschen Film. Mit anderen Worten: jetzt weiß man bei Rialto definitiv, wie es gemacht wird. Und trotzdem bleibt nichts so wie es ist, und in „Der unheimliche Mönch“ ist deswegen dann auch gleichzeitig vieles anders als vorher. Die Wallace-Filme treten in eine neue Phase, die der Farbfilm-Ära, nur dass „Der unheimliche Mönch“ doch noch ein letztes Mal in Schwarzweiß gedreht wurde.
Was ist denn eigentlich alles anders?
1. Übergeht man einmal „Neues vom Hexer“, der gar keine Romanvorlage hatte, weil „Again the ringer“ bei Wallace Kurzgeschichten waren, so ist „Der unheimliche Mönch“ der erste Wallace-Film, der außer der Titelgestalt gar keinen Bezug zum Roman hat. Dabei ist der relativ kurze Roman „The terror“ durchaus eine ziemlich filmgerechte und spannende Vorlage um den wahnsinnigen Verbrecher „O‘ Shea“ und es verwundert ein bisschen, dass man auf Edgar Wallace Ideen komplett verzichtete. Übrigens sollte keiner der mehr als ein Dutzend weiteren Wallace-Filme bis allenfalls auf den Titel Bezug zu einem Wallace-Roman haben. Produzent Horst Wendlandt war der Meinung, die Stories müssten besser an den Zeitgeschmack angepasst werden.
2. Aus unterschiedlichen Gründen standen weder Heinz Drache oder Joachim Fuchsberger als Hauptdarsteller zur Verfügung. Mit dem Durbridge-Star Harald Leipnitz hatte man einen neuen Inspektoren-Darsteller gewonnen, der bereits bei Wallace einen Bösewicht gespielt hatte und durch einige Fernsehspiele und den Will-Tremper-Film „Die endlose Nacht“ ein sehr zeitgemäßes Image hatte. Leider musste Leipnitz unter seinen darstellerischen Möglichkeiten bleiben, denn weder in diesem noch in den folgenden Wallace-Filmen bekam der „Inspektor“ wie bisher die nötige Plattform, um mehr Charisma zeigen zu können. Leipnitz Rolle in dem Durbridge-Mehrteiler „Die Schlüssel“ war da sehr viel dankbarer.
3. Karin Dor war nicht mehr automatisch die jüngste und schönste Person in einem Wallace-Streifen: für den weiblichen Sex-Appeal waren jetzt zusätzlich eine ganze Horde junger Mannequins engagiert worden, unter ihnen Uschi Glas in ihrem ersten Film. Der Anteil junger Darstellerinnen wird ab jetzt sehr viel höher in der Filmreihe werden. Für Karin Dor ist es der letzte Wallace-Film. Dafür bekam sie anderswo Top-Rollen: Meiner Meinung nach war ihre beste Rolle„Juanita de Córdoba“ in dem Hitchcock-Film „Topas“ mit gehörig mehr Sex-Appeal als alle kommenden Hauptdarstellerinnen in Wendlandts Filmreihe haben sollten.
4. Klaus Kinski ist ab sofort nicht mehr dabei - es sei denn, man bietet ihm außergewöhnliche Rollen und gute Gagen. Die Wallace-Filme hatten ihm eine unglaubliche Basis für seine Karriere gegeben. Seine beeindruckenden Darstellungen waren große Kunst. Danach ging es ihm im internationalen Film mehr um Gagen während das Wallace-Image unangenehmerweise privat und in Talkshows ausgelebt wurde. Der arme Hartmut Reck musste für „Der unheimliche Mönch“ in Kinskis große Fußstapfen treten und schlug sich dabei noch ganz wacker. Für die Wallace-Legende Elisabeth Flickenschildt ist übrigens Ilse Steppat eingesprungen. Auch diese Rolle bot nicht mehr so viel Schauspielanreiz wie die Flickenschildt-Rollen früherer Krimis.
5. Eddi Arent ist nicht mehr das komische Maskottchen der Wallace-Filme. Na gut, er hat noch zwei Momente, die an alte Zeiten erinnern. Die Zuschauer werden gleich zweimal betrogen: Ein zuverlässiger Grundpfeiler der Filmserie wird aufgegeben, gewissermaßen also ein Verrat an den Gesetzen der Serie und zweitens wird uns die Überraschung eines neuen Bösewichts dann doch vorenthalten: der Haupttäter ist bei der Entlarvung bereits tot, der Schauspieler hat die Rolle eines Verbrechers, darf aber keinen Verbrecher spielen. Das war ein Jahr später in „Das Rätsel des silbernen Dreieck“ dramaturgisch viel folgerichtiger und effektvoller. Ohne Eddi Arents frühere Komik fehlte den kommenden Filmen die Heimeligkeit, die man bei den ersten zwanzig Filmen so wertschätzen konnte.
Aber: da man mittlerweile bei Rialto wusste, wie es geht, kam dann doch ein Film dabei heraus, den viele Fans sogar als einen der besten der Serie feiern. Immerhin hat die neue erfundene Story trotz Schwächen in der Figurenzeichnung einen geschickten dramatischen Gesamtbogen. Harald Reinl inszeniert neben unheimlichen Szenen gut und gern Action, wovon der Film besonders im letzten Dritttel profitiert und ein bisschen von Vohrers hysterischer Atmosphäre findet sich nun auch vor allem im ersten Drittel bei ihm wieder. Die besten Schauspielparts haben Siegfried Lowitz als übler Erbe und Rudolf Schündler als unheimlicher Sonderling. Peter Thomas komponierte Mitte der 60erJahre von Film zu Film neue Höhepunkte, die uns ganz stilgerecht vertraut erscheinen. Der in diesem Film sehr Saxophon-lastige aufregende Score ist ziemlich verwandt mit der Raumschiff-Orion-Musik und die Titelmusik ist ein Knaller!
Mit „Der unheimliche Mönch“ war man schon in einer neuen Zeit angekommen, in der vieles anders sein sollte, als es einmal war. Harald Reinl, Karin Dor und Siegfried Lowitz sollten nie wieder an einem Wallace-Film beteiligt sein, wahrscheinlich ist das aber eher ein Zufall, denn Reinl zum Beispiel war mehrfach als Regisseur vorgesehen.
Horst Wendlandt wusste, dass sich die Zeiten geändert hatten. Der Aufbruch in die Zukunft sollte seiner Meinung nach gelingen mit mehr Action, mehr Morden, mehr Grusel, mehr Sex, mehr Klamauk, mehr Farbe. Allerdings mit weniger Stil, von dem man in „Der unheimliche Mönch“ doch noch etwas spüren kann.
Dieser Inhalt wurde von Hans-Jürgen Osmers (@fritz k) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Die Dreharbeiten für "Der unheimliche Mönch" starteten am 06.10.1965. Das war heute vor 57 Jahren.

Weitere Ereignisse:
- 06.10.1910: Geburtstag Egon Eis

Morgen geht es weiter.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

07.10.2022 08:14
#838 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



07.09.


Und das passierte heute vor vielen Jahren


- Vor 56 Jahren (07.10.1966): Drehende "Das Geheimnis der weißen Nonne" - es sollte die teuerste Wallace-Verfilmung werden. Mehr Infos hier.
- Vor 37 Jahren (07.10.1985): Tod Wolfgang Kieling - er wirkte in "Im Banne des Unheimlichen" mit

Morgen hätte der Kameramann einer frühen Verfilmung seinen 100sten Geburtstag gefeiert.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

07.10.2022 12:45
#839 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Es muss natürlich 07.10. heißen und nicht 07.09. ...

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.943

08.10.2022 08:44
#840 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



08.10.

Heinz Pehlke hätte heute seinen 100sten Geburtstag gefeiert


Kameramann Heinz Pehlke kam bereits in den 40er Jahren zum Film und arbeitete ab 1949 als selbständiger Kameramann an Filmen und Fernsehproduktionen mit.
Berührung mit Edgar Wallace bekam er durch sein Mitwirken an "Der rote Kreis" (1960).

Heinz Pehlke starb am 12.03.2002 im Alter von 79 Jahren. Geboren wurde er am 08.10.1922. Das war heute vor 100 Jahren.

Morgen gibt es leider zwei Todestage zu vermelden.

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