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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.987

03.11.2020 14:54
36 Stunden (1964) Zitat · Antworten

36 Stunden - (36 Hours)
USA 1964 - R: George Seaton - DE: 4.3.1965 - FSK 12 - V: MGM
Darsteller: James Garner, Rod Taylor, Eva Marie Saint, Werner Peters, John Banner, Alan Napier



1944: Mit einem raffinierten Täuschungsmanöver versucht die deutsche Abwehr, an Informationen über die bevorstehende Invasion der Alliierten zu kommen. Man betäubt den in Lissabon weilenden amerikanischen Geheimdienstoffizier Jefferson Pike und entführt ihn nach Süddeutschland. Als er wieder zu sich kommt, wird ihm vorgetäuscht, dass er sich in einem US-Militärhospital auf deutschem Boden befindet. Der Krieg sei längst vorbei, die Nazis besiegt und er selbst habe das Gedächtnis verloren. Um sein Erinnerungsvermögen wiederzuerlangen, müsse er sich die Geschehnisse rund um die Invasion vergegenwärtigen. Dass der freundliche Psychiater Dr. Gerber in Wahrheit ein NS-Arzt ist, ahnt Pike nicht und so erzählt er zunächst bereitwillig von den "damaligen" Plänen der Alliierten. Bis ihm ein kleines Indiz verrät, dass man ein falsches Spiel mit ihm treibt.

Mit bewährten Darstellern wie James Garner, Rod Taylor und dem Deutschen Werner Peters wurde dieser Spionage-Thriller nach ebenso bewährten Mustern treffsicher in Szene gesetzt. Gedreht wurde in Schwarzweiß, was dem Film eine dokumentarische Note verleiht. Das Drehbuch entstand nach einem Roman von Roald Dahl und die Musik stammt von Dimitri Tiomkin. Das deutsche Kinopublikum zeigte allerdings nur wenig Interesse, so dass der Einstieg in die Erfolgsrangliste knapp verpasst wurde.

Die ausgefallene Idee gibt Gelegenheit zu ansehnlicher Maskerade, wobei es dem amerikanischen Filmstab kaum schwer fiel, ein Hospital der "US Occupation Forces" hinzuzaubern - mit Rod Taylor und Eva Marie Saint, die auf Amerikaner mimen. Grotesk wird die Szene, wenn Rod Taylor in Anwesenheit des von Werner Peters gespielten Obergruppenführers fabuliert, was nach Kriegsende geschah: dass die Nazi-Größen aufgeknüpft und die SS-Männer an die Wand gestellt wurden. Insgesamt ist das Filmniveau auf der Ebene eines Routine-Thrillers. So hübsch und verwegen die Grundidee ist, sie riecht nach Spionage-Fantasie eines begabten Autors. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich in dem von der Inszenierung vorgestecktem Rahmen. James Garner, als US-Agent diesmal in einer dramatischen Rolle, und Rod Taylor als deutscher Arzt, bleiben auf der Linie prototypischer Männlichkeit aus Hollywood. Die vom KZ gezeichnete Frauengestalt findet in Eva Marie Saint eine subtile Interpretin. Werner Peters bemüht sich, im mimischen Ausdruck eine Position zwischen zynischem Klischée und Verharmlosung zu finden. Es empfiehlt sich, die Werbung für den Film auf den Thriller abzustimmen, dessen Interessentenkreis vermutlich zufriedengestellt wird."(Film-Echo)

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Italien: Rang 91 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1964/65

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