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Dieses Thema hat 353 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Giacco Offline



Beiträge: 2.749

11.06.2025 11:25
#331 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

ASTRAGAL - (L´ASTRAGALE)
FRankreich/BRD (1968) - R: Guy Casaril - DE: 3.4.1969 - FSK 18 - V: Columbia
Dt.Prod.: CCC, Berlin (Artur Brauner)
Darsteller: Marlene Jobert, Horst Buchholz, Magali Noel, Jürgen Draeger, Brigitte Grothum, Michel Robin, Giséle Braunberger, Jean-Pierre Moulin, Georges Geret, Raoul Delfosse



Der Straftäterin Anne gelingt der Ausbruch aus dem Gefängnis, bei dem sie sich allerdings am linken Sprungbein verletzt. Der Kleinganove Julien, dem sie auf der Flucht in die Arme läuft, nimmt sie mit zu sich nach Hause. Sie verliebt sich in ihn, doch als er verhaftet wird, steht sie alleine da. Sie rutscht ab in die Prostitution und versucht , mit kleinen kriminellen Delikten über die Runden zu kommen.


Die Story dieses Sozialdramas beruht auf der Autobiografie von Albertine Sarrazine, die damals als feministisches Schlüsselwerk galt. Der Roman wurde in Frankreich zum Bestseller und auch die Verfilmung konnte mit fast 2 Mio. Besuchern als Erfolg verbucht werden. Gedreht wurde vom 17.Juli bis September 1968 in Paris und Umgebung. Die Atelierszenen entstanden in den Studios Billancourt. DIe Hauptrollen sind mit der zu jener Zeit aufstrebenden Marlene Jobert und dem bereits arrivierten Horst Buchholz besetzt. Beide verkörpern die innere Zerrissenheit ihrer Figuren und die Flüchtigkeit ihrer Beziehung mit dem nötigen Einfühlungsvermögen.

"Der 35jährige französische Regisseur Guy Casaril bevorzugt hier den Stil eines Kino-Melodrams mit sentimentaler Hintertreppen-Romantik. Er interessiert sich weit mehr für die nackte Haut der Protagonistin, als für das miese Leben, das zu führen sie gezwungen ist. Ihm kam es auf den Effekt an, auf Halbwelt-Aspekte und sexuelle Klischées. Was fehlt sind Wahrhaftigkeit, Realismus und Verständnis für die komplexe seelische Situation der Heldin. Horst Buchholz und Marlene Jobert sind um schauspielerische Eindringlichkeit bemüht." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: Keine 10 Meldungen (4,1 bei 9 Meldungen)
Frankreich: 1.875.409 Besucher (Paris: 386.565)

Filmplakat:

https://www.filmportal.de/node/47663/material/696873

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

17.06.2025 13:16
#332 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

ZÄRTLICHE HAIE - (TENDRES REQUINS)
BRD/Frankreich/Italien (1967) R: Michel Deville - DE: 10.3.1967 - FSK 12 - V: Nora
Melodie-Film, Berlin (40%) - Corona, Paris (30 %) - Sancro, Rom (30%)
Musik: Martin Böttcher - Kamera: Heinz Hölscher
Darsteller: Anna Karina, Mario Adorf, Gerard Barray, Fritz Tillmann, Scilla Gabel, Klaus Dahlen, Rainer von Artenfels, Franco Giacobini



Eine köstliche Agenten-Persiflage (Verleih)

Slapstick auf hoher See. Costa, der Sohn eines Flottenadmirals, wird in eine Spionageaffäre verwickelt. Währenddessen übernimmt seine burschikose Schwester Elena seine Rolle an Bord eines Kriegsschiffes. (artechock)

"Eine spitzbübische Anna Karina versprüht ihren französischen Charme in einer Doppelrolle als Bruder und Schwester. Scilla Gabel - vorwiegend im Bikini - als sexy Agenten-Dummchen und Gerard Barray als Käpt´n zur See ergänzen die Paare. Mario Adorf zeigt sich als Spion in ständig wechselnder Maske. Regisseur Michel Deville brachte eine munter-turbulente Dreiländer-Produktion unter das europäische Dach und einen Film in die Kinos aus dem strammen Seemanns-Milieu für alle juxliebenden Landratten." (Film-Echo)

"Anna Karina entwickelt nach Kräften Lausbubencharme und hat ein paar nette Partner in Gerard Barray, Mario Adorf und Fritz Tillmann. Ob Michel Deville mit seiner Agentenpersiflage jedoch viele Lacher ernten wird, scheint fraglich." (hamburger Abendblatt)


Aldo von Pinellis "Melodie-Film" - gegründet in den 1950er Jahren, produzierte anfangs überwiegend Musikfilme, darunter die Kassenschlager mit Freddy Quinn. 1965 war er mit der internationalen Großproduktion "Onkel Toms Hütte" erfolgreich. Mit "Zärtliche Haie", der überwiegend in Lissabon gedreht wurde, konnte er daran aber nicht anknüpfen, denn der Film erwies sich an den Kinokassen als Flop. Aldo von Pinelli starb im Dezember 1967 und die Firma wurde anschließend aufgelöst.

Film-Echo-Note: Keine 10 Meldungen
Spanien: 343.218 Besucher

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

25.06.2025 12:31
#333 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

NUR EINE FRAGE DER ZEIT - (PAS FOLLE LA GUÉPE)
Frankreich/Italien/BRD (1972) - R: Jean Delannoy - DE: 5.7.1973 TV-Premiere (Keine deutsche Kinoauswertung)
Dt.Prod.: Maran-Film, München (Betram Vetter) / Süddeutscher Rundfunk Stuttgart
Darsteller: Francoise Rosay, Philippe Clay, Anny Duperey, Bruno Pradal, Harald Leipnitz, Daniel Ceccaldi, Siegfried Rauch, Olivier Hussenot



Simonot, Chauffeur der millionenschweren Georgette Morelli-Johnson - hochbetagt und alleinstehend - will das Testament seiner Arbeitgeberin heimlich zu seinen Gunsten fälschen. Dazu braucht er die Hilfe der attraktiven Marthe, der Freundin von Alain, dem Neffen der alten Madame. Sie verführt den Notar der reichen Grande Dame, um ihn anschließend zu erpressen. Er soll dafür sorgen, dass sie als Gesellschafterin eingestellt wird. Dadurch erhält sie Zugang zum Testament und kann es dem Chauffeur aushändigen, der es manipuliert. Doch die alte Morelli-Johnson freundet sich mit Marthe an und möchte sie in ihr Testament aufnehmen. Dadurch würde der Betrug auffliegen-

Der französische Regisseur Jean Delannoy schuf so bedeutende Werke wie "Der Glöckner von NOtre Dame" und drehte mehrere Erfolgsfilme mit dem damaligen Leinwandstar Jean Gabin. "Nur eine Frage der Zeit" zählt zu seinen unbekannten Arbeiten und war selbst in Frankreich kein großer Erfolg. Durch die Beteiligung der deutschen Maran-Filmproduktion sind mit Harald Leipnitz und Siegfried Rauch auch zwei deutsche Darsteller dabei, allerdings nur in Nebenrollen. Francoise Rosay war während des Drehs 81 Jahre alt. Es war ihr vorletzter Kinofilm. Sie starb 1974.

Paris: 45.106 Besucher in 4 Wochen

Franz.Plakat:

https://www.movieposterdb.com/pas-folle-...f2#&gid=1&pid=1

michro Offline



Beiträge: 83

30.06.2025 15:03
#334 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Schmutziger Engel lauft seit Anfang 2025 immer mal wieder auf Sky Cinema Classic.

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

02.07.2025 14:08
#335 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

ZWEI WIE WIR ... UND DIE ELTERN WISSEN VON NICHTS
BRD (1966) - Prod. & R: Karl Hamrun - DE: 24.11.1966 - FSK 16 - V: Hermes
Darsteller: Susanne Beck, Thomas Piper, Konrad Georg, Max Eckard, Walter Jokisch, Jürgen Pooch, Benno Gellenbeck, Andrea Grosske, Eva Fiebig

https://www.imdb.com/de/title/tt0316949/...0/?ref_=tt_ov_i

Teenager Trixi Felten kennt zwar keine finanziellen Sorgen, hat aber unter den konservativ-spießigen Ansichten ihres Vaters zu leiden. Auf St.Pauli trifft sie den unangepassten Lebenskünstler Hardy, der in einer kleinen Mansardenwohnung lebt, in die er sie mitnimmt. Anfangs noch per "Sie" und auf Distanz, nähern sich die beiden einander an. Trixis Eltern sind gegen die Beziehung und lehnen den "arbeitsscheuen Gammler" ab, aber auch andere Leute legen dem jungen Paar Steine in den Weg.

Für den Hamburger Dokumentarfilmer Karl Hamrun, der hier als Autor, Regisseur, Produzent und Schnittmeister in einer Person verantwortlich zeichnet, war es die erste und einzige Spielfilm-Regie. Er drehte ohne Subventionen und ohne Verleihzusage, Für die beiden jungen Hauptdarsteller ist es das Leinwand-Debüt. Susanne Beck, die von der Theaterbühne kam, und Thomas Piper, der schon als Kind bei Hörspielen witwirkte, machten anschließend als Fernsehschauspieler Karriere. Wobei Tommy Piper allein mit seiner Stimme die deutsche TV-Landschaft jahrelang prägte., denn eine seiner ersten Synchronrollen war die des "Little Joe" in der legendären Westernserie "Bonanza". Populär wurde er später vor allem als Sprecher des Außerirdischen "Alf" in der gleichnamigen Sitcom.
Zu den wenigen positiv gezeichneten Erwachsenen in Karl Hamruns Film gehört Walter Jokisch, als Hardys Hauswirt, während Konrad Georg den strengen Vater von Trixi spielt. Bemerkenswert ist noch, dass der als "Tim Frazer" bekannt gewordene Max Eckard hier in einer seiner wenigen KInorollen zu sehen ist. Selbiges gilt für Jürgen Pooch vom Ohnsorg-Theater. Für Karl Hamrun war es gar nicht so einfach, einen Vertrieb für seinen Film zu finden. Beim kleinen Münchener Hermes-Verleih hatte er jedoch Glück. Dort fand man wohl den Titel "Zwei wie wir" zu brav und verlängerte ihn um den Zusatz "und die Eltern wissen von nichts".

"Regisseur Hamrun hat seine wehmütig-melancholische Liebesromanze in verhaltenem Ton gehalten, den er selbst poetischen Realismus nennt, und unsere geschäftstüchtige, verlogene Erwachsenenwelt in Kontrast dazu gestellt. Die grazile Susanne Beck ist eine ideale Besetzung und Thomas Piper ist ihr ebenbürtig. Die Wandlung des sorglos dahinlebenden Stromers zu verantwortungsbewussten Mann gibt er glaubhaft wieder." (Film-Echo)

Note: Keine 10 Meldungen

Havi17 Offline




Beiträge: 3.900

03.07.2025 12:37
#336 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Gibt es den Film irgenwo aif DVD / VHS ?

Gruss
Havi17

Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt (Jimi Hendrix)
Die Rüstungsindustrie ist eine der größten Gefährdungen der Menschheit. Albert Einstein
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

03.07.2025 18:32
#337 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #336
Gibt es den Film irgenwo aif DVD / VHS ?


Meines Wissens wurde der Film nach der Kinoauswertung nie neu veröffentlicht. Der Hermes-Verleih musste 1967 Konkurs anmelden.

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

08.07.2025 12:37
#338 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

WAS GESCHAH AUF SCHLOSS WILDBERG?
(AT: SIE NANNTEN IHN KRAMBAMBULI)
Österreich/BRD (1972) - R: Fanz Antel - DE: 17.2.1972 - FSK 12 - V: Gloria
Prod.: Neue Delta, Wien / Divina, München
Darsteller: Michael Schanze, Fritz Wepper, Christian Wolff, Sylvia Lukan, Werner Pochath, Heinz Reicke, Erni Mangold, Rudolf Prack, Paul Hörbiger, Michael Janisch, Dany Sigel, Emmerich Schrenk



Nachdem er durch einen unglücklichen Zufall in einen Autodiebstahl verwickelt wurde, landet der unbescholtene junge Christian Freytag im Gefängnis. Nach drei Monaten wird er unter der Auflage entlassen, sich als Hilfsarbeiter des Baunternehmers Jellinek im ländlichen Wilsberg an der Renovierung des dortigen Schlossses zu beteiligen. Für die Dorfbewohner ist der "der Kriminelle", der überall auf Ablehnung trifft. Nur Jellineks Sekretärin Marianne begegnet ihm freundlich und ohne Vorurteile. Doch ihr Bruder Viktor, der wieder mal in finanziellen Schwierigkeiten steckt, weiß, dass es im Schloss wertvolle Antiquitäten und kostbaren Familienschmuck zu holen gibt und plant einen Einbruch. In Momme, einen ehemaligen Kumpel von Christian, findet er einen Komplizen. Sie versuchen Christian zu erpressen, damit er ihnen Zugang zum Schloss verschafft, doch der bleibt standhaft. Als er mitbekommt, dass die zwei sich in der Nacht heimlich auf den Weg machen, folgt er ihnen, um den Schlossbesitzer zu warnen. Doch wieder einmal nehmen die Dinge einen unerwarteten Verlauf und am Ende wird er selbst als Tatverdächtiger verhaftet.

Die Dreharbeiten fanden im Herbst 1971 in Wien und Umgebung statt. Der Kinostart erfolgte noch unter dem "Krambambuli"-Titel, der das Publikum aber eher fernzuhalten schien. Deswegen wurde er vom Gloria-Verleih kurzfristig geändert. Michael Schanze wandelte damals auf den Spuren von Peter Alexander und Roy Black, denen der Erfolg als Sänger zum Sprung auf die Leinwand verholfen hatte. Immerhin zeigt er sich den Anforderungen, die die Darstellung der Figur des Prchvogels Christian stellt, gewachsen. Fritz Wepper und Werner Pochath sind die bösen Buben und Sylvia Lukan bringt als Marianne dem Anti-Helden Verständnis und Sympathie entgegen. Sie wurde populär durch die "Kommissar"-Folge "Als die Blumen Trauer trugen". Ansonsten sorgen jede Menge Wiener Stammschauspieler für den typischen Schmäh.

"Sentimentale, im Stil modischer Heimatfilme inszenierte Geschichte, die oberflächliche Unterhaltuung voller Rühreffekte bietet." (Filmdienst)

Filmplakat:

https://www.imdb.com/de/title/tt0069486/...header_mismatch

Havi17 Offline




Beiträge: 3.900

08.07.2025 16:02
#339 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Ist ja eine tolle Besetzung. Auch hier wieder verschollen ?

Gruss
Havi17

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Giacco Offline



Beiträge: 2.749

08.07.2025 17:51
#340 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #339
Ist ja eine tolle Besetzung. Auch hier wieder verschollen ?


Es gibt wohl noch Archivkopien (Deutsche Kinemathek & Murnau Stiftung), sicher auch noch in Privatbesitz.
Außerdem gab es eine VHS-VÖ (Taurus Video)
OFDB meldet 2 TV-Ausstrahlungen: MDR (2008), ARD (2012)

MrTwelve Offline




Beiträge: 73

08.07.2025 20:45
#341 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Gerade nachgeguckt: Der läuft öfters im PayTV im Heimatkanal. Das letzte Mal war sogar heute... Siehe hier: https://www.wunschliste.de/spielfilm/sie...ihn-krambambuli
Ansonsten aber schade, dass es den Film nicht auf DVD oder wenigstens als Stream gibt. Wäre sicher interessant.

Gruß, Jonas

Havi17 Offline




Beiträge: 3.900

10.07.2025 09:30
#342 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Danke, habe leider kein Abo mehr, sonst hätte ich diesen aufzeichnen können.

Gruss
Havi17

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Giacco Offline



Beiträge: 2.749

15.07.2025 13:13
#343 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

DAS AUGE DES LABYRINTHS - (L´OCCHIO NEL LABIRINTO)
Italien/BRD (1972) - R: Mario Caiano - Keine deutsche Kinoauswertung
Dt.Prod.: TV 13- Filmproduktion, München (Horst Pflüger, Horst Hächler)
Darsteller: Rosemary Dexter, Adolfo Celi, Horst Frank, Alida Valli, Michael Maien, Sybil Danning, Franco Ressel, Peter Kranz, Benjamin Lev



Aufgeschreckt durch einen Alptraum, in dem ihr Geliebter, der Psychiater Luca Berti, grausam ermordet wird, findet Julie keine Ruhe mehr. Am nächsten Morgen macht sie sich sofort auf den Weg zu ihm. Doch er ist unauffindbar und sie beginnt, sich ernsthafte Sorgen zu machen. Sie trifft auf Frank, einen exzentrischen älteren Mann, der sie in die am Meer gelegene Villa von Gerda bringt, deren Bewohner angeblich den Aufenthalt von Luca kennen. Es handelt sich jedoch fast ausnahmslos um seltsame und ausgeflippte Personen, die sich völlig ahnungslos geben. Doch nach und nach findet Julie heraus, dass jeder von ihnen Luca kannte und einen Grund gehabt hätte, ihn zu töten.

Der Film kommt mit einer Besetzung daher, die nicht uninteressant ist. Die britische Schauspielerin Rosemary Dexter arbeitete in den 1960/70er Jahren überwiegend in Italien, wirkte aber auch in internationalen Film- und TV-Produktionen mit. Horst Frank, der bereits zu Beginn in einer Traumsequenz ermordet wird, taucht in diversen Rückblenden wieder auf. Mit dabei sind auch Bond-Bösewicht Adolfo Celi, eine junge Sybil Danning sowie Michael Maien als Gigolo, der schon mal LSD konsumiert. FÜr die Rolle der Villenbesitzerin Gerda - gespielt von Alida Valli - war ursprünglich Nadja Tiller vorgesehen, was den deutschen Darsteller-Anteil sicher wesentlich bereichert hätte.
Was bleibt ist ein anstrengend erscheinender Plot und eine Ansammlung skurril-unsympathischer Charaktere. Warum sollte der "normale" Kinogänger sich auf so etwas einlassen? Von daher erscheint es nachvollziehbar, dass diese Produktion keinen deutschen Verleih fand. Man setzte stattdessen auf Report- und Erotik-Filme, denn die garantierten damals ordentliche Einspielergebnisse.

"Der Film sieht schick aus, die Sonne scheint, die Jazzmusik dudelt und man freut sich am Retro-Feeling, bis zur üblichen, hanebüchenen Auflösung des ganzen Mysteriums." (Herr Kees - OFDB)

Spanien: 207.645 Besucher

Spanische DVD:

https://dvdstorespain.es/es/peliculas/90...6558197251.html

Giacco Offline



Beiträge: 2.749

20.07.2025 12:41
#344 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

So, Ihr Lieben! Anfangs habe ich so an die 20 - 25 Filme gedacht, die ich unter dem Motto "Verschollen? Vergessen?! vorstellen wollte. Im Lauf der Zeit sind es dann doch ein paar mehr geworden. Ich bedanke mich vielmals für Euer Interesse. Auch wenn mir der Stoff noch nicht ausgegangen ist, möchte ich das Thema aus verschiedenen Gründen hiermit abschließen. Gruß Giacco.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.900

20.07.2025 14:40
#345 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Sehr Schade, ein Thread in den ich regelmäßig hereinschaue um irgendwelche Schätze zu entdecken. Vielleicht später wieder, wäre toll. Danke

Gruss
Havi17

Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt (Jimi Hendrix)
Die Rüstungsindustrie ist eine der größten Gefährdungen der Menschheit. Albert Einstein
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