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Dieses Thema hat 20 Antworten
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TV-1967 Offline



Beiträge: 524

16.11.2020 12:10
#16 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

P.S. Ich meine nicht Hans Schaffner!

Giacco Offline



Beiträge: 1.987

20.11.2020 14:07
#17 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

MARSCHIER ODER KREPIER - (MARCIA O CREPA)
D/I/Sp (1963) - R: Frank Wisbar - DE: 6.2.1963 - FSK 18 - V: NFA - Neue Film Allianz
Deutscher Produzent: Monachia-Zeyn, München (Willy Zeyn)
Darstller: Stewart Granger, Hans von Borsody, Peter Carsten, Dietmar Schönherr, Dorian Gray, Maurizio Arena, Leo Anchoriz, Fausto Tozzi, Riccardo Garrone, Carlos Casaravilla, Ivo Garrani, Alfredo Mayo



Algerien 1961: Captain Leblanc von der Fremdenlegion erhält den Auftrag, den Rebellenführer Ben Bled gefangenzunehmen. Er stellt eine Truppe von Söldnern verschiedener Nationalitäten zusammen, die er von früheren Einsätzen kennt. Es gelingt den Männern, Ben Bled in ihre Gewalt zu bringen. Mit ihm und einer von den Aufständischen festgehaltenen Frau machen sie sich auf den Rückweg. Als der Hubschrauber naht, der sie aus dem Einsatzgebiet herausholen soll, wird er von den Rebellen, die die Verfolgung aufgenommen haben, abgeschossen. Bei dem Versuch, sich zufuß durchzuschlagen, finden sie Zuflucht in einer verlassenen Kirche. Aber dort sitzen sie in der Falle, denn draußen warten ihre Gegner, die Ben Bled befreien wollen.

Die Dreharbeiten zu dem Film begannen im April 1962 in Spanien und fanden überwiegend in Almeria und Andalusien statt. Die anschließenden Atelier-Aufnahmen entstanden in Madrid. Angekündigt wurde er von der NFA zunächst als "Sprung in die Hölle". Frank Wisbar inszenierte den Film als spannendes Action-Abenteuer und hatte von vornherein klargestellt, dass er keinen politischen Film machen wolle. Einige Kritiker nahmen ihm das übel. Hauptdarsteller Stewart Granger überzeugt als erfahrener und souveräner Anführer, der seine Männer, deren Stärken und Schwächen er kennt, im Griff hat und auch in kritischen Situationen motiviert und zusammenhält. Die drei deutschen Schauspieler haben alle größere Rollen und fügen sich gut in das internationale Darsteller-Team ein. Hans von Borsody ist als Fritz der engste Vertraute des Captains, Peter Carsten spielt wie oft den verwegenen Draufgänger und Dietmar Schönherr wird neben seiner kämpferischen Leistung auch für seine Dienste als Funker geschätzt. Die Italienerin Dorian Gray, bürgerlich Maria Luisa Mangini, schließt sich als Nora den Söldnern an, um wieder frei zu sein. Die Schauspielerin arbeitete mit Regisseuren wie Fellini oder Antonioni zusammen und wirkte auch in dem Deutschen Film "Finden Sie, dass Constance sich richtig verhält?" mit. Den Soundtrack lieferte Francesco Lavagnini. Das Titelthema "Concerto Disperata" wurde in Italien durch den Trompeter Nini Rosso zum Hit. Als "The Legion´s Last Patrol" schaffte das Orchester Ken Thorne damit in UK ebenfalls einen Chart-Erfolg.

"Wieder einmal wird der Krieg als gegeben hingenommen. Mit Politik, Gott behüte, will der Film nichts zu tun haben. Ihm geht es um soldatische Pflichterfüllung, Disziplin, Kameradschaft, menschliche Bewährung, Opferbereitschaft und was dergleichen mehr an Idealen zu zitieren ist. Wie diese Männer, Deutsche, Franzosen, Italiener und Spanier, überhaupt zur Legion gekommen sind, danach wird nicht gefragt. Es sind halt alles "harte, hundertmal bewährte Burschen, auf die man sich verlassen kann." Bewundernd wird gezeigt, wie sie ihr "Handwerk", das Drauflostöten, verstehen, ohne viel zu fragen. Davon abgesehen bleibt ein sehr spannender und realistisch gemachter, gut gespielter, geschickt fotografierter und musikalisch fast balladesk untermalter Film. Der Publikumszulauf wenige Tage nach der Münchener Premiere deutet auf ein gutes Geschäft hin." (film-Echo)

Film-Echo-Note: 4,1 (24 Meldungen) / Erstnote: 3,7
Frankreich: 834.131 Besucher
Italien: Platz 96 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1963/64

Giacco Offline



Beiträge: 1.987

22.11.2020 14:55
#18 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

IMMER WENN ES NACHT WIRD
BRD (1961) - R: Hans Dieter Bove - DE: 1.12.1961 - FSK 18 - V: NFA - Neue Film Allianz
Achtmann-Filmproduktion, München
Darsteller: Jan Hendriks, Hannelore Elsner, Karin Kernke, Walter Wilz, Edith Mill, Elisabeth Volkmann, Gerhard Kittler, Almut Berg, Adelin Wagner, Kalle Gaffkus, Peter Parten, Hans Zander, Karl-Heinz Peters



Die Story, dessen Autoren Christoph Baal und Klaus Peter Schulze sind, weicht in ihren Grundzügen vom bisher Herkömmlichen nicht ab: Vom vielbeschäftigten und natürlich wohlhabenden Vater vernachlässigt und enttäuscht, weiß Bobby Elkins (Jan Hendriks) mit seinen hochdotierten Monatswechseln nichts anderes anzufangen, als das Leben eines Playboys zu führen. Dass er geschlechtskrank ist, wird dabei nicht nur ihm selbst, sondern auch dem einzigen anständigen Mädchen, an das er gerät, zum Verhängnis. Hannelore Elsner verkörpert jenes bürgerliche Mädchen Elke, das ein Abenteuer mit Liebe verwechselt und zum Schluss aus dem Sumpf, in den man sie hineingezogen hat, nicht mehr herausfindet. Bobby, der am Ende sogar von seinen Freunden gemieden wird, rast mit seinem Cabrio in den Tod.
Um dieses Paar herum sind die üblichen Personen gruppiert: der ergraute Chefarzt als Bobbys Vater, der strebsame Assistenzarzt (Walter Wilz), die flirtende junge Frau des Chefarztes (Edith Mill), die zuverlässige Freundin von Elke (Karin Kernke) und die vielen kleinen Girls in turbulenten Party-Entkleidungsszenen. Es rasen die teuren Sportwagen, es rauschen die Swimmingpools und zum Schluß predigt ein Pfarrer ins Leere. Die einfallsreiche Regie von Hans Dieter Bove, die von der Kamera wirkungsvoll eingefangenen Szenen und die intensiven Leistungen der genannten Hauptdarsteller wären einesd würdigeren Stoffes wert gewesen. (Film-Echo)

Nach den Atelieraufnahmen in den Riva-Studios in Unterföhring folgten Außendrehs in München und Umgebung. Peter Parten gibt hier sein Leinwand-Debüt und für Hans Dieter Bove war es die erste Spielfilm-Regie. Klimbim-Star Elisabeth Volkmann hat als Starlet Kitty erstmals eine größere Rolle. Ursprünglich sollte der Film vom Adria-Verleih herausgebracht werden.

Der meistumstrittene Film der letzten Monate" (NFA)

Start-Ergebnis:
Hamburg, Palast-Theater - In den ersten 3 Tagen 6.089 Besucher.

"Ein atmosphärischer Sittenfilm mit intensiven Parallelmontagen, Film-Noir-inspirierter Straßenfotografie und der Musik des Jazzpianisten Wolfram Röhrig." (DFF)

Das Deutsche Filminstitut Filmmuseum (DFF) widmete der verstorbenen Schauspielerin Hannelore Elsner 2019 eine ausführliche Hommage, bei der auch dieser Film gezeigt wurde.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 104

22.11.2020 19:18
#19 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Klingt spannend...Jan Hendriks und Hannelore Elsner haben ja auch schon zusammen in der spannenden "Stahlnetz"-Folge, "Spur 211", ( 1962 ) als Paar mitgespielt, die Handlung dieser Folge fand auch später Anlehnung in der tollen "Kommissar"-Folge, "Die Kusine" ( 1975 )!!!.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 413

22.11.2020 19:58
#20 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #3
DAS BRENNENDE GERICHT (LA CHAMBRE ARDENTE)F/D/I (1962) - R:Julien Duvivier - DE: 16.2.1962 - FSK 18 - V: Columbia-BavariaDarsteller: Nadja Tiller, Jean-Claude Brialy, Perrette Pradier, Walter Giller, Edith Scob, Claude Rich, Helena Manson

Zitat von Georg im Beitrag #6
Ich hatte schon vor einigen Jahren bezügl. einer dt. Synchro Recherchen angestellt, weil dieser Film natürlich schon wegen der Besetzung und des Inhalts (Mordfall in abgelegenem Schloss, s/w, Whodunit) für eine DVD-Veröffentlichung prädestiniert wäre. Verlief leider alles im Sande.


Das ist wirklich sehr schade. Der Film soll nicht schlecht sein. Und vor allem - er ist eine der wenigen Verfilmungen überhaupt, die nach den recht gruseligen Rätselkrimis von Dickson Carr gedreht worden sind. Dabei sind sowohl Buch als auch Film wegen des Endes eher "berüchtigt", das diesmal nicht nur durch rationale Erklärungen des Geschehens aufwartet.

Giacco Offline



Beiträge: 1.987

Gestern 12:33
#21 RE: Verschollen? Vergessen? - Filmraritäten Zitat · Antworten

ICH WAR IHM HÖRIG
BRD (1958) - R: Wolfgang Becker - DE: 4.4.1958 - FSK 18 - V: Deutsche Cosmopol
Produktion: Carlton-Eichberg, München
Darsteller: Barbara Rütting, Carlos Thompson, Wolfgang Preiss, Kai Fischer, Siegfried Lowitz, Lina Carstens, Corny Collins, Wolfgang Büttner, Lukas Ammann, Wolfgang Völz



Anette Klinger, deren Leben sich nach dem Tod ihres Mannes nur noch um die Strickwarenfabrik dreht, die er ihr hinterlassen hat, interessiert sich nach längerer Zeit wieder für einen Mann. Es ist der gutaussehende Nikolei Stein, der an einer Autobahntankstelle arbeitet. Als er sie eines Tages bittet, ihn in die Stadt mitzunehmen, verursacht sie während der nächtlichen Fahrt einen Unfall und ist vor Entsetzen wie gelähmt. Stein, der aussteigt und sich vergewissert, dass nichts schlimmes passiert ist, nutzt den Vorfall zu seinen Gunsten. Er redet Anette ein, dass der Geschädigte tot ist und bringt sie dazu, Fahrerflucht zu begehen. Systematisch setzt er die völlig verunsicherte Frau, die ihm blind vertraut und an seine Liebe glaubt, psychisch unter Druck und inszeniert ein angebliches Erpressungs-Szenario, durch das er hohe Geldbeträge von ihr kassiert. Doch damit gibt er sich längst noch nicht zufrieden.

Das Drehbuch zu diesem Krimi-Melodram beruht auf einem Tatsachenbericht in der Illustrierten "Revue". Die Musik stammt von Klaus Ogermann. Barbara Rütting verkörpert die zunächst selbstbewusste, am Ende aber völlig gebrochene Anette Klein. Carlos Thompson, der ja eigentlich mehr auf die Rolle des Sympathieträgers festgelegt war, kann hier mal als durchtriebener Schurke auftrumpfen. Siegfried Lowitz entpuppt sich als Komplize von Stein und unterstützt ihn bei der fingierten Erpressung. Wolfgang Preiss ist Anettes Geschäftspartner Dr.Leipold, der Gefühle für sie hegt und das infame Spiel, dass man mit ihr treibt, allmählich durchschaut. Kai Fischer tritt als Tänzerin und Sängerin in einer Bar auf und ist eine gute alte Bekannte von Nikolei Stein. Als sie am Ende jedoch erkennt, dass sie von ihm nur ausgenutzt wird, verrät sie ihn. Gedreht wurde im Münchener Carlton-Film-Atelier. Bei dem Haus, das Anette Klinger bewohnt, handelt es sich um die Gereut-Villa in Grünwald, die später durch Serien wie "Derrick", "Der Alte" u.a. bekannt wurde.

"Eine verwitwete Fabrikantin verfällt einem internationalen Abenteurer, der sie psychisch und materiell unter Druck setzt, bis sie im Orient an den Rand des Selbstmords gerät. Sowohl in der psychologischen Motivation als auch in der Milieudarstellung ein unglaubhaftes Hintertreppendrama." (Filmdienst)

Film-Echo-Note: 2,9 (50 Meldungen)

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