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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.969

17.09.2020 12:36
Horror-Express (1972) Zitat · Antworten

HORROR-EXPRESS - (PANICO EN EL TRANSIBERIANO)
GB/SP (1972) - R: Eugenio Martin - DE: 3.1.1974 - FSK 16 - V: Scotia
Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Telly Savalas, Silvia Tortosa, Helga Liné, Alberto de Mendoza, Julio Pena, George Rigaud, Angel del Pozo, Victor Israel, José Canalejas



China 1906. Der britische Anthropologe Professor Saxton entdeckt bei Ausgrabungen in der Mandschurei eine tiefgefrorene prähistorische Kreatur, die Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen hat. In einer Kiste verstaut will er sie mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa bringen. Als im Gepäckraum die Leiche eines Bahnangestellten gefunden wird, muss Saxton feststellen, dass die Kiste leer und das Urzeit-Fossil verschwunden ist. Weitere rätselhafte Todesfälle verbreiten Angst unter den Mitreisenden. Gemeinsam mit seinem Landsmann und Kollegen Dr.Wells versucht Saxton herauszufinden, was hinter den mysteriösen Vorkommnissen steckt. Eine Gruppe wilder Kosaken, die an einer abgelegenen kleinen Bahnstation zusteigt, sorgt dafür, dass sich die Dinge dramatisch zuspitzen.

Der Zug, der größtenteils als Schauplatz des Films dient, wurde 1971 für den spanischen Western "Pancho Villa" gebaut. Um ihn noch ein weiteres Mal verwenden zu können, ließ man sich die Story vom "Horror-Express" einfallen. Da der US-Schauspieler und Bond-Bösewicht Telly Savalas, der in "Pancho Villa" die Titelrolle gespielt hatte, noch in Spanien weilte, engagierte man ihn auch für den neuen Film. Dadurch gelang es, die britische Produktionsfirma "Benmar" als Partner zu gewinnen, die es schaffte, die beiden großen "Hammer"-Stars Christopher Lee und Peter Cushing mit ins Boot zu holen und so begannen im Dezember 1971 die Dreharbeiten in Madrid.
Lee und Cushing spielen ihre Rollen very british und ergänzen sich hier zu einem prächtigen Team. Während die Rolle des Saxton eine gewisse Arroganz und Reserviertheit erfordert, darf Cushing als Dr.Wells mehr menschliche Anteilnahme zeigen. Glatzkopf Telly Savalas taucht als peitschenschwingender Kosaken-Anführer erst im letzten Filmdrittel auf, glänzt aber mit einer Top-Performance. Neben diesen drei Stars liefern auch die spanischen Darsteller überzeugende Leistungen ab. Alberto de Mendoza taumelt als fanatischer Mönch im Rasputin-Look am Rande des Wahnsinns und Julio Pena beweist als Polizei-Inspektor Durchsetzungsvermögen. Silvia Tortosa ist sich als polnische Gräfin Irina ihres Standes bewusst, was natürlich auch für ihren Ehemann gilt, der von George Rigaud verkörpert wird. Ebenso attraktiv und elegant wie die Gräfin ist Helga Liné als Spionin Natascha. Fans dürfte der Film gefallen, denn hier wurden klassische Elemente des Gruselkinos geschickt mit ein paar neuen Ideen angereichert. In Kombination mit einer straffen Inszenierung, guter Ausstattung und ordentlichem Spannungsaufbau wird daraus ein unterhaltsamer Horror-Schocker, bei dem die üblichen Logikschwächen kaum ins Gewicht fallen.

"Einfallsreich erdacht, dramaturgisch geschickt gebaut, bis zum letzten Blutbad-Dritte sorgfältig inszeniert, ist dies ein Horrorfilm über dem Durchschnitt - mit gekonnt verdichteter Spannung, einer gelungenen Typenauslese und stilschöner Ausstattung." (Lexikon des internationalen Films)

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