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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.969

04.09.2020 13:16
Zarte Haut in schwarzer Seide (1961) Zitat · Antworten

ZARTE HAUT IN SCHWARZER SEIDE - (DE QUOI TU TE MÈLES,DANIELA)
Frankreich/BRD (1961) - R: Max Pécas - DE: 28.4.1961 - FSK 18 - V: Pandora
Deutscher Produzent: Cinelux, Berlin (Leopold Branoner) & Pandora-Film
Darsteller: Elke Sommer, Ivan Desny, Helmut Schmid, Danik Patisson, Claire Maurier, Käthe Haack, René Dary, Romana Rombach



Mit großen Erwartungen reist die junge Daniela - bildhübsch, blond und sexy - nach Rom, denn dort wartet ein Job als Mannequin im berühmten Modesalon des Grafen Castellani auf sie. Ihr neuer Chef erweist sich als charmant und großzügig und Daniela ist von ihm fasziniert. Doch der deutsche Journalist Karl Bauer, der im Nachbarzimmer ihres Hotels wohnt, warnt sie eindringlich vor dem Grafen. Dessen Geliebte Esmeralda wird kurz darauf während einer Party erschossen aufgefunden. Castellani stellt es als Selbstmord dar. Für weitere Aufregung sorgt ein geheimnisvoller Mikrofilm, der in einem Lippenstift versteckt ist. Verschiedene Leute sind hinter ihm her und auch Daniela wird in die Sache verwickelt.



Es handelt sich hierbei um den zweiten Kinofilm von Max Pécas, der damals Mitte dreißig war. Ihm lag offenbar vor allem die optische Inszenierung von Elke Sommer am Herzen. Man kann fast sagen, er zelebriert sie. Leider vergaß er darüber, dem Zuschauer eine schlüssige Handlung zu offerieren und die kriminalistisch angelegte Handlung mit der nötigen Spannung zu würzen. Mit den Dreharbeiten begann man am 2.Februar 1961. Im Münchener Hauptbahnhof entstanden die Aufnahmen, in denen Daniela von ihrer besorgten Mutter zum Zug nach Rom begleitet wird und ihr zum Abschied zuwinkt. Elke Sommer galt damals als deutsche BB und der Filmtitel sollte vielleicht die Hoffnung auf Sex und Erotik wecken. Tatsächlich gibt es nur eine Szene, die ein wenig nackte Haut bietet: Daniela wird wegen des Mikrofilms verfolgt und landet bei ihrer Flucht auf der Bühne eines Nachtclubs, wo gerade ein Striptease-Ballett seine Darbietung präsentiert. Dabei wird sie unfreiwillig ein Teil dieser Show.
Neben Elke Sommer spielt Ivan Desny wie gewohnt souverän den eleganten Grafen Castellani, dessen Modesalon nur dazu dient, seine unsauberen Machenschaften zu verdecken. Helmut Schmid ist als deutscher Reporter ebenfalls hinter dem Mirofilm her und versucht gleichzeitig, Daniela zu beschützen. Allerdings hat er ein Geheimnis, das erst am Ende gelüftet wird. Ursprünglich war Adrian Hoven für die Rolle vorgesehen. Weshalb es zur Umbesetzung kam ist nicht bekannt. Danik Patisson spielt als Mannequin Claudine gern mal mit dem Feuer. Ferner sieht man Claire Maurier als Castellanis eifersüchtige Geliebte und Käthe Haack als Danielas besorgte Mutter. Den Titelsong "Daniela" komponierte Georges Garvarentz. In einer Gesangsversion auf Platte veröffentlicht, soll er sich 800.000 mal verkauft haben. Max Pécas, der als einer der Pioniere im Erotik-Genre gilt, drehte anschließend noch einen weiteren Film mit Elke Sommer: "Douce Violence" (Sie nennen es Liebe).

"Das dramaturgisch legitime Mittel, die Zusammenhänge nur Stück für Stück dem Besucher zu entschleiern, wird hier zu weit getrieben: Bis kurz vor Schluss weiß man nie, was eigentlich gespielt wird. Die Fronten sind unklar, die Motive nur zu ahnen. Das Interesse an dem Dickicht der Handlung erlahmt deshalb. Auch die Hoffnung, es könnte sich um einen Krimi mit Sex handeln, ist ein leerer Wahn. André Germain steuerte ein paar nette Einstellungen bei, Charles Aznavour schrieb eine ansprechende Begleitmusik und Ivan Desny und Rene Dary konnten ihren Rollen immerhin noch vertretbares Gewicht geben." (Film-Echo)

"Man verstand die Wichtigkeit des begehrten Mikrofilms nicht überzeugend darzutun, ebenso wenig in die Jagd danach Abwechslung zu bringen, so dass man trotz sympathischer Darsteller und interessanter Schauplätze unbeteiligt bleibt."(Paimann´s Filmlisten)

Film-Echo-Note: 3,7 (23 Meldungen) / Erstnote: 3,5

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