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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.969

20.08.2020 12:29
Eines Abends am Strand (1961) Zitat · Antworten

EINES ABENDS AM STRAND - (UN SOIR SUR LA PLAGE)
Frankreich/Italien (1961) - R: Michel Boisrond - DE: 27.1.1961 - FSK 18 - V: Pallas
Darsteller: Martine Carol, Michel Galabru, Daliah Lavi, Jean Desailly, Genevieve Grad, Gianni Garko, Henri-Jacques Huet, Francois Nocher



Der aufstrebende Roman-Autor Michel verbringt den Sommer bei Georgina de la Salle, einer Freundin seines Verlegers. Die attraktive und wohlhabende Witwe lebt mit ihren beiden fast erwachsenen Kindern Sylvie und Olivier, ihrem schrulligen Stiefvater und ihrem heimlichen Liebhaber, dem Arzt Francis Crosset, in einer großen Villa an der französischen Riviera. Als Personal beschäftigt sie einen deutschen Butler namens Heinrich und einen Gärtner, der mit seiner Tochter in einem Nebengebäude wohnt. Eines Abends entdeckt Michel von seinem Balkon aus in den Wellen des Meeres ein fast hüllenloses weibliches Wesen. Magisch angezogen eilt er hinunter zum Strand, wo er mit der Unbekannten eine Liebesnacht verbringt. Am nächsten Tag erfährt er von Sylvie, dass es sich um Marie, die noch minderjährige Tochter des Gärtners handelt. Sie ist geistig zurückgeblieben und nymphoman veranlagt und bekannt für derartige nächtliche Abenteuer. Wenige Tage später wird Marie am Strand tot aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass sie schwanger war und vergiftet wurde. Kommissar Thomas findet heraus, dass fast alle Beteiligten ein Motiv gehabt hätten, die Tat zu begehen.



Ein abgelegenes Anwesen am Meer, ein festumrissener Personenkreis, ein rätselhafter Mord und die Ankunft des ermittelnden Kommissars. So gesehen der richtige Stoff für einen packenden Whodunit-Krimi. Die Inszenierung ist solide und sorgt weitgehend für eine knisternd-geheimnisvolle Atmosphäre. Doch Regisseur Boisrond gab sich nur wenig Mühe, Spannung aufzubauen und verwässert die Story mit harmlosen Urlaubs-Impressionen und unpassenden komödiantischen Tupfern. Dennoch ist der Film interessant und durchgehend unterhaltsam. Positiv hervorzuheben ist auch die Besetzung. Martine Carol, Sex-Symbol des französischen Films der 1950er Jahre, versprüht als vornehme Hausherrin Georgina Charme und Eleganz. Ihren heimlichen Geliebten, der als Arzt einen dunklen Fleck auf seiner Weste hat, spielt Jean Desailly. Michel Galabru, in erster Linie als Komiker bekannt und geschätzt, ist der ermittelnde Kommissar, der fast den Falschen als Täter verhaftet hätte. Den jungen Schriftsteller verkörpert der bei uns kaum bekannte Henri-Jacques Huet, während Genevieve Grad, jung und hübsch, als Georginas Tochter Sylvie zu sehen ist. Später wurde sie vor allem als Film-Tochter von Louis de Funés populär. Den schweigsamen Butler, der einem Abenteuer mit Marie nicht abgeneigt wäre, spielt der Italiener Gianni Garko. Einen besonderen Eindruck hinterlässt Daliah Lavi als Marie. Mal kindlich-verspielt, mal sinnlich-lasziv, zieht sie alle Register und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

"Regisseur Michel Boisrond lässt nichts unversucht, um das Publikum an der Nase herumzuführen. Er entwickelt einen gepflegten Reisser. Doch mit dem freiwilligen Geständnis des Täters zerplatzt am Schluss, trotz der atmosphärisch guten, prickelnden Inszenierung, eine schillernde Seifenblase." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 3,3 (36 Meldungen) / Erstnote: 2,6
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