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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.969

15.08.2020 14:00
Null Uhr 7 kommt John Harris (1967) Zitat · Antworten

NULL UHR 7 KOMMT JOHN HARRIS - (QUALCUNO HA TRADITO)
AT: John Harris in tödlicher Mission (Video) / Irgendeiner hat verraten (TV-DDR)
Italien/Frankreich (1967)- R: Francesco Prosperi - DE: 29.12.67 - FSK 18 - V: Gloria
Darsteller: Robert Webber, Jean Servais, Elsa Martinelli, Franco Giornelli, Marina Berti, Emilio Messina, Pierre Zimmer, Ennio Balbo



Der Italo-Amerikaner John Harris, ein erfahrener Geldschrankspezialist, fliegt von Miami nach Frankreich. Er wurde von seinem alten Kumpel Jean angeheuert, der gerade einen großen Coup in Marseille plant, an dem noch drei weitere Männer beteiligt sind. Einer von ihnen ist der unbeherrschte Coco. Als John Harris ihn in flagranti mit Jeans Frau erwischt, sagt er ihm mit seinen Fäusten die Meinung, was dazu führt, dass Coco ihm später mit ein paar Schlägern auflauert. Bei einem Bummel macht Harris die Bekanntschaft der attraktiven Laureen, in die er sich verliebt. Außerdem trifft er einen ehemaligen Kriegskameraden wieder, den er fast 20 Jahre lang nicht gesehen hat. Daneben laufen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Raubzug. Als es dann soweit ist, nimmt der nächtliche Einbruch einen anderen Verlauf als geplant.

1966 brachte der Gloria-Verleih den Film "Ich heiße John Harris" heraus, der zufriedenstellende Einspielergebnisse brachte. Und weil auch in "Qualcuno ha tradito" Robert Webber die Hauptrolle spielt und erneut Franco Prosperi Regie führt, war das wohl der Grund, diesen Film als "John Harris"-Nachfolger zu vermarkten, obwohl es sich nicht um eine Fortsetzung handelt und die von Robert Webber dargestellte Figur im Original "Tony Costa" heißt.
Diese Gangster-Ballade um Freundschaft und Verrat macht es dem Zuschauer nicht immer leicht, da er sich selbst vieles zusammenreimen muss. Prosperis Inszenierung ist handwerklich versiert, wobei die Ausführung eines Überfalls im Rififi-Stil von anderen Regisseuren schon weitaus spannender und effektvoller umgesetzt wurde. Bewährte Darsteller wie Robert Webber, Jean Servais und Elsa Martinelli führen die Besetzungsliste an. Servais, der hier in der Rolle des Jean zu sehen ist, war bereits im Original-Rififi-Film dabei und wirkte u.a. auch in "An einem Freitag um halb zwölf" mit. Franco Giornelli sorgt als Unruhestifter Coco für Spannungen innerhalb der Gangsterbande und hat ein Verhältnis mit der Frau von Jean, dargestellt von Marina Berti.

"In moderner Rififi-Manier erzählt der Film von den Vorbereitungen zu einem großen Brillantenraub in Marseille, von der Ausführung der Tat und von ihrem Fehlschlag im allerletzten Moment. Robert Webber gewinnt durch seine nuancierte Charakterisierung eines Mannes, den der Krieg aus dem normalen bürgerlichen Leben gerissen hat, rasch die Sympathie des Zuschauers. Treue und Kameradschaft, alte soldatische Ideale, sucht er verzweifelt auch in sein neues Leben als Tresorknacker zu übernehmen. Francesco Prosperi hat das raffiniert konstruierte Krimistück suggestiv und spannend inszeniert. Die harte Aktion motiviert er immer wieder durch psychologische Personenschilderung. Das Drehbuch bietet dazu den soziologischen Background. Eine solide Kriminalfilm-Arbeit nach dem "crime-does-not-pay"-Rezept.(Film-Echo)

Der Film schaffte nicht den Einstieg in die Film-Echo-Erfolgsrangliste.

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