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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 176 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.969

20.06.2020 12:27
Der Mann im Strom (1958) Zitat · Antworten

DER MANN IM STROM

BRD (1958) - R: Eugen York - PR:: CCC (Artur Brauner)- DE: 15.8.1958 - FSK 12 - V: Europa
Darsteller: Hans Albers, Helmut Schmid, Gina Albert, Jochen Brockmann, Hans Nielsen, Roland Kaiser, Wolfgang Völz, Carsta Löck, Ludwig Linkmann, Joseph Offenbach



Um wieder als Taucher arbeiten zu können, bewirbt sich der 60jährige Paul Hinrichs bei einer Hamburger Bergungsfirma. Weil er weiß, dass er wegen seines Alters kaum Chancen hat, fälscht er das Geburtsdatum in seinen Papieren. Er bekommt den Job, stellt aber schnell fest, dass er der körperlichen Belastung nicht mehr so recht gewachsen ist. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Seine Tochter Lena hat wieder Kontakt zu ihrem Ex-Freund Manfred aufgenommen, der in Hinrichs Augen ein unzuverlässiger Taugenichts ist und keinen Sinn für ehrliche Arbeit hat.

Familientaugliches Unterhaltungsdrama, von Eugen York nach bewährtem Schema etwas bieder in Szene gesetzt. Sämtliche Konflikte lösen sich am Ende im Handumdrehen in Wohlgefallen auf und alle haben sich lieb. Dabei hätte der Stoff weitaus mehr Möglichkeiten geboten. Die soliden Darstellerleistungen sorgen dafür, dass man trotzdem akzeptabel unterhalten wird. Neben Hans Albers überzeugt auch Helmut Schmid, der als Freund von Hinrichs Tochter drauf und dran ist, sich auf illegale Geschäfte einzulassen, am Ende aber die Gelegenheit erhält, sich zu bewähren. Tochter Lena wird gespielt von der heute völlig unbekannten Gina Albert. Sie galt damals als hoffnungsvolles Nachwuchstalent, doch nach nur vier Leinwandauftritten verschwand sie von der Bildfläche. Ferner mit dabei sind Jochen Brockmann als Hinrichs Kollege Kuddel, Hans Nielsen als Chef der Bergungsfirma und Wolfgang Völz als Schnösel mit kriminellen Ambitionen. Die Musik steuerte Hans Martin Majewski bei, wobei auch das Seemannslied-Lied "Rolling Home" Verwendung fand.
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz. 2006 wurde der Stoff mit Jan Fedder in der Hauptrolle für die ARD neu verfilmt.

"Eine Hafengeschichte aus Hamburg. Ein 60jähriger Tauchexperte "verjüngt" sich, um wieder Arbeit zu bekommen. Seine Urkundenfälschung wird durch eine besondere Leistung wettgemacht. Publikumsfreundlicher Unterhaltungsfilm, der die sozialen Aspekte seines Themas zugunsten einer gemütvollen Paraderolle für Hans Albers ausspart." (Filmdienst)

Film-Echo-Note: 4,4 (22 Meldungen)

Gubanov Offline




Beiträge: 16.370

21.06.2020 09:26
#2 RE: Der Mann im Strom (1958) Zitat · Antworten

Interessant! Der Film ist zwar kein Krimi, aber durch Entstehungszeit, Besetzung (Hans Nielsen!) und Hamburger Hafenmilieu hört er sich trotzdem sehr interessant an. Außerdem handelt sich neben "Der Greifer" und "Das Herz von St. Pauli" um eine weitere Kollaboration von Regisseur Eugen York mit dem blonden Hans. Zugleich ist die DVD-Veröffentlichung jahrelang an mir und vielleicht auch an anderen im Forum vorbeigegangen: Er ist, wie ich gerade sehe, als Bonusfilm auf dem Release des angesprochenen Jan-Fedder-Remakes enthalten. Leider ist die DVD inzwischen vergriffen.

Peter Offline




Beiträge: 2.866

21.06.2020 10:29
#3 RE: Der Mann im Strom (1958) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #2
..... Leider ist die DVD inzwischen vergriffen.

Solange die DVD-Backorder nicht behoben ist, kann man sich hier einen ganz guten Eindruck verschaffen...

https://www.youtube.com/watch?v=JrCBFlDEz7E

Jan Offline




Beiträge: 1.500

21.06.2020 12:44
#4 RE: Der Mann im Strom (1958) Zitat · Antworten

Auch an mir ist der Film bislang vorüber gegangen; nicht zuletzt vermutlich aufgrund des Regisseurs, der bei mir keine Jubelstürme hervorruft. Da hier aber reichlich "Einschlägige" am Werk beteiligt sind, ist das durchaus interessant.

Ich habe eben gesehen, dass filmpotal.de einiges an Archivmaterial aus dem Brauner-Nachlass zu diesem Film bietet (Dispos, Schriftverkehr, Drehbuchauszüge, etc.). Besonders drollig fand ich dabei einen Kommentar zu Jochen Huths Drehbuch: "Es dürfte empfehlenswert sein, die Anspielung auf den Bundeskanzler fallen zu lassen, die hier wenig hergibt. Ausserdem könnte der alte Herr ja während der Laufzeit das Zeitliche segnen und dann wäre dieser Satz völlig fehl am Platze."



Gruß
Jan

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