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Dieses Thema hat 60 Antworten
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 Aktuelle Filme (DVD, Kino, TV)
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Havi17 Online




Beiträge: 3.669

03.02.2021 19:24
#46 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Das bleibt abzuwarten. Wenn es nach der begeistert gemachten bequemen Masse geht, werden wir künftig immer weniger Filme unser Eigentum nennen dürfen. So etwas bezeichne ich nicht als Schlaraffenland auch wenn es bequem ist und man sich diesen Luxus leiste (n kann).

Gruss
Havi17

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 595

03.02.2021 20:44
#47 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Das erinnert mich irgendwie an die Computerprogramme, die man kauft, aber die einem irgendwie doch nicht gehören, weil man sie jedes Jahr wieder neu freischalten lassen muss - gegen Gebühr selbstverständlich. Ist jedenfalls bei uns auf Arbeit so. Eine seltsame Entwicklung, die aber in die heutige Zeit passt.
Ich persönlich besitze die Filme auch lieber als DVD (Bluerays hab ich noch nicht). Mit Streaming-Diensten usw. kann ich auch nichts anfangen. Das ist bei Büchern ähnlich, die Vorstellung, auf einem Kindle zu lesen, ist auch nichts für mich. So hab ich meine Schrankwände und Regale mit bunten Buchrücken und DVD-Hüllen verziert, anstatt Nippes und Urlaubsandenken reinzustellen. Ganz klar ist natürlich, dass wir da einer aussterbenden Generation angehören, natürlich ist es viel praktischer, alles auf einer Festplatte zu haben, am besten noch auf einer zweiten als Sicherheitskopie.
Wobei es ja aus Nostalgiegründen auch wieder neue Schallplatten gibt, der Trend zumindest für eine kleine Zielgruppe auch in die Retro-Richtung geht. Da lob ich mir dann aber doch lieber meine Musik-CDs, obwohl ich noch einen Plattenspieler habe. Und ja, zum Videorekorder möchte ich auch nicht mehr zurückkehren.
Wenn nun mal aus dem einen oder anderen Grund mal ein Datenträger mit einem Film drauf ausfällt, naja, es gibt doch nun wahrlich schlimmere Dinge. Neulich hab ich festgestellt, dass mein Lieblingsbond "Feuerball" auf seiner DVD übel hakt und ein Teil unbrauchbar ist. Ärgerlich, seltsamerweise gab es gerade keinen preislich akzeptablen Ersatz zur Bestellung, dann muss es halt ohne gehen, neu würde ich mir da wirklich ohnehin nur meine absoluten Lieblingsfilme besorgen.
Letztlich ist nun mal wahrlich alles vergänglich, wenn eine Festplatte ihren Geist aufgibt, ist dann halt auch ALLES weg. Bleibt ein, wenn auch geringes, Restrisiko. Hab ich selber schon erlebt.

Havi17 Online




Beiträge: 3.669

03.02.2021 23:12
#48 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #47
Das erinnert mich irgendwie an die Computerprogramme, die man kauft, aber die einem irgendwie doch nicht gehören, weil man sie jedes Jahr wieder neu freischalten lassen muss - gegen Gebühr selbstverständlich. Ist jedenfalls bei uns auf Arbeit so. Eine seltsame Entwicklung, die aber in die heutige Zeit passt. Neulich hab ich festgestellt, dass mein Lieblingsbond "Feuerball" auf seiner DVD übel hakt und ein Teil unbrauchbar ist.

Eine Frage dazu, handelt es sich um eine Kauf-DVD. Punkto Sicherung kann man mit einer Freeware auch eine Sicherung einer Kauf-DVD machen und diese dann ggf. neu brennen. Punkto Computerprogramme sind wir am Beginn einer neuen Ära. Nicht nur, daß SW-Hersteller inzwischen vermehrt nur Lizenzen verkaufen, die man immer wieder neu erwerben muß. Auch Windows verläßt seinen Weg der Abwärtskompatibilität, sogar schon innerhalb Win7 (Update). Die Bindung von SW an Hardware wird deutlich zunehmen, sodaß ein Windows Update zum weiteren Betrieb eines Mainboards
eine Entscheidung treffen wird. Quasi auch eine "Lizenz" die ablaufen kann.

Gruss
Havi17

Edgar007 Online




Beiträge: 2.550

04.02.2021 08:47
#49 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #48
Quasi auch eine "Lizenz" die ablaufen kann.

Und so wird's wohl auch bei den "gekauften" Streaming-Filmen sein. Ich kann diesen "gekauften" Film ja wahrscheinlich nicht einmal mehr anscheuen, wenn ich das Abo kündige. Oder hat hier jemand genauere Infos?

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 595

04.02.2021 09:57
#50 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #48
Eine Frage dazu, handelt es sich um eine Kauf-DVD. Punkto Sicherung kann man mit einer Freeware auch eine Sicherung einer Kauf-DVD machen und diese dann ggf. neu brennen. Punkto Computerprogramme sind wir am Beginn einer neuen Ära. Nicht nur, daß SW-Hersteller inzwischen vermehrt nur Lizenzen verkaufen, die man immer wieder neu erwerben muß. Auch Windows verläßt seinen Weg der Abwärtskompatibilität, sogar schon innerhalb Win7 (Update). Die Bindung von SW an Hardware wird deutlich zunehmen, sodaß ein Windows Update zum weiteren Betrieb eines Mainboards
eine Entscheidung treffen wird. Quasi auch eine "Lizenz" die ablaufen kann.n


Das Sache läuft wie immer darauf hinaus, dass die „Ganz Großen“ noch reicher und mächtiger werden, während der „Kleine Mann“ noch weniger besitzt, trotzdem fleißig zur Kasse gebeten wird. Das Ganze wird dann wieder mal von den üblichen Sprachrohr-Darstellern als gesellschaftlicher Fortschritt verkauft, wenn man es nur oft genug wiederholt, wird es die Masse schon schlucken. Selbst wenn es nur um etwas relativ Unwichtiges wie Filme etc. geht. Wobei das allerdings ein gewaltiges Geschäft sein sollte. Mal von Software ganz zu schweigen, da sind dann die Dimensionen auch größer, da die wirtschaftlichen Abhängigkeiten auch viel massiver sind.

Das mit den Sicherheitskopien von DVDs war mir so direkt noch gar nicht bekannt. Würde ich bei ausgewählten Filmen auch gerne machen, selbstreden wären da auch ein paar Wallace-Streifen darunter…
Um welche Freeware handelt es sich denn ? Sofern es rechtlich erlaubt ist, das zu kommunizieren.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.831

04.02.2021 10:03
#51 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #46
Das bleibt abzuwarten. Wenn es nach der begeistert gemachten bequemen Masse geht, werden wir künftig immer weniger Filme unser Eigentum nennen dürfen. So etwas bezeichne ich nicht als Schlaraffenland auch wenn es bequem ist und man sich diesen Luxus leiste (n kann).

Noch einmal: In den 60ern war Besitz von Filmen gar nicht möglich, die 70er mit Super8 will ich nicht zurück, die 80er und 90er mit VHS waren einigermaßen erträglich - es gab aber auch nicht Alles und seit den 2000ern wurden Unmengen an Filmerbe auf DVD zugänglich. Das kann uns ja nicht mehr genommen werden!

Ich lese hier öfter, dass man nicht jeden Formatwechsel mit machen muss, aber wenn Filme dann nicht mehr physisch erscheinen, ist es auch falsch - was denn nun?
Ich habe einige UHD-BDs, Massen an Blu-Rays, viele DVDs und sogar noch ein paar VHS-Kassetten. Davon kann ich zur Sicherheit noch Backups machen und bereits gepresste und nicht abverkaufte DVDs und Blu-Rays dürften aufgrund der Cellophanhülle nicht direkt zerfallen, sondern durchaus noch nachzukaufen sein und zumindest ausreichen dann ein Backup auf HDD zu machen.
Bei aktuellen Filmen hoffe ich einfach darauf, dass sie noch eine Kinoauswertung bekommen und ich sie dort, wo sie hingehören, auch sehen kann. Nur im Einzelfall will man den betreffenden Film dann ja nochmals sehen und da schaut man dann einfach in 5-10 Jahren, wo und wie man ran kommt.
Die Filme, die wir uns noch als physische VÖ wünschen, wünschen wir uns aus dem simplen Grund, dass es sie bisher noch nicht gibt, bzw. nur als runzligen TV-Mitschnitt und Ähnliches. Wenn da keine physische VÖ kommt, sondern der Film "nur" im Stream zu sehen ist, ist das dennoch mehr als wir die Jahrzehnte zuvor hatten. Wichtig ist, dass möglichst viel restauriert und gerettet wird.
Und die Leute, die sich einen Film unbedingt ins Regal stellen wollen, ihn teilweise dann erst nach drei Jahren schauen, nur mittelmäßig finden und bis zum Tod kein zweites Mal sehen (überspitzt formuliert), sind eine dermaßene Minderheit, dass man dankbar sein kann, dass vor allem eben solche Filme, die man primär aus Komplettierungs- oder Recherche-Gründen einfach mal sehen will, durch Streaming überhaupt zugänglich werden.

Beispiel "Lone Wolf"-Reihe mit Warren William, für dich ich eine persönliche Schwäche habe und teilweise auf Augenhöhe mit (vor allem späteren Teilen) der "Der dünne Mann"-Reihe sehe.
Ich musste mich durch VHS-Kopien auf russischen YouTube-Varianten schauen, dann gab es dubiose DVD-R-Angebote aus den USA (teils mit den selben miesen Mastern) - mittlerweile tauchen die ersten Teile der Reihe wunderbar restauriert bei iTunes und Prime auf - ich rege mich ja gern darüber auf, dass Filme nicht auf Blu Ray erscheinen und gerade hier würde ich zuschlagen, aber mir sind in diesem Falle doch 1080p-Streams (auch wenn man wegen "USA only" nur über Umwege darauf zugreifen kann) doch wesentlich lieber, als wenn die Master auf 25p auf DVD heruntergerechnet in Kleinsauflage verscheuert werden, die wegen des Regionalcodes dann ohnehin nicht auf meinem Player laufen. Aufgrund nie erfolgter Synchronisation sind diese Filme für den deutschen Markt sowieso nicht verwertbar.

Und wir wollen alle, dass Künstler von ihren Werken leben können, geben im Kino meist um die 10 Euro aus, haben aber dann Panik, dass wir für 3,99 einen Film in 10 Jahren vielleicht nicht mehr schauen können, sondern bei einem anderen Streaming-Anbieter vielleicht nochmals 2-4 Euro zahlen müssen?
Das Angebot an Filmen ist riesengroß, meine Liste mit Filmen, die ich gern sehen will oder noch sehen muss ist so lang, dass ich damit in diesem Leben vielleicht gar nicht mehr fertig werde, da bricht doch keine Welt für mich zusammen, wenn ein Film (den ich dann wohlgemerkt ja schon gesehen habe und kenne) nicht direkt verfügbar ist?

Ich gehöre noch zu der Generation "Videothek" und habe oft Gebrauch davon gemacht. Wenn die Videothek dicht gemacht hat oder einen Film aussortiert hat, kam ich auch nicht mehr ran. Tja...

Generationen von Filmwissenschaftlern musste immer wieder "Sein Mädchen für besondere Fälle" analysieren, weil das einer der wenigen Hollywood-Filme war, bei denen man an Kopien herankam.
Und wir erwarten, dass ein unbekannter Film einer kleinen Produktionsfirma im Regal stehen muss oder zumindest immer sofort greifbar? Das sind pure Schlaraffenland-Probleme.

Und um das am Ende noch einmal klar zu stellen: Ja, ich jammere bei jeder DVD-VÖ eines Films, bei dem bekannt ist, dass es ein BD-fähiges Master gibt. Weil man völlig unnötig einen Film beschleunigt und qualitativ herunter rechnet auf ein Format, was nur noch als Bonus zu einer Blu Ray eine Berechtigung hätte. Meine Wunschlösung wäre es ja ohnehin, dass nur noch Blu-Ray erscheinen und die Anbieter bei alten Filmen, wo noch eine entsprechende Zielgruppe vermutet wird, die DVD beilegen. Dann zahlen alle den selben Preis und diese ganze Doppel-Strategie bei Vermarktung und Vertrieb hätte ein Ende.
Die VHS hat ja eben der DVD nicht lange überlebt, die DVD wurde vor allem von kleinen Anbietern am Leben erhalten, ist aber eigentlich nur noch für alte TV-Filme und bei wirklich schlechter Materiallage eine gute Wahl.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.831

04.02.2021 10:08
#52 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #50
Das Sache läuft wie immer darauf hinaus, dass die „Ganz Großen“ noch reicher und mächtiger werden, während der „Kleine Mann“ noch weniger besitzt, trotzdem fleißig zur Kasse gebeten wird. Das Ganze wird dann wieder mal von den üblichen Sprachrohr-Darstellern als gesellschaftlicher Fortschritt verkauft, wenn man es nur oft genug wiederholt, wird es die Masse schon schlucken. Selbst wenn es nur um etwas relativ Unwichtiges wie Filme etc. geht. Wobei das allerdings ein gewaltiges Geschäft sein sollte. Mal von Software ganz zu schweigen, da sind dann die Dimensionen auch größer, da die wirtschaftlichen Abhängigkeiten auch viel massiver sind.

Auf den DVD-Markt hatten kleine Produktionsfirmen nur Zugriff, wenn sie ihre Filme an Major-Labels lizensierten und - wen wundert's? - kleine Anteile akzeptierten. Bei den großen Supermarkt-Ketten und in Videotheken-Regale schaffte man es nur mit teurem Vertrieb.
Beim Streaming kann man nun zumindest direkt verhandeln, bzw. es besteht die Chance selbst ein On-Demand-Angebot auf die Beine zu stellen - was zumindest in der deutschen Filmindustrie seit Jahren von den kleinen Produktionsfirmen erhofft wird.
Wenn alle ihre Backkataloge nun stumpf an Amazon verhökern, werden tatsächlich nur die "Ganz Großen" reicher und mächtiger, das ist richtig. Aber bei einer Umfrage hier, würde wohl leider auch herauskommen, dass die Freunde des physischen Mediums Amazon selbst ebenso füttern und somit Anteil an der Entwicklung haben. Ganz so simpel ist das Alles also nicht.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.831

04.02.2021 13:29
#53 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #47
Das erinnert mich irgendwie an die Computerprogramme, die man kauft, aber die einem irgendwie doch nicht gehören, weil man sie jedes Jahr wieder neu freischalten lassen muss - gegen Gebühr selbstverständlich. Ist jedenfalls bei uns auf Arbeit so. Eine seltsame Entwicklung, die aber in die heutige Zeit passt.

Das war früher bei richtig teurer und komplexer Software in der Industrie oder Medien-Codecs schon Gang und Gebe und ist nun auch in den mittelständischen Firmen und Büros angekommen.
Außerdem sprechen wir hier von Arbeitsgeräten und Investitionen, die man nicht mit Büchern, Comics, Schallplatten und Co vergleichen kann.
Die Schnittprogramme und entsprechende Rechner samt eigens dafür entwickelte Tastaturen und Bedienelemente waren so teuer, dass viele Unternehmen in flauen Zeiten Schnittplätze vermieten mussten um diese Investitionen wieder rein zu holen. Im Endeffekt ist es nichts Anderes als bei Filmtechnik. So gut wie keine Produktionsfirma besitzt eine eigene Kamera, geschweige denn Licht- und Tonequipment. Es fallen enorme Lagerungskosten an, speziell Kameras müssten alle paar Jahre ersetzt werden und das Alles steht in keinerlei Verhältnis zur Nutzung, weil selbst simple Scheinwerfer ja regelmäßig gewartet werden müssen, selbst größere Produktionsfirmen in Deutschland aber selten mehr als 1-2 Projekte im Jahr drehen und der Kram daher vor allem herumliegen würde. Deswegen wird das Alles in der Regel gemietet.
Für Unternehmen wird es sich auch kaum in den Kosten niederschlagen, regelmäßig für das Abo für die Fotobearbeitungssoftware oder das Schnittprogramm zu bezahlen. Vor allem im Bereich der wirklich großen Projekte ist man dank immer wieder neuer Codecs und Anforderungen ohnehin darauf angewiesen immer die aktuellste Version zu besitzen und das wurde beim Kauf wie gesagt schnell teuer - wir reden hier ja von vierstelligen Summen. Die ca. 700 Euro Euro im Jahr für die komplette Adobe-Palette sind weniger, als ich damals für die Production Suite (also "nur" Photoshop, Illustrator, Premiere, After Effects, Audition und Co) mit Hochschullizenz bezahlt habe. Ohne diese Hochschullizenz wäre es mehr als das doppelte gewesen. Die Unternehmen, die früher alle 2-3 Jahre die neusten Versionen gekauft haben, sparen also eher als mehr zu zahlen.

Ich selbst gehöre auch zu der Fraktion "gern besitzen", aber das hat zur Folge, dass der meiste Stauraum meiner Wohnung für (gerade in der Pandemie leider) ungenutzte Scheinwerfer und Stative sowie zig Koffer drauf geht. Wenn ich die Liebhaberei und den Spaß am Zusammenstellen der Ausrüstung da rausrechne, ist das extremst unrentabel und überhaupt nicht als Vorbild geeignet.
Mir selbst gefiel der Umstieg auf Abosystem speziell im Falle von Adobe auch gar nicht, weswegen ich damals am Ende des Studiums meine Hochschulberechtigung noch schnell genutzt habe um mir die komplette Adobe Production Suite CS6 recht preiswert zu kaufen. Das meiste lässt sich mit dieser alten Version tatsächlich auch noch erledigen und die Kosten haben sich durch die Projekte, die ich darauf bearbeitet habe locker amortisiert, aber bei 35,69 Euro für Premiere im Monatsabo hätte ich die Software auch ganz simpel für jedes Projekt kurzzeitig abonnieren können und wäre noch günstiger gefahren. Das "ich probiere mal kurz etwas aus"-Element und der Aspekt "ich kann auch mal eben Privatkram damit erledigen" wäre nur weggefallen und ich hätte einen Karton in einer Schreibtischschublade weniger gehabt.

Für oben genannte Unternehmen hat das System eigentlich nur Vorteile:
Die Lizenzen können laufend an den tatsächlichen (!) Bedarf angepasst werden, Updates kommen quasi tagesaktuell rein und man muss sich um Nichts kümmern. Etwas anders gelagerter Fall: aber Dienstwagen werden ja auch nicht grundlos gern geleast anstatt gekauft.
Beim Kauf der Software hatte man am Ende eines Zyklus ja auch noch das Problem an den Hacken die alte Software entweder zu entsorgen oder weiterzuverkaufen - mit den entsprechenden Gewährleistungsproblemen und der Arbeit die Lizenz überschreiben zu müssen. Viele hatten also irgendwann einfach das Regal voll mit obsoleter Software, wo "Besitz" dann auch nicht mehr so viel Freude macht.

Dass die Abo-Kosten für die Programme bei Privatanwendern und Einzelunternehmern anders wirken, steht außer Frage. Zur gängigen Büro-Software gibt es aber ja mit OpenOffice und LibreOffice gute komplett kostenfreie Alternative mit weitgehender Kompatibilität.
Und wenn jemand hobbymäßig Fotos bearbeitet oder Familienvideos zusammenschneidet, muss er auch nicht zwingend Adobe oder andere Highend-Produkte nutzen. Das haben auch früher nur die meisten dank weit verbreiteter Cracks und Seriennummern getan, nicht weil sie vierstellige Summen an Geld ausgegeben haben. Raubkopien waren in der Vor-Abo-Zeit eben noch viel einfacher.
Der Privatanwender findet mit Gimp und anderen mittlerweile durchaus kostenlose Alternativen für die Bildbearbeitung und mit Davinci Resolve und Co sogar für Video.
Für bezahlte Projekte ist es auch für den Selbstständigen immer noch günstiger für einen begrenzten Zeitraum Adobe zu abonnieren als jedes oder alle zwei Jahre für vierstellige Summen Software zu kaufen.
Gerade im Bereich des Filmschnitts kann es durchaus vorkommen, dass ein Cutter zwischen verschiedenen Programmen wechseln muss, weil Film XY auf Premiere, Film YZ auf FinalCut und der Werbetrailer für den TV-Sender auf Avid geschnitten werden soll. Wenn man da die Programme monatsweise abonnieren kann, ist das eklatant günstiger als spätestens alle zwei Jahre zwei Kleinwagen in Form diverser Vollversionen zu kaufen. In Projekt-losen Phasen muss dann auch nicht die teure Software weiter abgeschrieben werden, sondern es wird einfach das Abo pausiert.
Es hat Alles seine Vor- und Nachteile... Die meisten aber, die ich kenne und die beruflich damit zu tun haben, freuen sich aber durchaus darüber permanent die neusten Versionen nutzen zu können und nehmen das "nicht besitzen" dafür gern in Kauf. Ich selbst werkle halt mit der CS6 noch so lange weiter, wie es geht und nutze dann eben notgedrungen auch sporadisch das Abo. Arm werde ich dadurch auch nicht. Die Alternative wäre ja ansonsten gewesen für ~2000 Euro wieder Software zu kaufen, dessen Amortisierung nicht sicher und planbar wäre.

Edgar007 Online




Beiträge: 2.550

04.02.2021 17:30
#54 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #50
Um welche Freeware handelt es sich denn ? Sofern es rechtlich erlaubt ist, das zu kommunizieren.

Also mit MakeMKV kannst Du DVDs und BluRays ins MKV-Format umwandeln. DVDs rippe ich aber lieber mit DVDShrink, da hier im Priinzip die DVD einfach 1:1 auf Festplatte kopiert wird und auch die Menüs usw. vollständig erhalten bleiben. Allerdings haben viele "Player" Probleme mit dem abspielen von .ts- bzw. .vob-Dateien.

Havi17 Online




Beiträge: 3.669

04.02.2021 20:47
#55 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #53
Der Privatanwender findet mit Gimp und anderen mittlerweile durchaus kostenlose Alternativen für die Bildbearbeitung und mit Davinci Resolve und Co sogar für Video. Gerade im Bereich des Filmschnitts kann es durchaus vorkommen, dass ein Cutter zwischen verschiedenen Programmen wechseln muss, weil Film XY auf Premiere, Film YZ auf FinalCut und der Werbetrailer für den TV-Sender auf Avid geschnitten werden soll.

Für den Privatanwender gibt es neben dem erwähnten Schnittprogramm Davinci einige Tools, die einem das Umwandeln in andere Formate ermöglichen. Diese bringen oft aus der Linux-Welt dann auch alle aktuellen Codecs mit die man dazu braucht. Avid (Pinnacle) hatte übrigens ein für kreative Arbeiten hervorragendes und besonders intuitives Schnittprogramm noch für Full HD entwickelt, Studio 15.

Gruss
Havi17

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 595

07.02.2021 19:52
#56 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #54
Also mit MakeMKV kannst Du DVDs und BluRays ins MKV-Format umwandeln. DVDs rippe ich aber lieber mit DVDShrink, da hier im Priinzip die DVD einfach 1:1 auf Festplatte kopiert wird und auch die Menüs usw. vollständig erhalten bleiben. Allerdings haben viele "Player" Probleme mit dem abspielen von .ts- bzw. .vob-Dateien.


Danke.
Wenn mir das mal gelingt, werde ich es freudestrahlend kundtun.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 595

07.02.2021 20:34
#57 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #52
Aber bei einer Umfrage hier, würde wohl leider auch herauskommen, dass die Freunde des physischen Mediums Amazon selbst ebenso füttern und somit Anteil an der Entwicklung haben. Ganz so simpel ist das Alles also nicht.

Ohne jeden Zweifel. Da spielt die eigene Bequemlichkeit eine große Rolle. Mein persönlicher Vorsatz 2021 : So weit möglich, mehr beim kleinen Händler direkt bestellen. Auch wenn es nur ein kleiner Tropfen ist


Zitat von Fabi88 im Beitrag #53
Für oben genannte Unternehmen hat das System eigentlich nur Vorteile:

Du schreibst hier vieles, was ich nur zum Teil nachvollziehen kann. Hängt aber mit persönlicher Erfahrung und Einstellung zusammen. Ich nutze beruflich ein recht komplexes Design-System (CAD/CAM), da hat man sowieso schon Wartungsverträge usw. mit dabei. Es gibt da Module, deren Anwendung nur nebenher läuft, wo ein Neukauf wirklich nur alle paar Jahre notwendig ist. Auch die Hauptmodule werden nicht bei jedem Update aktualisiert, man ist schon froh, wenn man eine stabil laufende Version mit wenig Abstürzen hat. Immer die neuesten Varianten zu nutzen bietet für den Anwender kaum Nutzen, da es relativ wenig sinnvolle neue Funktionen gibt, sondern viele Änderungen im Menü und Design, was aber für den User nur Verwirrung stiftet. Tatsächlich werden schon die jahrelang vorhandenen Funktionen vielleicht zu zehn Prozent genutzt, das kam mal bei einer Anwender-Befragung ganz klar zum Vorschein.
Im Prinzip würde es schon reichen, ein Programm nur alle zwei Jahre mal zu updaten, behaupte ich einfach mal.

Nein, ich sehe keinen Nutzen aus Computerprogrammen, die ich kaufe und wo ich trotzdem immer noch jährlich für extra Geld eine Freischaltung brauche. Kommt mir eher erpresserisch vor.
So ist es eben auch mit den Filmen. Entweder ich kaufe mir einen Film oder lade ihn mir herunter. Dann will ich ihn aber auch haben. Sicher werden Autos auch geleast, ich würde so was nie machen, weil ich den dahinterliegenden Vorteil für mich einfach nicht sehe. Vielleicht liege ich damit aber auch völlig falsch, kann auch sein.

Ohne Zweifel ist die Speicherung von Filmen auf Festplatten oder sonstigen ähnlichen Speichermedien die Zukunft. Der Nutzen ist sichtbar, das kann keiner abstreiten. DVD-Nutzer sind halt noch ein Relikt. Da ich mittlerweile Filme nur noch wenig konsumiere, hat dann der Kauf einer DVD oder die Auswahl aus dem Bestand und das Einlegen in den Recorder schon was fast Zeremonielles. Ist vielleicht schwer zu verstehen, aber ich möchte das nicht missen, ist halt eine direkte Wahl mit einer gewissen Freude daran.
Und wenn mal eine DVD flöten gegangen ist - die Welt wird es überleben !

DanielL Offline




Beiträge: 4.141

07.02.2021 23:42
#58 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #45

Weiß jemand konkret, was passiert, wenn die Lizenz eines Filmes bei Amazon oder iTunes ausläuft? Wird der Film vom Server gelöscht oder für die bisherigen Käufer trotzdem verfügbar gehalten?



Amazon Nutzungsbedingungen: Gekaufte Digitale Inhalte stehen Ihnen grundsätzlich weiterhin zum Herunterladen oder Streamen zur Verfügung, sind jedoch aufgrund von möglichen Lizenzbeschränkungen des Inhaltsanbieters oder aus anderen Gründen eventuell nicht mehr verfügbar. Amazon übernimmt keine Haftung für den Fall, dass Gekaufte Digitale Inhalte für ein weiteres Herunterladen oder Streamen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Mit anderen Worten: Gekauft bedeutet in dem Fall lediglich, dass du den Film wiederholt abspielen kannst, solange er auf der Plattform zur Verfügung steht.

Vorausgeschickt: Der plattformgebundene Kauf von digitalen Inhalten via Amazon oder iTunes ist für mich auch die denkbar schlechteste Option.

Dennoch sehe ich die Entwicklung nicht so pessimistisch und finde auch, es schwingt hier wieder eine gute Portion vereinfachtes "früher war alles besser" mit. Besitzen konnte man einen Film nie wirklich, lediglich seine Kopie. Ob nun Filmriss, Bandsalat, Kratzer in der Disc oder heruntergefallene Festplatte... Wobei mir klar ist, dass die Festplatte bei entsprechender Handhabe eine sichere Bank für verlustfreies Speichern ist.

Allerdings: Ich finde, dass die Streaming-Entwicklung mir Vorzüge gebracht hat. So habe ich schon vor einigen Jahren damit aufgehört, neuere Mainstream-Filme physisch zu kaufen. Die großen Major Studios sind auf "meinen" physischen Kauf nicht angewiesen und digital kann ich sie jederzeit - im Abo oder wenn dort nicht verfügbar per Einzelabruf - ansehen. Ausnahme sind dann vielleicht Filme, die mir außergewöhnlich wichtig sind. Was habe ich vor 15 Jahren DVDs gekauft und nun liegen sie größtenteils im Keller rum. Anders verhält es sich noch mit den "forenrelevanten" Filmen, die ja nun oft auch nicht von den Majors kommen. Erstens weiß ich da ja oft schon vor dem Erscheinen auf Blu ray, dass mir die Filme wichtig sind und ich auch an allen möglichen Hintergründen interessiert bin. Wenn der Film dann in vernünftiger Aufmachung kommt, schlage ich zu - selbst wenn er schon irgendwo zum Streaming verfügbar ist. Und hier hat auch der physische Kauf für die Label noch eine höhere Bedeutung. Bestes Beispiel ist hier "Schlangengrube und das Pendel", den UCM ja auch für Leihe und digitalem Kauf bei Amazon eingestellt hat. Die digitale Leihe kostet 3,99 Euro. Rund die Hälfte dürfte an die Plattform gehen. Mit dem Rest alleine ließe sich wohl aktuell noch keine Restauration wie hier geschehen refinanzieren. Wie hier auch für Nischentitel ein Ökosystem für Filmfreunde und Programmanbieter entstehen kann, dass weiterhin gute Restaurationen ermöglicht, wenn der physische Markt mal kaum noch existiert, wäre die eigentlich spannende Diskussion. Backprogramm-Titel auf die Plattform zu schieben, die im Longtail so noch ein paar Taler bringen, schön und gut. Was aber, wenn kein vernünftiges Master vorliegt - das könnten magere Zeiten werden. Weswegen die von Fabi oft betonte "letzte Chance" für Filme tatsächlich jetzt bestehen könnte, solange man noch vernünftige Blus bringen kann.

Zusammenfassend: Ich kaufe weniger physisch. Wenn, dann ausgewählt - was Inhalt und Ausstattung angeht. Das ist für mich erst mal ein Vorteil, allein schon aus Platzgründen.

Auch habe ich mit den verbliebenen Optionen (Digitaler Kauf nutze ich ja nicht) schon die Möglichkeit gehabt, mir unbekannte Filme per Streaming-Abo oder Leihe anzutesten, die ich dann sehr schätzen gelernt habe und schließlich dann auf Blu-ray gekauft habe. Da halte ich es auch mit Fabi: Wenn ich daran denke, wie die Verfügbarkeit vom Filmen vor 15-20 Jahren war, was man für einen Aufwand betreiben musste, um an Filme zu kommen, die nun nicht gerade im Einzelhandel verfügbar waren, da kann man ganz grundsätzlich schon von "Schlaraffenland" sprechen.
Auch, wenn nicht alle Aspekte an der Entwicklung unproblematisch sind.

Gruß,
Daniel

Edgar007 Online




Beiträge: 2.550

08.02.2021 07:45
#59 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #57
Sicher werden Autos auch geleast

Da hat aber ganz andere Gründe. Die meisten Autos werden geleas (oder finanziert), weil sich die Kunden das Auto sonst gar nicht leisten könnten.

Ich slebst bin bei AmazonPrime angemeldet und nutze hin und wieder mal den Netflix-Zugang meiner Tochter. Bei Prime habe ich den ZDF-Krimikanal mitgebucht, da meine Frau und ich akutel die komplette Serie DIE ROSENHEIM-COPS schauen. Aktuell sind wir am Ende der 17. Staffel. Wenn wir durch sind mit der Serie, werde ich den Kanal auch wieder kündigen. Wobei dort auch sämtliche KOMMISSAR-, DERRICK und ALTE-Folgen zu sehen sind. Extra gezahlt für einen Filme (egal ob "Leihe" oder "Kauf") habe ich bist jetzt noch nicht und habe das auch in Zukunft nicht vor. "Kaufen" tu ich nur "echte" Ware.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

09.02.2021 18:11
#60 RE: Aktuell in den Mediatheken Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #59
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #57
Sicher werden Autos auch geleast

Da hat aber ganz andere Gründe. Die meisten Autos werden geleas (oder finanziert), weil sich die Kunden das Auto sonst gar nicht leisten könnten.

Ich selbst bin bei AmazonPrime angemeldet und nutze hin und wieder mal den Netflix-Zugang meiner Tochter. Bei Prime habe ich den ZDF-Krimikanal mitgebucht, da meine Frau und ich akutel die komplette Serie DIE ROSENHEIM-COPS schauen. Aktuell sind wir am Ende der 17. Staffel. Wenn wir durch sind mit der Serie, werde ich den Kanal auch wieder kündigen. Wobei dort auch sämtliche KOMMISSAR-, DERRICK und ALTE-Folgen zu sehen sind. Extra gezahlt für einen Filme (egal ob "Leihe" oder "Kauf") habe ich bist jetzt noch nicht und habe das auch in Zukunft nicht vor. "Kaufen" tu ich nur "echte" Ware.


Machen wir auch ( alle 3-4 Jahre und immer ein neuer "Toyota"...BESTE Marke), denn wer hat schon so viel Geld für ein neues Auto!!!.

Meine Frau ist bei "Amazon-Prime", ich bin eher normaler Amazon-Kunde, dass reicht mir!!!.

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