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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.988

30.01.2020 11:49
Die Falle (1958) Zitat · Antworten

DIE FALLE (LE PIÈGE)
Frankreich/Italien (1958) - R: Charles Brabant - DE: 23.5.1958 - FSK 16 - V: Europa
Darsteller: Raf Vallone, Magali Noel, Charles Vanel, Betty Schneider, Michael Bouquet



In der südfranzösischen Provence führt der alte Caillé eine kleine Familienpension. Unterstützt wird er von seiner Schwiegertochter Cora und dem Hausmädchen Denise. Seit dem Tod seines Sohnes stellt er Cora nach, die sich seinen Zudringlichkeiten nur mit Mühe widersetzen kann. Da taucht eines Tages der Italiener Gino auf, der als Fahrer für die nahe gelegene Öl-Raffinerie arbeitet. Zwischen ihm und Cora knistert es sofort, was dem Alten nicht entgeht. Durch ein Phantombild in der Zeitung erfährt die Hausangestellte Denise, dass Gino von der italienischen Polizei gesucht wird und informiert den alten Caillé. Dieser setzt das Paar unter Druck und droht mit der Polizei. In dieser ausweglosen Situation beschließt Gino, seinen Tod durch einen Unfall vorzutäuschen, um mit Cora irgendwo neu anzufangen. Nachdem er seinen Plan ausgeführt hat, ruft er wie vereinbart Cora an. Doch er ahnt nicht, was inzwischen in der Pension geschehen ist.

Brabants düsteres Melodram überzeugt - trotz einiger Schwächen des Drehbuchs - durch die atmosphärische Inszenierung und die ausgezeichneten Darbietungen der Schauspieler. Charles Vanel wurde international durch den Film "Lohn der Angst" bekannt. In der Rolle des alten Caillé gelingt es ihm, beim Zuschauer sowohl Abscheu als auch Mitleid zu erwecken. Sein Gegenspieler ist der Italiener Raf Vallone, ein echtes Mannsbild: kräftig, viril und in jeder Sekunde von starker Präsenz. Zwischen beiden Männern steht Magali Noel als Cora. Zunächst spröde und verschlossen, erwachen durch die Begegnung mit Gino lang verschüttete Gefühle und Leidenschaften in ihr. Doch der Zuschauer ahnt bereits,dass die Story nicht gut ausgehen wird. Michel Bouquet hat einen kurzen, aber prägnanten Auftritt als Kommissar und Betty Schneider ist als rachsüchtige Denise dafür verantwortlich, dass die Falle am Ende zuschnappt.

"Wie aus einem Kolportage-Stoff mit einem Totschlag am Anfang, einer brünstigen Liebe in der Mitte und einem weiteren Totschlag ein ansehnlicher Film aufzubereiten ist, hat Regisseur Charles Brabant hier mit erheblichem Aufwand an ausgefeilten dramaturgischen Mitteln demonstriert. Er versetzt sein exquisites Darsteller-Trio (Charles Vanel, Magali Noel und Raf Vallone) in ein Klima schwärenden Unheils und lässt es in makabrer "Lohn der Angst"-Manier im eigenen Saft kochen. Nicht, was geschieht, sondern was geschehen könnte, ist wichtig. Bei knappen Dialogen werden die suggestiv auf Bild und Geräusch gemischten Szenen mit Argwohn und Begierde angereichert und aufgeladen, bis das bürgerliche Gesetz, wie noch in jeder Kolportage, die Sünder ereilt." (Der Spiegel, 1958)

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