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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.906

31.12.2019 15:02
Leben ohne Gnade (1957) Zitat · Antworten

LEBEN OHNE GNADE (LA GRANDE STRADA AZZURRA)
AT: DIE GROßE BLAUE STRAßE (DDR) / DAS LEBEN IST OHNE GNADE
I/F/D (1957) - R: Gillo Pontecorvo - DE: 12.4.1960 (DDR 21.8.59) - FSK 12 - V: Stella/DFG
Deutscher Produzent: Eichberg-Film, München
Darsteller: Yves Montand, Alida Valli, Francisco Rabal, Peter Carsten, Mario Girotti (=Terence Hill), Federica Ranchi



Ein abgeschiedene Dorf an der felsigen Adria-Küste. Die Menschen dort, deren Existenzgrundlage der Fischfang ist, leben in Kargheit und Armut. Einer, dem es etwas besser geht, ist Giovanni Squarcio. Täglich fährt er mit seinen beiden kleinen Söhnen weit aufs Meer hinaus. Aus gutem Grund, denn er verwendet zum Fischen keine Netze, sondern Sprengkörper, die er sich aus alter Armee-Munition zusammenbastelt. Doch diese Methode ist streng verboten, und als der neue Küstenwachmann Riva seinen Dienst antritt, der ein schnelles Motorboot besitzt, werden die Kontrollen verschärft. Um nicht auf frischer Tat erwischt zu werden, muß Squarcio eines Tages sogar sein Boot versenken.. Doch er gibt sich nicht geschlagen und legt sich ein viel zu teures neues Boot zu. Obwohl ihn selbst seine Frau inständig bittet, mit dem Dynamitfischen aufzuhören, macht er weiter.

Das Regiedebüt des politisch engagierten Gillo Pontecorvo zeigt einmal mehr, dass man auch mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielen kann. Verstärkt wird diese durch die guten Schauspieler, die dem Film die nötige Authentizität verleihen. Selbst die beiden Jungs, die als Söhne des Dynamitfischers eine wichtige Funktion innehaben, überzeugen durch ihr glaubwürdiges und natürliches Spiel. Die Aufnahmen fanden auf der kroatischen Halbinsel Istrien statt. Als Verfechter des Neorealismus wollte Pontecorvio ursprünglich in Schwarzweiß drehen, doch die Produzenten lehnten das ab. Terence Hill war damals 18 Jahre alt und arbeitete noch unter seinem bürgerlichen Namen Mario Girotti. Er spielt hier in einer Nebenrolle den jungen Fischer Renato, der mit der Tochter von Squarcio anbandelt. Während der Film in Italien bereits Ende 1957 in die Kinos kam, erfolgte der deutsche Start erst 1960. Der kleine Frankfurter Verleih "Stella" ging jedoch in der Spielzeit 1960/61 in Konkurs. Die weitere Kinoauswertung erfolgte durch die DFG.

"Obwohl die Handlungssubstanz mager ausgefallen ist, hat der Film doch recht sympathische Züge. Das größte Plus sind die fern jeder Schwarzweißmalerei angelegten Männerrrollen. Yves Montand, Francisco Rabal und Peter Carsten (als Küstenwachmann) erfüllen ihre Aufgaben mit einer hemdsärmeligen Ungezwungenheit, als seien sie in diesem Milieu zuhause. Für Alida Valli bleibt nicht viel mehr als ein leidgeprüftes Klischee übrig und Federica Ranchi stakst als Tochter mißmutig durch die Szene. Zahlreiche gute Randtypen und Dalmatiens fotogene Küste erhärten das folkloristische Element, das hier groß geschrieben wird wie in einem Kulturfilm." (Film-Echo 1960)

"Berufliche und familiäre Konflikte eines gesetzwidrig mit Dynamit arbeitenden Fischers an der adriatischen Küste. Auf Wirklichkeitsnähe bedachte, auch darstellerisch trefflich gelungene Romanverfilmung." (Filmdienst)

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