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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.907

10.12.2019 12:29
Alle Sünden dieser Erde (1958) Zitat · Antworten

ALLE SÜNDEN DIESER ERDE
BRD 1958 - R: Fritz Umgelter - DE: 21.2.1958 - FSK 18 - V: Union
Prod.: Rapid-Film (Wolfgang Hartwig) - Drehbuch: Johannes Kai
Darsteller: Barbara Rütting, Ivan Desny, Peter Vogel, Hannelore Bollmann, Paul Dahlke, Wolfgang Büttner, Albert Lieven, Christiane König, Chris van Loosen, Elke Arendt, Sigurd Fitzek, Nora Minor, Georg Lehn



Regine Lenz, die als Assistenz-Ärztin in einer Klinik arbeitet, verursacht im Affekt einen Autounfall, bei dem ihr Verlobter ums Leben kommt. Sie ist so geschockt, dass sie vom Unfallort flüchtet. Doch ein Patient sah, wie sie in den Wagen einstieg. Als Gegenleistung für sein Schweigen verlangt er von ihr, ihm regelmäßig Morphium zu besorgen. Als Regine wieder einmal heimlich Ampullen aus dem Medikamentenschrank entnimmt, wird sie dabei ertappt und verliert ihre Stellung. Von einer ehemaligen Studienkollegin, die ihr Hilfe anbietet, lässt sie sich dazu überreden, bei einem jungen Mädchen einen illegalen Eingriff vorzunehmen. Doch die Sache fliegt auf und Regine wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Die Handlung lässt auf eine der üblichen 50er-Jahre-Schnulzen schließen, doch Fritz Umgelters sachliche Inszenierung bemüht sich, auf Gefühlskitsch und überflüssige Sentimentalitäten zu verzichten. Dass der Film funktioniert, ist aber vor allem der Hauptdarstellerin Barbara Rütting zu verdanken, die 1957/58 gleich in drei Hartwig-Produktionen mitwirkte. Hier tritt sie zunächst als selbstbewusste berufstätige Frau auf, die im weiteren Verlauf dann aber doch mehr und mehr den Halt verliert. Weil sie all dem Unglück, das ihr widerfährt, klaglos und ohne in Selbstmitleid zu versinken entgegentritt und auch ihre Schuld nicht leugnet, wirkt sie trotz ihrer Verfehlungen patent und sympathisch und bietet sich somit als Identifikationsfigur an. Ivan Desny zeigt als einfühlsamer Rechtsanwalt mehr als nur berufliches Interesse an Regine Lenz und setzt sich für ihre vorzeitige Haftentlassung ein. Peter Vogel ist Regines jüngerer Bruder Willi, ein leichtsinniger Nichtsnutz, der den eigenen Vater bestiehlt und sich von einer älteren Frau aushalten lässt. In kleineren Rollen sieht man Paul Dahlke als schmierigen Fabrikanten, Hannelore Bollmann als Freundin von früher, Wolfgang Büttner als verständnisvollen Pfarrer und Albert Lieven als Richter. Für den überwiegend als Fernsehregisseur tätigen Fritz Umgelter war es die erste Leinwandinszenierung. Insgesamt drehte er nur 6 Kinofilme.

"Der soziale Abstieg einer jungen Ärztin, die durch berufliche und private Verfehlungen auf die schiefe Bahn gerät, ihre Stellung im Krankenhaus verliert, ins Gefängnis kommt und fast als Prostituierte endet, ehe ein Priester sie rettet. Obwohl im nüchternen Stil inszeniert, hat der Film nicht mehr als eine dürftige Kolportage-Geschichte zu bieten."(Filmdienst)

Film-Echo-Note: 2,9 (30 Meldungen)

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