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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.823

20.09.2019 13:22
Der Vampir von Notre Dame (1957) Zitat · Antworten

DER VAMPIR VON NOTRE DAME (I VAMPIRI)

Italien (1957) - R: Riccardo Freda - DE: 28.11.1958 - FSK 16 - V: Prisma
Darsteller: Gianna Maria Canale, Carlo D´Angelo, Dario Michaelis, Wandisa Guida, Paul Muller, Angelo Galassi, Antoine Balpétre,



Paris wird von einer Mordserie heimgesucht. Bei den Opfern handelt es sich um junge Frauen. Die Obduktion ergibt in allen Fällen, dass sie keinen Tropfen Blut mehr in den Adern haben. Deshalb wird der Täter vom Reporter Pierre, der über die Fälle berichtet, als "der Vampir" bezeichnet. Als die junge Laurette spurlos verschwindet und manches darauf hindeutet, dass sie das nächste Opfer sein könnte, mischt sich Pierre in die Ermittlungen von Inspektor Santel ein. Eine Spur führt die beiden in ein unheimliches Schloß.

Hier geht es nicht um Vampire, sondern um eine alte Schloßherrin, die von dem Wunsch nach ewiger Jugend und Schönheit besessen ist. Dafür muss ihr Blut immer wieder gegen das von jungen Mädchen ausgetauscht werden. Da sie bei nachlassender Wirkung in Sekundenschnelle altert, benötigt sie ständig Nachschub. Das erfährt der Zuschauer aber erst nach und nach. Bis dahin wird er mit den üblichen Ingredienzien des Gruselfilm-Genres gut unterhalten: Es gibt ein altes Schloß mit dunklen Korridoren und wehenden Gardinen, einen wahnsinnigen Professor nebst hinkendem Assistenten, ein geheimes Labor, Skelette und Totenköpfe in finsteren Gewölben und gespenstische Schatten im nächtlichen Park.
Die Werbung im deutschen Kinotrailer von 1958 war reißerisch aufgemacht:"Ganz Paris erstarrt vor Angst und Schrecken" hieß es da. Versprochen wurde: "Ein Film, der Sie aufwühlt! Ein Film, der an Ihren Nerven sägt!" Auch wenn das heute keine Gültigkeit mehr hat, ist dieser frühe italienische Horrorstreifen durchaus unterhaltsam, zumal die technischen Tricks, wie z.B. der Alterungsprozess der Schloßherrin, gelungen sind. Zur Entstehungsgeschichte wäre noch folgendes anzumerken: Als Regisseur Riccardo Freda nach 10 Drehtagen merkte, dass er den Film nicht wie vereinbart in nur 12 Tagen fertigstellen konnte, überwarf er sich mit den Produzenten. Diese beauftragten daraufhin den Kameramann Mario Bava, das Werk innerhalb von 2 Tagen zu vollenden. Bei einem der folgenden Projekte von Freda & Bava (Caltiki - Rätsel des Grauens) sollte sich ein solcher Regiewechsel noch einmal wiederholen.

"Primitiv gebastelter Gruselfilm, der weder aus der makabren Handlung noch aus den sich daraus ergebenden Versatzstücken des Genres irgendein Kapital zu schlagen weiß." (Filmdienst)

"...widerwärtiges Produkt krankhafter Phantasie" (Filmbeobachter)

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