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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 1.039 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | 2
patrick Offline




Beiträge: 3.100

08.09.2019 13:54
#16 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

@Dr. Oberzohn du bisst mit Sicherheit nicht allein. Ich habe schon vor langer Zeit gemerkt, dass man der offiziellen Lesart nicht trauen darf, wenn es um wichtige Wahrheiten geht. Die Zeiten werden immer düsterer, die von George Orwell schon vor gut 70 Jahren prophezeite Total-Überwachung ist im allerletzten Stadium angekommen, die völlig unbewusst dahinvegetierenden 5G-Zombies sind eine sich explosionsartig vermehrende Spezies. In Schweden z.B. sind Bargeldzahlungen gar nicht mehr üblich. Jetzt sollte dann auch noch das selbstfahrende (totalüberwachte) Auto kommen - wer dann noch selbst irgendwo hinfährt und sich dadurch der Kontrolle zu entziehen versucht, wird automatisch zum subversiven Element abgestempelt - Schöne neue Welt! Inzwischen ist mir aufgefallen, dass heimtückische Radarfallen in einer Dichte herumstehen, die es noch vor wenigen Monaten nicht gegeben hat - ein Umstand, den ich als zwar vernünftiger, aber bezüglich pingeliger Einhaltung von Tempolimits bei optimalen Verhältnissen nicht ganz so disziplinierter Fahrer besonders schmerzhaft zu spüren bekam. Den Leuten wird für Bagatellen das Geld aus der Tasche gezogen, wo es nur geht, wobei das Ganze dann mit gnadenloser Härte geahndet und vollzogen wird. Mit der Gewährleistung der Sicherheit hat das nur noch sehr wenig zu tun, vielmehr aber mit purer Geldbeschaffung. Besagte Härte wird natürlich nur an der eigenen Bevölkerung ausagiert, andere können sich da weitaus mehr erlauben. Und die Flüchtlingskrise? Natürlich sind die Beweggründer unserer sauberen Politiker rein humanitär. Solange mir niemand schlüssig erklärt, warum die 6 reichsten Staaten der Welt (Golfstaaten), wo dieselbe Sprache gesprochen wird, dieselbe Kultur herrscht, dasselbe Klima, genügend Raum und Geld zur Verfügung steht, von Flüchtlingshilfe nichts wissen wollen und dies auch noch mehr oder weniger stillschweigend geduldet wird, nehme ich mir die Freiheit das alles als Farce zu betrachten. Mit der Wahrheit hat dies nämlich nicht das Geringste zu tun. Selbstverständlich wird bei solchen Aussagen sofort die Nazikeule ausgepackt. Angesichts der Tatsache, dass ich persönlich weder für die Rechten noch für die Linken Sympathien hege, sondern mich nur der Mitte moralisch verpflichtet fühle, kann ich das nur belächeln, obwohl die grenzenlose Dummheit, die als geistiger Vater solcher Ansichten fungiert eher zum Weinen animiert. Im Grunde wird die Naivität der Neuankömmlinge in gleicher Weise ausgenutzt, wie unsere eigene, um ein besonders hartes Klima der Polarität zu schaffen, was ohnehin schon voll im Gange ist. Wer Polizisten, Krankenhauspersonal, Bedienstete von Behörden, Journalisten und zahlreiche gewöhnliche Menschen näher kennt und die Augen offen hält, weis wovon ich spreche. Das haben unsere Politiker natürlich alles nicht gewusst. Frage mich nur, wie die bei soviel Blindheit ihr Studium geschafft haben. Ja, ich bin für humanitäre Hilfe, wo sie benötigt wird. So etwas sollte eine tief verwurzelte moralische Selbstverständlichkeit darstellen - aber eben nur im Rahmen ehrlicher Verhältnisse und im Rahmen sinnvoller Modelle, die in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe als Grundprinzip haben müssen. Ein Chaotischer Mischmasch hat noch nie funktioniert. Darüber konnten die alten Römer schon ein Lied singen - und wir auch bald. Verschiedene Kulturen sollten sich mit Respekt begegnen und auch gegenseitig aushelfen, wo es die Not gebietet - nebeneinander und nicht kreuz- und quer durcheinander. So ziemlich jeder Soziologe wird mir dabei recht geben. Vermutlich würde ein Mischmasch sogar funktionieren - bei höherem Kollektivbewusstsein und Durchschauen sämtlicher Manipulationsmechanismen seitens der breiten Masse. Davon fehlt gegenwärtig aber jede Spur. Natürlich müsste als allererster Schritt der Kabale in Form der "Weltpolizei" die ein Land nach dem anderen überfällt und zerstört Einhalt geboten werden. Aber auch das geht nur über eine Erhöhung des Bewusstseins bei der Masse, die ja in der Überzahl wäre. Bis das begriffen wird, werden wir (ich persönlich nicht mehr) von links nach rechts, dann wieder von rechts nach links immer skurrilere Clowns wählen und hoffen, dass von Außen eine Erlösung kommen wird....

Wenn ich mir die Kinderspielplätze in unserer Gegend ansehe (keine Großstadt) herrscht dort gähnende Leere. Ab und zu sieht man vereinzelt irgendwo Kinder fast immer in Begleitung der Eltern. Dieselben Spielplätze waren damals, als ich aufwuchs, voller (kleinem) Leben. Wir haben Pfeil-und-Bogen-geschossen, Fußball gespielt, uns im Wald herumgetrieben, uns bei Fahrradstürzen die Knie blutig geschlagen, etc.....und natürlich Wallace-Filme geguckt. Heute spielt sich die Kindheit zu einem wesentlichen Teil in virtuellen Welten ab. Als wir letzte Woche meinen Kumpel besuchten, hat dessen 8-Jähriger Sohn erst nach ca.15 Minuten gemerkt, dass wir überhaupt anwesend sind. Ich bin sehr glücklich, in einer anderen Zeit aufgewachsen zu sein und würde nie und nimmer tauschen wollen. Ja, du hast gar nicht so unrecht mit deiner Aussage bezüglich Retro-Tendenzen im weiteren Sinne im Wallace-Forum, zumindest was mich betrifft. Da schwingt auf jeden Fall die Sehnsucht nach der "guten alten Zeit" mit.

Trotz meiner Schimpftiraden will ich aber nicht als pessimistischer Nörgler verstanden werden. Ich finde den Blick hinter die Kulissen extrem spannend, vielleicht nicht sehr aufbauend, aber doch irgendwie faszinierend. Der dadurch wachsende Horizont vermittelt eine gewisse Gelassenheit und ein Vertrauen, dass die Wahrheit einfach viel größer und schöner ist, als die Scheinwelt, die man uns vorgaukelt, indem man unserem Bewusstsein den Krieg erklärt und es Dank Hardcore-Manipulation auf ein Restvolumen zusammengeschrumpft hat - gerade noch so, dass wir essen, schnaufen und arbeiten können. Außerdem lebt man bewusster, schiebt nichts auf, genießt zahllose kleine Freuden und verweilt sehr viel mehr im hier und jetzt. Unsere globalstrategisch veranlagten "Freunde" arbeiten ja besonders mit der Angst. Egal ob Schule, Beruf, Reputation, etc.....es werden immer und überall Ängste geschürt. Nichts hemmt das Potential eines Menschen mehr als Angst. Für sehr viele Menschen ist die Angst der ständige Begleiter geworden. So sind wir wunderbar kontrollier- und manipulierbar und keine Gefahr für die bestehende (Un)Ordnung.

Zitat von Havi17 im Beitrag #13
Die Menschen sollten besser lernen als glauben, so arbeiten wie Wissenschafter, die ihre Erkenntnisse
immer wieder neu hinterfragen, neues entdecken bis alle Fakten auch nachprüfbar sind.




Richtig! Natürlich wird man als besonders kritisch denkender Zeitgenosse von den reinen Mainstream-Konsumenten als Spinner, Verschwörungstheoretiker, etc. verschrien. Das war aber schon immer so. Wie erging es denn damals Galilei, als er sich für die runde Erde stark machte? Aber der immer stärker Fuß fassende Wahnsinn provoziert geradezu eine Gegenbewegung von Wahrheitssuchern die gerade jetzt immer größer und größer wird. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich zum ersten Mal im Fernsehen die Parolen zu Hören bekam, die man den armen Norekoreanern eingeimpft hat. Unglaublich, wie man Menschen dazu bringen kann, so einen Schwachsinn zu glauben. Für einen kurzen Moment vergaß ich, dass man mit uns dasselbe macht - nur eben von einer anderen Seite. Als Konsument von sehr guten Hintergrundmedien, die wirklich hervorragend recherchiert und aufbereitet sind - also mitnichten eine Untergrund-Version der Bild-Zeitung - bin ich geradezu fasziniert von den logischen Zusammenhängen und dem Einklang mit objektiv beobachtbaren Gegebenheiten. Da stoße ich immer wieder auf wirklich felsenfeste Argumente, mit denen man es kaum aufnehmen kann. Da ist es natürlich das Einfachste, das Ganze als Verschwörungstheorie zu verunglimpfen und in den offiziellen Medien zu diffamieren, sofern man der dunklen Seite angehört, die jede Menge Leichen im Keller hat.

Sorry, mir ging's soeben wie Dr.Oberzon, da das Thema meinen Nerv trifft. Ich konnte ganz einfach nicht anders. Da wir uns aber ohnehin im Off-Topic bewegen, sollte es ja nicht so schlimm sein. Da es hier ja um unsere Welt, unsere Gegenwart und Zukunft und unser Leben geht, finde ich schon, dass solche Worte zwischendrin mal geäußert werden düfen. Das Thema Film werden wir deswegen ja nicht aus dem Auge verlieren.

patrick Offline




Beiträge: 3.100

08.09.2019 13:56
#17 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

Zitat von Andreas im Beitrag #14
Liebe Wallace-Fans, das sind hier ziemlich krasse "Coming out's". Ich bin - vorsichtig ausgedrückt - platt ob der hohen Alu-Hut-Quote in diesem Forum, indem ich seit 15 Jahren angemeldet bin.


Logisch. Der Blick hinter die Kulissen ist eben eine Herausforderung.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 168

09.09.2019 15:50
#18 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

Alu-Hüte sind sowieso sinnlos, da sie nicht gegen Rotlichtbestrahlung schützen.
Ein offener Blick auf die Welt ist da eine bessere Alternative.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 168

14.09.2019 22:33
#19 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

@patrick : Zu deinen Postings kann ich nur sagen: Könnte ich so 100% unterschreiben. Fällt mir alles genau so auf. Das sind Themen und Zusammenhänge, wo man sich die Finger wund schreiben könnte. Ein wichtiges Gebiet, das tatsächlich faszinierend, aber auch sehr deprimierend ist. Es fügt sich tatsächlich Mosaiksteinchen zu Mosaiksteinchen zu dem Gesamtbild. Denn, alte Verschwörungstheoretiker wissen ja - nichts in der Politik geschieht zufällig, wie schon Präsident Roosevelt mal bemerkte. Und ab und zu ein paar Worte zur "Lage der Nation" zu verlieren, sollte auch schon mal hier im Off-Topic-Bereich möglich sein, solange sich alles wie gehabt im zivilisierten Bereich bewegt.

Zu deiner Erkenntnis, immer die Mitte anzustreben, wird man wohl im Laufe des Lebens irgendwann kommen. Beschäftigt mich auch grade sehr stark. Man kann, aufgrund schlechter Erfahrungen, Mietervereinigung und sogar Gewerkschaft unterstützen und auch bei seinem Arbeitgeber um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Man kann aus Gesundheitsgründen seine Nahrung bei regionalen Bio-Bauern kaufen und sich im Nichtraucherschutzschutz engagieren, auch eine Partnerin haben, die alternative Heilmethoden praktiziert. Und man kann für seine Zukunft gegen Islamisierung und Überfremdung demonstrieren gehen und „alternative“ Nachrichtenportale unterstützen. Alle diese Gemeinschaften und Richtungen kollidieren irgendwie miteinander, man unterstützt mitunter eben auch Dinge, die einem gar nicht gefallen, stellt plötzlich auch fest, dass alles nur ein Taktieren ist. Und dann hat man von dem ganzen Kram die Nase voll. Irgendwie hat halt jeder ein bisschen Recht.
Da sind die Weisheiten des Fernen Ostens voll von solchen Erkenntnissen, "die Mitte" hat sowohl körperlich und geistig einen hohen Stellenwert. Wenn schon unbedingt eine neue Religion zu uns importiert werden soll, dann hätte man ja auch mal eher in dieser Ecke der Welt orientieren können, mit Sicherheit nützlicher als die Lehren des Propheten.

Leider schweigen die meistens unserer „Promis“ zu den jetzigen Ereignissen oder fallen in den allgemeinen Jubel mit ein. Ich frage mich immer wieder, was wohl meine Kindheitshelden, besonders aus den deutschen Filmen wie die Wallace-Reihe, dazu sagen würden.
Die meisten sind ja nun tot. Nur wenige leben noch. Was wäre wohl ihre Meinung, würden sie mitschwimmen, die aktuelle Entwicklung tatsächlich gut finden, oder würden sie auch mal Kritik üben?
Kinski zum Beispiel, seine öffentlichen Auftritte mochte ich nie, doch ihn heute mal in einer PC-Diskussionsrunde sitzen zu sehen, wäre wohl göttlich. Doch er ist schon lange nicht mehr, wie viele andere auch, Heinz Drache beispielsweise, welche gar keinen Bezug mehr zur heutigen Zeit haben. Eddie Arents oder Karin Dors Tod liegt noch nicht so lange zurück. Der erste hat sich glaube ich nie groß geäußert , außer dass er verständlicherweise seine Ruhe haben wollte. Frau Dor – keine Ahnung.
Bleibt noch Joachim Fuchsberger. Der hat ja immer betont, aufgrund seiner Jugend- und Kriegserlebnisse, sich einen unabhängigen Geist bewahren zu wollen. Mitunter waren seine ab und an vom Mainstream abweichenden Aktionen über seine aktive Zeit für das eine oder andere aufgebauschte Skandälchen gut, er hat sich mit seiner Haltung nicht nur Freunde gemacht. Seine Aussagen kurz vor seinem Tod bezüglich der Großmannssucht in der deutschen Politik und gewissen Vorschlägen zu Ernährungsvorschriften und Besteuerung haben keine sonderliche Begeisterung für die jetzige Entwicklung spüren lassen. Sein Tod kam kurz vor den großen Umwälzungen. Hätte er sich nochmal dazu geäußert, wenn er noch am Leben wäre? Und wie ? Keine Ahnung, man kann nur vermuten, dass er wohl für keine der Parteien sonderliche Sympathien empfinden würde.
Auf alle Fälle wollte ich schon lange eines seiner Bücher lesen, werde ich bald mal tun. Er war ein wirklich ein Vertreter einer nun doch vergangenen Epoche.

patrick Offline




Beiträge: 3.100

15.09.2019 21:50
#20 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

@Dr. Oberzohn ich sehe, wir verstehen uns. Wie ich schon deinen Wallace-Rezensionen entnahm, bist du sehr stark der Logik zugeneigt. Zugegebenermaßen ist mir diese bei den Wallace-Filmen nicht sehr wichtig, umso wichtiger aber bei den Dingen, die unser Leben betreffen. Und wenn man da Infos sammelt und logisch ableitet landet man gezwungenermaßen bei den Verschwörungen.

Als jemand, der sich sehr gern mit kritisch Denkenden austauscht, weis ich, dass die Zahl jener, die hinter die Kulissen blicken, zum Glück am Wachsen ist. Leider werden auch die Gegenreaktionen der Kabale immer heftiger. Die Wahrheit lässt sich aber niemals ganz zudecken. Man kann davon ablenken, sie verdecken, verleugnen, etc. aber niemals ganz wegmachen. Sie wird immer irgendwo durchschimmern. Und das "sich festlegen" auf eine bestimmte Partei, Religion, Ideologie etc. habe ich immer schon mit Vorsicht genossen, da man sich dadurch selber limitiert und automatisch Abgrenzungen schafft. Wenn man die Wahrheit konsequent sucht, blickt man irgendwann einfach tiefer durch und alte Weltbilder fangen an zu bröckeln. Das kann dann ziemlich heftig werden und ist eben nicht so bequem, wie das behagliche Festklammern an einer gewählten Ideologie, politischen Richtung etc., wo man sehr schnell Gleichgesinnte findet, die einen bestätigen.

Zur Mitte zu finden ist in Zeiten wie diesen wohl der härteste Job der Welt, da die Strippenzieher praktisch alle Geschütze hochfahren, um eine Entwicklung des Bewusstseins zu sabotieren. Mit den heutigen Technologien wäre es wohl ein Leichtes, wesentlich weniger arbeiten zu müssen und sich mehr sich selbst widmen zu können. Das wird an uns aber so nicht weitergegeben. Was wäre auch die Folge davon? Die Menschen wären entspannter, zufriedener, nächsten-liebender, hilfsbereiter, intuitiver und würden besser zueinander finden. Genau das wäre so ziemlich das Schlimmste, was den Hochfinanz-Schurken passieren könnte, denn ihre auf Unterdrückung, Ausbeutung, Lüge und eiskalte Manipulation basierende Position würde sich sehr rasch auflösen. Darum teile und herrsche - auf Teufel komm raus. Und die Polarisierungsfalle ist etwas, das einfach immer wunderbar funktioniert hat, weil wir Menschen eben sehr empfänglich für Gefühle sind und auch sein sollten, da wir sonst ja nur kalte Roboter wären. Die Kunst ist es eben nur, sich nicht immer von seinen Gefühlen leiten zu lassen, was auch mir zugegebenermaßen oft sehr schwer fällt. Wenn ich da mit gewissen religiösen Ideologien konfrontiert werde, deren namentliche Nennung ich jetzt einmal ausspare, erzeugt das bei mir schon einen heftigen Button-Push. Ich weis aber eben auch, das genau das so gewollt ist, sonst hätte man die entsprechenden Verhältnisse nicht geschaffen. Wer in die Mitte will, muss lernen damit umzugehen - gefällt mir auch nicht immer, ist aber so. Das Hässliche muss eben angeschaut werden können, denn ohne Bewusst-Machung gibt es eben auch keine Veränderung. Das ist so sicher wie ein Naturgesetz. Wer, wie in einem anderen Thread, in diesem Zusammenhang von verbittert, verbohrt und unsympathisch spricht und sich beleidigt aus dem Forum zurückzieht, hat dieses Prinzip einfach nicht verstanden und will es wohl auch nicht verstehen, da es eben nicht ganz so bequem ist wie das "sich festlegen" auf eine heimelige links-grüne Ideologie, die auch gleich automatisch das ganze rechte Spektrum als Feindbild im Gepäck hat und einen heftigen Schlagabtausch vorprogrammiert. Man sucht ständig die Bestätigung, betreibt ein "fishing for approval" und reagiert empfindlich auf andere Meinungen, obwohl man selbst die Diskussion eingeleitet hat. Eine dicke, fette Nazikeule wird bei jedem kritischen Piepser sofort zur Hand genommen - nun ja, ich habe nicht einmal etwas dagegen, sofern man beim Moralisieren knallhart und kompromisslos der Wahrheit treu bleibt. Adolf Hitler und Konsorten schufen gewiss keine Bewegung, zu der ich mich als Freidenker hingezogen fühle. Natürlich darf man man mit dem Nazi-Wahnsinn in's Gericht gehen. Eigentlich wäre es ganz einfach, das neue aufkeimen rechter Kräfte zu verhindern, wäre die Politik ehrlich und am Wohle der Bürger interessiert. Sie würde dann jene Verhältnisse, die den Rechts-Links-Krieg entfachen, ganz einfach gar nicht erst schaffen. Die deutschsprachigen Länder über Generationen hinweg in einer Dauerschuld zu halten ist schlicht und einfach moralische Erpressung. Als kritisch denkender Wahrheitssucher tauchen natürlich eine Reihe von Fragen in mir auf. Die britischen, französischen, spanischen Kolonialisten haben ganze Kontinente unterjocht. Wie wir wissen, haben die Ureinwohner diese Territorien nicht freiwillig hergegeben. Man hat die indianische Bevölkerung um 90 Prozent dezimiert. Die Kolonialisten und Konquistadoren haben Jahrhunderte lang eine Blutspur gezogen, geplündert, gemordet, vergewaltigt und sich in Territorien breit gemacht, wo sie einfach nicht hingehören. Warum gibt es hier keine Dauerschuld? Waren ja nur Wilde - ist vermutlich nicht so schlimm. Die Kirche hat in ihrem verblendeten Wahnsinn und Machthunger ca.1 Million Menschen im Namen der Inquisition hingerichtet, darunter sehr viele Frauen und kleine Kinder. Warum auch hier keine Dauerschuld? Eigentlich dürfte es so eine Institution gar nicht mehr geben, wäre man beim Moralisieren konsequent. Es sind Straßen nach mehreren Bischöfen benannt, die bei der Inquisition an vorderster Front standen. Für mich ist das gleichbedeutend wie der (fiktive) Name einer Adolf-Hitler-Gasse - wenn man der Wahrheit treu bleibt. Tja, die Geschichte schreibt eben immer der Gewinner und vergisst dabei gern ein paar Dinge, für die ich mich zufällig sehr interessiere.

Um zu den Wallace-Helden zurückzukehren: Ich kenne mehrere Leute, männlich wie weiblich, die sich durchaus sehr kritisch mit den Entwicklungen und dem Eingemachten im Hintergrund auseinandersetzten. Da die meisten Schauspieler wohl nicht dumm sind, gibt es sicher auch in diesen Kreisen viele, die ähnliche Ansichten haben, aber eben vorsichtig sein müssen, das zu kommunizieren, zumindest öffentlich. Mit Blacky hätte ich mich auch gerne einmal unterhalten. Ich glaube, wir hätten uns verstanden. Ich hätte sogar die Herausforderung eines Gespräches mit Kinski angenommen, wobei ich ihn mir ob seiner Egomanie und Ausbrüche nicht unbedingt als besten Kumpel ausgesucht hätte. Aber ein paar Gespräche mit ihm wären wohl schon mal interessant gewesen. Kinski konnte durchaus sehr umgänglich sein, wenn man ihn nicht mit dämlichen Fragen nervte oder ihn plump herausforderte. Er war mit Vorsicht zu genießen und hatte wohl seine eigene Gebrauchsanweisung, die man verstehen musste. Den Main-Streamern war das natürlich nicht zugänglich.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 168

21.09.2019 21:36
#21 RE: Was ist los in Deutschland? Sind die Menschen verrückt? Zitat · Antworten

@patrick
Zu der ganzen Sache noch mal ein Kommentar zu dieser Woche: Hab in der Kantine in der Firma mal zu Mittag mit einer langjährigen Kollegin gequatscht. Natürlich sind wir neben dem üblichen beruflichen Zeugs auch auf die gegenwärtige Situation gekommen, sie ist eher so der Typ "Wilde Biene", immer unterwegs und schnatter-schnatter, hat dann aber eigentlich seltsamerweise komplett die selbe Meinung geäußert wie Du in Deinem letzten Kommentar, nicht so ausführlich, aber sonst alles drin. Naja, gibt keine Zufälle, Stichwort Informationsfeld, aber das lassen wir mal lieber...

Und die Sache mit der Logik - da hast du eindeutig Recht. Wenn man einen Job in der technischen Entwicklung hat, dann muss man sich halt auch mit der Realität auseinandersetzen, da hilft kein Wunschdenken, wenn was nicht funktioniert. Merke ich schon seit langem, dass die Leute, die erwerbsmäßig an die reale Schaffung von Werten gekoppelt sind, meist (natürlich gibts auch da Ausnahmen) mehr auf der Seite der Zweifler stehen als diejenigen, die vielleicht mit Dreißig-und immer noch irgendwas mit Sozial-Politik-Kommunikation-Hastewas studieren oder da gar einen Job gefunden haben. Aber das ist nur eine private Erfahrung, kann auch anders sein.
Auf alle Fälle, einfache Logik führt doch schon eine Menge der Parolen, die uns um die Ohren gehauen werden, ad absurdum. Die Fachkräfte aus Übersee zum Beispiel, die sollen jetzt ja in zwanzig Jahren soweit sein, dass sie uns soweit helfen können, dass nicht die ganze Wirtschaft zusammenbricht. In zwanzig Jahren soll doch nun aber schon alles automatisiert sein (Industrie 4.0, Digitalisierung, etc.). Wozu brauchen wir dann noch ausgebildete ausländische Fachkräfte, wenn dann schon nicht mehr für die deutschen genug qualifizierte Arbeit da ist ? Frag das mal einen der überzeugten Phrasennachplapperer, der wird dir keine vernünftige Antwort geben können. Und da gibt es noch so viel Unlogik, dass einem echt übel werden kann.
Der anonyme Goldkauf soll auf 2000 EUR beschränkt werden, wegen des Terrorismus. Aha, der in der Tretmühle schuftende Erwerbstätige, der sein mühsam erworbenes Geld irgendwie über den nächsten Crash retten will, steht natürlich unter Generalverdacht, nebenbei noch den internationalen Terror mitzufinanzieren oder selber mal ein paar Hochhäuser wegsprengen zu wollen, derweil natürlich genauere Betrachtungen der Leute, die nun aus den totalen Musterdemokratien zu uns kommen, selbstverständlich gegen die Menschenwürde verstoßen. Oh Mann, können die sich nicht wenigstens was Plausibleres ausdenken? Haben sie wohl nicht mehr nötig.

Und die angesprochene "deutsche Dauerschuld", auch so ein Reizthema, da muss man aber wirklich vorsichtig sein. Gerade hier wird schnell etwas völlig verdreht ausgelegt, wollen wir doch nicht !

Ich finde es auch nicht sehr konstruktiv, bei gewissen Themen einfach beleidigt zu sein und mit Rückzug oder automatischer Aggression zu reagieren. Ist doch gerade der Vorteil von solchen Foren, dass jeder Mal zu Wort kommen kann, im Prinzip "ausreden" kann, und jeder genau so sein Gegenargument einbringen kann. Tatsächlich besser als in der Realität einer Diskussionsrunde, wie in der Firma, wo nur noch überschrieen und nicht mehr hingehört wird.

Neben Wallace & Co. hab ich mir mal wieder ein, zwei Bücher eines leider schon verstorbenen Landsmannes von Dir vorgenommen, der sich sehr mit allerlei Dingen beschäftigt hat, die abseits des Mainstreams liegen, aber die Bücher über Medien und Informationen sind die Besten. Vor ca. 15 Jahren veröffentlicht, haben sie immer noch oder besser gesagt erst recht Gültigkeit. Manches hat sich anders entwickelt, als prophezeit, das meiste aber (leider) nicht.

Auf alle Fälle freue ich mich auf mein Fuchsberger-Buch, dauert noch ein bisschen mit der Lieferung. Mal ein wenig in Blackys Gedankenuniversum herumschmökern.
Werde mal berichten, wenn ich es gelesen habe, vielleicht kennt es ja auch schon der eine odere andere...

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