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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 157 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.786

06.05.2019 12:56
Der Spion, der in die Hölle ging (1965) Zitat · antworten

DER SPION, DER IN DIE HÖLLE GING (BRD/Frankreich/Spanien 1965)

R: Maurice Labro - Gesamt-Ltg: Hans Oppenheimer - DE: 13.8.1965 - FSK 16 - V: Constantin
Darsteller: Ray Danton, Pascale Petit, Roger Hanin, Wolfgang Preiss, Helga Sommerfeld, Charles Regnier, Horst Frank, Carl Lange, Conrado San Martin, Grit Böttcher, Stanislav Ledinek, Günter Meisner, Helga Lehner, Manuel Gil



Auf einem Nato-Stützpunkt in Spanien werden russische Spionage-Kameras entdeckt, die den Sowjets Aufnahmen vom militärischen Gelände liefern. Der US-Geheimdienst schickt seinen besten Mann Jeff Larson umgehend dorthin. Erfreut nimmt dieser zur Kenntnis, dass es sich bei seinem spanischen Kontaktmann um eine attraktive Dame namens Pilar Perez handelt. Zwar legt sie ihn zunächst in wahrsten Sinne des Wortes aufs Kreuz, erliegt aber schnell seinem Charme. Nach mehreren Mordanschlägen und explosiven Abenteuern erregt ein verdächtiges russisches Schiff, das sich außerhalb der Hoheitsgewässer befindet, die Aufmerksamkeit des Agenten. Im Schutz der Dunkelheit gelingt es ihm, unbemerkt an Bord zu kommen ...



Der Film ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die frühen Eurospy-Filme in der Regel qualitativ mehr zu bieten hatten, als die späteren billigen Fließbandproduktionen. Beteiligt von deutscher Seite war in diesem Fall der Produzent Hans Oppenheimer. Im April 1965 begann man mit den Atelier-Aufnahmen im Arca-Studio in Berlin-Pichelsberg. Zu den Außenaufnahmen ging es dann im Anschluß nach Spanien. Die temporeiche Inszenierung, attraktive Schauplätze und bekannte deutsche und internationale Darsteller, dazu reichlich Action und Feuewrzauber garantieren ein unterhaltsames Kinoerlebnis.
Die Titelrolle des Agenten Jeff Larson übernahm der Amerikaner Ray Danton, mit dessen Hollywood-Karriere es Anfang der 60er Jahre bergab ging. Wie viele seiner Kollegen nahm er deshalb Filmangebote in Europa an. 1964 hatte er in Italien bereits zwei Leinwandgastspiele als Abenteuerfilm-Held "Sandokan" absolviert, bevor er dann als Spion in die Hölle ging. Danach drehte er weitere Agentenfilme, die allerdings weitaus weniger erfolgreich waren. Neben Darstellern aus Frankreich und Spanien sind hier auch einige deutsche Schauspieler mit dabei: Wolfgang Preiss arbeitet als US-Captain Parker eng mit Jeff Larson zusammen, während Horst Frank und Charles Regnier im Dienst der bösen Russen stehen. Oberschurke der sowjetischen Spionagebande ist Carl Lange als Golochenko. Seinen Befehlen folgt auch Grit Böttcher, die allerdings nur wenig Screentime hat. Die zweite weibliche Hauptrolle neben Pascale Petit ging an Helga Sommerfeld, die als heißblütige spanische Senorita ihre körperlichen Reize einsetzt, um den Agenten zu umgarnen. Mit ihrer Konkurrentin liefert sie sich spitzzüngige Wortduelle, die das spannende Geschehen etwas auflockern. Helga Lehner und Günter Meisner haben jeweils nur einen kurzen Auftritt, Stanislav Ledinek immerhin zwei.

"Während unser in allen Abwehrschlichen erprobte Titelheld mit der linken Hand Konstruktionspläne fotografiert, bändigt er mit der rechten lächelnd die im Bade überraschte Kollegin aus dem anderen Lager, und bevor er einige Muskelprotze zu Boden schickt, bleibt ihm noch Zeit, der anziehend ausgezogenen Feindin einen Kuß auf die Lippen zu drücken. Er entschärft raffiniert angebrachte Minen, bewährt sich als Froschmann und hochqualifizierter Rundfunktechniker. Er übersteht eine Gehirnwäsche und findet trotz starker dienstlicher Inanspruchnahme Möglichkeiten, die reizende spanische Kontaktfrau durch seine Zuneigung zu beglücken und beim gemeinsamen Liebesspiel am Strand eine Handgranate zielgerecht zurückzuwerfen. Dass er aber unbemerkt ein getarntes feindliches Radarschiff entern und unbehelligt in das Allerheiligste, die mit geheimnisvollen Antennen und Schalttafeln bestückte Relaisstation, eindringen und fotografieren kann, kann man den Autoren nicht mehr abnehmen. Den Höhepunkt der spannenden Spionageaffäre stellt zweifellos das Duell der Bagger mit dem Auto unseres Allround-Mannes dar. Von den Ungereimtheiten abgesehen, fesselt die aufwändig gestaltete Story aber von der ersten Entführungsszene bis zum postkartenbunten Knalleffekt am Schluß, wo das Beobachtungsschiff in allen Regenbogenfarben in die Luft fliegt. Ray Danton spielt den von allen Frauen begehrten und von den Männern gefürchteten Super-Spion mit lässigem Charme." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 3,0 (44 Meldungen) / Erstnote: 2,7
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Ray Offline



Beiträge: 1.247

06.05.2019 23:06
#2 RE: Der Spion, der in die Hölle ging (1965) Zitat · antworten

Klingt interessant, danke für die Vorstellung. Wäre sicher auch was für eine DVD-Auswertung - genau wie "Unser Mann aus Istanbul".

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

07.05.2019 17:12
#3 RE: Der Spion, der in die Hölle ging (1965) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #2
Wäre sicher auch was für eine DVD-Auswertung - genau wie "Unser Mann aus Istanbul".

Das wäre in der Tat eine schöne Sache!

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