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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.904

09.04.2019 14:26
Wegweiser zum Mord (1964) Zitat · Antworten

WEGWEISER ZUM MORD (SIGNPOST TO MURDER)

USA (1964) - Regie: George Englund - DE: 4.12.1964 - FSK 16 - Verleih: MGM
Darsteller: Joanne Woodward, Stuart Whitman, Edward Mulhare, Alan Napier, Murray Matheson



Weil er seine Frau getötet haben soll und als psychisch krank eingestuft wurde, sitzt Alex Forrester seit 5 Jahren in einer Heilanstalt. Sein Psychiater, mit dem er sich im Lauf der Zeit angefreundet hat, stellt für ihn ein Entlassungsgesuch, das aber abgelehnt wird. Daraufhin flieht Forrester aus der Klinik und sucht Unterschlupf im nahegelegenen Haus von Molly Thomas. Die Frau ist zur Zeit allein, da ihr Ehemann sich auf einer Geschäftsreise befindet. Von der Polizei bereits über den Ausbruch eines gefährlichen Psychopathen informiert, ist Molly zunächst geschockt, als Forrester plötzlich vor ihr steht und sie mit einem Messer bedroht. Es gelingt ihm aber, die Frau auf seine Seite zu ziehen. Beide kommen sich näher und landen schließlich im Bett. Doch ein Leichenfund sorgt dafür, dass sich die Lage weiter zuspitzt.

"Wegweiser zum Mord" basiert auf einem Bühnenstück und auch die filmische Umsetzung ist bisweilen ein wenig theaterhaft ausgefallen. Hinzu kommt, dass die Handlung ziemlich konstruiert wirkt, so dass es nicht immer einfach ist, die Reaktionen und das Verhalten der Figuren nachzuvollziehen. Auch die überraschende Auflösung, die ein Komplott aus Täuschung und Manipulation aufdeckt, bleibt letzten Endes unbefriedigend. Am Spiel der beiden Hauptdarsteller gibt es allerdings kaum etwas auszusetzen und so ist der Film, trotz der kruden Story, dennoch sehenswert.
Stuart Whitman, der durch das britische Filmdrama "Gebrandmarkt" (1961) bekannt wurde, überzeugt als Alex Forrester. Hollywood-Diva Joanne Woodward, die sowohl mit einem Oscar als auch einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, hat als Molly Thomas, mehr als ihr Partner, mit den Schwächen des Drehbuchs zu kämpfen, meistert diese Herausforderung jedoch durchaus passabel. Eine ordentliche Leistung liefert auch Edward Mulhare als Forresters Psychiater Dr. Fleming ab. Nicht unwichtig für die Handlung ist zudem das Haus von Molly Thomas. Ehemals wohl eine Wassermühle, wurde es rund um ein Mühlrad gebaut. Immer wieder zeigt die Kamera aus verschiedenen Perspektiven dieses sich ständig drehende Rad, was in Verbindung mit den dazugehörigen monotonen Geräuschen einen besonderen Effekt erzielt.
Während der Film in den USA erst im Mai 1965 in die Kinos kam, erfolgte der Kinostart bei uns bereits im Dezember 1964. Allerdings zeigte das deutsche Publikum kein großes Interesse. Beim Film-Echo gingen weniger als 10 Meldungen ein.

"Der Stoff könnte aus der Feder von Edgar Allan Poe stammen. Der kleine Darstellerstab bemüht sich redlich um psychologisch-fundierte Charakterisierung der Figuren, doch der große Atem fehlt. Ganz abgesehen davon, dass es manchmal wahrlich schwer fällt, den Reaktionen gläubig zu folgen." (Film-Echo 1965)

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