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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.904

01.04.2019 14:10
Ein Mann geht seinen Weg (1961) Zitat · Antworten

EIN MANN GEHT SEINEN WEG (THE NAKED EDGE)
GB/USA (1961) - R: Michael Anderson - DE: 12.9.1961 - FSK 16 - V: United Artists
Darsteller: Gary Cooper, Deborah Kerr, Eric Portman, Diane Cilento, Peter Cushing, Michael Wilding



Als Hauptbelastungszeuge schickt George Radcliffe, Geschäftsführer eines Speditionsunternehmens, mit seiner Aussage den ehemaligen Mitarbeiter Donald Heath, angeklagt des Mordes und des Diebstahls von 60.000 Pfund, lebenslänglich hinter Gitter. Zwar befand sich Heath zur Tatzeit in der Firma und wurde, als er flüchtete, im Heizungskeller gefasst, das gestohlene Geld fand man jedoch nicht und der Angeklagte beteuert bis zuletzt seine Unschuld.
Sechs Jahre später ist Radcliffe ein erfolgreicher Geschäftsmann, der mit seiner Frau Martha in einer vornehmen Villa residiert. Durch Zufall fällt Martha ein Brief in die Hände, in dem ihr Mann bezichtigt wird, den damaligen Mord aus Geldgier selbst begangen zu haben. Als sie George auf die Sache anspricht, verhält er sich seltsam. Im Nachhinein erinnert sie sich plötzlich an Dinge, die ihn verdächtig erscheinen lassen und ihr Misstrauen wächst von Tag zu Tag. Der Gedanke, womöglich mit einem Mörder zusammen zu leben, lässt sie nicht mehr los und sie versucht auf eigene Faust die Wahrheit herauszufinden.

"The Naked Edge" war der letzte Kinofilm von Hollywoodstar Gary Cooper, der damals bereits zwei Krebsoperationen hinter sich hatte. Regisseur Michael Anderson, der 1958 den Thriller "Flüsternde Schatten" inszenierte, leistet sich zwar ein paar kleine Ausrutscher ins Melodramatische, beweist ansonsten aber ein feines Gespür für Spannungsaufbau und Atmosphäre. Unterstützt wird er von seinen beiden Hauptdarstellern - Gary Cooper als Radcliffe und Deborah Kerr als dessen zweifelnde Ehefrau - die mit ausgezeichneten Leistungen glänzen. Aber auch Diane Cilento (die von 1962 bis 1973 mit Sean Connery verheiratet war) kann als Frau des verurteilten Donald Heath überzeugen. Peter Cushing als Ankläger vor Gericht weiß sich ebenfalls gut in Szene zu setzen. Einzig die überaus dramatische Musik wirkt an etlichen Stellen etwas unpassend und aufdringlich und mindert den ansonsten ordentlichen Gesamteindruck ein wenig.

"Ein bis auf den reißerischen Schluss bemerkenswert niveau- und spannungsvolles Kriminalspiel." (Filmdienst)

"Ein Kriminalreißer, dessen verhältnismäßig einfältige Handlung durch eine raffinierte Verschleierungstaktik und eine gute Schwarzweiß-Fotografie eine ebenso geschickte wie attraktive Verpackung erhielt. Die Lösung des Falles führt durch ein Labyrinth doppeldeutiger Szenen. Die Kamera weidet sich an den luxuriösen Interieurs einer Prachtvilla ebenso wie an den lichtlosen Häuserfronten eines Londoner Arme-Leute-Viertels. Gary Cooper als verdächtiger Ehe- und Geschäftsmann und Deborah Kerr als seine zwischen Liebe und Argwohn schwankende Frau meistern ihre Hauptrollen mit Talent und viel Erfahrung." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 3,5 (31 Meldungen) / Erstnote: 2,4
Frankreich: 1.057.389 Besucher (Paris: 245.225)
Italien: Platz 35 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison

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