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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.807

08.01.2019 13:47
Mörderisch (1961) Zitat · Antworten

MÖRDERISCH (HOMICIDAL)

USA 1961 - Regie: William Castle - DE: 15.8.1961 - FSK 18 - Verleih: Columbia
Darsteller: Jean Arless (aka Joan Marshall), Glenn Corbett, Patricia Breslin, Richard Rust



In dem kleinen kalifornischen Städtchen Solvang treibt ein psychopathischer Killer sein Unwesen. Erst als ein düsteres Familiengeheimnis aufgedeckt wird, kommt es zur überraschenden Entlarvung des Täters.

"Der Krimi-Schocker mit Schreckens-Pause"
Mit "Mörderisch" wandelte der amerikanische Horrorfilmer William Castle auf den Spuren von Alfred Hitchcock, der damals mit seinem Nervenkitzler "Psycho" weltweit Aufsehen erregt hatte. Zum deutschen Kinostart, der nur 2 Monate nach der Uraufführung in den USA erfolgte, kam Castle zu einer kleinen Promotiontour nach Good Old Germany. Der Columbia-Verleih hatte bereits im Vorfeld mit umfangreichen Werbekampagnen in den Premierenstädten versucht, das Interesse des Publikums anzuheizen.
Am 15.8.61 war Stuttgart der erste Ort, an dem der Gag mit der "Schreckenspause" während der Vorführung getestet wurde. Kurz vor dem Ende des Films - in der 78. Minute - gab man ängstlichen Besuchern die Möglichkeit, den Kinosaal zu verlassen und das Eintrittsgeld zurückzufordern. Doch niemand wollte die knallige Schlusspointe versäumen. Weitere Orte der Promo-Tour waren Mannheim, Frankfurt und Köln.

"William Castle versteht das Geschäft, seine Ware an den Mann zu bringen, offensichtlich noch ein bißchen besser als das Handwerk. Immerhin: Die Art der Inszenierung und die annehmbare Qualität der Schauspieler erheben "Mörderisch" über das durchschnittliche Niveau dieses Genres. Bedauerlicherweise arbeitet Drehbuchautor Robb White vorwiegend mit Bluff an Stelle von Logik. Legt man nach dem gelinden Schrecken eine Pause ein, dann zerplatzt die Story wie eine Seifenblase. Schade. Sie schillerte so schön.
Der Regisseur Castle weiß das makabre Spiel mit kleinen Symbolen und großen Messern aufzupulvern. Da mordet eine Blondine ziemlich ungeniert; eine gelähmte alte Frau, mehr Mumie als Mensch, durchgeistert die Szenerie und das Aussehen und Benehmen eines jungen Millionen-Erben geben mannigfache Rätsel auf. Der Kameramann bevorzugt Nahaufnahmen unter dem Motto: Pst,pst, hinter Ihnen steht einer ...! Die interessantesten Leistungen kommen von Jean Arless, einem Mädchen mit eiskalten Augen, und Eugenie Leontovich als Prunkstück der schauerlichen Geschichte."
(Film Echo, 1961)

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