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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.640

24.09.2018 14:16
Bei Vollmond Mord (1961) Zitat · antworten

BEI VOLLMOND MORD - (LYCANTHROPUS)
Italien (1961) - Regie: Paolo Heusch - DE: 10.8.1962 - FSK 16 - Verleih: Austria
Darsteller: Barbara Lass, Carl Schell, Curt Lowens, Luciano Pigozzi, Maurice Marsac



Julian Olcott tritt in einem Institut für schwer erziehbare Mädchen seinen Dienst als Biologielehrer an. Kurz darauf wird eine der Heiminsassinnen in der Nähe des Anwesens tot aufgefunden. Aufgrund der merkwürdigen Verletzungen geht die Polizei davon aus, dass sie von Wölfen angefallen wurde, die in den umliegenden Wäldern hausen. Eines der Mädchen findet heraus, dass die Tote jemanden erpresste und stellt auf eigene Faust heimlich Nachforschungen an. Als es weitere mysteriöse Todesfälle gibt, gerät auch Lehrer Olcott in Verdacht, denn es gibt einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit.

Der Austria-Verleih bewarb den Film folgendermaßen:
"Eine Besserungsanstalt für junge Mädchen wird zum Schauplatz einer atemberaubenden Handlung, wie sie Edgar Wallace nicht besser hätte ersinnen können."

"Bei Vollmond Mord" ist ein italienisches Gruselfilmchen, das sich - wie der Originaltitel verrät - mit der Werwolf-Thematik befasst. Das Drehbuch schrieb Ernesto Gastaldi. Ein paar gelungene Sequenzen verbreiten durchaus ein gewisses Wallache-Feeling. Dazu gehören die atmosphärischen Nachtaufnahmen oder Mädchen, die von einer unheimlichen Gestalt verfolgt und bedroht werden. Aber auch ein nächtlicher Eindringling im Schlafsaal oder Internatszöglinge, die aus dem Fenster seltsame Vorkommnisse beobachten. Statt der Rufe von Käuzchen hört man hier allerdings das Heulen der Wölfe. Wie bei Wallace steht für das Mitraten bei der Suche nach dem Täter eine Reihe von verdächtigen Personen zur Auswahl.
Der Auftakt ist recht stimmungsvoll und der erste Mord im nächtlichen Wald kann sich durchaus sehen lassen. Ansonsten geht es hinsichtlich Gewaltdarstellungen eher gemäßigt zu, was sicher auch am frühen Entstehungsjahr liegt. Leider steigt zum Ende des Films - bedingt durch das Thema - der Trash-Pegel beträchtlich an, was aber für das damalige Publikum möglicherweise recht unterhaltsam gewesen sein mag.
Die weibliche Hauptdarstellerin Barbara Lass, damals 21 Jahre alt, stammt aus Polen und war die erste Ehefrau von Roman Polanski. Später war sie mit Karlheinz Böhm verheiratet. Zu ihrer darstellerischen Leistung in diesem Film meint die Film-Echo-Kritik,"dass sie nicht nur ein apartes, sondern auch ein recht begabtes Persönchen sei". Die Schauspielerin wirkte auch in einigen deutschen Filmen mit, z.B. "Serenade für 2 Spione" (1965) oder "Der Pfarrer von St. Pauli" (1970)
Den Lehrer Olcott spielt der Österreicher Carl Schell, der Bruder von Maria und Maximilian. Es war sein erster größerer Leinwandauftritt. Ihn kennt man auch aus der Krimi-Serie "Butler Parker".

Film-Echo-Note: 4,0 (14 Meldungen).

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