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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.640

04.09.2018 16:27
Unter glatter Haut (1959) Zitat · antworten

UNTER GLATTER HAUT - (UN MALEDETTO IMBROGLIO)- DDR-Titel: Was geschah in der Via Merulana?
Italien 1959 - Regie: Pietro Germi - DE: 31.3.1961 - FSK 16 - Verleih: Atlas
Darsteller: Pietro Germi, Claudia Cardinale, Franco Fabrizi, Eleonora Rossi-Drago, Cristina Gajoni, Claudio Gora, Nino Castelnuovo



Ein Einbrecher stiehlt aus dem Appartment des Kunstsammlers Anzaloni wertvolle Schmuckstücke. Kurz darauf geschieht in der Nachbarwohnung ein Mord. Kommissar Ingravallo vermutet einen Zusammenhang. Bei den Ermittlungen und Verhören stößt man bald auf Widersprüche und Unwahrheiten und die mühsam aufrecht erhaltenen Fassaden bürgerlicher Anständigkeit beginnen bei einigen Beteiligten zu bröckeln.



Ein sozialkritischer Krimi mit moralischen Akzenten, der trotz nur mäßiger Spannung zu fesseln vermag. Gezeigt wird in erster Linie die übliche Routinearbeit der Polizei, die aus Spurensicherung, Verhören, Observierungen und dergleichen besteht. Die Entlarvung des Mörders erfolgt erst ganz zum Schluss und gibt dem Ende des Films eine leicht tragische Note.
Pietro Germi führt nicht nur Regie, er spielt auch den Kommissar. Claudia Cardinale ist hier in ihrer ersten größeren Rolle zu sehen. Als Assuntina ist sie das Dienstmädchen des späteren Mordopfers Signora Banducci, dargestellt von Eleonora Rossi-Drago. Kurz vor ihrem Tode änderte diese ihr Testament. Ihr Ehemann, gespielt von Claudio Gora, wusste nichts davon. Verdächtig ist auch Franco Fabrizi, ein Arzt mit eigentümlicher Praxis, der die Tote fand und heimlich einen Brief an sich nahm. Ferner ist noch Cristina Gajoni dabei, die ein Verhältnis mit dem Ehemann der Toten hatte, sowie Nino Castelnuova, der den Freund von Assuntina spielt.
Der Film, der auf einem Roman basiert, gilt heute als Klassiker des italienischen Kriminalfilms und wurde seinerzeit mit dem "Globo d´oro" ausgezeichnet. Bei uns erhielt er das Prädikat "wertvoll".

Ein Auszug aus der Film-Echo-Kritik:
"Der Stoff, den sich Pietro Germi für Regie und Hauptrolle aussuchte, verpackt die Anklage gegen die morbide Gesellschaft in einen Kriminalfall. Die Inszenierung ist schlicht und über jeden Tadel erhaben. Germi hält mit der ihm eigenen Stilsicherheit den sachlichen Reportageton ohne Schwankungen durch. Leonida Barboni an der Kamera unterstützt die Intentionen des Regisseurs in hohem Maße. Als Hauptdarsteller reiht sich Germi in ein Ensemble ein, das vortefflich besetzt ist."

In Deutschland hatte der Film 706.000 Besucher (Quelle: Atlas-Filmverleih)
Italien: Platz 78 der jährlichen Erfolgsrangliste.

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