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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.616

09.05.2018 16:35
Die junge Sünderin (1960) Zitat · antworten

Die junge Sünderin - BRD 1960 - Regie: Rudolf Jugert - Produktion: Kurt Ulrich - Herstell.-Ltg.: Heinz Willeg - FSK: 16 - Verleih: Europa
Deutscher Erstaufführung: 28.10.1960
Darsteller: Karin Baal, Vera Tschechowa, Rudolf Prack, Paul Hubschmid, Grethe Weiser, Rainer Brandt, Peter Thom, Lore Hartling, Albert Bessler, Bum Krüger, Peter Vogel, Ralf Wolter



Das Mädchen Eva stammt aus kleinen Verhältnissen, während ihre gleichaltrige Freundin Carola in einer schicken Villa mit Dienstboten lebt. Reichtum und Luxus sind Dinge, die auch Eva gefallen. Deshalb ist ihre Freude groß, als Carola sie einlädt, bei ihr zu wohnen. Sie merkt bald, dass Carolas Vater, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der schon länger Witwer ist, ein Auge auf sie geworfen hat. Diese Chance will sie nutzen. Doch während sie von einem Leben an seiner Seite träumt, sucht er nur eine heimliche Affäre. Als Eva dann einen jungen Mann kennenlernt, in den sie sich zum ersten Mal wirklich verliebt, ist es ausgerechnet Carolas Freund.



Der Titel ist mal wieder irreführend, denn darauf, dass Eva zur Sünderin wird, wartet man vergebens. Sie ist ein modernes Mädchen, das sich seiner Wirkung auf Männer bewusst ist. Doch unmoralische Angebote von Vorgesetzten und damit verbundene finanzielle Vorteile lehnt sie entschieden ab. Karin Baal verkörpert ihre Rolle durchaus glaubhaft, kann aber vor allem in den Szenen mit dem Studenten Robert, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, überzeugen. Dieser Student ist Rainer Brandt, der hier ausnahmsweise mal keinen windigen Charakter mit krimineller Energie spielt. Vera Tschechowa als Carola verblasst neben Karin Baal, was aber auch der kleineren und uninteressanten Rolle - brave Tochter aus gutem Hause - geschuldet sein mag. Rudolf Prack ist als Carolas Vater zu sehen, der Eva zu seiner heimlichen Geliebten machen will, obwohl er mit einer altersmäßig zu ihm passenden Frau liiert ist. Während Paul Hubschmid als millionenschwerer Industrieller Eva davor bewahrt, vom Wege abzukommen, sorgen Grethe Weiser und Peter Thom als Mutter und Bruder für ein paar Pointen. Und der aus Belgien stammende Tony Sandler trällert dazu einen Schlager mit dem Titel "Es muss ja nicht gleich Liebe sein".
"Die junge Sünderin" ist nicht mehr als Durchschnittsware und folgt den üblichen Schablonen des deutschen Filmschaffens jener Jahre. Ein Wiedersehen mit ein paar Wallace-Stars lässt darüber hinwegsehen.

Die Film-Echo-Kritik konnte dem Film nichts abgewinnen:

"So geschickt und spekulativ wie der Titel, ist auch das Thema für das anspruchslose breite Publikum konstruiert. Der süßlich-faule Cocktail der Gefühle ist dabei nicht ungeschickt für sentimentale Seelen zurechtgemixt. Viel Rührung und am Rande kleine Späße, um die falschen Tränen fortzulachen. Ein Unterhaltungsfilm, der ganz für die Kasse gemacht wurde und der in dieser Hinsicht - aber nur in dieser - die Erwartungen erfüllen dürfte."

Film-Echo-Endnote: 3,7 bei 62 Meldungen (Erstnote: 3,3)

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