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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 785 mal aufgerufen
 Romane
Seiten 1 | 2
Savini Offline



Beiträge: 445

07.07.2021 09:59
#16 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #15
Zumindest der Film läßt (beim Telefonat Wells/Blonberg) bzgl. Wells' Täterschaft bei den Morden keine Zweifel. Da sagt der große Boss schließlich:

"SIE sollten Hales Tod doch nur vortäuschen. Und SIE hatten auch KEINE Anweisung, Radlow zu töten."

Schon klar. Im gewissen Sinne ist dieses Telefonat eine Zusammenlegung zweier Elemente aus dem Buch: Dem Gespräch zwischen Wells und Leigh (ein anderer Teil daraus wurde in das Telefonat nach dem Gespräch zwischen Maler und Wärter gelegt, ohne Leigh vollständig zu enttarnen) und dem Schreiben, das der Arzt später erhält und dessen Inhalt der Leser nur vermuten kann.
Wiedmann scheint es zumindest so interpretiert zu haben, dass die Morde tatsächlich Eigenmächtigkeiten waren. Die Frage wäre eben, ob das aus dem Roman so hervorgeht oder "nur" nahegelegt wird.

Count Villain Online




Beiträge: 4.496

07.07.2021 18:12
#17 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #14
Wenn er aber den Tod von Hale eingeplant hatte, hätte Leith nach den Gesetzen des Wallace-Kosmos eigentlich eine Bestrafung verdient, da es sich hier weder um "gerechtfertigte" Rache noch um Selbstjustiz handelte.


Kommt im "Engel des Schreckens" die Täterin/Anstifterin nicht auch davon, ohne dass es Rache oder Selbstjustiz war? Wobei ich den Roman nie gelesen habe.

Savini Offline



Beiträge: 445

07.07.2021 18:40
#18 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Ich kenne beim "Engel" auch nur das Europa-Hörspiel, das nicht unbedingt Lust macht, den Roman zu lesen.
Sicher gibt es auch andere Fälle, bei denen am Ende ein Auge zugedrückt wird, etwa beim "Unheimlichen"; aber dort ist die betreffende Figur niemand, der an einem Mord zumindest mitschuldig wurde.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 549

07.07.2021 21:43
#19 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Wallace hat nun mal den den "Gerissenen" davon kommen lassen. Warum, weiß nur er allein. Hat eben auch mal seine eigenen Regeln durchbrochen. Ebenso auch den bestechlichen Inspektor Rouper. Während etwa Marborne aus Der Mann von Marokko mit einer Meuchelschlinge um den Hals oder Tetley aus Gangster in London mit einer Bleikugel im Kopf endeten, kam Rouper außer ein paar an den Kopf geworfenen Gehässigkeiten seitens Chefinspektor Bourke sehr glimpflich davon. In der Realität werden eben Verbrecher auch nicht immer bestraft. Wobei Bourke, wenn auch im Dienste der Gerechtigkeit, sich auch erheblich über die Vorschriften hinweg setzte. Als Ausgleich hat er eben auch die Ganoven mehr geschont als sonst. Wobei ja Wells sein Ende fand, wenn auch nicht durch das Gesetz. Ich finde das Buch auch aus diesen Grunde durchaus reizvoll, ebenso wie die schon beschriebenen unterschiedlichen Sichtweisen, einmal von Seiten Janes, dann wieder von Bourke und sogar längere Zeit aus Sicht von Wells. Auch die Fälscherorganisation mit dem sehr initiativen Dr. Wells (mehr Hauptperson als Leith) sowie die darin eingebundene klassische Erbenintrige sind mehr als nur Standard und zeugen durchaus von Wallace` Phantasie und Können, finde ich.

Und ja, auch der "Engel des Schreckens" kam ohne Strafe davon. Ich glaube, sie hatte sich zum Schluss an einen Berberhäuptling rangemacht - ein ähnliches wildes und rücksichtslosen Naturell wie sie.
Wallace hat manchmal Schurken oder ihre Helfer verschont. Mr. Reeder hat die die Tochter seines Erzfeindes John Flack, Olga Crewe, auch verschont, obwohl die ihn auch in eine Falle locken wollten, wenngleich sicher nicht ganz freiwillig.

Savini Offline



Beiträge: 445

07.07.2021 23:08
#20 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #19
Wobei Bourke, wenn auch im Dienste der Gerechtigkeit, sich auch erheblich über die Vorschriften hinweg setzte. Als Ausgleich hat er eben auch die Ganoven mehr geschont als sonst.

Was noch gar nicht erwähnt wurde: Am Ende erklärt Bourke, nun seinen Abschied nehmen zu müssen, da er "zwei Herren gedient" und damit seine Pflichten verletzt habe. Interessant, dass er bei Leith und Rouper Milde walten lässt, aber dafür so hart in eigener Sache entscheidet.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 549

09.07.2021 21:52
#21 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #20
Was noch gar nicht erwähnt wurde: Am Ende erklärt Bourke, nun seinen Abschied nehmen zu müssen, da er "zwei Herren gedient" und damit seine Pflichten verletzt habe. Interessant, dass er bei Leith und Rouper Milde walten lässt, aber dafür so hart in eigener Sache entscheidet.n

Soweit ich mich erinnere: Allerdings hat er sich bemüht, die Härte gegen sich selbst abzufedern, indem er seinem Freund Peter zu verstehen gab, dass er durchaus nichts gegen ein "Geschenk" einzuwenden hätte. Tja, irgendwie waren halt doch alle hinter Cliftons Geld her.
Die an sich vorlagentreue Verfilmung hat die zahlreichen "Grauzonen" der Hauptfiguren natürlich nicht so rübergebracht, hier war mehr das typische Gut und Böse mit scharfer Trennlinie gefragt.

Savini Offline



Beiträge: 445

10.07.2021 08:35
#22 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #21
Allerdings hat er sich bemüht, die Härte gegen sich selbst abzufedern, indem er seinem Freund Peter zu verstehen gab, dass er durchaus nichts gegen ein "Geschenk" einzuwenden hätte.

Natürlich. Aber theoretisch hätte er auch das "Geschenk" annehmen und trotzdem weiter Beamter bleiben können, wenn sein Pflichtgefühl etwas "dehnbarer" wäre.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #21
Tja, irgendwie waren halt doch alle hinter Cliftons Geld her.

In Bezug auf Bourke habe ich das noch gar nicht so gesehen.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.597

15.05.2022 10:35
#23 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Bewertung des Romans "Der Fälscher von London" gespiegelt an der Verfilmung von 1961

Edgar Wallace Forum : Rangliste "Bestes Edgar Wallace Roman / Buch" (Dr. Oberzahn)

Platz 01 - Der rote Kreis (1922) -2 WT8 9
Platz 02 - Die toten Augen von London (1924) WT7 9
Platz 03 - Das Gasthaus an der Themse (1929) WT11 14
Platz 04 - Die Tür mit den sieben Schlössern (1926) WT6 10
Platz 05 - Der Frosch mit der Maske (1925) -1 WT5 10
Platz 06 - Der grüne Bogenschütze (1923) -4 WT3 9
Platz 07 - Die Bande des Schreckens (1926) -3 WT4 10
Platz 08 - Der Rächer (1926) WT1 9
Platz 09 - Der Fälscher von London (1927) WT2 11
Platz 10 - Das indische Tuch (1932) WT17 27
Platz 11 - Gangster in London (1932) WT4 15
Platz 12 - Die seltsame Gräfin (1925) WT9 21
Platz 13 - Zimmer 13 (1924) WT20 33
Platz 14 - Neues vom Hexer (1929) WT21 35
Platz 15 - Der Safe mit dem Rätselschloß (1928) WT13 28
Platz 16 - Das Geheimnis der gelben Narzissen (1920) WT16 32
Platz 17 - Der schwarze Abt (1926) WT12 29
Platz 18 - Die gelbe Schlange (1926) WT14 32
Platz 19 - Der unheimliche Mönch (1929) WT22 41
Platz 20 - Der Hexer (1926) WT19 39
Platz 21 - Das Verrätertor (1927) WT15 36
Platz 22 - Der Zinker (1927) WT18 40

Edgar Wallace Forum : Werktreue der Edgar Wallaceverfilmungen (Abweichend darf der Geist des Romans auch als Add on nicht unberücksichtigt sein - Savini)

Platz 01 - Der Rächer (5.8.1960) FSK 16 Drehbuch Gustav Kampendonk, Rudolf Carter 2,5 Mio Tragende Rollen Ingrid van Bergen, Benno Sterzenbach, Siegfried Schürenberg, Friedrich Schönfelder
Platz 02 - Der Fälscher von London (15.8.1961) FSK16 Drehbuch : Johannes Kai 2 Mio Tragende Rollen Victor de Kowa, Mady Rahl, Walter Rilla, Josef Offenbach
Platz 03 - Der grüne Bogenschütze (3.2.1961) FSK12 Drehbuch : Wolfgang Menge & Wolfgang Schnitzler 1,7 Mio Tragende Rollen Gert Fröbe, Wolfgang Völz
Platz 04 – Die Bande des Schreckens (25.8.1960) Savini : Kreis besser FSK16 Drehbuch : J.J. Bartsch & Wolfgang Schnitzler 3,2 Mio Tragende Rollen Elisabeth Flickenschild, Fritz Rasp, E.F. Fürbringer, Alf Marholm
Platz 05 - Der Frosch mit der Maske (4.9.1959) FSK16
Platz 06 - Die Tür mit den sieben Schlössern (1962)
Platz 07 - Die toten Augen von London (1961)
Platz 08 - Der Rote Kreis (22.8.1959) Savini : Kreis besser Drehbuch : Trygve Larsen, Wolfgang Menge 1,9 Mio Tragende Rollen Renate Ewert, Fritz Rasp, E.F. Fürbringer
Platz 09 - Die seltsame Gräfin (1961) Besser (Count + Savini)
Platz 10 - Das Rätsel der roten Orchidee (1962)
Platz 11 - Das Gasthaus an der Themse (1962)
Platz 12 - Der Schwarze Abt (1963)
Platz 13 - Die Gruft mit dem Rätselschloss (1964)
Platz 14 - Der Fluch der gelben Schlange (1963)
Platz 15 - Das Verrätertor (1964)
Platz 16 - Das Geheimnis der gelben Narzissen (1961)
Platz 17 - Das indische Tuch (1963)
Platz 18 - Der Zinker (1963)
Platz 19 - Der Hexer (1964)
Platz 20 - Zimmer 13 (1964)
Platz 21 - Neues vom Hexer (1965)
Platz 22 - Der unheimliche Mönch (1965)


Bewertung Roman "Der Fälscher von London" Ungekürzte Ausgabe Weltbild Auflage 1980, 32 Kapitel, 274 Seiten. Dies im Vergleich zur bekannten Verfilmung von 1961
Dabei Fokus auf mir wichtige Abweichungen zur Verfilmung und vorrausgesetzt, daß man die Verfilmung kennt!

Kapitel 1 : Peter Clifton ist bei Dr. Wells und erzählt ihm wie er Jane kennenlernte, daß er nicht um sie warb, sondern 100.000 Pfd versprach Leigh gegenüber und daß Jane nach der Hochzeit nach Longford Manor möchte. Als Peter weg ist kommt Seargeant Rouper
und erzählt Dr. Wells von einer falschen 50 Pfd Note mit seinem Stempel. Wells Sagt Rouper, daß sie von Peter Clifton ist. Nachdem Rouper ging, fragt sich Dr. Wells wie sein Stempel darauf kommen konnte!
Kapitel 2 : Jane spricht mit Leigh, der bestätigt, daß sie reich sind. Leigh ist auch ein großer Künstler. Er möchte Jane versorgt wissen. Leigh hält nichts von Basil. Jane ist traurig, daß die Radierung die Peter ihr schenkte bei Leigh verschwunden ist. Es ist 48h vor der
Hochzeit. Basil kommt vorbei und möchte mit Jane auf den Künstlerball. Leigh geht verärgert mit Basil in sein Arbeitszimmer. Peter klingelt und redet mit Jane. Er ist nicht so selbstsicher wie Dr. Wells und lustig wie Basil. Sie löse ihre Verlobung nicht.
Als Leigh und Basil kommen gehen Peter und Jane mit Basil auf den Künstlerball!
Kapitel 3 : Peter und Jane werden getraut. Dann Empfang in der Avenue Road. Peter soll eine schlechte 5Pfd Note in Umlauf gebracht haben. Am Vortag eine solche 50 Pfd Note. Basil Hale schüttelt Peter die Hand. Im Auto sagt Peter zu Jane, Longford Manor sei eine gute
Idee von Jane. Er hätte etwas anderes vorgeschlagen. Jane sagt, Marjori sei in Peter verliebt. Er wüßte es. Er überweist Jane dort angekommen 100.000 Pfd. Er sagt es verschafft einem was man will! Sie sagt, du glaubst doch nicht daß ich dich liebe. Nein, die
Antwort lautet : Ich hoffte es. Er sagt, ich will nichts haben wofür ich gezahlt habe. Ich will nur haben was du mir geben kannst! Das ist garnichts sagt sie. Er sagt, dann müssen wir eben einen Monat totschlagen. Rouper kommt vorbei. Er legt eine Handtasche mit Geld
auf den Tisch die Peter im Bahnhof in ein Gepäckfach gegeben haben soll. Das Geld ist falsch. Peter stellt Rouper in den Senkel! Peter sagt Rouper hätte ihn schon einen Monat beobachtet. Jane stellt nun fest daß Peter "ein anderer geworden ist", etwas das
sie an ihm vermisste. Rouper geht mit den Beamten. Peter sagt Jane, er denkt daß Rouper Nebengeschäfte mache. Morgens gehen Peter und Bourke durch den Park und finden Fußspuren im Blumenbeet. Peter geht in die Bibliothek und Jane erhält Besuch im
Schlaf. Jemand versucht sie zu küssen.
Kapitel 4 : Jane flüchtet und öffnet Peters Zimmer. Er liegt im Bett und wacht auf. Beide wissen nicht wer es war. Am nächsten Tag kommt Bourke vorbei. Gegen Abend Mrs. Anderson, die Köchin die Peter wohl öfters besuchte. Sie kommt mit ein paar Schaustellern. Sie
erzählt Jane, daß Peter sein Geld zu Unrecht habe und es ihr und ihrem Sohn gehöre.
Kapitel 5 : Anderson macht Peter und Jane die Szene wie im Film. Peter nimmt sie aleine mit in die Bibliothek. Dr. Wells kommt vorbei. Als Anderson geht redet er unter "vier Augen" mit Peter und fährt auch wieder. Für Abends hat sich Bourke angekündigt. Jane erhält
einen Brief von Hale. Dieser schien jedoch vorher geöffnet worden zu sein. Ein Nachsatz endet ohne Sinn.
Kapitel 6 : Jane streitet mit Peter über den Brief, den er öffnete.wohl um festzustellen ob Basil ihn schrieb. Dann kommt Bourke und beantwortet Janes Fragen zum Gerissenen. Nachts wird Jane wach und sieht Peter hinter der Bibliothek durch eine Geheimtür : Peter vor
einer laufenden Druckerpresse.
Kapitel 7 : Jane denkt Peter ist der Gerissene. Die Szene wie im Film, wo sie nach ihm ruft und er aus "der Diele" kommt. Jane erfährt von Blonberg und kommt im Gespräch Peter wieder näher.
Kapitel 8 : Dr. Wells kommt und wird übernachten. Jane schreibt einen Brief an Basil Hale. Später trifft sie ihn im Garten. Er erzählt ihr, daß Peter der Sohn des Verrückten Welerson ist. Peter kommt kurz darauf dazu, doch Jane und Basil sagen davon nichts. Peter
fängt eine Rauferei mit Basil an, Jane geht ins Haus
Kapitel 9 : Fr Anderson mit 2 Dienstmädchen und einem Chauffeur gibt zuviel Geld aus, besucht Blonberg und erhält von ihm Geld. Er droht ihr, daß Basil, ihr Sohn, nicht mehr nach Longford Manor gehen soll. Am nächsten Morgen ließt sie in der Zeitung, daß er in
Herfordshire ermordet wurde.
Kapitel 10 : Rückblende : Marjorie kommt auch und Dr. Wells und sie bleiben über Nacht. Jane erzählt Marjori vom Besuch Hales und was er ihr sagte. Marjorie schien das nicht zu wissen und meint vielleicht sei Peter der Gerissene.
Kapitel 11 : Marjorie und Jane unterhalten sich weiter. Marjorie erzählt wieder wie sehr sie Peter liebt. Jane schreibt ihrem Vater einen Brief. Er soll sie abholen, verbrennt ihn aber. Jane erzählt Marjorie was Basil ihr über Peter sagte, er sei der Gerissene. Marjorie sagt,
daß er nicht mehr lange leben würde. Nachts kommt Marjorie zu Jane aufs Zimmer.
Kapitel 12 : Marjorie erzählt Jane von Dr. Wells Vergangenheit und daß er seine Existenz einem Mr. Looker zu verdanken hat. Für Jane wird Wells zum Ekel. Auch daß er Patienten nicht mehr ins Ausland (Wiesbaden) schickt, da sie dort geheilt würden. Dann ein Schrei.
Sie hören danach auch Geräusche im Haus. Marjorie hält Jane im Zimmer. Später als sie weg ist, geht Jane in Peters Zimmer. Er ist völlig betäubt. Am Fenster eine Leiter. Blut an ihm und an seiner Kleidung. Ein Hammer den sie im Ofen verbrennt. Sie kleidet
ihn neu ein. Die alten Klamotten + Hammer legt sie in einen Koffer in ihrem Zimmer. Später draußen ruft sie den Gärtner. Basil Hale erschlagen an einer Mauer.
Kapitel 13 . Wie im Film. Nur Jane ruft Bourke an, soll kommen weil ... Und Marjorie fragt Jane ob sie Peter entkleidet hat.
Kapitel 14 : Im Gespräch Wells, Marjorie, Jane, sagt Wells, daß er Rouper informiert hat. Später zeigt sich sogar schon über die Prügelei am Vortag. Wells ist nicht erfreut, daß Jane Bourke anrief. Rouper geht mit Wells zum Toten. Später sagt Jane Peter daß sie ihn anzog
und ihn bei der Druckerpresse gesehen hatte. Peter vertraut sich ihr an, sagt ihr jedoch, daß sie Bourke nur von dem Streit erzählen soll. Jane sagt, er solle sich Wells vom Leibe schaffen. Bourke kommt und erzählt daß Hale um 1:00 Uhr der Polizei vom
Gerissenen und der Druckerpresse in Longford Manor berichtet hatte.
Kapitel 15 : Sie besichtigen die Kammer. Bourke ließt die Zeitung über den Mord und ruft sofort die Zeitung an. Fasst wie im Film : Anderson kommt und macht vor Peter und Jane und Bourke die Szene. Peter erwähnt noch, daß er zu Radlow möchte.
Kapitel 16 : Bourkes Freundschaft zu Peter erzählt er Jane im Wagen. Er mußte ihn auf Distanz halten, da er nicht weiß was er von seinem verrückten Vater Welerson geerbt haben mag! Daß Basil am meisten von Peter wußte und Radlow Peters Vormund ist.
In Peters Stadtwohnung angekommen trifft Jane auf Radlow (er spricht wie im Film auch inhaltlich). Peter soll ihn anrufen. Radlow geht, Leigh kommt. Jane erzählt Leigh von ihrem Gespräch mit Radlow. Ein Reporter besucht sie später. Dabei stellt sich heraus,
daß etwas falsches in der aktuellen Zeitung abgedruckt war, daß Jane u.a. Peter nicht nach dem Schrei in seinem Zimmer vorgefunden habe. Sir William Clewers, ein Psychater soll bei Peter gewesen sein.
Kapitel 17 : Jane verabschiedet den Journalisten. Sie packt die "Blut-Klamotten & Hammer" in ein Bündel. Dann kommt Bourke. Wie im Film bietet er an für Arme Kleider und Werkzeug zu sammeln.
Kapitel 18 : Wie im Film finden Jane & Bourke im Wandtresor das Tagebuch und Bourke nimmt dies mit dem Bündel mit. Rouper kommt, der bei einer Hausdurchsuchung nichts findet und wieder geht. Als Jane mit Peter telefoniert stellt sie fest, daß er garnicht die Zeitung
angerufen haben kann und kein Tagebuch kennt. Sie ist erleichtert.
Kapitel 19 : Mrs. Anderson ruft sie an, danach wie im Film, es spricht eine Wärterin. Jane fährt zu ihrem Familienwohnhaus. Leigh ist recht verstört und verwundert, daß Jane Peter liebt. Sie fährt wieder zu Peter zurück. Zuvor sagt ihr die Haushälterin, daß Leigh das obere
Stockwerk für Ihre Rückkehr renovierte!
Kapitel 20 : Jane erhält zwei Briefe. Leigh teilt ihr mit, daß Marjorie einen Nervenzusammenbruch hatte und verreiste. Peter schrieb ihr und Marjorie schrieb ihr, daß sie sich mit ihr Jane treffen möchte?! Jane fährt zu Blonberg wie im Film. Sie erfährt nichts über den Besitzer.
Bourke, als er sie beim verlassen trifft, erzählt es ihr. Wie im Film : Die Kleider sind weg. Zuhause telefonieren Jane + Bourke mit Dr. Wells. Marjorie sei nach Deutschland gereist. Bourke warnt Jane vor Dr. Wells und fährt nach Longford Manor. Jane erhält eine
Depeche in der steht., daß sie Dr. Wells vertrauen solle. Ohne Unterschrift von Marjorie. Abends warten Bourke und Jane auf Peter. Eine Depeche von Radlow kommt.Wie im Film: Sie fahren nach Sydenham und parken seitlich am Haus wo Peters Wagen steht.
Kapitel 21 : Wie im Film, dann: Peter ist mit Jane wieder zuhause und Bourke muß noch etwas aufklären.
Kapitel 22 : Bourke untersucht Peters Wagen, findet Zigarretten und eine Tablette. Er besucht Dr. Wells und redet mit ihm darüber.
Kapitel 23 : Wie im Film, dann : Wells schreibt einen Brief mit einem Geständnis, schickt diesen aber nicht ab. Sonst hätte ein von Bourke beauftragter Polizist ihn vor seinem Hause verhaftet.
Kapitel 24 : Peter und Jane sind zuhause. Er soll ihr von Wells Bekanntschaft berichten. Bourke stößt dazu und erwähnt einen Brunnen und daß der Gerissene in Kürze wieder Geld verteilen wird und er ihn vermutlich kennt. Als er ging sagt Peter Jane, daß wenn ihm etwas
passiert, sie sein Vermögen verwalten muß. Da kommt ihr in den Sinn, welches Spiel Leigh mit ihr treibt.
Kapitel 25 : Marjorie ist bei ihrem Mann Dr. Wells in einem Patientenzimmer eingesperrt, weil sie zuviel von ihm ausplauderte. Sie reden über Dinge die fast alle er tat und für einen anderen arbeitet. Doch er sagt er würde bald selbst "die Hebel stellen". Rouper kommt, den
er bestochen hatte. Wells läßt Marjorie aus dem Zimmer. Sie soll noch fünf Tage so wohnen bleiben. Er möchte ihr Vertrauen, ihre Hilfe zurück. Er gibt ihr Geld. Sie soll später nach USA. Er erzählt ihr, daß er mit Jane als Frau nichts anfangen kann. Er fährt
zu Leigh. Beide reden über den "Oberboß Blonberg" und über das im Film bekannt dunkle Zimmer. Als Wells geht erhält Leigh einen Anruf. Mrs. Anderson hätte auf ihrem Zimmer einen Revolver!
Kapitel 26 : Dr. Wells besucht Peter und Jane. Wells erzählt Peter es wäre besser er würde sich für verrückt erklären lassen. Peter willigt ein und Jane kommt dazu. Sie erzählt, wie im Film, daß Koryphäen Peter untersuchten und er normal sei, was Peter ebenfalls erstaunt.
Wells spricht danach noch Drohgebärden aus, bzw. verlangt Geld für sein Schweigen zum Mord an Hale. Peter weißt ihm die Tür, er geht. Jane ruft Leigh an und fragt ihn ob er Basil nach Longford Manor geschickt hätte. Er sagt ja, weil er sich über Peters
Geisteszustand nicht sicher war. Daraufhin legt Jane den Hörer auf. Sämtliche Anrufe Leighs daraufhin werden nicht angenommen. Auch wird ihm nicht geöffnet als er vorbeikommt und klingelt.
Kapitel 27 : Bourke hat eine Unterredung mit Rouper. Er erklärt ihm, daß hoffentlich nicht Peter Clifton in dem Bericht über Funde einer Druckerpresse im Brunnen genannt wird. Und das Rouper so hoffentlich die 500 Pfd von Wells für einen Verkauf eines Gegenstandes
erhalten habe. Es sei angeblich ein Bild gewesen.
Kapitel 28 : Wells und Leigh unterhalten sich. Leigh redet von einem Chef darüber. Wells versucht Leigh klarzumachen, daß Peter am besten ihn dafür bezahlt, wenn er keine Schande über Jane bringt. Wells erhält zuhause einen Brief und isst mit Marjorie zu Abend. Dann
fährt er mit einem Taxi fort. Marjorie hat alles Geld aus dem Tresor genommen und möchte Wells verlassen. Da klingelt Bourke mnit einem Polizisten am Tor.
Kapitel 29 : Jane erhält einen Brief, liest ihn mit Peter. Daraus ist zu entnehmen, daß Peter NICHT der Sohn des Welerson ist, sondern des Vetters aus erster Ehe. Marjorie kommt, ist völlig aufgelöst. Peter verschwindet, Jane folgt ihm. Sie hält im Taxi vor Blonbergs Haus.
Aus einem anderen Wagen steigt Mrs. Anderson aus.
Kapitel 30 : Rückblende: Mrs. Anderson verabschiedet sich von ihren Dienern. Nimmt eine Pistole. Mit Blonberg will sie reden. Sie geht nach oben und schießt in seinem Zimmer. Kommt zurück aus dem Haus und wird von Bourke festgenommen.
Kapitel 31 : Rückblende : Jane sieht Anderson aus Blonbergs Haus rennen in die Arme von Bourke. Dann rast ein Auto mit einem glattrasierten Mann und Peter als Beifahrer davon. Bourke findet Dr. Wells oben tot. Und einen 2-Mannaufzug der in den Keller einer Autogarage
führt. Dort soll ein Taxifahrer als Einmann-Betrieb arbeiten. Bourke macht sich auf die Suche nach Peter.
Kapitel 32 : Bourke besucht Jane im Haus Peters. Er ist nicht da. Jane zeigt Bourke den Zeitungsbericht von Dr. Wells. Peter kommt und Bourke erzählt ihm, er möchte den Dienst quittieren und lehnt kein Geld von Peter ab, das er ihm für den Ausfall gegen könnte.
Später bringt Bourke das Schriftstück von Radlow. Es klärt sich für Jane auf, wie im Film. Nur Leigh ist geflüchtet wie Peter Jane erzählt. Sie geht sich umziehen und weint sich aus. Kommt dann zu Peter und schmiegt sich an ihn.


Inspektor Bourke ist ein Querdenker und Verschwörer. Glaubt er doch nicht, was da alles um Peter inzeniert wird und in der Zeitung steht und Peter glaubt aus lauter Angst die ihm gemacht wird, gar daß er verrückt ist. Da sieht man mal was Angst bei Menschen bewirken kann. Wie gut, daß in der ganzen Verwirrung die wahren Verschwörer zur Strecke gebracht werden, Bourke sich immerhin nicht vor allen wegen seiner Einstellung gar rehabilitieren muß und Peter erfahren darf, dass er gesund ist und keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.

Anders als im Drehbuch setzt Wallace keine Akzente. Jeder Darsteller erhält hier "sein Fett weg". Alle "bösen" sind fast gleich gut. Auch die Personen sind nicht so markant wie im Film. Mir gefällt der Roman "Der grüne Bogenschütze" besser, da hier klarer Akzente gezogen werden. Das Ende vom "Fälscher" ist eigentlich viel zu schnell und undramatisch zusammengeschoben. Das ist im Film wesentlich besser geglückt. Ich finde den Roman "der grüne Bogenschütze" näher am Film (Drehbuch), Das Ende vom Fälscher ist deutlich abweichend, aber auch eben die Figuren sind im Film und das ist auch wichtiger, deutlich klarer und geradliniger.Insbesondere Bourke hat dort ein viel besseres Gesicht, was mich im Roman am Ende fast abschreckt.

Gruss
Havi17

Savini Offline



Beiträge: 445

15.05.2022 17:28
#24 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Danke für die ausführliche Besprechung!

Zitat von Havi17 im Beitrag #23
Anders als im Drehbuch setzt Wallace keine Akzente. Jeder Darsteller erhält hier "sein Fett weg". Alle "bösen" sind fast gleich gut. Auch die Personen sind nicht so markant wie im Film.

Das würde ich nicht ganz so sagen: Dr. Wells wird im Buch zwar deutlich anders beschrieben, ist aber auch eine markante Figur. Mrs. Anderson und Basil Hale stimme sehr gut mit der Beschreibung und Charakterisierung im Roman überein, im Prinzip auch Bourke, abgesehen davon, dass Siegfried Lowitz und das Drehbuch ihn etwas verschmitzter und humorvoller zeichnen.
Zitat von Havi17 im Beitrag #23
Mir gefällt der Roman "Der grüne Bogenschütze" besser, da hier klarer Akzente gezogen werden. Das Ende vom "Fälscher" ist eigentlich viel zu schnell und undramatisch zusammengeschoben. Das ist im Film wesentlich besser geglückt.

Ehrlich gesagt, finde ich das Ende im Film auch etwas knapp, was aber nicht unbedingt schlechter sein muss. Dass Mrs. Anderson ebenfalls stirbt sowie der korrupte Inspektor sowie der Drahtzieher verhaftet werden, ist natürlich moralischer, aber etwas befriedigender, da es abgerundeter wirkt und beide Figuren im Roman diese "Milde" eigentlich nicht verdient haben.
Zitat von Havi17 im Beitrag #23
Insbesondere Bourke hat dort ein viel besseres Gesicht, was mich im Roman am Ende fast abschreckt.

Dass er von sich aus seinen Abschied nimmt, da er sein Verhalten nicht mit seinen Pflichten als Beamter vereinbaren kann, wirkt tatsächlich etwas moralinsauer. Andererseits ist seine Nachsicht Rouper gegenüber dadurch umso erstaunlicher.

Savini Offline



Beiträge: 445

16.05.2022 15:38
#25 RE: Der Banknotenfälscher (1927) Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #23
Inspektor Bourke ist ein Querdenker und Verschwörer. Glaubt er doch nicht, was da alles um Peter inzeniert wird und in der Zeitung steht

So neu ist dieses Motiv auch nicht: Schon bei Arthur Conan Doyle gab es öfter Fälle, in denen für die Polizei und teilweise auch für die Presse klar war, dass als Täter nur eine bestimmte Person in Frage kommen könne ( etwa im "Rätsel von Boscombe Valley" oder beim "Baumeister von Norwood").
Wie Dr. Oberzohn in seiner früheren Besprechung hervorgehoben hat, werden in diesem Roman stärker als sonst Details der polizeilichen Ermittlung (einschließlich Spurensicherung) behandelt. Selbst in der Verfilmung ist das etwas stärker als sonst innerhalb der Reihe betont, was auch Meinolf Zurhorst auffiel (auf dessen Urteile man gerade in Bezug auf die Wallace-Filme ansonsten nicht viel geben muss).

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