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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 168 mal aufgerufen
 Romane
horatio Offline




Beiträge: 577

30.06.2013 11:40
#1 Der unheimliche Mönch (1929) Zitat · Antworten

Als Hörbuch:

Der unheimliche Mönch

2 CDs, 158 Minuten, gelesen von Claus Biederstaedt, erschienen bei AIRPLAY-AUDIO

Inhalt: Nachts, wenn alles ruhig war, hörten die Bewohner des Herrenhauses von Monkshall immer wieder erst Orgelspiel und danach einen entsetzlichen Schrei. Manche sahen auch eine Gestalt in einer schwarze Mönchskutte ... Dann aber fiel mitten am Tag ein Schuss durch das hohe offene Fenster in der Halle - und schließlich verschwand einer der Gäste spurlos. War der unheimliche Mönch nur eine Ausgeburt lebhafter Träume?

Den Mönch gibt's wahrhaftig, aber längst nicht so spannend geschrieben wie obige Inhaltsangabe vermitteln möchte. Schade drum, als ich das Buch (zum Selberlesen) das erste Mal in Händen hielt, war ich mega-gespannt - schließlich war der Titel ja vielversprechend. Leider artete es wieder mal in die unvermeidliche "Held muss armes Opfer aus dem Klauen des Bösewichts retten"-Story aus.

horatio
"Irgendeiner muß es ja gewesen sein!"

Savini Offline



Beiträge: 625

21.09.2022 15:49
#2 RE: Der unheimliche Mönch (1929) Zitat · Antworten

Trotz oder gerade wegen seiner Kürze bietet dieser Roman eigentlich so gut wie alles, was man mit dem Namen Wallace verbindet, vielleicht abgesehen von der Millionenerbschaft (stattdessen gibt es geraubtes Gold).
Wenn man mit den Prinzipien des Autors vertraut ist, weiß man natürlich schon gleich bei der Einführung der Figuren, wer hier der Gute und wer der Böse ist. Aber immerhin schafft Wallace es nach etwa zwei Dritteln, den Leser durch eine geschickt doppeldeutig beschriebene Szene über die Identität des Verbrechers zu täuschen, ohne ihn direkt zu betrügen.
Allerdings merkt man dem Kurzroman deutlich an, dass er auf einem Theaterstück basiert (ähnlich ist es ja auch bei "Hexer", "Zinker" und "Tuch").
Wegen ihrer Kürze und mancher sehr effektvoll beschriebener Szenen hätte sich die Geschichte eigentlich für eine Verfilmung im Rialto-Stil angeboten, aber originalgetreu wohl eher vor 1962. Ein paar Gedanken über mögliche Besetzungen habe ich mir schon gemacht; falls es jemanden interessiert ...
Inhaltlich hätte man aber sicher den Handlungssprung um zehn Jahre vermieden. Vielleicht wären die Geschehnisse auf Monkshall und der Raub parallel abgelaufen: Connor und Marks wären zwar verraten und betrogen worden, hätten aber ihrer Festnahme entkommen können, um direkt nach ihrem Chef und der Beute zu suchen?

In späteren Jahren hätte ein werkgetreuer Film aber viel zu altbacken gewirkt, da stimme ich Joachim Kramp zu.

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