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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 281 mal aufgerufen
 Romane
Scarpine ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2011 22:46
#1 Der Engel des Schreckens (1922) Zitat · Antworten

Ich habe seit langem mal wieder einen Wallace-Roman gelesen.

Diesesmal war "Der Engel des Schreckens" an der Reihe. Und nach bisher rund 40 konsumierten Büchern muss ich sagen, dass dieser Roman - aus meiner Sicht - (bislang) das gelungenste Werk von Edgar Wallace ist. Durchweg spannend, mit einer interessanten Handlung ausgestattet und von vorne bis hinten rund. Besonders das Ende ist wirklich mal eine interessante Abwechslung zu sonstigen Kriminalgeschichten. Die einzige Schwäche der Handlung ist wohl, dass dem geneigten Leser die Figur der Lydia Meredith (bei allem Verständnis) mit ihrer Blauäugigkeit zuweilen ziemlich auf die Nerven fällt. So naiv kann man nach einem halben Dutzend Mordanschlägen ja nun wirklich nicht sein. Aber dieser Umstand schmälert das Lesevergnügen nur unerheblich.

Schade das der Roman im Zuge der Rialto-Reihe nie verfilmt wurde. Ich habe mir darüber mal ein paar Gedanken gemacht und hätte mir für 1969 folgende Besetzung vorstellen können:

Jack Glover (Peter Eschberg)
Lydia Meredith (Diana Körner)
Jean Briggerland (Karin Hübner)
Mr. Briggerland (Peter Mosbacher)
Mr. Rennett (Ernst Fritz Fürbringer)
Mrs. Cole-Mortimer (Sigrid von Richthofen)
Marcus Stepney (Siegfried Rauch)
Francois Mordon (Jan Hendriks)
Muley Hafiz (Sieghardt Rupp)
Lord Stoker (Harry Wüstenhagen)
Mrs. Morgan (Hela Gruel)
Jim Meredith (Hans Reiser)
Hoggins (Georg Lehn)
Dr. Thun (Karl John)
Inspektor Colehaed (Kurd Pieritz)

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

27.11.2020 00:12
#2 RE: Der Engel des Schreckens (1922) Zitat · Antworten

Werde diesen tollen, wendungsreichen Roman bald auch mal wieder lesen...EINE GENIALE Geschichte...schade, dass es diese geniale Geschichte nie geschafft hatte, verfilmt zu werden, es wäre bestimmt ein toller Film geworden!!!.

Es wurden ja mehrere Anläufe unternommen, so Mitte der 60 er, 1967 und zuletzt 1969 ( da kam dann der schwache Film, "Das Gesicht aus dem Dunkeln"...auf den ich gerne verzichtet hätte ) und 1971 ( da kam dann "Die Tote aus der Themse", der aber, im Gegensatz zu dem "Gesicht" ganz passabel - auch dank Harry Riebauer - geworden war )...und dann war die "Wallace"-Welle leider vorbei und die Verfilmung von "Der Engel des Schreckens" endgültig Geschichte!!!.

So bliebt mir nur mein geniales "EUROPA"-Hörspiel von 1983 ( und mein Buch ), auch dieses ist nur einmal vertont ( im Gegensatz zu vielen anderen Krimis von Wallace ) worden...EIN JAMMER!!!.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.821

27.11.2020 10:37
#3 RE: Der Engel des Schreckens (1922) Zitat · Antworten

Ich meine mich zu erinnern, dass "Das Gesicht im Dunkeln" nicht statt "Der Engel des Schreckens", sondern ohnehin als erster von drei Wallace-Filmen für 1969/70 geplant war.
Dies sollten ursprünglich "Das Gesicht im Dunkel", "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" und "Der Engel des Schreckens" als internationale Co-Produktionen sein.
Davon wurde nur "Das Gesicht im Dunkeln" wie geplant hergestellt, dann "spontan" mit "Die Tote aus der Themse" eine letzte rein-deutsche Produktion eingeschoben, die Gelegenheit ergriffen dem in Italien spielenden Giallo "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" den Wallace-Stempel und ein paar deutsche Darsteller aufzudrücken und erst mit Verspätung "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" gedreht.

"Der Engel des Schreckens" fiel also quasi nur hinten über. Dabei finde ich, dass gerade dieser Stoff wie kein anderer geeignet gewesen wäre mit/durch italienische Filmemacher realisiert zu werden.
Nach dem klassischen Beginn mit Gericht, Anwaltskanzlei und Mord in England, geht es ja schon im Roman weiter in Richtung Mittelmeer, aber ob man diesen Teil dann tatsächlich in Frankreich hätte spielen lassen oder nochmals verlegt, spielt für die Handlung keine Rolle.
Eine Verlagerung ins südliche Italien wäre also allein schon Handlungs-technisch ein weitaus motivierterer Bruch mit den Wallace-Konventionen gewesen als bei "Das Rätsel des silbernen Halbmonds".
Es sind tragischerweise eigentlich genau die Stoffe, wie "Der Engel des Schreckens" oder "Gangster in London", die sich relativ leicht modernisieren lassen, aber eben auch als eher Wallace-untypisch gelten.
Eine Verfilmung wäre also problemlos auch heute noch möglich, für Otto Normal ohne Kenntnis der Romane würde das "Wallace-Siegel" dennoch deplatziert wirken und die meisten Wallace-Film-Fans zu viele Wallace-Merkmale (oder auch Klischees? ) vermissen.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

27.11.2020 17:09
#4 RE: Der Engel des Schreckens (1922) Zitat · Antworten

"Das Gesicht im Dunkeln" hatte ich, bei "wikipedia" mal in Verbindung von dem "Engel des Schreckens" gelesen, denn der "Gesicht"-Regisseur, Ricardo Freda, sollte ursprüglich auch den "Engel" realisieren, aber da Wendlandt nicht mit dem Film zufrieden gewesen war ( miese Filmtricks, wenig Zuschauer...600.000 so wenig wie noch nie ), wurde eine weitere Zusammenarbeit mit dem italienischen Filmteam um Ricardo Freda, ausgeschlossen!!!.

Wenn ich mir eine "Wallace"-Neuverfilmung wünschen würde, würde ich definitiv den "Engel des Schreckens" vorschlagen...aber ob er wirklich so gut wie die alten ( mit den leider nicht mehr lebenden tollen Schauspielern ) würde, steht auf einem anderen Blatt!!!.

Es gab mal ein Fanprojekt, wo Laiendarsteller den "Engel des Schreckens" gedreht haben, man konnte ihn sogar als DVD kaufen...früher konnte man ihn auch auf "Youtube" schauen...das hatte ich damals vergessen zu machen...heute kann man noch einzelne Fragmente dieser Produktion noch sehen...es gibt auch eine Internetseite des Filmes ( das hatte hier auch schon jemand mal, 2005, geschrieben ) und deren Teams:

Homepage: http://www.wissard.de/home.html

"youtube": https://www.youtube.com/watch?v=mXoB-hClm0E

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