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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.423

21.04.2017 21:11
Die Hölle von Macao (1966) Zitat · antworten

DIE HÖLLE VON MACAO - Regie: James Hill - Prod.: CCC (Berlin)/ Criterion (Paris)/ Franca (Rom) - FSK 16 - V: Constantin - Deutsche Erstaufführung: 20.1.1967
Buch: Ladislas Fodor, Brian Clemens
Musik: Georges Garvarentz
Kamera: Heinz Pehlke
Darsteller:
Robert Stack, Elke Sommer, Nancy Kwan, Werner Peters, Christian Marquand, Maurizio Arena, Richard Haller, Heidi Bohlen, Marisa Merlini

Ein seit fast 2000 Jahren verschwundenes Medaillon taucht plötzlich in Rotchina wieder auf und gelangt mehr oder weniger durch Zufall in die Hände des Reporters Cliff Wilder, der sich dort im Grenzgebiet aufhält. Es ist der Schlüssel zu einem Schatz von unermesslichem Wert, der sich irgendwo in einer Grabkammer befindet. Von nun an geht es für Wilder um Kopf und Kragen, denn ein chinesischer Geheimbund, eine amerikanische Gangsterorganisation und der Polizeichef Pinto sind hinter dem Medaillon her.



Zu den Großproduktionen, die Artur Brauner 1966 herstellen ließ, gehörte neben "Lange Beine, lange Finger" und "Die Nibelungen" auch der zum großen Teil in Hongkong entstandene Abenteuerfilm "Die Hölle von Macao" - in etwa vergleichbar mit den Fernost-Thrillern von Wolf C. Hartwig. Brauners Produktion hat jedoch eine internationale Starbesetzung vorzuweisen und ist qualitativ deutlich hochwertiger einzustufen.
Schon der von Dusty Springfield interpretierte Titelsong sorgt für die richtige Einstimmung. Der Film ist actionreich und bietet neben den üblichen Zutaten überraschende Wendungen und solide schauspielerische Leistungen. Gute Unterhaltung ist somit garantiert. Die letzten 20 Minuten der Handlung sind für die Bergung des Schatzes in den unterirdischen Katakomben einer Grabkammer reserviert und auch hier kommt alles anders als gedacht.
Hauptdarsteller Robert Stack war damals durch die amerikanische TV-Serie "The Untouchables" auch in Europa populär und drehte gleich im Anschluß noch einen französischen Krimi mit Jean Gabin ("Action Man"). Werner Peters - mit Bart - ist als korrupter Polizeichef endlich mal wieder in einer größeren Rolle zu sehen, in der er sich zugleich als Fiesling und als Sympathieträger präsentieren kann. Richard Haller,"Der Bucklige von Soho", spielt wieder mal den Handlanger der Bösewichte. Als Regisseur wird im Vorspann Frank Winterstein genannt. Inszeniert wurde "Die Hölle von Macao" jedoch vom Briten James Hill, der offiziell die "künstlerische Oberleitung" hatte. Hill führte u.a. auch bei einigen Folgen der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" Regie.



Die Dreharbeiten begannen im September 1966 in den Berliner CCC-Studios und wurden am 22.9. beendet. Im Anschluß fanden mehrwöchige Außenaufnahmen in Hongkong statt. Der Kostenaufwand für Artur Brauner soll rund 5 Mio. DM betragen haben. Zum Jahreswechsel 1966/67 erhielt der Film anläßlich des bevorstehenden Kinostarts eine Titelbild-Werbung im Film-Echo.
"Weltstars in einem großen deutschen Abenteuerfilm" verkündete das Filmplakat.
Die Film-Echo-Note 3,8 (41 Meldungen) stellt ein zufriedenstellendes Ergebnis da, zumal sich dieses durch die gute Startnote (2,6) theoretisch auf insgesamt 3,6 (48 Meldungen) verbessert hätte. Mit dem Titel "The Corrupt Ones" lief der Film - wohl wegen der namhaften Hauptdarsteller - 1967 auch in den USA an. Den Verleih dort übernahm "Warner Bros.".

Synchronsprecher:

Robert Stack .... Harald Leipnitz
Christian Marquand .. Rolf Schult
Maurizio Arena ... Rainer Brandt
Elke Sommer ..... Marion Degler
Werner Peters spricht sich selbst.

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