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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 389 mal aufgerufen
 Off-Topic
Ray Offline



Beiträge: 1.318

30.12.2015 10:07
Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Da ich zuletzt irgendwann einmal über den Rückblick 2014 gestolpert bin und die Beiträge sehr lesenswert fand, möchte ich hiermit anregen, auf das Jahr 2015 zurückzublicken.

Was waren eure Highlights (Neuentdeckungen, Wiederentdeckungen)?

Was waren die besten Veröffentlichungen?

Was het eure Sammlung noch bereichert (Filmbücher, Hörspiele etc.)?

Der Katalog ist natürlich nicht abschließend. Schreibt einfach, was euch einfällt.




Auf diesem Wege schon einmal allen Forumsmitgliedern einen guten Rutsch!

Ray Offline



Beiträge: 1.318

30.12.2015 10:22
#2 RE: Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Ich mache dann gleich mal den Anfang mit Teil 1 meines Rückblicks:


Was unser Hauptthema, Edgar Wallace, betrifft, so fällt einem natürlich sofort die jüngst veröffentlichte Blu-Ray Edition von Universum ein. Dazu habe ich mich aber glaube ich schon genug geäußert. Hoffen wir einfach, dass die Editionen 2016 fortgeführt werden.

Ansonsten gab es die VÖ "Der Mann, der seinen Namen änderte". Der Film ist leider etwas hinter meinen Erwartungen geblieben. Bin gespannt, was ihr meint. Bisher scheinen ihn ja noch nicht allzu viele gesehen zu haben.

Schließlich bin ich zum Ende des Jahres auf die schönen Hörspiele von Hörplanet gestoßen und freue mich auf weitere Hörerlebnisse in 2016.


Highlights Fernsehklassiker national:

-"Tod im roten Jaguar"

Dieses Jahr erst zugelegt. Der beste Jerry Cotton-Film auf einer hervorragenden Blu-Ray von Filmjuwelen mit der besten Bildqualität, welche ich auf dem Segment bisher gesehen habe. Vielleicht mein größtes Highlight in 2015. Top!


-"4 Schlüssel"

Bin kein Roland-Fan, dieser Kriminalfilm hat mich dennoch restlos überzeugt!


-"Gestehen Sie, Dr. Corda!"

Hervorragend gespieltes Kriminaldrama.


-"Der letzte Zeuge"

Noch ein herausragendes Kriminaldrama.


-"Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe"

Meisterliches Regiedebüt von Dario Argento mit unvergesslichen Momenten!


-"Mörderspiel"

Wiederentdeckung des Jahres: der für mich abseits von Wallace bemerkenswerteste deutsche Kriminalfilm mit einmaliger Atmosphäre!


-"Das Rätsel des silbernen Halbmonds"

Noch eine Wiederentdeckung. Der ausgewogene Giallo bietet allerbeste Unterhaltung!


TV-Serien:

-"Slim Callaghan greift ein"

Kurzweilige Unterhaltung mit einem glänzend aufgelegten Viktor de Kowa.

Ray Offline



Beiträge: 1.318

30.12.2015 12:21
#3 RE: Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Teil 2 meines Rückblicks widmet sich den Highlights im Bereich Filmklassiker international.


-"Point Blank"

Ausnahme-Neo-Noir im "New Wave-Stil".


-"Assault- Anschlag bei Nacht"

Das Regiedebüt John Carpenters bietet atemlose Spannung und den vielleicht eindringlichsten Score der Filmgeschichte.


-"Die Strohpuppe"

Edler Sixties-Krimi mit tollem Star-Duo und netten Twists.


-"Gewagtes Alibi"

Perfekter Film Noir von Robert Siodmak.


-"Laura"

Mein Einstieg im Bereich Film Noir ist mir noch immer in bester Erinnerung.


-"Opera"

Berauschende Horror-Oper von Dario Argento auf toller Blu-Ray von Koch Media.


-"Thomas Crown ist nicht zu fassen"

Der vielleicht stilvollste Film aller Zeiten mit dem Traumpaar Steve McQueen/Faye Dunaway.


-"Dressed to kill"

Hitchcock meets Argento. An dieser Stelle ein Dankeschön an Klaus1959 für den tollen Tipp!



Aus dem Bereich TV:

-"Mit Schirm, Charme und Melone" (Emma Peel-Staffeln)

Die Sixties-Serie schlechthin ist auf dem besten Wege, zu meiner Lieblingsserie zu werden!

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.383

31.12.2015 10:48
#4 RE: Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Gute Idee, Ray! Ich hatte einen ähnlichen Thread in den letzten Jahren eröffnet, um einfach mal die Themen des Forums zusammen zus fassen.

Ich persönlich habe zum Teil bei Wallace in diesem Jahr etwas pausiert. Manchmal verliert man für ein paar Monate ein wenig die Lust, die Filme anzuschauen. Wenn dann wieder Zeit vergangen ist, werden sie wieder abgespielt.
Trotzdem schaue ich in der Zeit mal den ein oder anderen Wallace-Film. Um aber nicht die Lust an der Serie zu verlieren, kommen nur die "Blockbuster" der Reihe in meinen DVD Player (Gasthaus, Hexer, Tuch).

Ansonsten kann ich auch im Jahr 2015 sagen, dass sich wieder einmal bestätigt hat, dass die Reinecker-Dreiteiler (Tod läuft hinterher, Babeck, 11 Uhr 20) qualitativ für mich die besten Krimis der 60er/70er darstellen. Ich habe diese in den letzten Tagen das insgesamt ca. 10. Mal geschaut und bin erneut nicht enttäuscht worden. (nur zum Vergleich: Viele Edgar Wallace Filme habe ich nicht einmal 5 mal gesehen, so wie Themsentote, Gesicht oder Akasava).

Gubanov Offline




Beiträge: 16.119

31.12.2015 23:32
#5 RE: Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Auch ich möchte mich wieder an der alljährlichen Rückschau auf Neu- und Wiederentdeckungen im Film- und Fernsehbereich beteiligen und euch auf diesem Wege allen einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr wünschen.

Beginnen wir mit meinen größten Wiedersehensfreuden:

Platz 5: Manche mögen’s heiß – Eine wunderbare Komödie mit Größen des Hollywoodkinos. Besonders effektiv gestaltet sich die Kontrastierung der „heißen“ und kalten Schauplätze sowie die Verquickung mit einer Krimi-Rahmenhandlung. Tony Curtis und vor allem Jack Lemmon benehmen sich als „Musikerinnen“ herrlich albern und inkorrekt.
Platz 4: Perry Mason – Die Fernseherinnerung aus der Kindheit hat den Sprung in die Gegenwart gemeistert. Raymond Burr ermittelt in gestochenem Schwarzweiß und nicht immer ganz seriöser, dafür aber umso vornehmerer Manier als glücklichster Anwalt der Weltgeschichte. Die Storys mögen ein bisschen nach Schema F gestrickt sein, aber die Hauptdarsteller und die hohen Produktionswerte sorgen für beste Unterhaltung.
Platz 3: 4 Schlüssel – Jürgen Rolands Krimi-Ode an Hamburg. Ein Spannungskrimi sondergleichen, der für Wallace-Fans zum Pflichtprogramm zählen sollte. Die Bankraub-Geschichte ist perfekt aufgearbeitet und bis in die Nebenrollen prominent besetzt. Nervenkitzel bis zum Schluss!
Platz 2: Peter Ustinovs Poirot – „Tod auf dem Nil“ und „Das Böse unter der Sonne“ sind Krimis von so ausgezeichneter Klasse, dass sie als Großbudget-Produktionen von EMI / Warner ihre volle Eleganz und Kraft entfalten. Ustinov ist vielleicht nicht der perfekte, aber ein liebenswerter Poirot. Großartige Gastdarsteller von Angela Lansbury bis Maggie Smith!
Platz 1: Stahlnetz – Dieser Fall ist wahr ... und dieser Spitzenplatz höchstverdient. Der Meilenstein deutscher Fernsehkrimis. Keine Serie danach schaffte es, an die Authentizität und das Lokalkolorit der N(W)DR-Reihe heranzureichen. Mord, Raub und Entführung im Groß- und vor allem Kleinbürgertum sind ebenso wie wechselnde Schauplätze und Ermittler Markenzeichen und Qualitätsgaranten zugleich.

Darüber hinaus habe ich auch 2015 wieder viel Neuland betreten. Hier möchte ich die zehn interessantesten Begegnungen auflisten:
Platz 10: Kressin stoppt den Nordexpress – Spannender Krimi im Eisenbahnmilieu. Der gut aufgelegte Hauptdarsteller lockert das sonst stark auf die Gangster konzentrierte Geschehen auf. Mit einer kurzen Spielzeit von nur fünf Viertelstunden einer der „Tatorte“, die am wenigsten in die Länge gestreckt wirken.
Platz 9: Bleib sauber, Liebling! – Süffisante Reeperbahnkomödie ohne größeren Schmuddelfaktor. Geschickt wird mit Assoziationen der Kiezgänger und des Publikums gespielt. Herrliche Starbesetzung mit vielen bekannten Gesichtern aus dem Rialto-Arsenal.
Platz 8: Anders als du und ich – Ein Faszinosum, das einen Einblick in den Werte- und Normenwandel der Generationen gewährt und eines der interessantesten Stücke nachkriegsdeutscher Film(-skandal-)geschichte ist. Gute Rollen für Christian Wolff und Friedrich Joloff!
Platz 7: Dr. Fu Man Chu – Wohlgemerkt, nur die ersten beiden Teile „Ich, Dr. FMC“ und „Die 13 Sklavinnen des Dr. FMC“. Als ambitionierte Thriller-Horror-Reihe gestartet, verkamen die Fu-Man-Chu-Filme später zu trashigen Exploitation-Granaten. Schade, dass sie so oft in Erinnerung behalten werden, denn Teile 1 und 2 geben deutlich mehr her.
Platz 6: Hammer-Filme – Die Meister des schockigen Leinwandgrusels. Auch wer nicht auf Monster und Blutsauger steht, kann sich von Hammer-Filmen prima unterhalten lassen. Die Firma perfektionierte durch saftige, oft bitterböse Scripts, gut ausgewählte Regisseure und eingespielte Thematiken und Schauplätze die Taktik, aus wenig Budget viel herauszuholen. Besonders sehenswert: „Ein Toter spielt Klavier“, „Der Schnorchel“ und „Vertraue keinem Fremden“.
Platz 5: Plüschklassiker von Hedwig Courths-Mahler – Viele hier genannte Filme sind etwas für den Adrenalinspiegel, die Hedwig-Courths-Mahler-Fernsehspiele eher etwas fürs Wohlfühlen. Man wird in eine romantisch-verklärte Idealwelt zurückbefördert, in der Ränkespiele, Liebe und Gefahr auf altmodische Weise, aber ohne überbordenden Kitsch zelebriert werden.
Platz 4: Geraldine McEwans Marple – Nach schlechten Erfahrungen mit einigen synchronisierten Episoden überzeugte McEwans Miss Marple im Original letztlich doch. Oft verstanden es die Autoren, aus unterdurchschnittlichen Christie-Büchern das Beste herauszuholen. McEwan spielt sympathisch und kann sich gegen wechselnde Co-Detektive behaupten. Edler als gedacht!
Platz 3: Films Noirs – 2015 stand im Zeichen des Film Noir. Ich habe so viele gute Filme aus Hollywoods schwarzer Serie gesehen, dass ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Düstere Krimis und bösartige Thriller zeigen, dass das US-Kino in den 40ern und 50ern auf seinem Höhepunkt angekommen war. Empfehlungen: „Niagara“, „Versuchung auf 809“, „The Red House“, „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“ und „Ein Kuss vor dem Tode“.
Platz 2: Derrick – Horst Tappert, der größte vorstellbare Glücksgriff für einen Serienermittler, geht gemeinsam mit Fritz Wepper bei mir wieder regelmäßig auf Mörderjagd. Bisher (Produktionsjahr 1990/91) vermag ich weder einen entscheidenden Qualitätsverlust festzustellen, noch stören mich die meisten philosophischen Anwandlungen, die den Fällen eher eine willkommene und in anderen Serien nicht vorzufindende Tiefe verleihen.
Platz 1: (Vor-)Kriegskrimis – Die größte Änderung meiner Filmsichtungen bestand 2015 darin, dass ich so häufig im Kino war wie nie zuvor. Grund: Nur dort bekommt man Einblick in die sonst verschlossene Welt der deutschen Kriminalfilme, die bis 1945 gedreht wurden. Darunter sind ganz verschiedenartige Kleinodien, vom literarischen Drama über den klassischen Detektivfilm bis hin zur heiteren Komödie. Die alten Filme sind in ihrer Machart qualitativ oft hochwertiger als ihre Nachkriegsverwandtschaft, meist mit exzellenten Besetzungen ausgestattet (junge Wallace-Mimen!) und nur in wenigen Fällen ernsthaft politisch kontaminiert. Besonders gefallen haben mir „Der Täter ist unter uns“, „Der stumme Gast“ und „Großalarm“.

DanielL Offline




Beiträge: 3.776

05.01.2016 17:47
#6 RE: Rückblick 2015 Zitat · Antworten

Euch allen ebenfalls einen guten Rutsch.

Als absolutes 2015-Hightlight im Sinne der Veröffentlichungen steht bei mir ohne jeden Zweifel "DIE ENGEL VON ST. PAULI" von Subkultur Entertainment in der allerersten Reihe.

Ich habe die auf 500 Stk. limitierte Exklusivauflage inkl. 170-seitigem Begleitbuch bestellt und selten ist mir etwas ingesamt so bemerkenswertes in die Hände gefallen.

Die sehr gute Arbeit zieht sich im Prinzip von der Berichterstattung zu der Veröffentlichung, im Rahmen derer man quasi "live" dabei war, als die 35mm Bild-Negative vom Produzenten beim Label ankamen, bis hin zum Versand direkt vom Label, wobei mir der Versandbote einen Karton mit "Edition-Deutsche-Vita"-Sonderbeklebung, als Freimachung eine "Schätze aus deutschen Museen"-Briefmarke statt Digitalmarke und Schaumstoffeinlage, die Mediabook und Buch schützten, brachte.

Der Blu-ray liegt ein sehr guter Bildtransfer zu Grunde, sie ist mit massig Bonusmaterial ausgestattet und verfügt wie bei der Edition Deutsche Vita gewohnt über erstklassiges Design in Umverpackung und Authoring. Durch den - manchmal nicht ganz fachlichen, aber immer im höchsten Maße unterhaltsamen - Audiokommentar schaut man den Film nach Erhalt gleich zweimal hintereinander weg.

Für diese Wucht muss man denn in Kauf nehmen, sofern man Mediabooks mit Blu-ray/DVD-Kombo kritisch gegenübersteht, das jeweils andere Medium im Set mitzuerwerben. So oder so ist die VÖ aber jeden Cent goldwert.

Wer sich fragt, was bei mir sonst gerade über den Bildschirm geht: Sofern es die Zeit zulässt, stehen bei mir auch viele aktuellere Serien auf dem Programm, da hier ja wirklich eine große Anzahl an qualitativer Ware günstig zur Verfügung steht. Im vergangenen Jahr haben mir besonders gefallen: FARGO (die Serie; via Netflix), MODERN FAMILY (via Netflix), MR. ROBOT (via Amazon Prime), TRUE DETECTIVE (Season 1; via DVD), DEUTSCHLAND 83 (via Amazon Prime/ RTLnow).

Ansonsten habe ich auch immer mal wieder vereinzelt bei Filmjuwelen und Explosive Media zugeschlagen, über die Feiertage gab's z.B. Artur Brauners Edel-Fernost-Abenteuer DIE HÖLLE VON MACAO und in memoriam Circus Parolini SABATA KEHRT ZURÜCK, wobei ich hier immer noch nicht allen VÖ's nachgekommen bin, die von diesen Labeln (und Pidax etc.) vorgelegt worden sind. Im Bereich Serien-Klassiker führe ich aus deutschen Landen sporadisch DERRICK und AUF ACHSE fort.

Gruß,
Daniel

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