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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 1.492 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Georg Offline




Beiträge: 3.221

23.10.2015 11:14
Besessen - Das Loch in der Wand (1969) Zitat · Antworten

BESESSEN - DAS LOCH IN DER WAND
(Bezeten - Het gat in de muur)
Deutsch-niederländischer Thriller (1969)

mit Dieter Geissler, Alexandra Stewart, Tom van Beek, Marijke Boonstra, Vibeke Løkkeberg und Victoria Naelin
Drehbuch: Martin Scorsese, Wim Vertappen & Pim del Parra
Musik: Bernard Herrmann
Kamera: Frans Bromet, Hubertus Hagen
Produzenten: Dieter Geissler, Wim Verstappen
Regie: Pim de la Parra

Medizinstudent Nils Janssen (Dieter Geissler) kann durch ein kleines Loch in der Wand seines Amsterdamer Appartements in die Nachbarwohnung blicken. Wie ein Besessener (daher der Titel) beginnt er, den Aktivitäten seines seltsamen Nachbarn nachzuspionieren, bis er eines Tages beobachtet, wie nebenan anscheinend eine junge Frau stirbt. Als der unheimliche Nachbar weg ist, schleicht Nils sich in die Wohnung und begibt sich fortan immer mehr in größte Gefahr ...

Dieser sehr spannende Film zeigt, dass ein Thriller in Hitchcock-Manier auch bei uns produziert werden konnte. "Das Loch in der Wand" macht gar keinen Hehl daraus, dass die Vorbilder bei den großen Genreklassikern liegen (etwa "Das Fenster zum Hof"), geht aber doch eigene Wege. Die Musik von Hitchcock-Stammkomponist Bernard Herrmann tut das ihrige dazu, dass man erinnert wird, woran Anleihen genommen werden. Ganz langsam baut die Geschichte, an der Martin Scorsese schrieb, Spannung auf. Es herrscht eine packende Atmosphäre bis zum beklemmenden Schluss.
Der Film wirkt wegen seiner Spannung nach (die nicht zuletzt auch aus zwei Handlungssträngen bezogen wird, die am Ende zusammen laufen), hat aber auch seine Fehler. Allzu viele Fragen lassen die Autoren (neben Scorsese auch Produzent Verstappen und Regisseur Pim de la Parra) unbeantwortet, dabei waren so schöne zusätzliche Figuren und mysteriöse Vorgänge eingeführt worden. Leider ist deren Bedeutung am Ende nicht klar. Das scheint die deutsche Filmbewertungsstelle nicht davon abgehalten zu haben, der Produktion den Stempel "wertvoll" aufzudrücken.
In jedem Falle trotz der Mängel ein packender europäischer Thriller, der heute - aus welchen Gründen auch immer - vollkommen unbekannt zu sein scheint (völlig zu unrecht!).
Dieter Geissler, hier in Personalunion als Produzent und Darsteller, war später auch noch für einige wirklich außergewöhnliche Thriller mitverantwortlich, ich zitiere nur "Das Todessyndrom (aka Malastrana)" oder "Chi l'ha vista morire?".

Zwei interessante Besprechungen lassen sich auch hier finden:

http://www.die-besten-horrorfilme.de/hor...in-der-Wand.csp
http://dirtypictures.phpbb8.de/sonstiges...arra-t6127.html

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

20.03.2016 13:15
#2 RE: Besessen - Das Loch in der Wand (1969) Zitat · Antworten

Zitat von Georg im Beitrag #1
... heute - aus welchen Gründen auch immer - vollkommen unbekannt ...

Den Grund für die Seltenheit des Films kannst du im Ankündigungstext nachlesen. "Besessen - Das Loch in der Wand" erscheint am 26. Mai von Koch Media separat auf DVD und Blu-ray.


Zitat von Besessen - Das Loch in der Wand
Scheinbar zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen (Dieter Geissler) in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, durch das er das merkwürdige und zunehmend unzüchtige Treiben in der benachbarten Wohnung beobachten kann. Sein Voyeurismus wird jedoch bald auf eine harte Probe gestellt, als eines Tages eine junge Frau scheinbar ums Leben kommt. Wurde Nils wirklich Zeuge eines Mordfalles oder spielt ihm seine Wahrnehmung einen makabren Streich?

Angelehnt an Meisterwerke wie "Peeping Tom" oder Hitchcocks "Das Fenster zum Hof" schuf der holländische Regisseur Pim de la Parra mit "Besessen - Das Loch in der Wand" 1969 einen Suspense-Thriller, der aufgrund seiner Indizierung lange Zeit nur Genrekennern ein Begriff war. Zu Unrecht, wie schon ein Blick auf die Beteiligten zeigt: Oscar®-Preisträger Martin Scorsese ("Casino", "The Wolf of Wall Street") durfte sich hier bereits in jungen Jahren als Drehbuchautor beweisen, der legendäre Bernard Herrmann ("Psycho") steuerte den atmosphärischen Title-Score bei. Das Ergebnis ist ein grandioses Stück Thriller-Geschichte, das bei Koch Media seine überfällige Wiederauferstehung feiern darf.


Regie: Pim de la Parra. In den Hauptrollen: Alexandra Stewart, Dieter Geissler, Tom van Beek u.a. Laufzeit: 87 Minuten. Sprachen: Deutsch, Niederländisch. Untertitel: Deutsch. FSK: Ab 18 Jahren. Extras: Exklusives Interview mit Darsteller und Produzent Dieter Geissler, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial. Erscheinungstermin: 26.05.2016.

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