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Dieses Thema hat 16 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Peter Offline




Beiträge: 2.861

28.02.2016 09:17
#16 RE: Ein Mann, der seinen Namen änderte (1958) - auf DVD Zitat · Antworten

"Der Mann, der seinen Namen änderte": Auf diesen ‚Früh-Wallace‘ in der bereits heißen Prä-Rialto-Ära war ich gespannt – und meiner Erwartung an ein gut gespieltes, atmosphärisches Kammerspiel wurde auch erfüllt. Statt dem Spektakel der späteren Wallace-Serie eine mysteriöse kleine Geschichte, die den Betrachter durchaus bis zum Schluss zu beschäftigen weiß. Sozusagen die schönste Entdeckung ist Fritz Tillmann, weil ich ihn zwar schon immer gern, aber in solch schöner & großer Rolle noch nie so gut gesehen habe. Das ist freilich auch nötig, um die Geschichte, die handlungstechnisch keine Monstertwists bereithält, zu tragen. Ein blasser Hauptdarsteller hätte die Nummer gnadenlos versenkt, aber Tillmann in Hochform wuppt den Film mit seiner schwer durchschaubaren Figur glaubwürdig, interessant und amüsant. Auch wenn sich tatsächlich sicher nicht um eine 'Komödie' handelt (verkehrte Übersetzung, ich folge der Argumentation Mark Paxtons), eine Spur härter durchgezogener Kriminalismus hätte es ruhig sein dürfen, denn immerhin wird man ja Richtung Finale stilgerecht in entlegenem Landhaus mit düsterer Gewitterfront auf Ungemach eingestimmt. So gesehen passt das Ambiente besser als im Remake "Das Geheimnis von Lismore Castle". Schönes Wiedersehen auch mit Ledinek, Stankovski und Hannelore Schroth. Für nostalgische Wallacianer und Fernsehspielfreunde insgesamt auf jeden Fall ein stilechter Garant für einen gelungenen Filmabend.

DanielL Offline




Beiträge: 3.846

15.04.2020 23:33
#17 RE: Ein Mann, der seinen Namen änderte (1958) - auf DVD Zitat · Antworten

Auch als Wallace-Liebhaber bin ich weit davon entfernt, den guten Edgar zur Hochliteratur zu zählen und Verfilmungen viel mehr als eine - natürlich in der Regel ausgezeichnete - Unterhaltung beizumessen. Nichtsdestotrotz wurde im Laufe der 60er-Jahre in manchen Medien nicht selten eine gewisse Nichtbeachtung oder gar Verachtung en vogue, was der Sache rückblickend auch nicht gerecht wird. Insofern finde ich es ganz amüsant, dass am 8. Mai 1958, vor der großen Kino-Welle, die Verfilmung "DER MANN, DER SEINEN NAMEN ÄNDERTE" in der ZEIT eine Empfehlung in der Rubrik "Funk für Anspruchsvolle" erhielt. Darin heißt es: "Er gilt als der erfolgreichste englische Verfasser von Detektivromanen: der 1932 in Hollywood gestorbene Edgar Wallace, dessen Schaffensintensität so groß war, daß er oft mehrere Bücher nebeneinander diktierte. Eine große Variabilität der Menschendarstellung zeichnet ihn besonders aus. Davon zeugt auch sein Stück "Ein Mann, der seinen Namen änderte", das als Fernsehspiel eingerichtet wurde." Erstsendung war am Sonntag, 11. Mai, 20.00 Uhr. Zuvor schaffte es auch schon der TV-Film "DER HEXER" (nach Version von Franz Peter Wirth) in die Rubrik, allerdings ohne weiterführendes Kommentar.

Gruß,
Daniel

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