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Dieses Thema hat 141 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Savini Offline



Beiträge: 1.038

30.04.2025 22:39
#136 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von MrTwelve im Beitrag #135
Habe letztes Wochenende wieder den "Azteken"-Zweiteiler gesehen. In der Tat fällt auf, dass der erste Teil deutlich besser ist, der zweite fällt dagegen schon schon ab. Vor allem Lex Barker ist zu wenig zu sehen. Gut, das ist den Umständen geschuldet, unter denen der Film entstand.

Michael Petzel zitiert einige Pressestimmen, die kritisiert, dass der formale Held im zweiten Teil zeitweise fast zur Statistenrolle verkommt bzw. nur ein paar Gastauftritte hat.
Zitat von MrTwelve im Beitrag #135
Ein Detail ist mir aufgefallen: Ralf Wolter redet im Zusammenhang mit seinem Konversationslexikon (bzw. "Konfirmationsmexiko" ) von dem Wort "Vitzliputzli", welches er dort u. a. nachschlägt. Habe gerade mal geguckt: Das war tatsächlich ein Aztekengott, passt also. Es gibt allerdings auch von Karl May selbst einen Roman "Professor Vitzliputzli" (ich habe diesen allerdings nicht gelesen). Die Erwähnung im Film kann Zufall sein, aber vielleicht auch eine Anspielung auf den Roman.

Mir ist noch die Stelle aufgefallen, in der Hasenpfeffer zuerst sagt, er habe mal einen Preis beim Schachspielen gewonnen habe, um dann aber kleinlaut zuzugeben, dass es nur der sechste gewesen sei; eine ähnliche Sache Dialogstelle gibt es beim "Henker von London" mit Pennypacker über einen Kostümwettbewerb. An beiden Filmen war Robert A. Stemmle als Drehbuchautor beteiligt.

Vermute ich richtig, dass du dich beim Finale des zweiten Teils auch an das Ende des "Schatzes im Silbersee" erinnert fühltest, als die Schurken sich wie Kleinkinder um den Schatz balgen?

MrTwelve Offline




Beiträge: 73

01.05.2025 16:13
#137 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #136

Vermute ich richtig, dass du dich beim Finale des zweiten Teils auch an das Ende des "Schatzes im Silbersee" erinnert fühltest, als die Schurken sich wie Kleinkinder um den Schatz balgen?


Ja, das erinnert in der Tat an den "Silbersee!" Könnte mir sogar vorstellen, dass das so Absicht war.
Wäre auch möglich, dass bei der von mir erwähnten Umbenenunng des 1. Teils von "Schloss Rodriganda" zu "Der Schatz der Azteken" beim neuen Titel auch Ähnlichkeit zu "Der Schatz im Silbersee" beabsichtigt war.

Gruß, Jonas

Savini Offline



Beiträge: 1.038

02.05.2025 14:51
#138 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von MrTwelve im Beitrag #137
Wäre auch möglich, dass bei der von mir erwähnten Umbenenunng des 1. Teils von "Schloss Rodriganda" zu "Der Schatz der Azteken" beim neuen Titel auch Ähnlichkeit zu "Der Schatz im Silbersee" beabsichtigt war.

Der Gedanke ist mir bisher noch nie gekommen, erscheint aber sehr naheliegend, gerade weil die "Waldröschen"-Romane mit Dr.Karl Sternau als Helden zwar im 19. Jahrhundert sehr populär gewesen zu sein scheinen, aber zum Zeitpunkt der Verfilmung sicher bei weitem nicht mehr so populär gewesen sein dürften. Aber nachdem die Rechte für die "Winnetou"-Bücher ja bei der Rialto lagen, wollte man bei der CCC wohl keine Chance ungenutzt lassen, etwas zu vermarkten, was mit dem Namen "Karl May" verbunden war.

Fabi88 Offline



Beiträge: 4.127

02.05.2025 15:59
#139 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

"Der Schatz im Silbersee" lief bereits 1962 im Kino und danach gab es so knallige Titel wie "Old Shatterhand", "Der Schut" oder "Unter Geiern" - von "Winnetou" als 1. und 2. Teil ganz zu schweigen.
"Schloss Rodriganda" wurde sicherlich nur verworfen, weil der Titel zu wenig Abenteuer versprach. "Der Schatz der Azteken" ist da wohl eher generisch erfunden worden, als an den Silbersee erinnern zu wollen. Er sagt einfach simpel aus, was den Zuschauer erwartet und demonstriert zugleich, dass es dieses Mal nicht in den wilden Westen geht. "Die Reichtümer der Azteken", "Der Goldbesitz der Azteken" oder "Das Ersparte der Azteken" liegen nicht so nahe wie der simple "Schatz", für den es kaum schöne Synonyme gibt.
Jetzt einmal ganz ungeachtet des jeweiligen Inhalts, gibt es ja etliche Titel von May, die entweder nicht reißerisch genug ("Das Waldröschen" oder eben "Schloss Rodriganda") oder einfach zu sperrig ("Ardistan und Dschinnistan") klingen um als Filmtitel eines Abenteuerfilms geeignet zu sein.

MrTwelve Offline




Beiträge: 73

03.05.2025 18:08
#140 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #138
Der Gedanke ist mir bisher noch nie gekommen, erscheint aber sehr naheliegend, gerade weil die "Waldröschen"-Romane mit Dr.Karl Sternau als Helden zwar im 19. Jahrhundert sehr populär gewesen zu sein scheinen, aber zum Zeitpunkt der Verfilmung sicher bei weitem nicht mehr so populär gewesen sein dürften.


Schätze ich auch... Man verbindet wohl in erster Linie Winnetou und Old Shatterhand mit Karl May, vielleicht noch Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Das "Waldröschen" ist wohl eher in Vergessenheit geraten Eigentlich schade. Ich habe diese Reihe mal gelesen. Zwar nur einmal, und das ist schon länger her, aber ich habe sie immer noch als sehr gut in Erinnerung. (Gleiches gilt auch für "Die Liebe des Ulanen" und "Deutsche Herzen - Deutsche Helden").

Zitat von Savini im Beitrag #138
Aber nachdem die Rechte für die "Winnetou"-Bücher ja bei der Rialto lagen, wollte man bei der CCC wohl keine Chance ungenutzt lassen, etwas zu vermarkten, was mit dem Namen "Karl May" verbunden war.


Ganz gewiss! Brauner hatte da wirklich alles Mögliche von Karl May im Auge, und zwar völlig Unterschiedliches:

"Old Shatterhand" -> Wilder Westen (aber ohne Romanvorlage)
"Der Schut" und Fortsetzungen -> Orient
"Der blaurote Methusalem" (scheiterte nur ganz knapp vor der Umsetzung) -> China
"Der Schatz der Azteken" & "Die Pyramide des Sonnengottes" -> Mexiko

und zuletzt: "Das Vermächtnis des Inka" -> Südamerika (zwar nicht von CCC, aber wollte Georg Marischka ja auch erst von Artur Brauner produzieren lassen, bevor er es dann selbst gemacht hat).

Zitat von Fabi88 im Beitrag #139
"Schloss Rodriganda" wurde sicherlich nur verworfen, weil der Titel zu wenig Abenteuer versprach.


Der klingt in der Tat nicht nach Abenteuer. Und was ich schon geschrieben hatte: Besagtes Schloss kommt im Film ja gar nicht vor, hätte also eh nicht als Titel gepasst. Von daher ist die Änderung nachvollziehbar.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #139
Jetzt einmal ganz ungeachtet des jeweiligen Inhalts, gibt es ja etliche Titel von May, die entweder nicht reißerisch genug ("Das Waldröschen" oder eben "Schloss Rodriganda") oder einfach zu sperrig ("Ardistan und Dschinnistan") klingen um als Filmtitel eines Abenteuerfilms geeignet zu sein.


Stimmt, "Waldröschen" kann man nicht ernsthaft als Titel für einen Abenteuerfilm nehmen Schon die Romane tragen ja als Untertitel "Die Rächerjagd rund um die Erde". Das klingt schon mehr nach Abenteuer.
Hätte man natürlich auch nicht als Filmtitel nehmen können, weil ebenfalls nicht zur Handlung passend. Überhaupt wurden für den Zweiteiler ja nur verschiedene Elemente aus den ersten beiden Romanen verwendet. Die eigentliche Rächerjagd gibt es ja in den Filmen nicht, ebenso nicht die Handlungsteile in Deutschland, Spanien und Mexiko. Aber ich glaube auch nicht, dass man das "Waldröschen" im Kino hätte original umsetzen können. Dafür würde sich eher eine TV-Serie anbieten.

Gruß, Jonas

Count Villain Offline




Beiträge: 4.774

04.05.2025 00:13
#141 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von MrTwelve im Beitrag #140
Stimmt, "Waldröschen" kann man nicht ernsthaft als Titel für einen Abenteuerfilm nehmen


Wäre aber lustig gewesen: All die vielen Schmonzettenliebhaber an der Kinokasse, die bei "Waldröschen" und dann am besten noch Reinl einen Heimatfilm erwartet hätten.

MrTwelve Offline




Beiträge: 73

04.05.2025 16:06
#142 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #141
Wäre aber lustig gewesen: All die vielen Schmonzettenliebhaber an der Kinokasse, die bei "Waldröschen" und dann am besten noch Reinl einen Heimatfilm erwartet hätten.




Aber die Idee mit Reinl für einen Film der Mexiko-Romane ist gar nicht schlecht. Wie der wohl geworden wäre?
(Tatsächlich war 1964 ja unter seiner Regie auch "Trapper Geierschnabel" als Film angekündigt. Aber dies sollte wohl eher ein Winnetou-und-Old-Shatterhand-Film werden. Komisch, dass man dafür einen Karl-May-Roman aus der "Waldröschen"-Reihe als Titel gewählt hat, der mit dem Wilden Westen nichts zu tun hat. Gerade 1964 hätten viele andere, bislang unverfilmte Wildwestromane von Karl May zur Verfügung gestanden).

Gruß, Jonas

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