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Dieses Thema hat 133 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Mamba91 Offline



Beiträge: 745

02.11.2015 15:21
#76 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Wow, danke für die ganzen Drehortvergleiche. Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken mal nach Kroatien zu reisen um mir das Land anzuschauen. Nur konnte ich mein Umfeld noch nicht so richtig dafür begeistern . Architektonisch und landschaftlich wirklich ein faszinierendes Land und perfekt für einen Backpacking-Urlaub geeignet.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

03.11.2015 08:24
#77 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Mamba91 im Beitrag #76
Wow, danke für die ganzen Drehortvergleiche. Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken mal nach Kroatien zu reisen um mir das Land anzuschauen. Nur konnte ich mein Umfeld noch nicht so richtig dafür begeistern . Architektonisch und landschaftlich wirklich ein faszinierendes Land und perfekt für einen Backpacking-Urlaub geeignet.

Ich kann dir nur raten, deine Idee umzusetzen. Du wirst es nicht bereuen. Kroatien bietet neben wunderbarer vielfältiger Natur auch wirklich urig-tolle und gemütliche mediterrane Städte. Ich kenne niemand, wirklich niemand, dem es nicht gefallen hat.

Humphrey Connery Offline




Beiträge: 41

03.11.2015 14:59
#78 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Danke für diese Wahnsinnsfotos!!! LG

patrick Offline




Beiträge: 2.900

03.11.2015 16:59
#79 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Humphrey Connery im Beitrag #78
Danke für diese Wahnsinnsfotos!!! LG


Bitte schön. Bin allerdings selber nicht zu 100% zufrieden, da meine beste Kamera leider den Geist aufgab und ich mit meiner Smartphone-Kamera und einer Weitwinkel-Actioncam ziemlich minimalistisch ausgestattet war. Zwar macht Letztere ganz gute Filme (aus denen ich die Photos rausgeschnitten habe), allerdings kann man damit nicht zoomen. Leider war das Wetter teilweise ziemlich grottig, vor allem in Trogir war ich der Meinung, die Sintflut käme zurück. Damit ist auch die Farbenpracht auf vielen Bildern gedämpft. Aber das ist alles ein Grund, bei besserem Wetter mit besserer Ausrüstung zurückzukehren.

Tarzan Offline



Beiträge: 886

03.11.2015 19:35
#80 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Schon Atze Brauner hat die Feststellung machen müssen, dass besser ab Oktober dort nicht mehr gefilmt wird. Oder die Dispo verstärkt arbeiten muss.-)

Peter Offline




Beiträge: 2.815

03.11.2015 20:16
#81 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Vielen Dank auf von mir noch einmal für diese herrliche Bildersammlung, Patrick. Ich weiss die Fotos als Riesen-Ergänzung zu meinen eigenen besonders zu schätzen.
Nur Trogir können wir so nicht stehen lassen. Dieses Städtchen wirkt, wenn schon nicht mit Fackeln vor dem Gouverneurspalast, so doch wirklich nur im gleißenden Sonnenschein. Wie in aller Welt also kann man nur bei Regen dorthin fahren?



patrick Offline




Beiträge: 2.900

04.11.2015 17:47
#82 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Tarzan im Beitrag #80
Schon Atze Brauner hat die Feststellung machen müssen, dass besser ab Oktober dort nicht mehr gefilmt wird. Oder die Dispo verstärkt arbeiten muss.-)



Zitat von Peter im Beitrag #81
Vielen Dank auf von mir noch einmal für diese herrliche Bildersammlung, Patrick. Ich weiss die Fotos als Riesen-Ergänzung zu meinen eigenen besonders zu schätzen.
Nur Trogir können wir so nicht stehen lassen. Dieses Städtchen wirkt, wenn schon nicht mit Fackeln vor dem Gouverneurspalast, so doch wirklich nur im gleißenden Sonnenschein. Wie in aller Welt also kann man nur bei Regen dorthin fahren?


Tja, der Oktober-Termin hat sich halt kurzfristig ergeben. Den Regen hab ich nicht bestellt.Letztes Jahr hatte es im Oktober zu dieser Zeit angeblich 30°. Deine Bilder zeigen Trogir natürlich mit einem wesentlich lachenderen Gesicht und sind selbstverständlich außer Konkurrenz. Immerhin hatten wir in der Paklenica-Schlucht auch einen wunderschönen Tag erwischt. Beim Zrmanja-Canyon hatte zumindest der Regen aufgehört.Man könnte sagen, wir bewegten uns auf Brauners Spuren. Das Team von "Winnetou 2016" konnte auch ein Lied davon singen.

Tarzan Offline



Beiträge: 886

04.11.2015 20:06
#83 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

In Durango (Mexiko) scheint die Sonne und es sind zwischen 25 und 30 Grad...

TV-1967 Offline



Beiträge: 410

07.11.2015 15:39
#84 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Vielleicht hätte man auch etwas früher mit dem Drehen beginnen sollen... . Die 1 Million Euro Fördergelder sind da ja nur ein Tropen auf
den heißen Stein.

Tarzan Offline



Beiträge: 886

08.11.2015 21:42
#85 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Hoffentlich gibt es keine Probleme, wie seinerzeit bei Atze Brauner. Das bald alle Aufnahmen sozusagen "im Trockenen" sind!

patrick Offline




Beiträge: 2.900

15.11.2015 19:28
#86 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Das Vermächtnis des Inka (1966)




Filmdaten

Deutscher Titel: Das Vermächtnis des Inka
Originaltitel: Das Vermächtnis des Inka / El último rey de los incas / Viva Gringo /
Заветът на инката (Sawetut na inkata)

Produktionsland: Deutschland, Spanien, Italien, Bulgarien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1966
Länge: 100 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Stab:

Regie: Georg Marischka
Drehbuch: Karl May (Buchvorlage), Winfried Groth
Produktion: Franz Marischka Film
Boyana Film
Orbita Films
Cinematographie-Filmstudios
Musik: Angelo Francesco Lavagnino
Kamera: Siegfried Hold
Juan Mariné
Schnitt: Anneliese Artelt
Enzo Alabiso

Besetzung:

Guy Madison: Vater Jaguar / Karl Hansen (Helmo Kindermann), William Rothlein: Haukaropora (Christian Wolff), Geula Nuni: Graziella (Sabine Eggerth), Carlo Tamberlani: Anciano, Rik Battaglia: Antonio Perillo (Horst Naumann), Francisco Rabal: Gambusino (Wolfgang Hess), Heinz Erhardt: Professor Morgenstern, Walter Giller: Fritze Kiesewetter, Chris Howland: Don Parmesan, Fernando Rey: Präsident Castillo (Klaus Werner Krause), Ingeborg Schöner: Mme. Ruiz



Handlung:



Auf dem Machu Picchu in Peru wird in Anwesenheit des deutschen Abenteurers Jaguar alias Karl Hansen und dessen Bruders der Inkakönig von dem unerkannt bleibenden Banditen Gambusino hinterrücks erschossen. Der junge Sohn des Königs, Haukaropora, kommt schwer verletzt mit dem Leben davon und wird fortan von dem Inkapriester Anciano in dem Bewusstsein aufgezogen, dass er einst die Krone übernehmen, und den Stamm im Kampf gegen die verhassten Weißen anführen sollte. Auch Jaguars Bruder wird von Gambusino ermordet, der es schafft, eine Hälfte der Knotenschrift zu entwenden, die den Weg zu dem sagenhaften Inkaschatz zeigen sollte.
Zehn Jahre später wird Jaguar von Präsident Castillo beauftragt, zu den Inkas zurückzukehren, um diese von Ihren kriegerischen Absichten abzubringen, obwohl er selbst im Verdacht steht, damals deren König ermordet zu haben.
Seine Nichte und Tochter des toten Bruders, Graziella, reitet ihm nach, nachdem sie den zwielichtige Stierkämpfer Perillo belauscht und erfährt, dass Vaterlandsverräter ihn aus dem Wege räumen wollen. Rasch nimmt Jaguar Gambusinos Fährte auf, die durch Gewalt und Blut markiert ist, und gerät in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit verräterischen Soldaten, die mit den Banditen gemeinsame Sache machen.
Inzwischen lernt Graziella den, mittlerweile zum jungen Manne herangereiften, Haukaropora kennen und lieben, ohne zu wissen, wer er in Wirklichkeit ist.
Perillo verbündet sich mit Gambusino, und die Banditen planen, die Inkas mit Waffen zu versorgen, um dadurch den Zugang zum Schatz zu finden. Allerdings wird ein verstecktes Waffenlager zufällig von dem kauzigen Trio Professor Morgenstern, Fritze Kiesewetter und Don Parmesan gefunden, die eigentlich auf der Suche nach prähistorischen Fossilien sind. Ersterer sieht einem gewissen Oberst Glotino täuschend ähnlich, was ihm immer wieder zum Vorteil gereichen sollte. Tatsächlich wurde Glotino längst von den Inkas getötet. Die drei werden zwar von den Banditen gefangen genommen, anschließend aber von Jaguars indianischem Freund befreit. Nachdem die Gauner mit den Indianern Kontakt aufnehmen und sie auf den Machu Picchu begleiten, taucht Jaguar dort auf und attackiert Gambusino, den er als den Mörder seines Bruders und des Inkakönigs erkennt. Allerdings wird Jaguar selbst völlig unerwartet vom Priester Anciano, in dessen blinden Hass gegen die Weißen, als der Mörder von Haukaroporas Vater verleumdet und gefangen genommen und sollte den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen werden. Er kann sich aber mit Hilfe seiner Nichte Graziella befreien, die ihm ein Messer zuwirft, bevor sie von den Inkas ergriffen wird. Nun hetzt Anciano Haukaropora gegen Graziella auf und redet ihm ein, sie habe es auch auf den Schatz abgesehen. Inzwischen zeigt Gambusino sein wahres Gesicht, bedroht die Indianer und nimmt Graziella gefangen. Jaguar greift aber ein und tötet ihn. Anschließend redet er auf Haukaropora ein, er solle auf die Inkakrone verzichten, um sinnloses Blutvergießen zu vermeiden. Dieser wirft sie während seiner Krönungszeremonie tatsächlich den Berg hinunter, was die Inkas erzürnt und Anciano veranlasst, ihn zu töten. Der Friede bleibt gewahrt, allerdings auf Kosten von Haukaroporas Leben.

Die Brüder Marischka und ihr „Karl-May-Abenteuer“:



Nachdem der Wiener Georg Marischka, Regisseur von „Die Sklavenkarawane“(1958) und Drehbuchautor von „Der Schut“(1964) und dem Azteken-Zweiteiler (1965), bei Artur Brauner mit der Idee zu diesem Streifen abblitzte, ließ er sich kurzerhand auf das Abenteuer ein, zusammen mit seinem Bruder Franz Marischka eine eigene Produktionsfirma zu gründen und den Film selbst zu realisieren. Die Marischkas hatten bereits Tradition als sehr erfolgreiche Filmfamilie, und gerade Georg Marischka war eine Art Spezialist für den literarischen Karl May. Der Film übernimmt auch zahlreiche Elemente aus dem Roman, wenn auch in durchaus stark abgeänderter Form. So stirbt z.B. Haukaropora im Buch nicht, sondern begibt sich nach Europa, um zu studieren. Das Publikum nahm das Ergebnis dieses ehrgeizigen Projekts nicht an, und der Film floppte an den Kinokassen. Franz Marischka bemerkte dazu, dass er es für einen Scherz hielt, als er von den schockierend niedrigen Besucherzahlen erfuhr. Es war der Karl-May-Film mit dem bisher schlechtesten Einspielergebnis. Der Traum, neben Horst Wendlandt und Artur Brauner als Dritte Firma mit Karl May erfolgreich zu werden, ging nicht in Erfüllung. Kurz darauf meldete die Franz-Marischka-Film Konkurs an. Für den Misserfolg des Steifens ist eine Reihe von Gründen erkennbar.

Umsetzung:



Leider gelang es dem Team weder vor noch hinter der Kamera, sich angemessen in das Karl-May-Genre einzufühlen, so wie es vor Allem Harald Reinl und sein Stab perfekt verstanden. Der Film hat zwar teilweise recht tolle Aufnahmen, und die Dramaturgie ist auch nicht schlecht, die Musik „Böttchert“ allerdings nicht, und wichtige Rollen wurden gar grausam fehlbesetzt. Ich spreche hier vor allem den Amerikaner William Rothlein (geb.1943) als Haukaropora und die Israelin Geula Nuni (1942-2014) als Graziella an, die den Eindruck vermitteln, als hätten sie lediglich ihren Text gelernt und kein Gespür für ihre Rollen entwickelt. Vor Allem Rothlein wirkt steif und ausdruckslos, und man merkt ihm seine schauspielerische Unerfahrenheit an. Dennoch sollte sein erhoffter Erfolg sehr rasch zu Starallüren geführt haben, die ihn am Set nicht gerade umgänglich machten. Ich habe einmal irgendwo gelesen, er sollte optisch an Pierre Brice erinnern, doch ist dies eine Meinung, die ich nicht teile. Sein tragischer Filmtod lässt bemerkenswert kalt und drückt auch nicht auf die Tränendrüse. Er blieb später als Theaterdarsteller aktiv und spielte in einigen wenigen Filmen, darunter "Rambo 2-Der Auftrag" (1985), nur noch untergeordnete Nebenrollen. In Geula Nuni, der wohl blassesten und nichtsaussagendsten weiblichen Hauptdarstellerin, die das Genre hervorbrachte, hat er dann wohl auch das „perfekte“ Love-interest gefunden, um das Publikum möglichst auf Distanz zu halten.

Leider bleibt diesmal auch Rik Battaglia ungewohnt farblos und weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, ist man von ihm doch ganz andere Auftritte gewohnt. Einzig der unverkennbar westernerfahrene und gutaussehende Guy Madison (1922-1996) und der bitterböse agierende Francisco Rabal (1926-2001) liefern einen Lichtblick. Madison wirkt kernig und agil und scheint sich auch große Mühe zu geben, möglichst glaubhaft und draufgängerisch zu erscheinen. Er war mit seinen 43 Jahren als Karl-May-Held ausnahmsweise einmal jünger, als sein ca.50-jähriges literarisches Vorbild "Vater Jaguar", weshalb man den "Vater" wegließ. Dass er nicht die Aura von Lex Barker mitbringt, den man hier in dieser Art von Rolle wohl erwartet hätte, ist nicht wirklich seine Schuld, sondern liegt einfach am Charakter, den das Genre nun mal entwickelt hat. Tatsächlich wurde Barker auch als Jaguar in Erwägung gezogen, war allerdings sowohl unerschwinglich, als auch terminlich ausgebucht. Guy Madison machte bereits in Brauners „Old Shatterhand“ als Bösewicht eine sehr gute Figur. Rabal spielt den äußerst sadistischen, zynischen und dreckig lachenden Unhold Gambusino ganz hervorragend und hat, von Wolfgang Hess synchronisiert, eindeutig Bud Spencers wirkungsvolle Brummbärstimme.

Weniger passend ist das Komiker-Trio Heinz Erhardt (1909-1979), Walter Giller (1927-2011) und Chris Howland (1928-2013). Nichts gegen diese drei Herren, aber sie erwecken einfach den Eindruck, als hätten sie sich in den falschen Film verirrt. Howland als schlafwandlerischer und ewig "Si-sagender" Don Parmesan wirkt besonders überflüssig. Der dargebotene, in den Slapstick abgleitende, Humor passt nun wirklich nicht in einen Karl-May-Film, vor allem die Szenen, in denen Giller und Howland aus Knochen ein Dinosauerier-Skelett zusammenbauen, das wieder zusammenbricht, als Howland niest. Anschließend verfolgt Giller Howland, wobei die Szene im Schnell-Lauf gespielt wird.

Da der Streifen der einzige der Reihe ist, in dem weder Pierre Brice noch Lex Barker mitwirken und darüber hinaus auch die von Harald Reinl „erfundene“ schöne May-Romantik ausbleibt, fühlt man sich als Karl-May-Fan bei diesem Film einfach nicht zu Hause. Er wirkt fremd, und es fehlt das gewisse Etwas. Neben dem Umstand, dass die Karl-May-Welle in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre ohnehin ihren Zenit überschritten hatte, fiel die Uraufführung auch noch auf Ostern 1966 und damit in eine unerwartete Hitzeperiode, die ein potentielles Publikum nicht unbedingt in's Kino lockte. Ferner fehlte Geld für die Werbung.

Schauplätze:



Das Große Plus dieses Streifens, sind die Drehorte. Es wurde tatsächlich an Originalschauplätzen in Peru, aber auch in Bulgarien und Spanien gefilmt. Der wunderbare Machu Picchu (deutsch: Alter Gipfel), benannt nach einem nahe gelegenen Berggipfel, wurde offiziell erst 1911 wiederentdeckt, tatsächlich allerdings viel früher und ist ein Wahrzeichen für die Inkas. Die berühmte Festung liegt auf 2.360 Meter und liefert eine Kombination von tropischem Klima und sehr großer Höhenlage, was extreme Wetterschwankunge mit sich brachte. Cuzco, die einstige Hauptstadt des Inkareiches, wo die Indianertänze gefilmt wurden, liegt mit 3.416 Meter nochmal bedeutend höher.
Der Garten des Präsidenten Castilla befand sich in Aranjuez (Madrid), genauso wie die Stierkampfarena und der Marktplatz. Der Urwald, wo Graziella Haukaropora trifft, liegt am Ropotamo-Fluss am schwarzen Meer, in Bulgarien. Die Szene, wo das Komikertrio die Waffen findet, liegt am Stausee Jasovir Iskar bei Sofia, die Hängebrücke in Bov bei Zerovo. In der Höhle Prochodna bei Karlukovo stand das Dinosaurierskelett. Auch der Sumpf mit den Krokodilen befand sich bei Karlukovo. Die Szenen mit Perillo und Gambusino im Vorland zum Machu Picchu wurden in Belogradtschik bei Sofia gedreht. Gambusinos Überfall auf das Dorf Arequipa entstand in Neguschewo bei Sofia.

Als Untermalung diente die bereits existierende Musik von Angelo Francesco Lavagnino (1909-1987), welche eigentlich für einen italienischen Western vorgesehen war, allerdings gut zu den Bildern passte. Trotzdem erreicht sie nicht annähernd die Klasse von Böttchers Klängen.

Fazit:

Solides Südamerika-Abenteuer mit teilweise schwachen Darstellern, aber interessanten Schauplätzen, das sich in Punkto Flair etwas weit von der May-Welle wegbewegt und die vertrauten Heldengesichter vermissen lässt. 3 von 5.

Giacco Offline



Beiträge: 1.519

16.11.2015 19:00
#87 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

In Spanien lief der Film weitaus besser als bei uns.
Dort hatte er 1,1 Mio. Besucher und war somit recht erfolgreich.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

16.11.2015 20:48
#88 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #87
In Spanien lief der Film weitaus besser als bei uns.
Dort hatte er 1,1 Mio. Besucher und war somit recht erfolgreich.


Das lag vermutlich daran, dass das spanische Publikum weniger auf den typischen May-Flair fixiert war. Handwerklich ist der Film ja ganz passabel und im Vergleich mit anderen Europäischen Abenteuer-Produktionen dieser Zeit locker konkurrenzfähig.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

22.11.2015 19:08
#89 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966)



Filmdaten:
Deutscher: Titel Winnetou und das Halbblut Apanatschi
Originaltitel: Winnetou und das Halbblut Apanatschi / Vinetu i Apanaci
Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland, Italien, Jugoslawien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1966
Länge: 90 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Stab:
Regie: Harald Philipp
Drehbuch: Fred Denger
Produktion: Rialto Film Preben Philipsen Filmproduktion, Berlin
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Heinz Hölscher
Schnitt: Jutta Hering

Besetzung:

Lex Barker: Old Shatterhand (Stimme: Gert Günther Hoffmann), Pierre Brice: Winnetou (Stimme: Thomas Eckelmann), Ralf Wolter: Sam Hawkens, Götz George: Jeff, Uschi Glas: Apanatschi (Stimme: Marion Hartmann), Walter Barnes: Mac Haller (Stimme: Arnold Marquis), Ilija Džuvalekovski: Curly-Bill (Stimme: Klaus W. Krause), Mihail Baloh: Judge (Stimme: Michael Cramer), Marinko Ćosić: Happy, Petar Dobrić: Sloan, Vladimir Leib: Pincky, Branco Špoljar: Doc, Sime Jagarinec: Blacky


Handlung:



Der Jäger Mac Haller, ein Freund Winnetous, lebt mit seiner indianischen Frau Mine-Yota, seinem Sohn Happy und seiner Tochter Apanatschi, dem titelgebenden Halbblut, auf einer einsamen Farm in der Wildnis. Niemand ahnt, dass er bereits vor längerer Zeit eine Goldmine gefunden hat. An Apanatschis 21. Geburtstag schenkt er ihr in Winnetous Anwesenheit die Ader, was diese wenig begeistert, da sie das Unglück vorausahnt, welches das Gold mit sich bringt. Noch während Mac Hallers Abwesenheit kommt Jeff, Apanatschis Verlobter, mit seinen beiden Freunden Pincky und Sloan auf Besuch, und es herrscht abends eine ausgelassene Stimmung. Diese kippt urplötzlich, nachdem Pincky und Sloan in Happy’s Hand einen Goldnugget entdecken. Ihre Gier wird erweckt, und sie bestehen darauf, an der Mine beteiligt zu werden, was sie dazu veranlasst, Mac Haller sogar zu bedrohen. Dieser reitet gleich am nächsten Morgen Richtung Stadt, um Apanatschi als Besitzerin eintragen zu lassen. Er wird allerdings von Pincky und Sloan abgefangen, die ihn zwingen, sie zur Mine zu führen. Er erschießt auf dem Weg ein Kaninchen, um damit Jeff zu alarmieren, der sofort losreitet und seine beiden „Freunde“ zur Rede stellt. Dabei wird er angeschossen und Mac Haller ermordet. Der Versuch der Gauner, Apanatschi und Happy gefangen zu nehmen, scheitert daran, dass Old Shatterhand eingreift. Schließlich begeben sie sich in die Stadt, wo sie sogleich in die Hände von Curly-Bill und seiner gefürchteten Bande fallen, welche dort die Bewohner terrorisiert. Diese entdeckt den Goldnugget und wendet Gewalt an, um Auskunft über den Standort der Mine zu bekommen. Als Old Shatterhand ebenfalls dort auftaucht, geht er dazwischen und stellt Pincky und Sloane ebenfalls zur Rede, wobei Apanatschi und Happy erwähnt werden, was die Bande hellhörig macht. Die Beiden sind seit dem gescheiterten Entführungsversuch in einem Eisenbahnerlager, in dem Old Shatterhand als Ingenieur beschäftigt ist, untergebracht , dass von den Banditen sogleich angegriffen wird, wobei es ihnen gelingt, sie gefangen zu nehmen. Pincky wird bei dem Überfall von Sam Hawkens erschossen und Sloane von Judge, Curly-Bill's rechter Hand, getötet, da er nun nicht mehr gebraucht wird. Der gewiefte und aufgeweckte Jeff begibt sich in die Stadt und knüpft Kontakt mit der Bande, wobei es ihm gelingt, Apanatschi und Happy unauffällig zur Flucht zu verhelfen, die zu den Kiowas in Sicherheit gebracht werden. Anschließend wird der Unterschlupf der Bande von Old Shatterhand und den Bahnarbeitern überfallen, wobei die Banditen durch einen unterirdischen Gang fliehen. Auch gelingt ihnen, Happy wieder einzufangen, woraufhin sich Winnetou als Geisel zur Verfügung stellt und mit Curly-Bill aushandelt, diesem den Weg zur Mine zu zeigen. Im Gegenzug muss er ihn und Happy freilassen, was er dann auch tut. Es folgt eine Meinungsverschiedenheit zwischen Curly-Bill und Judge, welcher seinen Boss kurzerhand erschießt und selbst das Kommando übernimmt. Die Banditen beuten die Mine aus und begeben sich zurück in die Stadt, welche bei deren Eintreffen von Old Shatterhand und den Bahnarbeitern in die Luft gesprengt wird. Judge wird auf der Flucht von einer Lokomotive überrollt.

Die Blutsbrüder reiten ein letztes Mal zusammen für die Rialto:



Seit der Häuptling der Apachen bei der Uraufführung von "Winnetou 3" am 14.10.1965 in die ewigen Jagdgründe ging, sind nunmehr 10 Monate vergangen, und der am 17.08.1966 erstmals aufgeführte "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" ist der erste "post-mortem-Film", in dem die Blutsbrüder wieder gemeinsam zu sehen sind. Gleichzeitig ist es auch der letzte Film, in dem sie für die Rialto in Erscheinung treten. Als Regisseur wurde ursprünglich Paul May (1909-1976) engagiert, war mit dem Stoff aber offenbar überfordert, und wurde gegen Harald Philipp (1921-1999) ausgetauscht, der bereits den "Ölprinz" inszeniert hat. Alle von Paul May gedrehten Szenen mussten neu gemacht werden. Es ist unschwer zu erkennen, dass Philipp eher dem härteren und weniger gefühlsbetonten Karl-May-Stil Vohrers folgte, was bei einem "Winnetou und Old Shatterhand-Film" ungewohnt wirkt und den langsamen Niedergang des Genres nicht aufhalten konnte. Abgesehen von Hugo Fregoneses "Old Shatterhand" ist "Apanatschi" der einzige Karl-May-Streifen mit dem bewährten Traumpaar, bei dem nicht Harald Reinl Regie geführt hat.

Umsetzung:




Der geniale Martin Böttcher beweist wieder einmal, dass auf ihn Verlass ist, gelingt es ihm doch musikalisch, sein unsterbliches Karl-May-Ouvre mit dem sehr schönen Apanatschi-Thema zu ergänzen. Er versteht es wie kein Zweiter, mit dem Genre zu "spielen"und verschiedene Themen mit stilistisch ähnlich klingenden Ohrwürmern zu untermalen, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Böttcher ist als Einziger vom Stab der ersten Winnetou-Filme noch dabei.

Da der Film im Frühling und Sommer gedreht wurde, glänzen die Farben in voller Pracht, und man wird am Anfang auch mit sehr schönen Schauplätzen verwöhnt. Leider beginnt der Streifen zu schwächeln, nachdem der Fokus auf die Curly-Bill-Bande gelenkt wird. Ein zu viel an Schießereien und Sprengungen lässt den typischen Charakter des Genres sehr schnell vermissen. Auch die Indianer kommen viel zu kurz und sind eigentlich kaum zu sehen. Geradezu peinlich wirkt, dass ein Überfall der Apachen aus "Winnetou 1", wo der reitende Intschu-Tschuna zu sehen ist, einfach hineinkopiert wurde. Wendlandts Sparmaßnahmen und Gewinnstreben waren für das Überleben des Genres alles andere als dienlich. Darüber hinaus wird ein ungewohnt schwacher Oberschurke gezeigt. Eigentlich war ursprünglich vorgesehen, Mays Roman "Halbblut" zu verfilmen, doch sah das endgültige Drehbuch dann anders aus und präsentierte eine völlig frei erfundene Geschichte. Die einzige Übereinstimmung mit der Vorlage war wohl, dass ein Eisenbahnerlager vorkommt. Hier eine Beschreibung der Romanhandlung:

Zitat
Halbblut spielt im Wilden Westen und handelt von der Bedrohung eines Eisenbahnercamps durch Comanchen unter der Führung des Häuptlings Tokvi-kava („Schwarzer Mustang“) und dem Enkel Tokvi-kavas, Ik Senanda („Böse Schlange“), dem titelgebenden „Halbblut“. Winnetou und Old Shatterhand müssen eingreifen um das Schlimmste zu verhindern, doch zu allem Unglück werden ihnen ihre berühmten Gewehre Henrystutzen, Bärentöter und Silberbüchse gestohlen. Gemeinsam mit den beiden Vettern Hasael „Has“ und Kasimir „Kas“ Timpe müssen die Helden erst ihre Gewehre zurückholen und danach den Überfall verhindern. Dabei werden sie von Hobble Frank und Tante Droll unterstützt, die zufällig in der Nähe sind. Sie stellen den Indianern mit Hilfe der Bahnarbeiter eine Falle und besiegen diese. Entehrt werden Tokvi-kava, Ik Senanda und ihre Gefährten aus dem Stamm ausgestoßen. Bei dem Versuch, unglaublich naiven, goldgierigen Weißen Waffen und Pferde abzunehmen, werden sie erneut von Old Shatterhand und Winnetou gestellt, verprügelt und anschließend in Freiheit entlassen.
Die Erzählung wurde von May vorzeitig abgebrochen, denn sie sollte ursprünglich rund um den „Schwarzen Mustang“, nämlich das berühmte Pferd Tokvi Kavas weitergeführt werden. In der ursprünglichen Erzählung werden die Schurken deshalb zwar bestraft, aber fortgejagt und kommen nicht zu Tode. In der vom Karl-May-Verlag bearbeiteten Fassung sterben beide.[1]


Wie dieser Inhaltsangabe entnommen werden kann, ist das Halbblut im Buch ein männlicher Schurke.

Der sehr gefühlvolle Reinl-typische Charme der ursprünglichen Winnetou-Filme, der dem Publikum das gewisse Etwas gab, welches dieses so bereitwillig annahm, wird hier vergeblich gesucht. Auch wird der Geist Mays in vielerlei Hinsicht völlig ignoriert, so sind die Kiowas auf einmal Freunde der Apachen, waren sie in den Romanen doch immer deren Todfeinde, was in "Winnetou 1" auch richtig dargestellt wurde. Außerdem werden hier von den Helden großzügig Sprengungen durchgeführt und eine Massentötung praktiziert, die ebenfalls der Anschauung des Autors widerspricht.
Trotz allem hat der Film durchaus Unterhaltungswert und ist auch temporeich, wird jedoch nicht mehr dem Niveau seiner wunderbaren älteren Vorbilder gerecht, sondern wirkt wie eine Routineproduktion und erntete nicht mehr den erhofften Erfolg. Sowohl Ermüdungserscheinungen bei der Umsetzung, als auch die Übersättigung des Publikums, führen neben der nüchterner werdenden Welt der späteren 60er-Jahre dazu, dass die Karl-May-Film-Welle mittlerweile im Begriff ist, zu verebben.

Charaktere:



Auch wenn "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" an den Kinokassen nicht den erhofften Erfolg, sondern lediglich einen kleinen Gewinn brachte, war er zumindest für die damals 22-jährige Jungdarstellerin Ursula (Uschi) Glas (geb.1944) in ihrer ersten großen Rolle ein wichtiges Karriere-Sprungbrett. Mit ihrem relativ dunklen Teint war sie für den Part des für den Film frei erfundenen Halbbluts Apanatschi wohl prädestiniert, wobei ihr bayrischer Akzent wegsynchronisiert werden musste. Sie hat in diesem Film wesentlich mehr Ausstrahlung, als bei ihren Edgar-Wallace-Auftritten, wo ich mich mit ihr nie anfreunden konnte.

Nur schwer nachvollziehbar sind die Beweggründe für die Besetzung des Mazedoniers Ilija Dzuvalekovski (1915-2004) als gefürchteter Oberbösewicht Curly-Bill, da er weder charismatisch noch furchterregend oder gar glaubwürdig wirkt, sondern an einigen Stellen vielmehr wie eine Parodie seiner selbst. Dass er ursprünglich sein Wort hält und Winnetou mit Happy einfach wegreiten lässt, vermittelt schon fast den Charakter eines "Kuschel-Bösewichts". Besonders dämlich erscheint er, als er den Revolver zieht, während Götz George ihn mit seinen Zauberkunststücken lächerlich macht. Man wird hier fast an gewisse Szenen in späteren Terence-Hill-Filmen erinnert. Harald Philipp war selbst mit der Wahl Dzuvalekovskis unzufrieden, weshalb er ihn vorzeitig durch Mihail Baloh töten und ersetzen ließ. Baloh liefert als Curly-Bills rechte Hand Judge, wie auch schon bei seinen Auftritten in "Unter Geiern" und "Winnetou 3", eine reife Leistung ab und erscheint auch wirklich bedrohlich. Als "beförderter" Hauptbösewicht befriedigt er allerdings dann doch wieder weniger.

Auch an Götz George als Jeff, der gewohnt aufgeweckt, vital, durchtrainiert und wagemutig in Erscheinung tritt, gibt es, wie schon gehabt, nichts auszusetzen. Sein optisches Erscheinungsbild veränderte sich seit seinem ersten Karl-May-Auftritt im "Schatz im Silbersee" dabei stetig.

Wenig glaubwürdig erscheint der plötzliche Wandel in Vladimir Leib (1913-1998) und Petar Dobric (1923-1992) als Pincky und Sloan. Nachdem sie das Gold riechen, werden aus zwei netten Kerlen skrupellose und kaltblütige Mordgesellen, die ihren Freund töten, ohne mit der Wimper zu zucken. Der Kroate Petar Dobric war auch im "Ölprinz" als Häuptling Nitsas-Ini zu sehen. Sein Landsmann Vladimir Leib hatte sowohl im "Ölprinz", als auch später im "Tal der Toten" kleine Rollen.

Der sympathische Amerikaner Walter Barnes ist wieder einmal in einer für ihn gewohnten Rolle als Jäger und Farmer Mac Haller zu sehen.

Einen etwas ungewohnten Anblick im Gilet und mit einer Pfeife in der Hand bietet Old Shatterhand im Eisenbahnercamp.



Schauplätze:



In der Anfangsszene reitet Winnetou am altbekannten Tulove Grede vorbei. Dort spielt sich auch die Szene ab, in der Happy vom Adler attackiert wird, wobei der heranfliegende Greifvogel sichtlich in's Bild hineinkopiert wurde. Mac Hallers Goldmine befinde sich auf dem Prezid-Pass bei Obrovac. Das Blockhaus der Curly-Bill-Bande stand am Vransko Jezero in Crvena Luka bei Biograd. Sowohl das Eisenbahnercamp, als auch die Westernstadt Rocky Town, befanden sich in Rastevic bei Benkovac, Mac Hallers Farm bei Radmanove mlinice. Die Curly-Bill-Bande reitet auch am Zrmanja-Canyon vorbei.

Fazit:

Unterhaltsamer und temporeicher Film mit durchaus schönen Schauplätzen, der aber nicht mehr die typische Ausgewogenheit zwischen Action und Romantik der früheren Streifen enthält und deren Zauber missen lässt. 3,5 von 5.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

27.11.2015 15:28
#90 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Martin Böttchers Apanatschi-Melodie.

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