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Dieses Thema hat 133 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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patrick Offline




Beiträge: 2.958

19.08.2015 07:18
#61 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #60
Meistens im Juni, Juli, August!


Danke, werd ich mir vormerken, wobei August wohl eher nicht mehr in Frage kommt.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

24.08.2015 07:32
#62 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Die Höhlen von Postojna (Postojnska Jama/Adelsberger Grotten, August 2015)

Die Höhlen von Postojna, zu deutsch Adelsberger Grotten, nahe Postojna in Slowenien, sind das zweitgrößte Tropfsteinhöhlensystem der Welt (Das größte ist die Jeita-Grotte im Libanon). In diesen Karst-Höhlen wurden in den 60er-Jahren Teile von "Winnetou 2" und "Die Niebelungen" gedreht. Eine Quelle gibt auch "Old Surehand" an, was ich für eine Fehlinformation halte, da dieser in der Zupanova Jama, bei Grosuplje, ebenfalls in Slowenien, gedreht wurde. Der für Touristen erschlossene Teil umfasst ca.20 Km und wird teilweise mit einem Mini-Zug befahren. Besonders reizvoll ist aber der begehbare Teil. Dies war ein ausgesprochen eindrucksvolles Erlebnis. Leider ist es nicht möglich, dieses durch Bilder so wiederzugeben, wie es sich darstellt, wenn man selber drin ist. Die Temperatur in den Höhlen ist ganzjährig bei 10 Grad, was im Sommer angenehm kühl und im Winter angenehm warm ist. Harald Reinl hat die Grotten damals als Rheumakeller bezeichnet. Durch Oxidation schimmern verschiedene Farben, was das ganze fast wie ein Korallenriff aussehen lässt. Aufgrund der riesigen Größe des Höhlensystems und der sehr zahlreichen ähnlichen Formationen, war es mir praktisch unmöglich, die genauen Punkte auszumachen, wo die diversen Szenen entstanden sind. Einen direkten Szenen-Vergleich kann ich daher leider nicht anbieten. Ich beschränke mich deshalb darauf, einige Screenshots von "Winnetou 2" meinen Bildern gegenüberzustellen. Da es 10 bis 40 Jahre dauert, bis sich ein Millimeter Tropfstein bildet, hat sich hier seitedem nicht viel verändert. Von unserer Höhlen-Führerin konnte ich nur erfahren, dass die Filme entlang der Wege, ein bisschen abseits davon, gedreht wurden, also durchaus dort, wo wir uns befanden.

Hier die von mir aufgenommenen Bilder der Höhle:





...und noch ein paar Screenshots aus "Winnetou 2":






Fazit: Ausgesprochen eindrucksvolles und im positiven Sinne "grottiges" Höhlenerlebnis.

Clifton Morris Offline



Beiträge: 114

24.08.2015 15:36
#63 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Diese Höhlen-Aufnahmen zu "Winnetou II" erfolgten nicht in der für Touristen erschlossenen Haupthöhle. Drehort war die nahe gelegene Otoska Jama. Diese ist nicht allgemein zugänglich. Jahrelang hieß es, sie solle zukünftig speziell für Rheumatiker genutzt werden. Es existiert allerdings in dem Buch "Der Weg zum Silbersee" ein Foto, das Lex Barker und Eddi Arent als Besucher in der Bahn zeigt, die hinab in die Haupthöhle fährt. In Postojna wurde neben den "Nibelungen" auch für die TV-Serie "Rinaldo Rinaldini" gedreht. Weitere Höhlenmotive für "Winnetou II" wurden ebenfalls in Slowenien, in Rakov Skocjan, gefilmt.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

24.08.2015 23:07
#64 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Clifton Morris im Beitrag #63
Diese Höhlen-Aufnahmen zu "Winnetou II" erfolgten nicht in der für Touristen erschlossenen Haupthöhle. Drehort war die nahe gelegene Otoska Jama. Diese ist nicht allgemein zugänglich. Jahrelang hieß es, sie solle zukünftig speziell für Rheumatiker genutzt werden. Es existiert allerdings in dem Buch "Der Weg zum Silbersee" ein Foto, das Lex Barker und Eddi Arent als Besucher in der Bahn zeigt, die hinab in die Haupthöhle fährt. In Postojna wurde neben den "Nibelungen" auch für die TV-Serie "Rinaldo Rinaldini" gedreht. Weitere Höhlenmotive für "Winnetou II" wurden ebenfalls in Slowenien, in Rakov Skocjan, gefilmt.



Ach ja? @Clifton Morris Danke für die Info. Unser Höhlen-Guide hat sich bei den Filmen auf die Haupthöhle bezogen, nur eben abseits der Wege. Natürlich muss das nicht unbedingt stimmen, zumal ich das sowieso nicht beurteilen kann. Ich hab's dann mit bestem Wissen und Gewissen so weitergegeben. Aber sei's wie's sei. Der Stil von Haupt- und Nebenhöhlen scheint ja derselbe zu sein und genaue Szenen-Vergleichs-Bilder sind da, im Gegensatz zu den dankbaren Plitvice und Krka- Schauplätzen, sowieso sehr schwierig.

Lord Low Offline




Beiträge: 634

25.08.2015 13:47
#65 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Hier ein paar Infos zur Neuverfilmung von RTL:

http://meedia.de/2015/08/24/drehstart-in...-neue-winnetou/

patrick Offline




Beiträge: 2.958

14.09.2015 16:50
#66 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Durchs wilde Kurdistan (1965)



Filmdaten:

Originaltitel: Durchs wilde Kurdistan
Produktionsland: Deutschland, Spanien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 103 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6 (Neuprüfung 2012)
FSK 16 (2005)
Stab:
Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Franz Josef Gottlieb
José Antonio de la Loma
Produktion: CCC-Filmkunst GmbH (Artur Brauner)
Balcázar Producciones Cinematográficas S.A.
Musik: Raimund Rosenberger
Kamera: Robert Ziller
Francisco Marín
Schnitt: Walter Wischniewsky

Besetzung:

Lex Barker: Kara Ben Nemsi, Marie Versini: Ingdscha, Ralf Wolter: Hadschi Halef Omar, Dieter Borsche: Sir David Lindsay, Chris Howland: Archibald, Gloria Camera: Benda, Wolfgang Lukschy: Ali Bei, Werner Peters: Mütesselin, Đorđe Nenadović: Machredsch von Mossul, Gustavo Rojo: Ahmed El Corda, Charles Fawcett: Scheik Mohammed Emin / Scheik Kadir Bei, Fernando Sancho: Padischah, José Maria Caffarel: Selin Aga, Soraya Hussein: Solo-Tänzerin, Kurt Waitzmann: Ingdschas Bruder, Antonio Iranzo: Durek, Tito García: Sergeant, Juan Cazalilla: Lieutenant, Milo Quesada: Miralai, Antonio Casas: Scheik Cedar, José Nieto: Pir Kamek

Plot:



Der Haddedihn-Scheich Mohammed Emin bittet Kara Ben Nemsi um Hilfe, nachdem sein Sohn Ahmed El Corda vom Machredsch von Mossul gefangen genommen und nach Burusco gebracht wurde, wo der Galgen auf ihn wartet. Grund dafür ist, dass Ahmed El Corda den Machredsch und seine Soldaten zur Rede stellte, da diese ohne Erlaubnis der Haddedihn aus deren Quelle Wasser schöpften. Nach dem darauffolgenden Kampf, bei dem einer der Soldaten von Ahmed getötet wurde, konnte dieser überwältigt und gefangen genommen werden.
Kara Ben Nemsi macht sich, gemeinsam mit seinem treuen Freund Halef, auf den Weg, Scheich Mohammed Emin nach Burusco zu begleiten. Allerdings werden Sie von einer Gruppe Jesidi gefangen genommen, die nicht ahnt, dass Kara Ben Nemsi mit deren Anführer Ali Bei befreundet ist. Es gelingt ihm und seinen Freunden allerdings, die Jesidi zu überwältigen und dazu zu zwingen, sie zu Ali Bei zu bringen, von dem sie freundlich empfangen werden. Nachdem Kara Ben Nemsi von einem geplanten Überfall des Machredsch auf die Jesidi erfährt, bereiten diese eine Falle vor. Der Machredsch und seine Soldaten unterliegen in dem folgenden Gefecht, und es werden ihnen die Waffen abgenommen, bevor man sie weiterziehen lässt. Durch eine unvorsichtige Bemerkung Halefs erfahren sie allerdings, dass Kara Ben Nemsi und seine Freunde auf dem Weg nach Burusco sind. Der Machredsch und seine Männer entledigen sich ihrer Uniformen und überfallen eine Karawane. Danach locken sie Kara Ben Nemsi in eine Falle, doch kann dieser die Oberhand gewinnen, und der Machredsch muss fliehen. Kara Ben Nemsi gelingt es, den trunksüchtigen Mütesselin zu täuschen und Ahmed El Corda vom Galgen zu retten. Zusammen machen sie sich auf den Rückweg. Allerdings ermordet der Machredsch einige Chaldäer und schiebt die Tat Kara Ben Nemsi in die Schuhe. Danach gelingt es ihm, Scheich Mohammed Emin zu töten und Kara Ben Nemsi, zusammen mit Halef und Ahmed, gefangen zu nehmen. Als diese schon die Schlinge um den Hals haben, kommt in letzter Sekunde Ingdscha, die Tochter des Chaldäer-Oberhaupts, zur Hilfe und klärt ihre Stammesgenossen über den Machredsch auf, der zuvor auch sie gefangen genommen hatte. Dieser flüchtet einen Berg hinauf, wird von Kara Ben Nemsi verfolgt, gerät mit diesem in einen Zweikampf und stürzt dabei in die Tiefe. Die Fortsetzung „Im Reich des silbernen Löwen“ folgt.

Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar reiten wieder:




Nachdem sein Azteken-Zweiteiler Artur Brauner nicht den gewünschten Erfolg brachte, griff dieser wieder auf die altbewährten Helden Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar zurück, die im „Schut“, einem der schönsten Karl-May-Filme, die Kassen klingeln ließen. Die Verbindung zum ersten Orient-Abenteuer wurde geschickt hergestellt, indem der Padischa sich zu Beginn des Films bei Kara Ben Nemsi für die Befreiung seines Landes vom Schut bedankt. Der Film ist der erste Teil eines Zweiteilers, der in dem oben erwähnten „Im Reich des silbernen Löwen“ seine Fortsetzung findet, was Brauner seinen Darstellern jedoch vorenthalten hat. Beide Filme wurden 1965 in einem Produktionsgang gedreht und die Schauspieler in dem Glauben gelassen, es würde sich um nur einen Film handeln. Dies veranlasste Barker dazu, eine zweite Gage einzuklagen. Es folgte ein Rechtsstreit, der bis 1969 durch mehrere Instanzen gehen sollte, und in dem Lex Barker schlussendlich Recht bekam. Chris Howland erklärte einmal in einem Interview, er habe erst Jahrzehnte später davon erfahren, dass er damals eigentlich zwei Filme gedreht hatte. Artur Brauner freilich sah die Sache anders. Er behauptete, gezwungen gewesen zu sein, aus einem überlangen Film zwei zu machen. Allerdings habe Barker, der dies hätte wissen müssen, dessen ungeachtet, in letzter Minute vertraglich darauf bestanden, nur für einen Film zur Verfügung zu stehen und ihn damit "erpresst", ansonsten abzuspringen. Außerdem wäre ihm keine zusätzliche unbezahlte Drehzeit abverlangt worden. Er musste einmal mehr sogar vorzeitig abreisen, um für „Winnetou 3“ rechtzeitig zur Verfügung zu stehen.
Wie bei den Artur-Brauner-Produktionen nun mal üblich, hatte das Team auch diesmal wieder mit Schlechtwetter zu kämpfen und kam mit dem Drehplan in Verzug. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Spanier immer sehr pünktlich Feierabend machten. Einmal ließen sie sogar den verdutzten Lex Barker mitten in einer Szene stehen, da es genau 17 Uhr war.

Umsetzung:



„Durchs wilde Kurdistan“ ist zwar weniger reizvoll als „Der Schut“, fängt jedoch den Geist Karl Mays bemerkenswert gut ein, obwohl der Film sich nur sehr lose an den gleichnamigen Roman hält. Auch die Darstellung der innigen Freundschaft zwischen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar ist hier weitaus besser gelungen. Im „Schut“ verhielt sich Kara Ben Nemsi seinem Freund gegenüber öfters etwas schroff, was hier nicht mehr der Fall ist. Obwohl diese Verfilmung, wie oben bereits erwähnt, eigentlich nicht romangetreu ist, sind gewisse Handlungsparallelen zumindest rudimentär erkennbar. Beispiele dafür sind:

Auch im Roman werden die Jesidi von Kara Ben Nemsi bei einem Angriff des Pascha (im Film Machredsch) von Mossul unterstützt, wobei Letzterer unterliegt - In Amadijah (im Film Burusco) schmeichelt sich Kara Ben Nemsi beim Kommandanten (im Film Mütesselin) ein - Es gelingt Kara Ben Nemsi Amad el Ghandur (im Film Ahmed El Corda) zu befreien.

Erstmals in der Geschichte der Karl-May-Filme der 60er-Jahre wurde nicht in Jugoslawien, sondern in Spanien gedreht, was den Film optisch völlig anders, nämlich orientalischer, wirken lässt. Wieder einmal war unter Brauner ein völlig neues Team am Werk. Regie führte der junge und ehrgeizige Franz Josef Gottlieb, der allerdings, nach zum Teil handgreiflichen Auseinandersetzungen mit Brauner, vorzeitig ausschied, was einen Rechtsstreit zwischen den Beiden zur Folge hatte. Die letzten Szenen wurden daher von Werner Klingler und Roy Rowland gedreht. Offenbar wurde Gottlieb zum Sündenbock für den Verzug der Dreharbeiten abgestempelt, was dieser sich nicht gefallen lassen wollte.
Die Musik stammt von Raimund Rosenberger, unterscheidet sich deutlich von Böttchers Werken, ist aber ausgesprochen passend und wohlklingend.

Das wilde Kurdistan machte seinem Namen alle Ehre, war es doch von zahlreichen stolzen Stämmen bevölkert, die keinen Spaß verstanden. Die Türken werden hier als grundsätzlich negative Unterdrücker dargestellt. Die Jesidi sind eine religiöse Minderheit, die auch gegenwärtig durch die tragischen Ereignisse um ihre Verfolgung durch die Terrorgruppe Islamischer Staat im Norden des Irak wieder in die Schlagzeilen kam. Bei den Chaldäern handelt es sich um eine Minderheit orientalischer Christen. Der heldenhafte Kara Ben Nemsi hat hier also einiges zu tun.

Charaktere:




Seine erste große Karl-May-Rolle hat hier der Serbe George Heston (eigentlich Djordje Nenadovic, geb.1935) als verbrecherischer Machredsch von Mossul. Bereits in „ Winnetou 2“, „Unter Geiern“ und „Der Schatz der Azteken“ war er in kleineren Rollen zu sehen. Durch seinen Bart hat er hier starke Ähnlichkeit mit Rik Battaglia als Schut. Seine Darstellung des verschlagenen Bösewichts ist diesem auch durchaus ebenbürtig.

Dieter Borsche und Chris Howland sind als Lord Lindsay und dessen Diener Archie auch wieder mit von der Partie, geben allerdings einen recht albernen und völlig überzogenen Humor zum Besten. Sie reisen wieder einmal mit Sack und Pack durch die Wüste und haben neben einer Badewanne sogar einen Heißluftballon dabei, was an Unsinn und Unglaubwürdigkeit, gar Unmöglichkeit, kaum mehr zu überbieten ist.

Marie Versini, die sich als Nscho Tschi in "Winnetou 1" in die Herzen der Zuseher gespielt hat, ist nach ihrer ebenfalls größeren Rolle im „Schut“ auch wieder dabei, diesmal allerdings in einer anderen Rolle, als Ingdscha. Es ist dies ihr, zumindest im ersten Teil, am wenigsten bedeutender Auftritt im Rahmen der Reihe.

Für Gustavo Rojo (geb.1923) als Ahmed El Corda war dies, neben seiner Schurken-Rolle in „Old Shatterhand“, einer der besten Auftritte im Rahmen von Brauners Karl-May-Filmen. Damit fiel er eigentlich nur im Azteken-Zweiteiler etwas zurück.

In erfrischend ungewohnten Parts sind Werner Peters als Mütesselin und Wolfgang Lukschy als Ali Bei zu sehen. Der Amerikaner Charles Fawcett (1915-2008) bediente gleich zwei Rollen. Kaum stirbt er als Scheich Mohammed Emin den Filmtod, ist er als Scheich Kadir Bei zu sehen. Letztere Rolle wäre eigentlich für Hans Nielsen vorgesehen gewesen, der jedoch verstarb.

Kara Ben Nemsi bekommt in diesem Film einen Schäferhund Namens Dojan geschenkt, der auch in der Romanvorlage vorkommt. Allerdings war es dort ein Windhund. Es handelte sich bei dem Schäfer übrigens um einen Hund des spanischen Diktators Franco.

Schauplätze:



Gedreht wurde vorwiegend im spanischen Almeria. Abgesehen von der Schut-Verfilmung, die genau dort entstanden ist, wo sie auch handelt, war Jugoslawien als Drehort für die Orient-Verfilmungen, die in Wüstenregionen handeln, völlig ungeeignet. Südlich von Almeria ist die Wüstenregion Cabo de Gata, die als Hauptdrehort fungierte. Dort wurden auch Teile von „Lawrence von Arabien“ gedreht. Auch die zerklüftete Gegend in der Nähe der Stadt Tabernas wurde als Drehort einbezogen.

Die Stadt Sorbas diente als Burusco von außen. Das Treffen von Kara und Halef mit Scheich Mohammed Emin wurde an der Straße nach Ohanes gedreht. Als Hauptplatz von Burusco diente Alhama de Almeria, als das Tal der Jesidi die Straße Almeria-Tabernas.

Fazit:

Recht gelungene Orient-Verfilmung, die allerdings nicht die Klasse des "Schut" erreicht. 4 von 5.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

02.10.2015 19:32
#67 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Winnetou 3 (1965)




Filmdaten:

Deutscher Titel: Winnetou 3. Teil

Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland, Italien, Jugoslawien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 93 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6

Stab:

Regie: Harald Reinl
Drehbuch: Harald G. Petersson
Jochen Joachim Bartsch
Produktion: Horst Wendlandt
Erwin Gitt
Stipe Gurdulić
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Ernst W. Kalinke
Schnitt: Jutta Hering

Besetzung:

Lex Barker: Old Shatterhand, Pierre Brice: Winnetou, Rik Battaglia: Rollins, Sophie Hardy: Ann, Ralf Wolter: Sam Hawkens, Carl Lange: Gouverneur, Mihail Baloh: Gomez, Aleksandar Gavrić: Kid, Ilija Ivezić: Clark, Veljko Maricić: Vermeulen, Dušan Antonijević: Weißer Büffel, Gojko Mitić: Jicarilla, Slobodan Dimitrijević: Schneller Panther, Sime Jagarinec: Rote Feder, Joachim Nottke: Off-Sprecher



Handlung:




Die skrupellose Bande des habgierigen Geschäftsmanns Vermeulen versorgt den Stamm der Jicarillas mit minderwertigen Gewehren und Feuerwasser, um sie gegen die Weißen aufzuhetzen, was einen Krieg zur Folge haben sollte, bei dem sie ihr Land verlieren würden. Dieses sollte dann gegen teures Geld an die Siedler verkauft werden. Auch die Apachen werden durch einen Zwischenfall provoziert, da es die Gauner auf deren Ölvorkommen abgesehen haben. Doch erkennen Winnetou und Old Shatterhand die wahren Zusammenhänge und äußern ihre Bedenken dem Governeur. Anschließend beabsichtigen sie, zum Weißen Büffel, dem dem Alkohol verfallenen Häuptling der Jicarillias, zu reiten, um mit ihm zu verhandeln. Allerdings wird an einem Steinbruch ein Anschlag mit Sprengstoff auf sie verübt, den die beiden jedoch überleben. Die Blutsbrüder trennen sich, wobei Winnetou sich weiter auf den Weg zum Weißen Büffel macht und Old Shatterhand zurück nach Santa Fe reitet und den Attentäter stellt, von dem er erfährt, dass der Bandit Rollins auf Winnetou angesetzt wurde, um das beabsichtigte Treffen mit dem Weißen Büffel zu verhindern. Tatsächlich kommt es zu einer wilden Jagd der Banditen auf den Häuptling der Apachen, wobei dieser durch seine Gewandtheit und die Hilfe seines treuen Blutsbruders entkommen kann. Gleich im Anschluss werden die beiden von den Jicarillias gefangengenommen und dem Weißen Büffel vorgeführt, der ihnen sein Gehör schenkt. Allerdings ermordet der hinterhältige Rollins dessen Sohn Schneller Panther mit Winnetous Messer, das dieser bei seiner Verfolgung verloren hatte. Er bringt die Leiche in’s Lager und behauptet, Winnetou bei dem Mord beobachtet zu haben, woraufhin die Blutsbrüder an den Marterpfahl gebunden werden. Durch eine List vermag Sam Hawkens diese jedoch zu befreien, und Old Shatterhand reitet nach Clinton, wo es zu einer erneuten Konfrontation mit der Bande kommt. Es gelingt ihm, den Gouverneur mittels Depeche über die Lage aufzuklären und sich zusammen mit Winnetou und seinen Apachen in den Bergen zu verschanzen, da ein Angriff der Banditen und der mit ihnen verbündeten Jicarillas bevorsteht. Als die Armee bereits hilfreich heranrückt, versucht Rollins Old Shatterhand aus dem Hinterhalt zu erschießen und trifft dabei Winnetou, der sich schützend vor seinen Blutsbruder wirft. Rollins wird anschließend von den Apachen hingerichtet, doch erliegt auch Winnetou seiner schweren Verletzung.

Winnetous Tod – Millionen wurden zu Tränen gerührt:




"Winnetous Seele muss gehen. Winnnetou ist bereit. Leb wohl, mein treuer...", sind Winnetous letzte Worte in den Armen Old Shatterhands. Die auf dem Mali Alan ergreifend inszenierte Sterbeszene stieß unzählige Fans des edlen Apachen völlig vor den Kopf. Es handelt sich dabei wohl um einen der emotionalsten Momente der deutschen Filmgeschichte. Sehr gut gelungen ist der Rückblick auf Szenen aus Reinls früheren Winnetou-Filmen, welche Old Shatterhands Erinnerungen zeigen. Bereits vorher offenbart Winnetou seinem Blutsbruder die Vorahnung seines Todes. Für viele brach damals regelrecht eine Welt zusammen, und Horst Wendladt bekam den Unmut der Fangemeinde mit voller Härte zu spüren, wurde er doch mit Beschimpfungen und bitterbösen Briefen eingedeckt. Auch Rik Battaglia hatte eine ungeahnt schwere Zeit zu überstehen, da er nun wie ein geächteter behandelt wurde und sein Fanclub dramatisch schrumpfte. Daraus ist erst erkennbar, welch überdimensionaler Beliebtheit Winnetou sich in den 60er-Jahren erfreute. Doch der resolute und selbstbewusste Wendlandt ließ sich nicht beirren und schickte zwei Monate später "Old Surehand" in's Rennen, der den Fokus wieder auf die Lebzeit des Häutplings der Apachen richtete. Auch Karl May selbst ließ seinen Helden nach dessen Ableben literarisch wieder auferstehen. Davon abgesehen war die Aufregung um Winnetous Tod eine sehr willkommene und kostenlose Werbung.

Umsetzung:



Einmal mehr bewies Harald Reinl sein ungeheueres Gespür für Karl May und seine Helden. "Winnetou 3" ist handwerklich ungemein sauber inszeniert, hat eine flotte, abwechslungsreiche und temporeiche Handlung und betont diesmal besonders gelungen das romantisch-traurige Element; und dies, obwohl praktisch keinerlei Romanbezug mehr gegeben ist, da, wie auch schon bei "Winnetou 2", das Problem bestand, dass die Vorlage praktisch in 2 voneinander unabhängige Handlungsstränge zerfällt, was den Stoff für eine Verfilmung wenig geeignet machte. Die einzige Übereinstimmung besteht im Tod Winnetous, wobei sich auch dort die Umstände gravierend voneinander unterscheiden. Im Roman starb Winnetou durch die Kugel eines Sioux, während im Film der Bandit Rollins sein Mörder ist. Eine Person dieses Namens kommt im Buch "Winnetou 2" lediglich in einer untergeordneten Rolle vor. Das Hauptmotiv mit der Bestrebung skrupelloser Weißer, den Indianern Ihr Land zu nehmen, entspricht allerdings durchaus der historischen Wahrheit. Auf jeden Fall ist dieser Film ein weiterer Beitrag, der dem amerikanischen Western in keinster Weise nachsteht, ohne aber diesen nachzuahmen. Es wurde ein völlig eigenständiges romantisches Genre geschaffen, ohne irgendwelche, bereits dagewesenen, Western-Klischees zu bedienen. Das Verhältnis Action/Gefühl ist perfekt ausgewogen. "Winnetou 3" markiert den Höhepunkt der Filmreihe und war leider der Letzte, der die "Goldene Leinwand" bekam. Schade ist, dass Reinl nach diesem Film eine längere Karl-May-Pause machte und erst für den Abschluss der Reihe wieder in Erscheinung trat. Nur belächeln kann man übrigens folgende, unter dem Eindruck der läutenden Glocke von Santa Fe, gemachte sehr kindlich, naiv anmutende "spirituelle" Aussage: "Nun spricht die Glocke zu Winnetou und er versteht ihren Ruf. Sie sagt, liebe alles, was gut ist, und hasse alles, was böse ist."

Charaktere:



Neben dem "Schut" hat Rik Battaglia als extrovertierter, dynamischer, aber auch hinterhältiger und mörderischer, Rollins hier seine wohl beste und eindrucksvollste, jedoch auch unbeliebteste, Karl-May-Rolle. Nach eigener Aussage bekam er nach diesem Film als Echo auf die Erschießung Winnetous sogar Morddrohungen. Es war dies, nach vier CCC-Auftritten, seine erste Karl-May-Rolle bei Wendlandt und Rialto. Privat hatte er ja so rein gar nichts von seinem bösen Typecasting, kannte man ihn doch als sehr umgänglichen, netten und charmanten Zeitgenossen. Einen wenig wichtigen Part füllte dagegen Sophie Hardy aus und durfte mit Ralf Wolter herumalbern. Allerdings wirkt sie hier nicht ganz so dümmlich, wie in dem Edgar-Wallace-Film "Der Hexer". Als weiterer Wallace-Darsteller hatte Carl Lange eine kleine Rolle als Gouverneur. Seinen letzten Karl-May-Auftritt absolvierte Slobodan Dimitrijevic als Schneller Panter. Auch der Slowene Mihail Baloh macht als mexikanischer Bandit Gomez eine sehr gute Figur und fiel auch schon in "Unter Geiern" als heuchlerischer Tobias Barton alias Weller auf.



Schauplätze:



"Winnetou 3" zeigt ganz besonders schöne Aufnahme der Plitvicer-Seen, die Schauplatz der Verfolgung Winnetous durch Rollins und seine Männer waren. Die Westernstadt Clinton stand in Ljubljana-Stozice, in Slowenien. Die Ermordung des Schnellen Panthers fand bei Suho polje (Vrlika) statt. Die Szene im Steinbruch wurde bei Solin gedreht, wo auch der Überfall auf den Siedlertreck in "Winnetou2" inszeniert wurde. Das Haus des Gouverneurs in Santa Fe stand in Trogir, das Indianerlager der Jicarillas bei Vransko jezero bei Crvena Luka (Biograd). Am Mali Alan treffen sich Winnetou und Old Shatterhand vor den Grabstätten von Nscho Tschi und Intschu Tschuna (Tulove Grede). Auch die berühmte Sterbeszene wurde ziemlich hoch oben auf dem Mali Alan eindrucksvoll in Szene gesetzt. Als Rio Pecos diente auch diesmal wieder der Zrmanja (Zramanja Canyon). Der Präriebrand wurde in Bokanjac bei Zadar gedreht und das Ende mit Winnetous letzem Geleit in Modric bei Rovanjska (Starigrad-Paklenica).

Von schlechtem Wetter blieb das Team diesmal verschont. Im Gegenteil; es hatte sogar bis zu 45° im Schatten, was den Darstellern einiges an Strapazen abverlangte. Der Film ist damit, im Gegensatz zu "Old Shatterhand" und "Der Ölprinz", wieder sehr farbenprächtig geraten.

Fazit:


Einer der besten, aber auch traurigsten, Filme der Reihe mit Harald Reinls typischer Karl-May-Romantik. 5 von 5.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

19.10.2015 06:34
#68 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Der Mali Alan (Oktober 2015)

Nachdem ich unter Einsatz meines Lebens, aber mit Hilfe eines sehr kompetenten Führers, den Mali Alan im kroatischen Velebit-Gebirge bestiegen und dabei die noch vorhandenen Tretminen und winter-schlafenden Giftschlangen umgangen habe, möchte ich nun meine dort geschossenen Bilder präsentieren. Ohne meinen ortskundigen Begleiter hätte ich viele der Stellen wohl niemals gefunden.




1. Winnetou und Old Shatterhand treffen sich 1965 in "Winnetou 3" bei den Gräbern von Intschu Tschuna und Nscho Tschi auf der "Gräberwiese" mit Blick Richtung "Tulove Grede" (Nugget Tsil). Die originalen Steinhäufen existieren nicht mehr, allerdings wurden von Fans zwei kleinere Steinhäufen errichtet.



2. Dieselbe Stelle aus einer Perspektive weiter rechts.



3. Einer von Rollins Männern (Winnetou 3) lauert auf Winnetou, der von unten kommt. Die Szene entstand relativ weit oben auf dem Mali Alan.




4. Old Shatterhand gibt Winnetou Schützenhilfe (Winnetou 3). Er befindet sich etwas oberhalb der Stelle des Banditen aus dem vorigen Bild.




5. Winnetou und Old Shatterhand treffen "Rote Feder" mit seinen Jicarillas. Die Stelle ist von jener der beiden vorhergehenden Bilder nicht allzu weit entfernt. Allerdings stand ich bei der Aufnahme ein paar Meter weiter unten. Auch das Wetter ist nicht ganz so gefällig.




6. Die berühmte "Grüne Wiese". Die Stelle, wo Old Shatterhand, Winnetou und Sam Hawkens sich in "Winnetou 3" verschanzen, sollte Winnetou's Sterbestelle werden. Die "Grüne Wiese" ist ein Hochplateau, das nur über recht unwegsames Gelände erreichbar ist. Wir haben uns gefragt, wie es wohl möglich war, so viele Pferde dorthin zu bekommen. Angeblich hatte man damals in mühevoller Arbeit einen Holzsteg über das Gelände gebaut. Anders wäre es wohl auch kaum möglich gewesen. Ein sehr idyllischer Platz, an dem wir mehrere Stunden die Aussicht genossen haben.




7. Ebenfalls die "Grüne Wiese", diesmal von unten. Mein Bild wurde allerdings von der anderen Seite aus aufgenommen.




8. Sam Hawkens, Winnetou und Old Shatterhand an der Sterbestelle. Sehr auffällig ist heute, im Gegensatz zu 1965, der üppige Bewuchs.




9. Die Stelle, von der aus Rollins den tödlichen Schuss auf Winnetou abfeuerte. Auf meinem Bild ist die Stelle ganz links bei dem Busch, der damals freilich noch nicht existierte. Die Gesteinsformation ist deutlich zu erkennen. Die Stelle ist recht nahe und schräg hinter der Sterbestelle. Im Film wirkt natürlich alles weiter voneinander entfernt.




10. Die Begrüssungsstelle, wo Winnetou und Old Shatterhand auf die Jicarillas treffen (siehe Bild 5).




11. Winnetous Sterbeszene in "Winnetou 3".




12. Nscho Tschis Sterbeszene auf der "Gräberwiese" in "Winnetou 1"(1963).



13. Santers Tod beim großen Krater am "Tulove Grede" in "Winnetou 1".




14. Intschu Tschuna bricht beim Krater tödlich getroffen zusammen (Winnetou 1).



15. Winnetou an derselben Stelle (Winnetou 1).



16. Die "Geierwiese" in "Unter Geiern" (1964). Der Felsen, von dem Weller nach Winnetous Schuss tödlich getroffen herabstürzt. Die Stelle ist von der "Gräberwiese" aus betrachtet etwa in relativ gerader Linie auf der anderen Seite Richtung Tulove Grede. Die "Gräberwiese" ist links von der Windschutzmauer, die "Geierwiese" rechts davon.



17. Das Nachtlager der Geier auf der "Geierwiese" in "Unter Geiern".




18. Komantschenhäuptling Maki-Moteh in "Old Surehand" (1965) im Tal der verlorenen Schreie, welche die Geierwiese aus "Unter Geiern" ist.



19. In der Schlußszene von "Old Surehand" (1965) reiten Old Surhand, Old Wabble und die Soldaten von der "Geierwiese" kommend unten am "Tulove Grede" vorbei.



Fazit: Eine wunderbar wildromantische Stein-und Wiesenlandschaft, die ein Karl-May-Fan einfach gesehen haben muss, da es sich um einen der zentralen Drehorte handelt. Bilder von weiteren Drehorten folgen noch.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

21.10.2015 19:04
#69 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Old Surehand (1965)



Filmdaten:

Deutscher Titel: Old Surehand 1. Teil
Originaltitel: Old Surehand 1. Teil / Old Surhend
Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland, Jugoslawien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 90 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6

Stab:

Regie: Alfred Vohrer
Drehbuch: Fred Denger
Eberhard Keindorff
Johanna Sibelius
Produktion: Horst Wendlandt
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Karl Loeb
Schnitt: Hermann Haller

Besetzung:

Stewart Granger: Old Surehand, Pierre Brice: Winnetou, Larry Pennell: „General“ Jack O’Neil, Letitia Roman: Judith, Wolfgang Lukschy: Richter Edwards, Mario Girotti: Toby Spencer, Erik Schumann: Captain Miller, Milan Srdoč: Old Wabble (als Paddy Fox), Velimir Bata Živojinović: Jim Potter, Voja Mirić: Joe, Dušan Janićijević: Clinch, Dušan Antonijević: Maki-moteh, Vladimir Medar: Goldgräber Ben, Sime Jagarinec: Tou-Wan / Bandit



Handlung:




Eine Bande, deren Anführer sich „General“ nennt, überfällt eine Eisenbahn und entwendet die mitgeführten Lohngelder. Die überlebenden Fahrgäste werden in einen Wagon gesperrt und sollten durch eine Sprengung getötet werden, was von dem heranreitenden Old Surehand verhindert wird, der mit einem gezielten Schuss die Lunte durchtrennt. Anschließend töten die Banditen im Land der Komantschen einige Büffel, um die Indianer gegen die Weißen aufzuhetzen und dadurch von dem Überfall abzulenken. Die Komantschen greifen sofort an, und die Banditen fliehen auf die Ranch des Farmers Mac Hara, der eigentlich mit den Indianern befreundet ist und den, von den Banditen falsch dargestellten, Sachverhalt nicht verstehen kann. Bei dem folgenden Gefecht wird Mac Haras Sohn von einem der Banditen von Hinten erschossen, was jedoch den Komantschen zugeschrieben wird. Mac Hara reitet daraufhin mit den Verbrechern zum Friedensrichter nach Mason City, wo er die Sache schildert, was dem, sich ebenfalls in der Stadt befindlichen, Old Surehand sofort verdächtig erscheint. Tatsächlich wird auf diesen kurz darauf ein Mordversuch verübt, den er durch seine sichere Schusshand vereitelt, indem er den Heckenschützen tötet. Als Tou-Wan, der Sohn des Komantschenhäuptlings Maki-Moteh, in die Stadt kommt, um zu reden, wird er von einem Unbekannten von Hinten erschossen, woraufhin Mason City den Rachedurst des Häuptlings auf sich zieht. Drei Tage sollte die Trauerfeier dauern und danach die Stadt angegriffen werden, was Old Surehand veranlasst, innerhalb dieser Frist den Mörder zu suchen. Er erfährt, dass es sich dabei um denselben Mann handelt, der auch seinen Bruder auf dem Gewissen hat, nämlich den General. Dieser lässt auch den alten Ben ermorden, da dieser eine Goldmine gefunden hat, und entwendet den Plan, der zu dieser führt. Er versorgt die Komantschen, im Gegenzug gegen das Stück Land, auf dem sich die Mine befindet, mit Gewehren. Allerdings sind die Waffen lediglich mit Platzpatronen geladen, sodass die Indianer in einem bevorstehenden Gefecht mit der Kavallerie unterliegen sollten. Es gelingt Winnetou jedoch, den Komantschen die Wahrheit vor Augen zu führen, nachdem er diese auf sich schießen lässt. Schließlich verbünden sich Indianer und Soldaten und täuschen ein Gefecht vor, indem sie in die Luft schießen, was die Banditen anlockt, um die Leichen zu plündern. Dabei gehen sie in die Falle und werden überwältigt. Old Surehand begibt sich daraufhin in eine Höhle, genannt „Das Labyrinth des Todes“, in der sich der General versteckt hält, und erschießt ihn, nachdem Old Wabble in dessen Gewalt gerät. Damit sind sowohl der Tod von Old Surehands Bruder, als auch jener von Tou-Wan gerächt.

Winnetous „Auferstehung“ und Old Surehands Abschiedsvorstellung:



Genau 2 Monate nachdem Winnetou in „Winnetou 3“ in die ewigen Jagdgründe ging, durfte er wieder quicklebendig durch die Prärie reiten, womit Horst Wendlandt die erzürnten Fans zu versöhnen suchte. Leider markierte der Film insofern einen Wendepunkt, dass er als erster Winnetou-Film der Reihe nicht mehr die „Goldene Leinwand“ bekam. Trotzdem konnte er mit respektablen 2,5 Millionen Besuchern nicht als Misserfolg betrachtet werden. Eigentlich sollte „Old Surehand“, analog der Winnetou-Trilogie, ebenfalls ein Dreiteiler werden, doch nahm man angesichts des rückläufigen Einspielergebnisses davon Abstand. Einen nicht unwesentlichen Grund für den geringeren Erfolg des Films dürfte der Umstand darstellen, dass der edle Apache erst nach gut 40 Minuten in Erscheinung tritt und auch dann eher als Nebenfigur fungiert. Der Streifen ist damit voll und ganz auf den durchaus souveränen und lässig-cool und ironisch agierenden Titelhelden zugeschnitten. Nachdem Winnetou bereits in „Unter Geiern“ und „Der Ölprinz“ im Schatten von Stewart Granger stand, wurde er hier endgültig zu Nebenfigur degradiert, was der Fangemeinde wohl gar nicht gefiel. Damit waren Stewart Grangers Tage als Old Surehand dann auch gezählt, was Pierre Brice, angesichts des schwer belasteten Klimas zwischen ihm und Granger, nicht unangenehm gewesen sein dürfte . Ein weiterer Grund für den nachlassenden Erfolg könnte gewesen sein, dass das Publikum im Jahre 1965 mit Karl-May-Filmen regelrecht überschwemmt wurde (wenn man den am 31.12.1965 uraufgeführen "Im Reich des silbernen Löwen" dazuzählt, 7 Filme!!!). Der Vertrag für den nicht realisierten „Old Surehand 2“ wurde erfüllt, indem Granger in dem Wallace-Film „Das Geheimnis der weißen Nonne“ mitwirkte.

Umsetzung:



Es ist in dieser Phase wohl nicht mehr nötig zu bemerken, dass außer einigen Charakteren und dem Rachemotiv des Titelhelden, keinerlei Romanbezug mehr gegeben ist. Auf die völlig veränderte Darstellung von Old Surehand und Old Wabble bin ich bei meiner Besprechung zu „Unter Geiern“ bereits eingegangen. Es wird, im Gegensatz zur Vorlage, nur sehr oberflächlich auf den Hintergrund der genannten Figuren eingegangen. Auch heißt Old Surehand hier in Wirklichkeit nicht Leo Bender, sondern Johnny Garden und ist damit auch nicht Deutscher, sondern wohl Amerikaner. Old Wabble ist nicht Mr.Cutter, sondern Jeremy Sanders. Old Surehands Bruder heißt im Roman Fred Bender und ist, wie er selbst, ein Halbblut. Außerdem ist er nicht tot, sondern unter dem Namen Apanatschka ein Komantschenhäuptling, den Old Surehand schließlich wieder trifft. Dieser tiefgehende familiäre Hintergrund wird im Film in keinster Weise dargestellt. Auch fehlen einmal mehr wichtige Charaktere, wie Old Shatterhand, Bloody Fox, Pitt Holbers und Dick Hammerdull.

Trotz Allem ist „Old Surehand“ aber ein sehr farbenprächtiger und kurzweiliger Film mit großem Unterhaltungswert und schönen Aufnahmen. Auch hatte das Publikum die Gelegenheit, sich nach dem sehr traurigen „Winnetou 3“, durch den coolen und gewitzten Stewart Granger und Alfred Vohrers weniger gefühlsbetonten Regiestil emotional wieder zu erholen.

Charaktere:



Ein gutaussehendes, aber doch recht plattes und zu komödiantisch angelegtes, Paar geben Mario Girotti (geb.1939) und Letitia Roman (geb.1941) ab. Zu diesem Zeitpunkt ahnte wohl noch niemand, dass der stocksteife Mario Girotti nur wenige Jahre später als lässig-cooler und frecher Terence Hill schauspielerisch in ein ganz anderes Licht rücken sollte. Vorher ist er aber noch unter der Regie von Harald Reinl in Arthur Brauners „Die Nibelungen“ zu sehen. Fanny-Hill-Darstellerin Letitia Roman sei ihre darstellerische Mittelmäßigkeit durch ihr gutes Aussehen verziehen . Toby ist übrigens im Roman Anführer einer Bande von Rowdys, im Film aber ein etwas tölpelhafter Anwalt.

Auch Wolfgang Lukschy hatte nach „Durchs wilde Kurdistan“ wieder einen May-Auftritt, diesmal als Richter Edwards.

Als aalglatter „General“ ist Larry Pennell (1928-2013) zu sehen und ähnlich angelegt, wie Rik Battaglia, allerdings wesentlich farbloser und uncharismatischer und auch nicht so impulsiv. Im Film heißt der General Jack O’Neille, im Roman Douglas alias Dan Etters alias John Bender.

Der Serbe Dušan Antonijević (1912-1986) spielt auch diesmal, wie in "Winnetou 3", einen Häuptling, der nach Ermordung seines Sohnes von Rachsucht getrieben ist.

Der Kaskadeur Sime Jagarinec spielte sowohl den Häuptlingssohn Tou-Wan, als auch einen Banditen. Als letzterer erlitt er beim Sprung vom Dach eines Waggons einen dreifachen Knöchelbruch, weshalb ihm ein Gips verpasst werden musste.

Schauplätze:



Der Film wurde gleich im Anschluss an „Winnetou 3“ gedreht und einiges daraus übernommen. Die Stadt Stozice, die in „Winnetou 3“ Clinton hieß, war jetzt Mason City. Das Jicarilla-Lager bei Vransko jezero bei Crvena Luka (Biograd) wurde zum Komantschen-Lager.

Die Szenen im „Labyrinth des Todes“ entstanden in der Tropfsteinhöhle Zupanova Jama/Taborska Jama bei Grosuplje, in Slowenien. In Grobnik Polje wurden einige Reitszenen gedreht. Der Überfall auf die Eisenbahn wurde bei Benkovac inszeniert. Die Mac-Hara-Farm stand bei Bokanjak. Auch der, so oft verwendete, Zrmanja-Canyon, an dem das Pueblo stand, kommt wieder vor. Winnetou und Old Surehand treffen sich dort.

Das „Tal der verlorenen Schreie“ war auf der, aus „Unter Geiern“ bekannten, „Geierwiese“ unterhalb des Tulove Grede. Old Surehand und Old Wabble reiten in der letzten Szene von dort kommend an diesem vorbei.

Die Poststation war beim Zementwerk von Solin. Der Überfall der Komantschen auf Toby und Judith fand in Radmanove mlinice bei Omis statt.

Die Dreharbeiten dauerten bis Ende Oktober 1965, was Probleme mit dem Wetter unausweichlich machte. Die Crew wurde von den Winden Bora und Jugo, sowie von heftigen Hochwassern, geplagt.

Fazit:

Schöner und unterhaltsamer Bilderbuch-Karl-May. 5 von 5.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

26.10.2015 15:10
#70 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Im Reiche des silbernen Löwen (1965)



Filmdaten:
Deutscher Titel: Im Reiche des silbernen Löwen
Originaltitel: Im Reiche des silbernen Löwen / El Ataque de los Kurdos
Im Reiche des silbernen Loewen
Produktionsland: Deutschland, Spanien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 95 Minuten
Altersfreigabe:
FSK12
Stab:
Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Franz Josef Gottlieb
José Antonio de la Loma
Produktion: CCC-Filmkunst GmbH (Artur Brauner)
Balcázar Producciones Cinematográficas S.A.
Musik: Raimund Rosenberger
Kamera: Robert Ziller
Francisco Marín
Schnitt: Walter Wischniewsky

Besetzung:

Lex Barker: Kara Ben Nemsi, Ralf Wolter: Hadschi Halef Omar, Dieter Borsche: Sir David Lindsay, Chris Howland: Archibald, Marie Versini: Ingdscha, Gustavo Rojo: Ahmed El Corda, Sieghardt Rupp: Abu Seif, Charles Fawcett: Scheik Kadir Bei, Fernando Sancho: Padischa, Đorđe Nenadović (= George Heston): Machredsch von Mossul

Handlung:



Der Machredsch von Mossul hat den vermeintlich tödlichen Sturz am Ende von „Durchs wilde Kurdistan“ überlebt, verbündet sich mit dem Räuber Abu Seif und plant mit ihm, den Schatz der Chaldäer zu rauben, der in einer Höhle des Berg Nedjir von der greisen Marah Durimeh bewacht wird. Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar, Ahmet El Corda und Marah Durimehs Enkelin Ingdscha erfahren davon und versuchen, vor den Räubern bei Marah Durimeh zu sein. Allerdings wird Ingdscha von Abu Seif entführt, um Marah Durimeh zur Herausgabe des Schatzes zu erpressen. Die Freunde versuchen, den Schott El Djerid, den großen Salzsee, zu durchqueren, wobei sie in einen Hinterhalt des Machredsch geraten und sich verschanzen müssen. Nachdem sich die Räuber vor Einbruch der Dunkelheit zurückziehen, führt Kara Ben Nemsis treuer Hund Dojan die Gruppe weiter, da ihr Führer erschossen wurde. Nachdem sie erschöpft zusammenbrechen, werden sie von Scheich Zedar gefunden, müssen allerdings dem Machredsch übergeben werden, der wieder im Amt ist, da er durch seine Lügen den Padischa überzeugt hat, Kara Ben Nemsi habe sich mit Abu Seif verbündet und wolle den Schatz der Chaldäer rauben. Allerdings fügt sich Kara Ben Nemsi einem Gottesurteil und überlebt durch seine Reitkunst, woraufhin der Padischa wieder Vertrauen zu ihm fasst und ihn weiterziehen lässt, um Marah Durimeh zur Hilfe zu eilen, die nun vom Machredsch und seinen Männern am Berg Nedijr belagert wird. Abu Seif wurde inzwischen bei einem Zweikampf von Ahmet El Corda getötet und seine Männer von den Haddedihn in die Flucht geschlagen. Sie verbündeten sich dann aber mit dem herbeieilenden Machredsch, der Marah Durimeh ermordet, bevor er von Kara Ben Nemsi gestellt wird und in einem letzten Kampf auf einer Gondel endgültig in den Tod stürzt.

Kara Ben Nemsis letztes Abenteuer:



„Im Reiche des silbernen Löwen“ hatte am 31.12.1965, praktisch zu Silvester, seine stille Premiere. Grund für dieses merkwürdige Datum war, dass der Film ja in einem Produktionsgang, zusammen mit „Durchs wilde Kurdistan“, gedreht wurde und aus rechtlichen Gründen, wie Letzterer, noch im Jahre 1965 uraufgeführt werden musste. Die eigentliche Premiere war dann aber am 18.02.1966. Auf jeden Fall fiel dies in eine Zeit, als die Karl-May-Welle sich am absteigenden Ast befand, und Artur Brauner nahm vorerst mal von weiteren Projekten Abstand. Es sollte die Letzte Orient-Verfilmung der Reihe bleiben. Zwar fällt der Film, wie auch schon „Durchs wilde Kurdistan“, deutlich hinter den „ Schut“ zurück, doch handelt es sich, wie auch schon bei Ersterem, um einen schönen deutschen Klassiker, der, trotz des nur in Bruchstücken vorhandenen Romanbezugs, den Geist und die Atmosphäre Karl Mays sehr gelungen wiedergibt.

Umsetzung:



„Im Reiche des silbernen Löwen“ hat mit dem gleichnamigen Roman rein gar nichts gemeinsam und enthält vielmehr Elemente aus den Karl-May-Erzählungen „Durchs wilde Kurdistan“ und „Durch die Wüste“, wie z.B den Schott El Djerid. Dieser ist ein berüchtigter und todbringender Salzsee im südlichen Tunesien und gehört zur Sahara. Er wird von Wasserläufen gespeist, allerdings verdunstet das Wasser unter der Hitze und die Salze kristallieren zu einer trockenen Kruste, unter der sich ein heimtückischer Schlick befindet. Wer dort einbricht ist hoffnungslos verloren.

Als Kritikpunkt möchte ich anbringen, dass der Machredsch den Sturz aus beträchtlicher Höhe im ersten Teil ohne nennenswerte Blessuren überlebt hat und sich in der Eingangsszene nur kurz den Arm hält. Dies erinnert sehr stark an diverse Action- und Horrorfilme, wo verschiedene, unzerstörbar erscheinende, Bösewichter, Monster und Unholde nahezu alles überleben und immer wieder von Neuem auftauchen, was man im Karl-May-Genre nun wirklich nicht gewohnt ist. Die Handlung selbst ist recht flott, abenteuerlich und kurzweilig.

Raimund Rosenbergers Titelmelodie klingt, im Gegensatz zur recht gelungenen Titelmelodie von "Durchs wilde Kurdistan", eher fad und lässt Martin Böttcher schmerzlich vermissen.

Charaktere:



Die Hauptcharaktere sind größtenteils dieselben wie in „Durchs wilde Kurdistan“. Neu dabei sind Sieghardt Rupp als Abu Seif und Anne-Marie Blanc (1919-2009) als Marah Durimeh. Sieghardt Rupp hat hier wesentlich mehr Präsenz als in „Unter Geiern“, wo er, trotz seiner finsteren Miene, als Preston sehr flach erscheint. Dennoch wird er von George Heston alias Dorde Nenadovic an die Wand gespielt, der den Mahredsch von Mossul wieder einmal gewohnt hinterhältig, verschlagen und heuchlerisch darstellt und Rik Battaglia durchaus ebenbürtig ist. Abu Seif, Der „Vater der Säbel“, ist im Roman ein Pirat, der von Halef getötet wird. Hier ist er ein Räuber, der sein Leben im Zweikampf gegen Ahmet El Corda verliert.
Die 1965 gerade mal 46-jährige Anne-Marie Blanc ist für die Rolle der greisen Marah Durimeh viel zu jung und wirkt als alte Frau auch entsprechend künstlich. Ihre Rolle und die dazugehörigen Dialoge sind dabei recht einfach gestrickt.
Marie Versini bekommt als Ingdscha wesentlich mehr Raum als im ersten Teil, wo sie mehr oder weniger nur anwesend ist, und darf sich in den jungen Ahmet El Corda verschauen, nachdem Kara Ben Nemsi für die Liebe gewohnt unzugänglich ist.

Schauplätze:



Der Film wurde an zahlreichen Orten in Andalusien gedreht. Kara Ben Nemsis Gottesurteil-Ritt wurde in Cabo de Gata inszeniert. Ingdschas Tanz wurde in Cuevas del Almanzora gedreht.
Die Ermordung des Bauern durch den Machredsch in der ersten Szene fand bei Banos de Alhamilla statt, ebenso wie Teile der Aufnahme mit Kara Ben Nemsi und seinen Begleitern auf dem Weg nach Fednassa und der Ritt durch den Torbogen von Fednassa. Der Berg Nedjier war bei Cuevas de Almanzora. Die Ruine, wo Ingdscha gefangen gehalten wird, stand in Gergal. Die Szene mit Abu Seif und seinen Männern auf dem Weg zum Berg Nedjir wurde in der Sierra Alhamilla (Straße Almeria-Tabernas), der einzigen natürlichen Wüste Europas, gedreht, abenso wie jene in der Gondelschlucht. Dort entstanden auch zahlreiche Western. Als Schott El Dscherid diente die Saline Bujaraloz.


Fazit:

Durchaus gelungenes Orient-Abenteuer mit passendem May-Flair. 4 von 5.

TV-1967 Offline



Beiträge: 445

26.10.2015 18:51
#71 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Wieder sehr schön und ausführlich deine Berichte zu den "Karl May-Filmen"! Es gibt übrigens 2 verschiedene Motive zur Begrüßungsszene oben
am "Tulove Grede". Ich meinte das wo Winnetou sagte "Jicarillas!". Dieses ist gleich am Eingang des Hochplateaus auf der linken Seite! Achte mal im Film auf diese Szene.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

26.10.2015 22:22
#72 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Danke @TV-1967, du meinst sicher dieses Motiv, nicht wahr?

TV-1967 Offline



Beiträge: 445

27.10.2015 08:57
#73 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Ja genau. Im August habe ich mich dort fast verewigt. So schön war das Wetter. Reinl hatte die Szenen ja gekonnt zusammengefügt.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

27.10.2015 09:59
#74 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #73
Ja genau. Im August habe ich mich dort fast verewigt. So schön war das Wetter. Reinl hatte die Szenen ja gekonnt zusammengefügt.


Unser Wetter war leider nicht ganz so toll, wie du ja weißt. Da oben wehte ein sehr rauher Wind, und die Bilder wirken daher etwas trüb. Gott sei Dank war's dann bei der Sterbestelle und grünen Wiese etwas besser. Die Zrmanja und Paklenica-Bilder werde ich auch noch posten.

patrick Offline




Beiträge: 2.958

02.11.2015 07:22
#75 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Der Zrmanja-Canyon, Trogir und die Paklenica-Schlucht (Oktober 2015)

Da wir unseren "Stützpunkt" in Starigrad-Paklenica hatten, boten sich natürlich sowohl der herrliche Zrmanja-Canyon (Rio-Pecos-Canyon), als auch Trogir und die Paklenica-Schlucht für eine Besichtigung an. Gerade der Zrmanja-Canyon und die Paklenica-Schlucht sind besonders schöne und charakteristische, immer wiederkehrende, Drehorte der Karl-May-Filme.

1. Winnetou und seine Apachen 1965 vor dem Hintergrund des Zrmanya-Canyons (Rio Pecos) in "Winnetou 3".




2. Dieselbe Stelle und derselbe Film. Die Banditen werden in's Lager der Apachen gebracht.



3. Santer schleicht sich mit seinen Männern an und beobachtet 1963 in "Winnetou 1" das Pueblo der Apachen. Die Stelle ist, von der Perspektive der beiden vorigen Bilder mit Blick Richtung Zrmanja aus betrachtet, links und etwas weiter unten.



3. Nscho Tschi blickt in "Winnetou 1" auf den Zrmanja (Rio Pecos) hinab.



4.Old Shatterhand und seine Freunde werden in "Winnetou 1" von den Apachen an Pfähle gefesselt.



5. Das Pueblo der Apachen in "Winnetou 1". Zugegebenermaßen ist die Stelle heute nicht besonders beeindruckend. Sie befindet sich direkt vor dem Canyon, also dort, von wo aus meine vorigen Bilder gemacht wurden.



6.Nscho Tschi vor dem Rio Pecos in "Winnetou 1", als die Apachen Old Shatterhand und seine Freunde als Gefangene in's Lager bringen.



7. Captain Cummings wird 1968 in "Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten" von den Banditen ausgepeitscht. Allerdings ist es hier nicht der Rio Pecos, und es gibt auch kein Pueblo.



8. In "Old Surehand" trifft sich der Titelheld mit Winnetou 1965 vor demselben Hintergrund.



9. Als Drehort für Santa Fe diente in "Winnetou 3" das hübsche und sympathische mittelalterliche Städtchen Trogir. Hier wurde allerdings etwas umgebaut. Der Pferdeschuppen, in dem Vermeulens Männer Old Shatterhand auflauern, ist jetzt ein Juwelierladen.



10. Der Gouverneurspalast in "Winnetou 3" ist tatsächlich das Rathaus von Trogir. Leider war unser Wetter richtig grottig.



11. Die engen Gassen von Trogir, 1965 und heute.


12. Preston reitet mit seinen Männern 1965 in "Unter Geiern" durch die Paklenica-Schlucht.



13. Die Sioux 1968 auf ihrem Weg durch die Paklenica- Schlucht in "Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten".




14. Murdock und seine Bande in "Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten" weiter unten in der Paklenica-Schlucht. Heute wimmelt es dort von Kletterern.



15. Winnetou wird 1962 in "Der Schatz im Silbersee" von den Utahs durch den Geistercanyon (Paklenica-Schlucht) verfolgt.



....und zu guter letzt noch eine Stelle, an der Winnetou nicht war. Blick hinab in die Schlucht vom höchsten, ohne Kletterausrüstung begehbaren, Punkt aus, bei der kleinen Höhle.



Fazit: Alle gezeigten Schauplätze bieten ein tolles und sehr sehenswertes Naturerlebnis, dass ich nie mehr missen möchte.

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